Felix42
Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,
ich habe vor meinem 8"f6 einen neuen Tubus zu bauen. Momentan steckt der Spiegel in einem Gitterrohrtubus aus Vierkantrohr, hat den Vorteil das die Angelegenheit ziemlich stabil ist, allerdings ist das Gewicht und die Anfälligkeit für Tubusseeing noch nicht nach meinem Geschmack.
Das Hauptproblem ist das extrem unbeständige Wetter im Bergischen Land, das heißt ich bin mehr oder weniger Gelegenheitsspechtler und nutze jede Minute am Dachfenster zu beobachten, rausfahren lohnt sich nur an wenigen Tagen im Jahr. Mit meinem langen 80/1500 Refraktor habe ich das "Dachseeingproblem" in den Griff gekriegt, der lange Tubus ragt weit genug aus dem Fenster um dem Wabbern der Luft am Fenster und auch der am Dach entlang aufsteigenden Warmluft zu entkommen. Sicher alles andere als ideale Bedingungen aber da muß ich durch...und der Refraktor zeigt am Dachfenster und in der Pampa gleich gute nicht Seeing-zerstörte Bilder, ist also machbar.
Jetzt geht es darum den Dobs so umzubauen das er wenigstens ab und zu ein scharfes Bild zeigt...
Der Spiegel hat Potential, bei guten Bedingungen (auf der Wiese und sehr selten am Fenster) gibts absolut nix zu meckern!
Meine bisherige Planung sieht so aus: der Tubus wird ein geschlossener Volltubus mit saugendem geregeltm Lüfter was ja eigentlich bei dieser Teleskopgröße üblich und sinnvoll ist. Nun kann ich mich was einige Detailfragen angeht nicht entscheiden:
Feststeht daß er eine "überdimensionale" Taukappe bekommt um den Tubus zu verlängern. Gesamtlänge liegt dann bei ca. 150 cm oder etwas länger.
Jetzt habe ich schon reichlich Beiträge zum Thema gelesen komme aber an zwei Punkten nicht weiter: Blenden zur Streulichtunterdrückung ja oder nein? Da gibt es reichlich verschiedene Meinungen, mich würde interessieren ob schonmal jemand einen direkten Vergleich zwischen "gleichen" Geräten mit und ohne Streulichtblenden machen konnte.
Bisherige Aussagen waren entweder "Bei ausreichender Tubusschwärzung braucht man keine Blenden" oder "Blenden ersetzen jede Tubusschwärzung" oder "Beides ist sinnvoll, auch in Kombination"... ?)
Dann ein weiterer Punkt: oft ließt man die Aussage daß Blenden im Newtontubus das Bild versauen weil die aufsteigende Luft in den Strahlengang gedrückt wird, sie kann nicht ausserhalb an der Tubuswand entlang aufsteigen. Fällt diese Problem bei einer Zwangsbelüftung weg? Eigentlich müßte ein ausreichend dimensionierter Lüfter es schaffen die Luft im Tubus gleichmäßig nach hinten zu saugen bis die Temperaturverteilung in der "Luftfüllung" im Tubus gleichmäßig ist und die Brechung des Lichtes durch unterschiedlich warme = unterschiedlich dichte Luft mehr oder weniger wegfällt. Dann dürften Blenden keinen negativen Effekt mehr haben da sich die gesamte Luftsäule im Tubus bewegt...
Auch noch ein Punkt: wirkt sich eine Isolation des Tubus bei aktiver Belüftung noch spürbar aus? wenn möchte ich alle sinnvollen Optimierungsmaßnahmen auf einmal umsetzen.
Die Frage Blendenringe oder nicht beeinflußt auch die Wahl des Tubusdurchmessers, ich werde den Newton nur visuell nutzen das heißt ein geringerer Tubusdurchmesser würde evtl. einen kleineren Fangspiegel ermöglichen (ja, ich bin Anhänger der Obstruktionsphobie :/ ),ein Okularschlitten ist jetzt schon im Einsatz um den Abstand Okular - Fangspiegel zu verringern. Eine nicht mehr vollständige Ausleuchtung von Okularen mit längerer Brennweite würde mich nicht wirklich belasten, großflächige Objekte mit geringer Helligkeit sieht man hier eh nicht. Das heißt meistens begebe ich mich auf die Jagd nach Kugelsternhaufen, Planetarischen Nebeln, Mond und Planeten, alles Objekte wo man ( relativ) hoch vergrößern muß. Ich hoffe daß die Okularausleuchtung sich wirklich hauptsächlich bei "Übersichtsokularen" auswirkt oder habe ich da was falsch verstanden?
Also in erster Linie interessieren mich Erfahrungen wie sich ein saugender Lüfter mit Blenden im Tubus verträgt und ob Blenden nötig bzw. sinnvoll sind. Der Rest ergibt sich dann...
