Interstellarum Deep Sky Atlas

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Zitat von Mikuneko:
das zweimal "offenbar" wundert mich ein wenig. Du hast Dein E&T doch auch im Verlagsprogramm untergebracht und eng verzahnt (bspw. Beobachtungsprojekt DSRA)? Ich hätte gedacht, Ihr informiert Euch gelegentlich gegenseitig. Aber Denken ist das eine, Wissen das andere ;-)
Hallo Rene,
informiert war ich schon vor ca. 10 Jahren, dass ein Atlas geplant ist und habe diverse Anläufe und Entwürfe miterlebt. Eine wirklich enge Verzahnung von Atlas und E&T war zwar Ronalds Wunsch, aber ich konnte und wollte dem wegen der für mich zu hohen Zeitbelastung nicht entsprechen. Zwar hat es aus mehreren guten Gründen schon längere Zeit für E&T kein Update mehr gegeben, aber ich arbeite inzwischen wieder daran, auf Sparflamme. Wenn es dann eines Tages soweit ist, wird E&T die Kartennummern des is Deep Sky Atlas in den Listen und in der Karte interaktiv beim Bewegen der Maus anzeigen. Eine andere wichtige Sache ist die Anpassung des Nachtmodus für Win 8.1, dem Microsoft einfach mal en passant das "klassische" Design ersatzlos weggenommen hat. Da habe ich inzwischen eine sehr elegante Lösung gefunden. Aufgrund der Verwendung eines aktuellen Compilers wird die nächste Version einen guten Tacken schneller laufen. Und sie könnte dann meinetwegen die finale Version sein, denn beruflich bedingt komme ich kaum noch zum Beobachten und widme meine Freizeit inzwischen lieber der Musik und der Band. Da hab' ich mehr davon, weil es wetterunabhängig ist. In den letzten beiden Jahren habe ich kaum mit dem großen Dobson beobachtet. Da frage ich mich dann, ob das Werkzeug nicht längst gut genug ist, wenn es doch sowieso kaum noch zum Einsatz kommt...

Wegen des enormen Aufwands haben sowohl Ronald als auch ich davon abgesehen, den Katalog von E&T an die Datenlage im Atlas anzugleichen. Ist auch nicht ganz einfach, denn die Benutzer der Software können die Daten editieren und zu den Objekten Notizen schreiben, Bilder und Dokumente verlinken und natürlich Beobachtungen loggen. Und das alles darf ja nicht durch eine Aktualisierung bei einem Update kaputt gehen. Das ist ein echtes Risiko, das ich nicht einzugehen bereit bin.

Zum Atlas: ich finde ihn sehr gelungen und wenn ich ohne Rechner am Fernrohr sein wollte, wäre er der Atlas meiner Wahl, ganz klar! Die Diskussion über Normal- oder Premiumausgabe finde ich müßig, denn die Normalausgabe ist sehr robust und wird bei geeignetem Handling sicher auch im Feldeinsatz lange Freude machen. Meine Uranometria hat eine ganze Dekade treue Dienste geleistet, und die war auch "nur" aus normalem Papier. Viel dünnerem Papier übrigens als die Normalausgabe des is DSA. Ich hab' mich an den "Anhalter" erinnert, wo Arthur (oder Zaphod?) stets ein Handtuch dabei haben. Bei Beobachten habe ich auch immer eines in der Box - früher zum Zudecken von Burnham oder Uranometria bei Nichtgebrauch, später zum Schutz von Netbook oder Notebook vor Tau und Kälte. Oder auch mal, um beim Auto störende Lichtquellen abzudecken.

Der wichtigste Vorteil der Premiumausgabe des Atlas ist mE das geringe Gewicht. Man kann das Teil gut in einer Hand halten, während man am Okular steht. Die Normalausgabe wäre mir dafür viel zu schwer. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Man kann einen Atlas ja auch irgendwo ablegen wenn man ihn gerade nicht braucht. Oder die relevanten einzelnen Seiten vorab einfach kopieren. Die Normalausgabe vom Atlas ist genauso feldtauglich wie alle früheren Atlanten aus normalem Papier, die uns früher den Weg gewiesen haben. Aber inhaltlich um Längen besser!

