Hallo,
Hurra, mit Interstellarum gehts also erstmal weiter! Eine freudige Botschaft geht durch die Foren. Und auch ich bin erfreut, daß mein Abo doch noch weiter bestehen kann.
Doch wurde das grundsätzliche Ziel erreicht? Man muß schon genauer hinsehen, statt in der Euphorie diejenigen abzustrafen, die angeblich falsche Statistiken und Kritik durch die Foren propagiert haben. Bezüglich der Statistik mußte man die Rahmenparameter seitens IS doch schon verändern. Die Kampagne also steuern. Und da kann man Hr. Stoyan großes Lob aussprechen, doch noch auf die Community gehört zu haben und auch den Unternehmen, die letztendlich geholfen haben. Man hat Grund genug, diese Etappe zu feiern! Wird sich aber nicht ausruhen dürfen.
Denn eines der Hauptziele der Kampagne war es, mehr als 1000 Kioskkäufer unter den Amateuerastronomen als Abonnenten der Zeitschrift zu gewinnen.
Diese Ziel wurde ganz klar verfehlt.
Im Zuge der Kampagne wurde einiges an konstruktiver Kritik (neben den für den deutschen Sprachraum typischen Miesmuscheln) geäußert. Aufmerksame Leser des Kampagnen-Blogs konnten feststellen, daß sich Hr. Stoyan zunächst nicht der konstruktiven Kritik öffnen wollte. Die erwartungsgemäße Stagnation zum Weihnachtsgeschäft hin bis über den Jahreswechsel hinaus könnte wohl der Grund gewesen sein, sich doch konzeptionellen Überlegungen zu öffnen. Allerdings zu spät. Denn seit der Verkündung des "Interstellarum 2.0"-Programmes war kein nennenswerter Anstieg feststellbar, der alleine darauf deuten läßt, daß hier Kioskkäufer die treibende Kraft sind. Also hat man Hersteller und Händler versucht mit ins Boot zu nehmen - und diese haben nun dazu beigetragen, daß die 100 TEuro Marke auch übertroffen werden konnte.
Ist damit IS gerettet?
Nein. Die Gnadenfrist wurde verlängert. Die Chance auf einen Neuanfang zeitlich ausgedehnt.
Die Zahlen sagen eindeutig, daß man nun eine Gnadenfrist für weitere 12..15 Monate mithilfe der Händler erreichen konnte. Sollte es in der Zeit IS nicht gelingen, weitere Abonnenten zu gewinnen, wird man sich entweder weiter der Unterstützung von Händlern erhoffen. Oder man wird das Magazin einstellen müssen, falls diese Hoffnung nicht erfüllt wird. Händler und evtl. Hersteller haben Gelegenheit genutzt, die Karre aus dem Morast zu ziehen und das ist nicht selbstverständlich. Alleine die Namen der unterstützenden Unternehmen zu nennen, kann werbewirksam sein. Aber jedes der beitragenden Unternehmen wird sich dann langfristig auch fragen, ob eine Umsatzsteigerung mit derartigen Spenden erreicht werden kann. Letztendlich stellt man sich aus Sicht der „helfenden“ Unternehmen die Frage, ob man weiter „schlechtem Geld Gutes“ hinterher wirft.
Was bleibt jetzt zu tun? Hr. Stoyan hatte eine Umfrage angekündigt, sofern die 100T Euro Schwelle erreicht ist. Gegenstand der Umfrage ist es, der Leserschaft die Gelegenheit zu geben seine Anforderungen an IS mitzuteilen und zu bewerten. Genauer: Antworten auf die Frage zu finden, wie man die Kioskkäufer zum Abonnenten macht. Im Interesse von IS kann man nur hoffen, daß trotz der Ankündigung IS 2.0 diese Umfrage doch durchgeführt wird.
Reicht die Gnadenfrist aus, um in absehbarer Zeit feststellen zu können, ob die umzusetzende Verbesserungen wirklich Früchte tragen? Das wird eine Herausforderung, die man aus Sicht von IS nun Monat für Monat bewerten muß. Ergo: Es muß sich etwas ändern innerhalb des IS-Teams. Denn nochmals 2..3 Jahre einer Strategie hinterher zu blicken, die nicht aufgeht, wird man sich nicht leisten können. Man wird wohl mehr Veranwortung für das eigene tun übernehmen müssen .... als bisher. Und auch das eigene Weltbild nochmal korrigieren müssen.
IS konnte schlußendlich die eigenen Mitarbeiter nicht mehr ernähren. Und dann hieß es zum Jahreswechsel sinngemäß „IS statt Böller“. Hr. Stoyan sollte sich vor Augen halten, daß er und seine Mannschaft die Option hatten und haben, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Z.B. Potenziellen Kunden früher zu zuhören! Von dem Funding-Beitrag der zum Jahreswechsel zur Disposition stand, hätte man aber in anderen Ländern dieser Welt und auch in Deutschland für viele Jahre mehr als 10 Menschen eine überhaupt eine Perspektive geben können und etwas zu Essen kaufen können. Und da geht es nicht um einen Luxus-Artikel. Da geht’s um Armut und Hungersnot. Aber da kann man landen, wenn man nach mehr als 20 Jahren wieder den freien Arbeitsmarkt betritt.
Cs,
Gerrit