Idee für 114/1000 Kat-Newton Bastelprojekt?

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Kerste

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Hallo allerseits,

Ich habe hier gerade einen 114/1000 Kat-Newton mit AZ-Montierung stehen, der bis ca. 70x oder 100x recht brauchbar ist. Hat irgendwer eine Idee, was man mit der Optik sinnvoll anfangen kann?

Sonnenprojektion scheitert wohl an der Newton-Konstruktion, selbst wenn der Korrektor im Okularauszug das abkönnen sollte.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,

ob der Jones / Bird Korrektor im Okularauszug das mag, kann ich dir nicht versprechen. Bei echten Newton spricht nichts gegen Okularprojektion. Sowohl mein TAL 80 als auch unser Heidenhain 150/1000 (Baujahr 1961) werden regelmäßig (Astronomietag, Sonnenfinsternisse) zur Okularprojektion eingesetzt Natürlich verwenden wir dann Huygens Okulare mit echten Glaslinsen und Projektionsschirme mit passenden Schattenspendern.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

ich habe den Celestron StarSense Explorer hier, mit Fangspiegelhalterung und Spinne aus Echt-Plastik... wenn mir nichts kreativeres einfällt, werde ich vielleicht mal einen alten Projektionsschirm dransetzen. Vielleicht ist ja was Richtung "Sun Gun" Projektionsschirm möglich.

Beste GRüße,
Alex
 
Hi,

Hab auch so einen seit kurzem, als erste Baustelle werden Rohrschellen gebaut ^^

Sonnenprojektion würde ich nicht empfehlen, mit Newtons ist das ja schon immer eine knifflige sache, mit dem Teil erst Recht, vorallem da der HS im ersten Moment mit f4 auf die komponenten dahinter eindrescht, ist schon was anderes als der Tal der mit f8 auskommt, die Teile sind da einer deutlich stärkeren Belastung ausgesetzt (das genaue Wort ist mir leider entgangen)

Der kati ist villeicht als Reisegerät besser geeignet da [zensiert] kompakt, ansonsten könnte man sich den spaß Erlauben das gerät mit moderneren Komponenten in die neuzeit zu holen,
Anderer Tubus villeicht, unvergütete Glasplatte durch Spinne Ersetzen, besserer OAZ (der Korrektor sollte drin Bleiben außer du lässt dir einen größeren Rechnen und anfertigen)
Leider weiß ich nicht welches Modell deiner ist, daher sind meine Ideen erstmal relativ nutzlos, habe Grade den Towa in Gedanken.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hi!

Der hier: Celestron StarSense Explorer 114AZ, ein fast fabrikneuer Rückläufer, der vielleicht seit zwei Jahren auf dem Markt ist;). "Klassischer" Jones-Bird, keine Glasplatte davor. Angeschafft hatte ich ihn, um StarSense-Dock und Leuchtpunktsucher zu plündern, damit habe ich den Kaufpreis drin – das Teleskop gab's dazu, auch um mal zu sehen, wie so ein Kat-Newton wirklich ist. So bis 80x (für meine Ansprüche) sogar brauchbar (da macht die mitgelieferte Barlow zu dem 25mm Kellner sogar Sinn), vor allem mit besseren Okularen. Nur ohne StarSense würde ich ihn niemandem geben wollen, da sackt das Stativ doch zu sehr nach – mit StarSense ist er überraschend brauchbar, weil man doch was findet. Nur ergänzt er an meinen Teleskopen einen ED80/600, einen 80/910 Achromat, einen 125/3500 Schiefspiegler und neben einem 76/350 Firstscope-Dobson einen 70/900 AstroMaster AZ (wenn ich mal wieder durch ein Einsteigerteleskop sehen will). Von einem Schwung Ferngläsern und dem Fuhrpark der örtlichen Sternwarte mal ganz abgesehen… als normales Beobachtungsgerät brauche ich ihn also nicht.