VG
Tom
 
Hallo Tom,

danke für Deine sehr auführliche und vor allem erkenntnisreiche Antwort.
Dann freue ich mich mal auf das nächste Update von E&T, egal wie lange es noch dauern möge. Aber bitte ersetze nicht die Seitenhinweise zum Uranometria durch die Seitenangaben des DSA, sondern lasse sie beide parallel bestehen.

Bislang habe ich mich immer nur mit wasserfesten Sternatlanten in die Nacht getraut und es ist nach wie vor kaum vorstellbar für mich, dass eine Normalversion nicht anfängt zu "wellen". Wie oft waren meine Atlanten nach einer Nacht schon klatschnass. Vielleicht muss mein alter Karkoschka das nächste Mal als Versuchskaninchen herhalten ;-)

Beste Grüße

Rene
 
In der Zwischenzeit ist die neue englischsprachige Auflage des Interstellarum Deep Sky Atlas erschienen (in Kooperation des Oculum-Verlags mit Cambridge University Press).

Wie zuvor bei der ersten deutschen Originalauflage des Oculum-Verlags, gibt es wieder zwei Ausführungen: 1.) Die auf Papier gedruckte Standardversion (Desk Version), und 2.) die wasserfeste Ausführung (Field Version). Falls der Druck und die Ausrüstung wieder von der gleichen Druckerei besorgt wurden, dürfte wieder die gleich hohe Druckqualität resultieren.

Wohl auf mehrfache Anregung von Nutzern der ersten deutschsprachigen Auflage, soll die teure Field Version angeblich in einem Schuber ausgeliefert werden. Ich stiess jedenfalls mal zufällig auf einen entsprechenden Hinweis in einem ausländischen Astroforum. Der Schuber soll leider jedoch nicht aus dem gleichen robusten Priplak-Material wie der Atlaseinband bestehen, sondern aus Karton. Die Produktbeschreibung auf Cambridge und Oculum erwähnt dazu nichts.
Ein Schuber würde wirklich Sinn machen, damit die Kanten der Sternkarten oben und unten während des Transports besser geschützt sind. Kann jemand zur Schuberfrage schon mehr sagen?

Gruss,
Stephan
 
Hallo Stephan,

kann ich nichts zu sagen, außer das ein Schuber aus meiner praktischen Erfahrung keine Hilfe wäre. Man muss so oder so vor dem zusammenklappen des Atlas die Seiten zurecht schütteln-schieben-sortieren, ehe nichts mehr über steht. Wie in diesem Thread zuerst gefordert, wäre der bessere Schutz einfach 2cm Überstand des Kunststoff-Covers. Dieses Cover ist mir kalt auch zu zäh - soll es aufgehen, geht es nicht ganz auf und soll es zugehen, klappt es wieder etwas hoch. Und mir fällt dauernd das Lesezeichen aus der Einschiebe-Tasche. Ein Schuber ändert nichts daran, dass man beim Einpacken die ganzen Seiten sortieren muss. Letztendlich - gut dass ich dran denke - werde ich mir auch einfach ein Geschirrtuch in die Kartentasche packen.

Ich wiederhole aber an der Stelle auch nochmal, dass das Werk in meinen Augen ein neues Standardwerk ist. Schön, dass Sternfreunde weltweit darauf zurückgreifen können.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Ich teile Deine Idee betreffend 1-2cm Überstand des Priplak-Covers. Das würde den teuren Kartenblock auch ohne Schuber schon mal ordentlich schützen vor Bestossungen während des Transports.
Von der teuren wasserfesten Atlasversion habe bis jetzt "erst" die erste deutschsprachige Originalauflage vorliegen. Ob Oculum/Cambridge bei der englischen Neuauflage an den Coverabmessungen noch etwas änderten, entzieht sich momentan meiner Kenntnis.

Einen Priplak-Aufbewahrungs- und Transportschuber würde ich in jedem Fall sehr begrüssen, um das edle und teure Atlasteil während Transporten gebührend zu schützen. Im Interesse eines problemlosen und materialschonenden Handlings ist es gut, dass die Kartenseiten schön locker in der Ringbindung liegen. Was ihnen nach oben und unten aber eben auch das erwähnte Spiel gibt. Ein kurzes schütteln und geradeschieben des Kartenteils nehme ich durchaus gerne in Kauf, um den Atlas in den Schuber einführen zu können.

