Hallo Markus,
danke für deine Auswertung. Das Rätsel bleibt also weiterhin bestehen, warum 2 vermessene Optiken, bei denen eine etwas schlechtere Werte hat, einen kleinen Randfehler, mehr Farbfehler , etwa gleiche Mikrozonen , den besseren Snap in hat.
was wir noch gar nicht angesprochen haben ist die verwendete Vergrößerung.
Hast Du jeweils das gleiche Okular verwendet?
Dann vergrößert der Nikon natürlich 1,2 x so hoch wie der Tak.
Das könnte natürlich auch die Sache erklären, denn der bessere Snap des Tak wie Du es beschreibst klingt mir doch sehr danach.
Warum das CaF2 dafür zuständig sein sollte, entbehrt sich meiner Logig, denn wenn hier ein Vorteil gegenüber hochwertigem NIKON Glas ( welches sehr hochwertig sein muss, sonst könnte kein solch hoher Strehl rauskommen )haben soll.
Hinzu kommt das beim Tak die CaF2 Linse unvergütet ist, derweil der NIKON alle 4 Flächen mit hochwertigen NIKON MC Vergütung belegt ist, also eigentlich noch ein Nachteil des FC.
Ist natürlich auch nur eine Vermutung von mir.
Eventuell hast du ja eine CaF2 Optik zur Hand, mach doch einfach mal den Lasertest.
Ich kann leider nur mit einem Duplet S-NBM51 / S-FPL53 und Chinavergütung zum Vergleich dienen, siehe Anhang.
Es wäre sehr interessant zu wissen wie strakt die Reflexe an der aus und Eintrittsfläche einer unvergüteten CaF2 Linse denn nun wirklich gegenüber einer sehr gut vergüteten Glaslinse sind.
Fakt ist der Laser ist im Glasweg sichtbar im Kristall nicht.
@Jadran
Sind diese in der Praxis wirklich genau so wie theoretisch gerechnet ?
Du siehst hier doch Messergebnisse der Nikon hat bei 632,8nm Strehl 0,992 ganz real gemessen nicht theoretisch im Design.
Sicher im Design hat der mindestens 0,999.
Ist Dier der Unterschied zu hoch ?
Sind die theoretischen Indizes der Glassorten in der Realität genau so, oder weichen diese davon ab.
Nein natürlich gibt es immer einen Tollerranzbereich, einzige Ausnahme, ein CaF2 Kristall entsprechender Reinheit.
Dessen Brechzahlen sind Naturkonstanten und die sind immer gleich.
Ich kann mir nicht vorstellen das das theoretisch machbare in der Realität auch wirklich immer umgesetz wird.
Natürlich nicht, man kann aber wenn man will wie der Nikon zeigt sehr sehr nah an das theoretische Design herankommen.
Oder wird das Glas zunächst geschmolzen, danach die Werte Gemessen und anschliessend erst in die Simulationsprogramme eingegeben um damit das Theoretisch machbare zu berechnen ?
Genauso läuft das in einer Qualitäts- Teleskopschmiede.
Ob das notwendig ist bzw. Sinn macht kommt allerdings sehr darauf an wie angespannt das Design ist.
Für einen f/15 FH zb. muss man den Aufwand nicht betreiben.
Jedenfalls wenn der Glashersteller die zugesicherten Toleranzen der Gläser einhält.
@Peter
Hallo Markus, vergleich mal die MTF Kurven. Da liegt der Tak deutlich über dem Nikon, jedenfalls bei der Wellenlänge, bei der getestet wurde.
Gleiche Falle wie mit der Energiekonzentration.
Bitte bitte beim Vergleich immer daran denken, der Tak hat f/10 und der Nikon f/12
Die in der MTF angegebene Auflösung in Linien / mm errechnet sich aus dem Öffnungsverhältnis!
Auflösung in Linien / mm = 1 / ( N* Lambda)
Der Tak hat 1 / (10*0,0006328) = 158,3 l/mm
Der Nikon hat 1 / 12*(0,0006328) = 131,69 l/mm
Das steht übrigens auch im Messprotokoll unter der jeweiligen MTF Tabelle.
Logischer weise liegt die MTF Kurve einer f/10 Optik bei gleichem Wert in l/mm höher wie die einer f/12 Optik.
Das heißt aber nicht das eine Ideale f/12 Optik eine schlechtere Kontrastübertragung wie eine Ideale f/10 Optik gleicher Öffnung hätte.
Ergo auch die MTF zeigt keinen Vorteil für den Tak.
Wie sollte das auch gehen?
Basis ist nun mal das I-Gramm und da kann ich nur die Infos rausnehmen die auch drin enthalten sind und exakt diese Informationen Stecken auch in der PSF von der die MTF abgeleitet wird und deren Spitzenwert ja der Strehl ist, auch die MTF kann daher die Verhältnisse nicht plötzlich umkehren.
Der mittels Fouriertransformation aus der PSF abgeleitete Kegel für die MTF ist ja ebenfalls im Protokoll zu sehen.
Grüße Gerd