Geld will ich keins rein investieren, außer als Fun-Projekt. Und für unterwegs bin ich auch ausreichend ausgestattet – da habe ich ein achromatisches 20-60x80mm-Spektiv, das auch nicht weniger zeigt, aber in den Rucksack passt ;)

Daher die Überlegung Richtung Bastelprojekt, das auch nicht unbedingt klappen muss. Ein Sonnenprojektor Richtung SunGun oder noch mehr den SunSpotter reizt mich schon lange, aber das ist eher was für einen Refraktor. Keine Ahnung, ob ich den Kat-Newton so zusammenfalten kann wie den SunSpotter... aber mit Spiegel wird er wohl nie so sicher wie ein gefalteter Refraktor. Irgendwas interessantes muss mit so einem (wahrscheinlich) Kugelspiegel doch anzufangen sein…

Beste Grüße,
Alex
 
Irgendwas interessantes muss mit so einem (wahrscheinlich) Kugelspiegel doch anzufangen sein…
ich kann da tatsächlich Lieder von singen :D

schau mal in meine Themenliste rein, da gibt es Geschichten wie F4 kugel auf f15 umschleifen, einen Maksutov Newton draus bauen,
einen 2. konkaven Spiegel als FS und mit einem Nasmyth Fokus zu einem interessanten Gregory umbauen,... ^^

Für Sonnenprojektion würde ich dringenst zu einem längeren Linsenteleskop oder zumindest zu einem Schiefspiegler wie deinen Raten, einfach auf nummer sicher gehen, wie gesagt f4 und optische Elemente in der Nähe vom Brennpunkt mögen sich überhaupt nicht, ist etwas so wie eine Lupe auf irgendwelche teile die man grade im okularkoffer hat zu richten, das ist Extrem bei solchen Öffnungsverhältnissen.

Als Praktisches Beispiel lässt es sich das besser erläutern was ich versuche zu sagen:
Nimm z.b. ein f5 Fernrohr und ein Huygens Okular und mach damit ganz normal Projektion, blende es zunächst auf f10+ ab und schau wie lang es dauert ein loch in ein Blatt (vom Baum weils dann nicht so einfach brennt weil innen feucht) zu brennen.
Wiederhole es nun mit f5, es geht nun bedeutet schneller und aggressiver.

Ansonsten gerne mal ein Bericht zum Kati schreiben wenn du ihn etwas länger testen konntest, würde mich und villeicht ein paar andere Interessenten wie sich ein modernerer Vertreter dieser Gattung so macht, ich kenne nur die alten.

Viel mehr kann man damit nicht machen, außer es im Rahmen seiner Möglichkeiten zu verwenden oder zu verkaufen,
Ohne den Korrektor ist das Bild unbrauchbar, der FS dann auch zu klein, die Ausleuchtung ist mit der Position vom JB korrektor geschickt angestellt worden, zumindest bei meinem.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hi!

Ich weiß, ganz unbeleckt bin ich mit Teleskopen ja auch nicht;) Ich bin auch für nicht-astronomische Anwendungen offen.

Wir mussten mit dem f/15-Refraktor der Heilbronner Sternwarte schon oft genug Besuchern zeigen, wie heiß das bei der Sonnenprojektion wird, wenn wieder einer seinen Nachwuchs doch durch das Okular schauen lassen wollte, weil der Onkel von der Sternwarte ja keine Ahnung hat... und ich habe neulich testweise mal einen Okularsonnenfilter mit einem 80mm f/11-Refraktor in den Orcus gejagt, der hat keine fünf Minuten durchgehalten:
Kids, don't try this at home!