Bezüglich dem Schuber würden mich immer noch Rückmeldungen von ersten Besitzern der Neuauflage interessieren. Insbesondere ob der Schuber wirklich aus Karton besteht. Für mein wasserfestes Atlasexemplar der deutschen Erstauflage werde ich jedenfalls versuchen, einen möglichst gut passenden Plastikschuber zu finden.

Abgesehen davon - der Interstellarum Deep Sky Atlas hat meine hohen Erwartungen voll erfüllt und steht meines Erachtens völlig konkurrenzlos da wie ein Monument. Für den visuellen Beobachter draussen am Fernrohr gibt es gegenwärtig nichts besseres auf dem Markt. Dieses phantastische Teil verdient einen ordentlichen Schuber.

Gruss,
Stephan
 
Hallo Stephan,

die Idee mit dem größeren Umschlag habe ich nur aufgegriffen, stammt nicht von mir. Finde den Beitrag grad nicht.

Schütteln wird für den Schuber eben nicht reichen, sobald Feuchtigkeit zwischen den Blättern ist. Dann klebt es (durch die Nässe, nicht weil sich was auflöst) und meine Erfahrung ist, dass man dann jede während der Beobachtung benutzte Karte und witzigerweise 2 davor und 2 danach, aufschlagen und richten muss - und dann bei nächster Gelegenheit möglichst aufgeschlagen trocknen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Freunde der Nacht,

ich weiß nicht wie die deutsche wasserdichte Version aussah. Die englische sieht so aus (siehe Anhang). Der Schuber ist aus Pappe.
 

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Hallo Jochen,

Danke für das Schuberinfo.

Meine neue wasserfeste englische Version ist soeben aus England eingetroffen (habe direkt bei Cambridge University Press bestellt). Im Vergleich mit der mir vorliegenden 1. deutschsprachigen Original-Auflage vom Oculum-Verlag kann ich sagen, dass beide Versionen im Hinblick auf das verwendete Material vollkommen identisch sind. Sogar das Gewicht ist absolut gleich: beide wiegen 1'058g (gemessen mit einer Digitalwaage).

Gruss,
Stephan
 
Hallo Jochen,

danke. Der Umschlag sieht auf dem Bild auch nicht größer aus. Oder hat der ggf. doch einen Zentimeter Überstand bekommen?

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

wenn der Atlas zum Blättern vor Dir liegt (Ringbindung zeigt nach links), hat der Deckel rechts ca. 1cm Überstand. Oben und unten ist der Deckel genauso groß wie die Seiten. Bei der deutschen "Papp"-Version kann man das nicht so eindeutig festmachen, da dort alles (Seiten wie Deckel) etwas mehr Spiel hat.
 
Hallo Jochen,

hm. So benimmt sich die deutsche Version auch. Aber wenn ich den Atlas bei der Ringbindung halte und ausschüttle, liegt der Blätterstapel an allen drei Kanten bündig mit dem schwarzen Umschlag - und da ist der dicke Umschlag nun kein wirklicher Schutz. Ist auch so eine Sache: Wer den Atlas auf den Knien balanciert, wird den festen Umschlag wollen. Ich habe entweder einen Tisch dabei oder ich breite mich im Kofferraum aus. Da stört mich, dass der Umschlag widerspenstiger Weise immer wieder zuklappen will.

Clear Skies
Sven
 
Guten Abend zusammen,

drüben bei Cloudy Nights hat ein Unglücksrabe Bilder seines wasserfesten Atlas gepostet (siehe HIER ) bei dem der Druck von einer Seite zur anderen abgefärbt hat, weil die Seiten feucht zusammengeklebt waren und er sie nicht ordentlich getrocknet hatte.

Ich frage mich, ob ich mir Sorgen um meine Deluxe-Version machen muss. Das "Papier" ist ja wohl das Gleiche. Frage mich, ob der Druck auch gleich ist. In dem Fall sollte man die Seiten wohl IMMER sorgfältig trocken wischen.

