Ist die Venus mit einem 10-Zoll-Dobson beobachtbar?

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Ulfberht

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Hallo,

ist es möglich, die Venus mit obigen Dobson zu beobachten?

Zum einen habe ich das Problem, die Venus überhaupt ins Olular zu bekommen. Beim Einstellen hüpft sie wie ein Flummi hin und her - entweder verrutscht mein Fernrohr, oder die Venus ist tatsächlich so schnell, dass sie schneller rauswandert, als ich sie beobachten kann.

Zum anderen ist sie unheimlich hell. Ich konnte sie nur als grellen, weißen Punkt wahrnehmen. Ich habe versucht, das Bild mit einem Polfilter abzudunkeln, das hatte aber nichts gebracht.

Geht das nicht, oder habe ich mich zu ungeschickt angestellt?

Grüße

Ulf
 
Wie groß ist die Brennweite das ist Ausschlaggebender umso mehr Brennweite umso schneller flutscht
die Venus durch! und ohne Motore bist bloß am Nachschieben und zitter zitter........

Brennweite des Teleskops geteilt durch die Brennweite des Okulars ist die Vergrößerung, also umso kleiner die Brennweite des Okulars umso höher die Vergrößerung, umso schneller läuft die Venus durchs Okular....
und ja auf der Venus sieht man meistens gar nichts.....Überstrahlt zu sehr,und auch sonst sieht man kaum was von der
Athmosphäre...
 
Hallo Ulf!

Die Venus mit einem 10'' Skywatcher Dobson zu beobachten sollte kein Problem sein.

Wenn sie "beim einstellen hin und her hüpft" hört sich das für mich so an, als hättest du Problem beim Nachführen des Teleskops. Und Venus ist genau so schnell wie jedes andere Objekt am Himmel, wenn es darum geht es im Sichtfeld zu behalten.

Mit welcher Vergrößerung hast du es denn versucht?
Und wieviel Grad Feld hat das benutzte Okular?

Wenn Venus zu hell erscheint, was im 10-Zöller schon mal sein kann, dann hilft normalerweise ein Graufilter oder der von dir genannte Polfilter sehr gut. Warum das bei dir "nicht gebracht hat" versteh ich leider auch nicht.

Somit, bitte ein paar Infos zur Vergrößerung und zum Okular, dann sollte es leichter sein dir zu helfen.

Ich selbst beobachte Venus regelmäßig im 8'' Skywatcher Dobson, meist mit einem TeleVue Delos Okular (72° Sehfeld) bei etwa 250 bis 300facher Vergrößerung. Dazu ein ND 0,9 Graufilter damit sie nicht so hell ist und fertig. Ich sehe dabei ein klares Bild, es "hüpft" nichts und ich kann auch gut nachführen. Von daher bin ich über deine Beschreibung etwas verwundert.

Grüße, Mario
 
Für mich klingt das nach starker Übervergrösserung. Was für ein Okular hast du eingesetzt?

Gruß Horst
 
Hallo Ulf,

bei der Venus kann einem im tiefen Stand das Seeing schonmal übel mitspielen. Da springt das Bild und funkelt in Regenbogenfarben.

Dämmerungsbeobachtungen sind meist besser, da steht der Planet noch höher. Wenn du das Scheibchen zu schnell verlierst, schau mal ob du das Höhenlager etwas weniger fest anziehen kannst, bei meinem alten Skywatcher klemmte es da schonmal. So ein Dobson muss geschmeidig laufen, sonst macht's keinen Spaß.

Wenn möglich fang mal so mit 50x Vergrößerung an, da sollte sich die Phasengestalt schon mit etwas Geduld abzeichnen. Dann schrittweise erhöhen. Viel zu sehen gibt es ansonsten aber nicht. Manche meinen mit Farbfiltern Andeutungen von Wolken zu erkennen. Mir ist das noch nicht gelungen, habe es aber auch noch nicht intensiv probiert.

VG Klaus
 
Hallo Ulf,

ich habe die Venus mit all meinem Teleskopen beobachtet, vom 80mm Refraktor bis zum 16“er. Das ging mit allen Instrumenten problemlos. Vergrößerungen von 150x bis 300x bringen viel Spaß, vor allem wenn sie in Erdnähe steht. Ein Neutralfilter oder Polfilter ist hilfreich.
Ich vermute auch, dass Deine Schwierigkeiten daher rühren, dass Dir noch Routine mit Deinem Teleskop fehlt oder Du zu ungeduldig bist. Das Problem ist nicht das Equipment, es sitzt neben dem Teleskop. ;)
Also dran bleiben und weiter versuchen. Das wird schon.

Bis dann:
Marcus
 
Hi Ulf,

mach dir mal keine Sorgen wegen der Helligkeit. ;)Habe bereits mit 22" ohne Filter draufgehalten. Bin manchmal zu faul, Filter rein- bzw. rauszuschrauben. Klar... ist hell, aber macht nix. Man muss ja nicht gleich danach Stephan's Quintett o.ä. anschauen. Mehr als die sich verändernde Phasengestalt wirst bei Venus eh nicht sehen. Dies geht bereits bei sehr schwacher Vergrößerung.

