Hallo Christoph.
ich habe diesen kleinen APO seit einigen Monaten im Einsatz. Ich finde ihn handlich, sehr solide verarbeitet. Das Auflösungsvermögen liegt da, wo man es bei 70 mm Öffnung erwarten kann: ca. 2 Bogensekunden. Farbsäume hat er mir bislang keine gezeigt. Streulichtprobleme hat er auch nicht. Bei 80x Vergrößerung zeigt er am Stern lehrbuchmäßig Beugungsringe. Der Okularauszug lässt sich dank seiner 1:11- Untersetzung sehr präzise scharfstellen. Für ein kurzbrennweitiges Gerät mit seiner schmalen Schärfentiefe ist das sehr vorteilhaft.
Alle Teile sind aus Metall, die Mechanik ist spielfrei.
Die Transportlänge von 31 cm entspricht der meiner Russentonne. Der Apo ist aber leichter und WESENTLICH komfortabler scharfzustellen und bietet zudem ein größeres Gesichtsfeld und WESENTLICH mehr Komfort. Der Okularanschluss ist z. B. um 360° drehbar.
Ich verwende den kleinen APO mit einem ZOOM-Okular auf einem Manfrotto-Stativ mit 3D Getriebekopf. Man kann 1,25-Zoll und 2-Zoll-Zubehör einsetzen. Die Okularklemmung erfolgt dabei über Klemmringe. Es ist ein handliches Reisegerät, das auf Montierungen ebenso wie auf 3D-Köpfen ei.
Es gibt natürlich größere APOs mit mehr Öffnung. Die haben aber keine Transportlänge von 31cm, sie sind länger, schwerer und spielen preislich in einer ganz anderen Liga. Ich will durch ein Fernrohr gucken und mich am Okular an das herantasten, was ich darin zu sehen kriege. In dem kleinen APO kann ich unter einem dunklen Eifelhimmel M65, M66 und bei indirektem Sehen NGC 3628 erkennen. Es gibt größere Geräte, die mir unter einem solchen Himmel dieses Erlebnis noch nicht geboten haben.
Man kann für einen kleinen APO natürlich viel mehr Geld ausgeben, wenn einem das Spass macht: Man muss es aber nicht. Ich bin mit meinem kleinen APO zufrieden.
CS,
Günther