Hoffentlich war dies ein Einzelfall. Wäre schade um diesen wundervollen Atlas.


Beste Grüße

Achim
 
Hallo Achim,

vielleicht beruhigt es Dich, wenn ich Dir bestätige, dass ich meiner deutschen Premiumversion schon viele sehr feuchte Nächte zugetraut habe und mitunter auch nicht gleich am nächsten Tag alle Seiten habe trocknen lassen. Das alles hat der Atlas unbeschadet überstanden.

Vermutlich haben sie beim Zweitdruck irgend etwas modifiziert oder es ist eine Montagsausgabe ;-)

Viele Grüße

Rene
 
Hallo Rene,

das beruhigt mich in der Tat. :)

Achim
 
Hallo Achirm,

hm.
hm.hm.
hmhmhmhm.

Hm.

Also ich habe meine Folienversion (deutsch) auch in einigen taureichen Nächten im Einsatz gehabt und der Atlas war bis zum Morgen zusammengeklappt. Die Seiten sind in dem Zustand nicht getrocknet. Sie klebten durch den Wasserfilm aneinander. Ich habe dabei keine Anzeichen dafür gefunden, dass die Oberfläche an sich klebrig oder sonstwie angelöst worden wäre. Nach einer der Nächte ist der Atlas auf den offenen Seiten und den direkt darauf folgenden sehr nass gewesen. Zwischen vielen weiteren Seiten war er "klamm" möcht ich sagen. Er ist dann am nächsten Tag im Auto geblieben, wo es nicht knallig heiß, aber doch sicher 30°C waren. Danach war der Atlas vollständig trocken und ich hatte keine Probleme.

Ich finde man muss auch die Frage stellen, ob es im Bereich des Möglichen liegt, dass die Oberfläche an den gezeigten Stellen irgendwie mit etwas klebrigem verschmutzt war. Mich wundert, dass hauptsächlich die Farbe die Seite gewechselt hat, nicht die Beschichtung an sich. Wäre die Beschichtung mitgekommen, würde man nicht spiegelverkehrte Zahlen in satt schwarz sehen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

alles gut. Da Rene ud Du deutlich "robuster" mit Euren Atlanten umgeht als ich bisher, mache ich mir keinen Kopf mehr. :)

Danke für Eure Einschätzungen.

Beste Grüße

Achim

 
Hallo Achim,

ja kannste.
Der Normalversion traue ich solch feuchte Nächte allerdings nicht zu. Die hatte ich nur einmal mit draußen und die hatte trotz relativ trockener Nacht gleich einige ... hm ... wie nenne ich das: leichte Verwischungen. Die Normalversion nehme ich nur noch für Recherchen.

Viele Grüße

Rene
 
Meine lieben Sternfreunde,

ich lese mit Erstaunen, dass euer Atlas auf nassem Tisch bzw. auf den Knien liegt.

Es gibt eine bessere Lösung. Seit mehr als 30 Jahren nehme ich einen Notenständer mit nach draußen. Er ist in der Höhe verstellbar, trägt 2 - 3 kg und kann auf Wunsch etwas näher gerückt bzw. etwas weggerückt werden.

Gruß Klaus
 
Hallo Klaus,

hm... wenn es den Notenständer zum umhängen gibt? Bei meiner Kartentasche ist das so.

Was mich im Moment viel mehr fuchst ist, dass durch den zu knapp abgeschnittenen Umschlag ohne Überstand die Ecken des Premium-Atlas eine gewisse Belastung auszuhalten haben - und prompt zeigt sich, dass sich (bislang nur in den Ecken) die Druckerschwärze der rechten Seite auch auf der linken Seite wieder findet.

Auf dem ATT konnte ich dann auch mal selbst betrachten, was Oculum in meinen Augen verpennt hat, mitzuteilen: Die Standard-Ausgabe ist zwar deutlich schwerer, aber auf einer speziellen Art Papier gedruckt, die nicht mit dem Deepsky Reiseatlas vergleichbar ist. Vermutlich ein imprägniertes Papier. Wenn das mit dem Abrieb der Premium-Version zunimmt, ist die Standard-Ausgabe womöglich die belastbarere Variante... Autsch!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

der zu knapp ausgefallene Umschlag ärgert mich auch. Ich habe allerdings die englische Version mit Schuber (Pappe). Verstaue ich den Atlas, wird das Ganze so hingestellt, dass die Ringbindung oben ist.