Viele Grüße Felix
ich habe vor meinem 8"f6 einen neuen Tubus zu bauen. Momentan steckt der Spiegel in einem Gitterrohrtubus aus Vierkantrohr, hat den Vorteil das die Angelegenheit ziemlich stabil ist, allerdings ist das Gewicht und die Anfälligkeit für Tubusseeing noch nicht nach meinem Geschmack.
Das Hauptproblem ist das extrem unbeständige Wetter im Bergischen Land, das heißt ich bin mehr oder weniger Gelegenheitsspechtler und nutze jede Minute am Dachfenster zu beobachten, rausfahren lohnt sich nur an wenigen Tagen im Jahr. Mit meinem langen 80/1500 Refraktor habe ich das "Dachseeingproblem" in den Griff gekriegt, der lange Tubus ragt weit genug aus dem Fenster um dem Wabbern der Luft am Fenster und auch der am Dach entlang aufsteigenden Warmluft zu entkommen. Sicher alles andere als ideale Bedingungen aber da muß ich durch...und der Refraktor zeigt am Dachfenster und in der Pampa gleich gute nicht Seeing-zerstörte Bilder, ist also machbar.
Jetzt geht es darum den Dobs so umzubauen das er wenigstens ab und zu ein scharfes Bild zeigt...
Der Spiegel hat Potential, bei guten Bedingungen (auf der Wiese und sehr selten am Fenster) gibts absolut nix zu meckern!
Meine bisherige Planung sieht so aus: der Tubus wird ein geschlossener Volltubus mit saugendem geregeltm Lüfter was ja eigentlich bei dieser Teleskopgröße üblich und sinnvoll ist. Nun kann ich mich was einige Detailfragen angeht nicht entscheiden:
Feststeht daß er eine "überdimensionale" Taukappe bekommt um den Tubus zu verlängern. Gesamtlänge liegt dann bei ca. 150 cm oder etwas länger.
Jetzt habe ich schon reichlich Beiträge zum Thema gelesen komme aber an zwei Punkten nicht weiter: Blenden zur Streulichtunterdrückung ja oder nein? Da gibt es reichlich verschiedene Meinungen, mich würde interessieren ob schonmal jemand einen direkten Vergleich zwischen "gleichen" Geräten mit und ohne Streulichtblenden machen konnte.
Bisherige Aussagen waren entweder "Bei ausreichender Tubusschwärzung braucht man keine Blenden" oder "Blenden ersetzen jede Tubusschwärzung" oder "Beides ist sinnvoll, auch in Kombination"... ?)
Dann ein weiterer Punkt: oft ließt man die Aussage daß Blenden im Newtontubus das Bild versauen weil die aufsteigende Luft in den Strahlengang gedrückt wird, sie kann nicht ausserhalb an der Tubuswand entlang aufsteigen. Fällt diese Problem bei einer Zwangsbelüftung weg? Eigentlich müßte ein ausreichend dimensionierter Lüfter es schaffen die Luft im Tubus gleichmäßig nach hinten zu saugen bis die Temperaturverteilung in der "Luftfüllung" im Tubus gleichmäßig ist und die Brechung des Lichtes durch unterschiedlich warme = unterschiedlich dichte Luft mehr oder weniger wegfällt. Dann dürften Blenden keinen negativen Effekt mehr haben da sich die gesamte Luftsäule im Tubus bewegt...
Auch noch ein Punkt: wirkt sich eine Isolation des Tubus bei aktiver Belüftung noch spürbar aus? wenn möchte ich alle sinnvollen Optimierungsmaßnahmen auf einmal umsetzen.
Die Frage Blendenringe oder nicht beeinflußt auch die Wahl des Tubusdurchmessers, ich werde den Newton nur visuell nutzen das heißt ein geringerer Tubusdurchmesser würde evtl. einen kleineren Fangspiegel ermöglichen (ja, ich bin Anhänger der Obstruktionsphobie :/ ),ein Okularschlitten ist jetzt schon im Einsatz um den Abstand Okular - Fangspiegel zu verringern. Eine nicht mehr vollständige Ausleuchtung von Okularen mit längerer Brennweite würde mich nicht wirklich belasten, großflächige Objekte mit geringer Helligkeit sieht man hier eh nicht. Das heißt meistens begebe ich mich auf die Jagd nach Kugelsternhaufen, Planetarischen Nebeln, Mond und Planeten, alles Objekte wo man ( relativ) hoch vergrößern muß. Ich hoffe daß die Okularausleuchtung sich wirklich hauptsächlich bei "Übersichtsokularen" auswirkt oder habe ich da was falsch verstanden?
Also in erster Linie interessieren mich Erfahrungen wie sich ein saugender Lüfter mit Blenden im Tubus verträgt und ob Blenden nötig bzw. sinnvoll sind. Der Rest ergibt sich dann...
Viele Grüße Felix