Über den Kat-Newton gibts wenig neues zu sagen: Ich habe nur den Hauptspiegel mit einem Lasercolli justiert; mit dem 25er-Okular ist das Bild am Mond bei 40x echt okay und mit der Barlowlinse auch in Ordnung, wenn auch schwerer zu fokussieren – der Schärfebereich entspricht eher f/4 als f/9, dafür ist der Oklarauszug überraschend gut. Das 10mm Okular ist zu viel, wobei die Justage auch nicht ganz stimmt – die Sterne zeigen Koma. Wahrscheinlich könnte man noch etwas mehr herausholen. Keine Ahnung, ob der Lasercolli für die Justage zu wenig war, oder er sich wieder verstellt hat…

Von einem guten Plössl hat das Teleskop sehr profitiert, und M3 war ein ähnlicher Wattebausch wie in meinem ED80. Das ist natürlich kein ganz fairer Vergleich, weil schon mein Zenitspiegel mehr gekostet hat als das ganze Teleskop, und mit Okular zusammen auch fast schon mehr wiegt ;) Mit der StarSense-App findet man die Ziele sogar; lediglich mit Leuchtpunktsucher oder gar optischem Sucher würde ich das Gerät aber nicht für den Einstieg empfehlen (wobei der Leuchtpunktsucher schon besser ist als das übliche Sucherfernröhrchen). Dann lieber einen der richtigen Newtons.

Das 17,5er Morpheus hat wiederum keinen Spaß gemacht: Da schlägt die Bildfeldwölbung zu, ich muss am Rand ordentlich nachfokussieren. Aber immerhin: Das mitgelieferte 25mm-Okular ist nicht soo schlecht, vor allem wenn man nicht von besseren Optiken verwöhnt ist.
Auf Youtube gibt's einen Review, den ich ganz treffend fand:
Und den fand ich interessant:
Der hat den Kat-Newton und den größeren, richtigen 130er Newton getestet (ohne Vorwissen) und fand den Kat-Newton besser, weil er Mond und Jupiter höher vergrößert hat und transportabler war. Man vergisst doch immer wieder, was einem Einsteiger wichtig sein kann. Wenn der Funke bei Mond und Planeten überspringt, wird eine bessere Optik für Deep-Sky in Betracht gezogen (und das StarSense-Dock wandert evtl. an einen Dobson).

Von daher hat mich der Kat-Newton eigentlich positiv überrascht, weil – mit StarSense – tatsächlich was zu sehen war. Etwas bessere Okulare lohnen sich, wenn man sie günstig kriegt oder später ein anderes Teleskop plant, an dem man StarSense weiterbenutzen will. Die Nachteile des Stativs bzw. der Montierung (Spiel im Feintrieb der Höhenachse) macht StarSense weitestgehend wett, weil man die Ziele eben einfach wiederfindet. Mit einem ordentlichen, gebrauchten 32mm Plössl ist er okay – halt immer noch kein Richfielder, und trotz der Brennweite kein Planetenspezialist. Das 114AZ StarSense-Set ist also immerhin kein Aussteigerteleskop; mit normalem Sucher ist ein Kat-Newton hingegen immer noch keine Empfehlung. Kugelsternhaufen als Wattebäusche gehen schon mal, und die Mondkrater sieht man auch ganz hübsch, und wie sehr Koma einen Einsteiger stört, weiß ich nicht. Ich hatte ihn für 140€ im Zuge der ATT-Schnäppchenaktion geschossen, für das Geld ist er sehr okay (wobei mir schon der Leuchtpunktsucher 20€ wert war, und die StarSense-App mit Dock die restlichen 120. Bleiben beim Listenpreis rund 100€ für's Teleskop – you get what you pay for). Wenn man sich zu Herzen nimmt, nicht hoch zu vergrößern (außer Mond und Planeten), sich Zeit zum Beobachten nimmt und dank StarSense eben auch was findet, kann man damit schon einen Einstieg finden (wenn man keine Hubble-Bilder erwartet). Ich würde dennoch den 102/660-Refraktor vorziehen, wenn ich aus der Serie das Teleskop evtl. behalten will. Da muss nichts justiert werden;) Oder gleich einen der Dobsons nehmen und ein rundes Set haben, natürlich in einer anderen Preisklasse – aber zum Glück auch Qualitätsklasse.

Wie glücklich man damit wird, wird wohl stark davon abhängen, wie gut er justiert ist. Immerhin sind beide Spiegel justierbar.

Viel mehr Deep Sky kann ich auch nicht mehr testen – das StarSense-Dock ist schon an einen Dobson weitergewandert, und die Schrauben vom Leuchtpunktsucher sind auch schon anderswo verbaut.

