Re: Was ging denn nun ab?
Hallo Markus,
> zu 1: Ich habe von diesem Teleskop immer vom sehr guten 95%-Strehl-Refraktor gesprochen.
> Dem wurde explizit NICHT entgegengesetzt, daß dies NICHT für die GESAMTFLÄCHE gilt.
Hm Markus, nix fuer ungut, aber das ist jetzt schon etwas doppelte Negation, nicht wahr?
Dann scheint mir auch, dass es in euren Telefonaten noch um die Interpretation von
abgezeichneten Ronchigrammen ging und der Frage welches von drei moeglichen Teleskopen
ist eigentlich der gute Kandidat, weil urspruenglich irgendeine Verwechselungsgeschichte
vermutet wurde.
Also ein einfacher Anruf mit der simplen Kernfrage "Hat das von dir vermessene Teleskop A
hier tatsaechlich 0.95 Strehl oder nicht?" scheint das ja nun auch nicht gerade gewesen zu sein.
Das zeigt ja irgenwo auch der durch die andauernden Unklarheiten schliesslich gefundene
Konsens, sich halt einfach zum Nachmessen zu treffen.
> -> auf der Diskette war das Gesamt-I-Gramm NICHT drauf (könnte man löschen)
> -> Der Händler war selber sehr perplex, als rauskam, daß das Teil netmal beugungsbegrenzt ist
> -> Und die vom Prüfer signierten und zusammengeklammerten Prüfdokumente (ich hab den selben
> Schrieb von meinem Meade-Newton, wo ich bei der Messung dabei war) enthielt diese Messung
> ebenfalls nicht. Die NACHTRÄGLICH rauszunehmen, erscheint mir eher nicht möglich, das Dokument
> ist weder irgendwie zerlesen noch entklammmert worden oder irgendwie geknickt oder verbogen
> sondern wunderschön wie frisch ausgedruckt und zusammengeklammert.
Da Du ja selbst dem Wolfgang attestierst, beide Male korrekt gemessen zu haben, sieht's
so aus, als hat er sich entweder in der Auswertung vertan, z.B. in dem er die Auswertung nicht
auf die Disketten kopiert hat, oder vielleicht ist sie auch auf der Diskette eines der anderen
drei Synta, die an dem Tag vermessen wurden gelandet, oder er hatte einfach einen miesen Tag.
Die zweite Moeglichkeit ist, dass da jemand an den Ergebnissen gefummelt hat, um den Refraktor
zu schoenen.
Vorsatz vom Wolfgang kann man ja wohl ausschliessen, sonst waere er ja nicht so doof
dich zur zweiten Messung zu bitten und dir Schritt fuer Schritt zu verklickern, wie denn die
richtige Messung nun laeuft.
Meinen eigenen Refraktor uebrigens hat er ueber die ganze Flaeche vermessen/ausgewertet, wie auch
die meisten Refraktorinterferogramme, die ich sonst so von ihm gesehen habe, z.B. auch die da:
http://www.astrotreff.de/boards/topic.asp?TOPIC_ID=3138
http://www.astrotreff.de/boards/topic.asp?TOPIC_ID=979
Dem Haendler attestierst Du dann inzwischen echte Ueberraschung zum zweiten Ergebnis, was einen
vorsaetzlichen Betrug in deinen Augen ja wohl eher unwahrscheinlich macht.
> zu 3: Erst NACH der gesamten Meßprozedur, als am PC dere Strehl über die Fläche bei 76% hängen
> bleib, hieß es, so gut is der tatsächlich ned. Während der Messung war ich noch der Meinung, ah,
> das könnt schon noch passen.
Was dann auch heisst, nach der zweiten Messung (und natuerlich danach) mit dir persoenlich hat
er dir klipp und klar gesagt, was mit dem Ding das er da auf dem Tisch hatte, Sache ist.
Das muss man schon mal hier festhalten, weil keiner hier hat Lust nach Hassfurt zu gondeln
und seine Kohle hinzublaettern, wenn dann nicht Tacheles geredet wird.
Also in deinen Augen, so zumindest dein letztes Resuemee, alles in allem nur ein Fall von
"dumm gelaufen".
Na ja, kann man dir nur wuenschen, dass dein naechster Synta eine Kerbe besser wird.
Und mal der Neugier halber: Was muss man denn fuer so ein "handverlesenes" Stueck eigentlich
mehr berappen?
Nix fuer ungut,
Mario