Das Problem "Druckerschwärze" habe ich bisher nicht feststellen können. Ich wohne ländlich und muss mich des öftern mit feuchten Nächten herumschlagen. Der Atlas hat alles schadlos überstanden. Nach der Beobachtung wird die Feuchtigkeit mit einem Handtuch herausgewischt.

Gruß Klaus
 
Mal so in den Raum geworfen wollte ich mal wissen wie viele den Atlas denn noch aktuell nutzen?

Meine 2. Frage ist, ob man diverse Objekte auch z.B. in einem 16er findet
oder ob da die Grenzgröße der Sterne zu niedrig ist
um eine schnelle Orientierung beim Starhopping in größeren Teleskopen zu ermöglichen?

Grüße
 
> diverse Objekte auch z.B. in einem 16er findet

Sicher findest du die Plejaden im 16er ;)

Der Atlas geht bis ca. 10 mag. Im 16er kann man sich an Galaxien jenseits 14 mag heranwagen. Dann muss man aber genau wissen, wo sie stehen. So etwas mit diesem Atlas zu finden, ist dann reine Glückssache. Das kann man von einem gedruckten Werk nicht erwarten, dass man damit solche Objekte findet.

Insgesamt ist der Atlas aber gut gemacht. Ich habe die Normalversion, sie war auch in paar feuchten Nächten mit draußen und hat nichts abbekommen. Sterndarstellung und Objektauswahl sind gut, ich kenne keinen besseren Atlas.

Für meine Kometen drucke ich mir aber Aufsuchkarten. Schwache Nebelchen erfordern zumindest für meine schon etwas älteren Augen Karten mit 3'/cm, also ein Grad auf einem A4-Blatt, und Sterne bis wenigstens 13 mag, lieber etwas tiefer. Dort kann ich auch hineindrucken.
 
Hallo Stiko,

Der IDSA ist neben dem Deepsky Reiseatlas mein Hauptwerkzeug. Auf einem Notenständer neben dem 16"er. Da ich digitale Teilkreise habe, nutze ich ihn allerdings nur zum Starhopping wenn ich das Objekt nicht in der Datenbank habe. Mein NGC-Minimax hat nicht alles drin.

Wenn man winzige Funzeln zwischen schwachen Sternen identifizieren will, kommt man um ausgedruckte Karten nicht herum. Dafür ist die Grenzgröße nicht tief genug. Bekanntestes Beispiel: Minkovskis Footprint.
Aber für die standard NGC-Galaxie, die im 16"er an sich schon gut zu sehen ist, reicht es allemal.

Ich bin mit meiner Premiumausgabe sehr zufrieden und konnte auch noch keine Verfärbungen oder Abrieb feststellen.

Bis dann:
Marcus
 
Ja ich weiß was ihr meintet.

Ich habe den Beobachteratlas und überlege mir diesen hier zu kaufen.
Derzeit nutze ich den Ebookreader,
auf dem ich mit Guide 9 vorbereitete Karten
mit meiner Grenzgröße verwende.

Da ich faul bin,
wollte ich auf den Atlas umsteigen
um die beschriebenen Objekte des Beobachteratlasses zu suchen.

Aber ich sehe schon, Faulheit wird nicht belohnt.
Da werde ich wohl bei meinem System bleiben müssen. ;-)
 
Da ich in den Beschreibungen nicht so ganz durch blicke,
wollte ich nun nochmal fragen ob die
Standartversion aus normalem Papier ist,
oder ob das dort solch ein Papie wie der Beobachteratlas ist?
Das würde mir schon reichen, denn dieser ist echt super.

Bei der Premiumversion sind das direkt bedruckte Folien,
oder solche Papier/Folie/Pressverbund-Seiten, die dann irgendwann auseinander gehen wie bei manch anderen Atlanten?

