stefand
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Hallo zusammen,
gestern abend war mal wieder die Möglichkeit geboten, einen klaren Himmel sein Eigen zu nennen. Das sollte ich bei unserer vorherrschenden Großwetterlage nutzen.
Ich hatte auch ein klares Ziel: Den NGC2419, der intergallaktische Wanderer. Das ist ein Kugelsternhaufen mit etwas über 10mag. Für meinen 80/400 Achromaten eine Herausforderung, denn einen 6mag-Himmel darf ich nicht mein Eigen nennen. Eher 5mag.
Also habe ich meinen 80/400 auf die azimutale Montierung (AZ4) geklemmt, sowie einen Satz Okulare und den Audruck aus dem TriAtlas nach draußen getragen.
Brrrrr .... kalt!
Von Alpha-Gem ging es nach Norden, den für mich markanten Sternen folgend. Meine rote Lampe ist nicht aufzufinden, also habe ich meinen roten Kuli genommen. Hell, aber wenn ich das Blatt von hinten beleuchte, dann geht's. Dann ist es spiegelverkehrt, wie durch mein Okular. Passt also.
Mit dem 19mm habe ich den Weg gefunden, bis ich die zwei nebeneinander liegenden Sterne sah. Eine Fortsetzung dieser Reihe muss der NGC2419 sein.
Im 19mm (PanO) ist nichts von einem KS zu sehen. Auch im 12mm (Radian) nicht, sowie im 8mm (Planetary) auch nicht. Das war um 21:15 Uhr.
Ich wartete bis 22:30 Uhr, damit sich die Umgebungbeleuchtung ein wenig 'beruhigen' konnte. Ich habe den Weg im 19mm schnell wieder gefunden.
Aber ein KS war dort immer noch nicht zu sehen. Im 12mm viel mir auf, dass der Himmel jetzt wirklich dunkler wirkte.
Also habe ich das 8mm reingesetzt und hochkonzentriert die Gegend abgesucht.
Plötzlich, ich musste dafür rechts (13 Uhr) über das Objekt schauen, sah ich einen verwaschenen Fleck, welcher mittig heller wirkte, aber nich ganz rund schien.
Er war etwas näher am 2. Stern, als dieser am 1. Stern. Eine gaaanz gerade Linie ergeben diese drei Objekte auch nicht.
Jetzt habe ich weiter geschaut, um diesem Objekt noch etwas zu entlocken (entspannen, abdecken, Auge wandern lassen, Pause, ...).
Das ist schwer, wenn es so an der Wahrnehmbarkeitsgrenze liegt, aber wenn man das Objekt einmal gesehen hat, dann sieht man sich 'ein'.
Eine 6mm Blaukante zeigte das Objekt zwar auch, aber es war schwerer zu erkennen. Fast gar nicht. Das gesamte Okulargesichtsfeld wirkte heller und dagegen kam der KS kaum an.
Es fehlte Kontrast. Also zurück zum 8mm HR, welches das beste Ergebnis lieferte. Wichtig war mir, ob es mit einem 80mm Achromat unter dem vorherrschenden Himmel zu finden ist.
Damit konnte ich den Abend aus astronomischer Sicht erfolgreich beenden.
Also nix wie rein - heute ist es übrigens wieder bewölkt.
CS,
Stefan
P.S.: Der verwaschene Fleck hatte eine ungleichmäßige Helligkeitsverteilung, nicht nur mittig heller.
gestern abend war mal wieder die Möglichkeit geboten, einen klaren Himmel sein Eigen zu nennen. Das sollte ich bei unserer vorherrschenden Großwetterlage nutzen.
Ich hatte auch ein klares Ziel: Den NGC2419, der intergallaktische Wanderer. Das ist ein Kugelsternhaufen mit etwas über 10mag. Für meinen 80/400 Achromaten eine Herausforderung, denn einen 6mag-Himmel darf ich nicht mein Eigen nennen. Eher 5mag.
Also habe ich meinen 80/400 auf die azimutale Montierung (AZ4) geklemmt, sowie einen Satz Okulare und den Audruck aus dem TriAtlas nach draußen getragen.
Brrrrr .... kalt!
Von Alpha-Gem ging es nach Norden, den für mich markanten Sternen folgend. Meine rote Lampe ist nicht aufzufinden, also habe ich meinen roten Kuli genommen. Hell, aber wenn ich das Blatt von hinten beleuchte, dann geht's. Dann ist es spiegelverkehrt, wie durch mein Okular. Passt also.
Mit dem 19mm habe ich den Weg gefunden, bis ich die zwei nebeneinander liegenden Sterne sah. Eine Fortsetzung dieser Reihe muss der NGC2419 sein.
Im 19mm (PanO) ist nichts von einem KS zu sehen. Auch im 12mm (Radian) nicht, sowie im 8mm (Planetary) auch nicht. Das war um 21:15 Uhr.
Ich wartete bis 22:30 Uhr, damit sich die Umgebungbeleuchtung ein wenig 'beruhigen' konnte. Ich habe den Weg im 19mm schnell wieder gefunden.
Aber ein KS war dort immer noch nicht zu sehen. Im 12mm viel mir auf, dass der Himmel jetzt wirklich dunkler wirkte.
Also habe ich das 8mm reingesetzt und hochkonzentriert die Gegend abgesucht.
Plötzlich, ich musste dafür rechts (13 Uhr) über das Objekt schauen, sah ich einen verwaschenen Fleck, welcher mittig heller wirkte, aber nich ganz rund schien.
Er war etwas näher am 2. Stern, als dieser am 1. Stern. Eine gaaanz gerade Linie ergeben diese drei Objekte auch nicht.
Jetzt habe ich weiter geschaut, um diesem Objekt noch etwas zu entlocken (entspannen, abdecken, Auge wandern lassen, Pause, ...).
Das ist schwer, wenn es so an der Wahrnehmbarkeitsgrenze liegt, aber wenn man das Objekt einmal gesehen hat, dann sieht man sich 'ein'.
Eine 6mm Blaukante zeigte das Objekt zwar auch, aber es war schwerer zu erkennen. Fast gar nicht. Das gesamte Okulargesichtsfeld wirkte heller und dagegen kam der KS kaum an.
Es fehlte Kontrast. Also zurück zum 8mm HR, welches das beste Ergebnis lieferte. Wichtig war mir, ob es mit einem 80mm Achromat unter dem vorherrschenden Himmel zu finden ist.
Damit konnte ich den Abend aus astronomischer Sicht erfolgreich beenden.
Also nix wie rein - heute ist es übrigens wieder bewölkt.
CS,
Stefan
P.S.: Der verwaschene Fleck hatte eine ungleichmäßige Helligkeitsverteilung, nicht nur mittig heller.
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