Dass er meinem ED80 nicht das Wasser reichen kann und von mir nicht für ernsthafte Beobachtungen eingesetzt werden wird, war mir von Anfang an klar; zum gleich Entsorgen ist er aber doch fast zu schade. Aber ich habe schon zu viele Optiken hier rumstehen... Vielleicht probiere ich die Sonnenprojektion mal aus, wenn das nichts ist, landet der ausgebaute Hauptspiegel evtl. zu Demozwecken auf der Sternwarte ("so sieht ein Teleskopspiegel aus"). Wikipedia liefert leider auch keine anderen Vorschläge für den Einsatz von Hohlspiegeln als Teleskope und Rasierspiegel...

Beste Grüße,
Alex
 
Moin,

bei der Justage könnte man noch was herausholen wenn du dafür das korrektor element aus dem OAZ entfernst falls nicht schon gemacht, der korrektor macht seltsame dinge mit dem Laser ?
das dass morpheus nicht mit macht wundert mich etwas, an meinem f3,6 Schmidt Newton machts ganz passable Arbeit wobei auch da Bildfeld gewölbt.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Mich wundert das nicht – wir hatten mal einen 10“ Schmidt-Newton, der spielte optisch in einer ganz anderen Liga. Er sollte ohne weiteres Zubehör fotografisch funktionieren. Den Anspruch hat der Kat-Newton nicht, und für einfache Justage waren sie noch nie berühmt. Abgesehen davon würde ich immer das zusammengebaute System justieren.

Das Morpheus kann auch nur zeigen, was vom Teleskop kommt, und hat ein großes Bildfeld.

Beste Grüße,
Alex
 
Kurzer Nachtrag: Das 25mm Übersichtsokular dürfte ein Kellner mit 40-45° sein, liefert also 40x und 1-1,1°.
Das Morpheus liefert 57x und 1,33°. Also gleichzeitig höhere Vergrößerung und mehr Bildfeld. Da sieht man die Bereiche, die die üblichen Okulare einfach nicht abdecken, und das auch noch recht hoch vergrößert. Den Anspruch stelle ich nicht an die Preisklasse von Teleskop. Meine guten Micro-Fourthirds-Objektive funktionieren an großen Sensoren ja auch nicht, dafür sind sie einfach nicht ausgelegt.

Ich würde einen Korrektor auch nicht darauf auslegen, so ein großes Feld zu korrigieren - das passt schon.

Ich hatte schon Refraktoren in der Hand, bei denen der Rat zu einem 32mm-Plössl für mehr Feld als Übersichtsokular ins Leere lief, weil das Zenitprisma zu wenig freie Öffnung dafür hatte. Das ist viel übler.

Beste Grüße,
Alex
 
Okay, Sonnenprojektion geht mit dem auf knapp 7cm abgeblendeten Gerät (mit ca. 4,5cm Obstruktion durch den Fangspiegel :)) sogar ganz gut, sogar mit Zenitspiegel (für bequemeren Einblick und mehr Vergrößerung; ohne kann ich aber auch projizieren). Nachführung wäre wünschenswert...
Sonnenprojektion.jpg

Vielleicht mal ausprobieren, ob ich die über 2kg auf den StarAdventurer kriege und er mit dem Hebel zurecht kommt.

Schön: Ich habe die Sonne einmal durchlaufen lassen, ohne dass es Brandspuren im Deckel gibt. Evtl. brauche ich nicht einmal ein zusätzliches Blendrohr, damit keiner von vorne reinschauen kann...

Dann geht die Reise wohl Richtung Sonnenprojektor.

Beste Grüße,
Alex
 
jetzt wo du es sagst, diese korrektoren sind sowieso nur für eine gute Korrektur auf der Achse bekannt, okulare mit kleinem Gesichtsfeld wie Orthos sollten also auch bei höheren V noch den anschein erwecken das alles bestens funktioniert, einfach weil der schlechte Bereich nicht erreicht wird, kannst ja mal nach monozentrischen Okularen mit 28° SGF ausschau halten ?