Grüße
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stiko!
Die normale Version besteht aus recht dicken Papier und sollte schon einiges aushalten.
Die Field Edition ist direkt auf einer speziellen Folie gedruckt. Die fühlt sich sehr dünn an, ist aber extrem stabil, reißfest und wasserfest.
Gruß und CS Christoph
 
Hi,

ich nutze den Atlas recht häufig und halte ihn weiter für den zukunftsträchtigsten am Markt. Aber derweil haben sich einige Schwächen offenbart (bei denen mich teils verwundert, dass diese nicht schon in der internen Testphase offenbar und angegangen wurden):
- Premium-Version Foliendruck: Ich habe an den Kanten der Seiten Abriebprobleme. Ich finde auf gegenüberliegenden Seiten spiegelbildliche Schatten der Seitenzahlen. Druck auf die Kanten, vor denen der zu knapp bemessene Plastikdeckel nicht schützt. Ich mache mir hier große Sorgen um die Haltbarkeit der teuren Premium-Version und nach dem Kennenlernen der Normal-Version scheint mir diese tatsächlich sogar robuster.

- Objektdaten für planetarische Nebel: Hier ist die Objektklassifikation wesentlich von Durchmesserangaben gängiger Kataloge abhängig. Diese aber basieren auf fotografischen Durchmusterungen und geben somit visuell nicht erfassbare Durchmesser an. Ein Beispiel ist NGC 6884, der mit 15" Katalogangabe und je nach Quelle 7,5" oder 6" beobachtbarem Durchmesser mit anderer Vergrößerung aufgesucht werden muss. Man findet schmerzhaft noch ein paar dieser Fälle.

- Nochmal anders gelagert sieht es mit sehr schwachen Objekten wie NGC 6765 aus. Hier lässt der Atlas nicht erkennen, wie dunkel der Himmel wirklich sein muss, um derartig schwache Objekte mit der angegebenen Öffnung zu packen. Nun findet Astronomie-Praxis nicht nur in Namibia statt, sondern ich brauche auch im Sauerland einen verlässlichen Atlas.

Beides ist deshalb ein Problem, weil es die eigentliche Philosophie und Bewerbung des Atlas in Frage stellt.

Nervig finde ich noch, dass die Seiten im Kartenschlüssel entgegen den eigentlichen Kartenseiten angeordnet sind. Steht ja als Vorteil des Atlas' in der Beschreibung, dass die Karten in "Blätter-Richtung" laufen. Der Kartenschlüssel aber gerade nicht...

Was konkret das Star-Hopping angeht, so sollte man sich nicht nach der Teleskopöffnung, sondern nach jener des Suchers fragen. Mit 9,5mag Grenzgröße enthält der Atlas etwas mehr Sterne, als bei guten Bedingungen mit 6x30 Sucher erkennbar sind, hingegen etwas weniger Sterne, als im 8x50 Sucher machbar sind. Ein 8x50 Sucher unter mittelmäßigem Himmel dürfte nah dran sein. Ich denke der Atlas passt daher zum typischen 8x50 Sucher, weil man beim Suchen ja nicht mühsam nach den schwächsten im Sucher machbaren Sternen schaut, also noch eine gewisse Größenklassen-Reserve haben will.

Ansonsten hat der Atlas das übliche Problem der stereografischen Projektion: Die Winkeltreue gilt nur im jeweiligen Punkt, so dass es eigentlich keine gerade Hilfslinien geben dürfte. Peilt man also beim Starhopping im Randbereich eines Kartenblatts, so müsste man eigentlich über eine Kurve peilen. Aber daher der Name und die Technik Star-Hopping - man vermeidet so Strecken, auf denen diese Abweichung zu groß wird. Beim Suchen per Leuchtpunktsucher ist der Effekt aber spürbar. (Es gibt nur bei zweidimensionalen Atlanten kein probates Mittel dagegen.)

Daher bleibt der IS Deepsky Atlas mein Favorit. Aufgrund des Kartenausschnitts aber stets begleitet vom Deepsky Reiseatlas. Dagegen ist die Field-Version des Sky Atlas 2000.0 nun für gewöhnlich zu Hause.

Clear Skies
Sven
 
Vielen Dank dir für die Mühe dieser detailreichen Antwort.
Nun sind keine weiteren Fragen mehr offen.
Hast mir damit schon viel weiter geholfen.

Danke
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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