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Okay, Sonnenprojektion geht mit dem auf knapp 7cm abgeblendeten Gerät (mit ca. 4,5cm Obstruktion durch den Fangspiegel :)) sogar ganz gut, sogar mit Zenitspiegel (für bequemeren Einblick und mehr Vergrößerung; ohne kann ich aber auch projizieren). Nachführung wäre wünschenswert...

Vielleicht mal ausprobieren, ob ich die über 2kg auf den StarAdventurer kriege und er mit dem Hebel zurecht kommt.

Schön: Ich habe die Sonne einmal durchlaufen lassen, ohne dass es Brandspuren im Deckel gibt. Evtl. brauche ich nicht einmal ein zusätzliches Blendrohr, damit keiner von vorne reinschauen kann...

Dann geht die Reise wohl Richtung Sonnenprojektor.

Beste Grüße,
Alex
Hi Alex,
Frage zu deinem Bild.
Hast du keine Sonnenfolie vor der Öffnung?
Heizt sich da nicht der HS und FS extrem auf, wenn die Sonne pur durch den Tubus strahlt?
 
wenn dann würde es sich vielleicht mehr lohnen die 7cm exzentrisch zu machen, sodass der FS maximal am rand noch auftaucht aber sonst nach dem off axis Prinzip ohne obstruktion arbeitet, dann kann man theoretisch auch auf 6cm zur Sicherheit runter gehen und dafür gänzlich der Obstruktion aus dem weg gehen.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Monozentrische Okulare suche ich ganz gewiss nicht, da investiere ich kein Geld rein. Ich kaufe auch keine Rohrschellen oder Prismenschiene dafür, hier wird nur mit Resten gearbeitet. Und bei einer Off-Axis-Konstruktion blieben rund 4,5cm Öffnung übrig;)

Für die Sonnenprojektion habe ich keine Folie davor, es soll ja hinten auf dem Projektionsschirm hell genug sein. Durch die extreme Abblendung (dafür war dieses kleine Loch im Deckel ja ursprünglich gedacht, als es noch keine Folie gab) bleibt wohl ausreichend wenig Öffnung übrig, dass nichts passiert. Luftunruhe im Tubus ist bei der Vergrößerung noch nicht das Problem (das Sonnenbild ist bei dem Schirm vielleicht 6cm groß).

Der Hauptspiegel macht mir keine Sorgen (der reflektiert ja), beim Fangspiegel sehe ich eher die Fassung und die Spinne gefährdet. Mehr Öffnung würde ich nicht wagen (zugegeben – wenn das Teleskop abfackelt, ist nichts verloren). Ich hatte mal ein C6 in einer Ausstellung gesehen, das ohne Deckel Morgensonne abgekriegt hatte. Da war die Fangspiegelhalterung angeschmolzen... Aber ein C6-Hauptspiegel hat auch f/2; der Kat-Newton ist langsamer (Tubuslänge ist über 30cm, also eher f/4 als f/3) – da wandert die Sonne wohl schnell genug durch den Tubus. Mit schlechter Nachführung sähe es wohl wieder anders aus...

Es hat schon seinen Sinn, dass Sonnenprojektion normalerweise nur mit Refraktoren gemacht wird, aber hier sind die Qualitätsansprüche so niedrig, dass das langt. Für längere Sonnenprojektion würde ich den Deckel evtl. in Alufolie einpacken, der heizt sich ziemlich schnell auf, schon wenn er nur in der Sonne liegt.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex, hallo Florian,

zur Okularprojektion haben wir für den 150mm Heidenhain eine Blende gebaut, die die Öffnung bis zum Rand nutzt, dafür aber die zentrale Obstruktion vergrößert. Es handelt sich um eine Scheibe mit einem Magneten, die man einfach von vorn an die Fangspiegel Zelle hängen kann. So wird die in das Fernrohr eintretende Energie deutlich reduziert. Das hat sich in der Praxis sehr bewährt.

CS Gerhard
 
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