Das mit dem "im Blickfeld halten" kriegst in den Griff und dann macht es auch Spaß.

Viele Grüße
Werner
 
Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen.

Die Brennweite beträgt 1200 mm.

Ich habe die Okulare aus meiner Signatur, Baader Hyperion 31 mm mit 68°, Baader Hyperion Mark IV Zoom-Okular 8 (68°) - 24 (48°) genutzt. Dabei hatte ich verschiedene Vergrößerungen versucht. Mit dem Zoom hatte ich dann die empfohlenen 50 x - 330 x. Bei kürzer als 24 mm schaffte ich es m.W. nicht mehr, die Venus reinzubekommen.

Ich habe einen 2-fach-Polfilter zur Mondbeobachtung, den ich aber schwierig finde einzustellen. Die beiden Glasflächen werden über ein Gewinde verstellt. Wenn ich nicht aufpasse, habe ich beide auseinandergeschraubt und sie fallen auseinander. Da ich die Venus kaum im Okular halten konnte, war sie spätestens jedes Mal weg, wenn ich das Okular rausnahm, um die Glasflächen zu verdrehen. Ohne Filter konnte ich nur einen grellen weißen runden Fleck sehen.

Seit Anfang des Jahres hatte ich nur zwei Tage, an denen ich ausprobieren konnte, die Venus zu beobachten. Ich habe also keine Übung mit Planeten und wollte wissen, ob es überhaupt funktioniert.

Ich vermute auch, dass ich mich mit der Einstellung des Teleskops in Bezug aufs Schubsens an den beiden Tagen ebenfalls schwer getan habe. Wahrscheinlich rutschte es durch. Ich vermute, dass es mir nicht jedes Mal gelingt, die Höhenverstellung vernünftig einzustellen. Ich muss dann über das Ziel hinaus schieben und einplanen, dass es sich leicht nach unten neigt, wenn ich es los lasse. Das machte tatsächlich keinen Spaß.

Grüße
Ulf
 
Hallo Ulf,

auf meinem kleinen Smartphone wird dooferweise keine Signatur angezeigt.

Das sind ja beides schon ziemliche Oschis, die Okulare. Da kannst oder solltest du mit Gegengewichten am Tubusende gegensteuern. Da gibt es fix und fertig eine Magnetlösung von Orion:


Funktioniert natürlich nicht bei Alutuben, im Zweifel vorher mit Kühlschrankmagnet oder was sonst so im Haus ist testen. Oder eben was Basteln, es gibt Lösungen mit Topf- oder Aquariumsmagneten.

Das Absackverhalten kenne ich, echt nervig. Es gäbe wahrscheinlich etliche Dobsonhasser weniger auf der Welt wenn die Höhenlager der Einsteigerserien besser wären.

VG Klaus
 
Hallo Klaus,

ein Magnet hält. Also Danke für deinen Tipp.

Vom Prinzip bin ich froh, die Dobson-Variante gewählt zu haben, weil alles schnell aufgebaut ist. Aber ich fange an mich zu ärgern, nicht die goto-Variante gewählt zu haben. Damit wäre das Herauslaufen vermutlich kein Problem, aber das Gegengewichtsproblem trotzdem vorhanden. Und ich würde das eine oder andere finden, das ich noch nicht gefunden - oder nicht erkannt - habe.

Ich werde mir jetzt erst einmal das Gegengewicht kaufen. Irgendwann wird das Wetter ja mal wieder gut werden und ich kann meine Praxis weiter ausbauen.

Grüße
Ulf
 
Hi Ulf,

ich hab statt dem Orion-Gegengewicht einfach Scheibenreinigungsmagneten fürs Aquarium genommen. Sind günstiger und funktionieren auch ganz gut.


An einem Teil hab ich die Fläche noch mit etwas Filz überzogen, damit mir der Tubus nicht zerkratzt wird. Ich verwende einen 8" GSO Deluxe f/6 Dobson.

Off-Topic: Bzgl. auffinden von Objekten wär vllt ein Telrad oder Rigel-Finder für dich eine Option.

Grüße
Mathias
 
Das leidige Nachführproblem lässt sich auch bei Non-GoTo-Dobsons über Nachführplattformen mildern:


Kann man natürlich auch selbst basteln, wenn man gerade nichts Besseres / Dringlicheres zu tun hat.
 
Ich habe mir einen Telrad zugelegt. Ich muss mir nur noch eine Aufnahme basteln, damit ich das Teil in einen normalen “Schuh“ schieben kann. Auf der Seite des Okulars ist kein Plat, da wo Platz ist, ist es weit weg und der „Socke“ im Weg ... Leider gibt es keinen fertigen Adapter.

Das hat mir schon geholfen. Wie gesagt, vermutlich habe ich mehr gefunden als ich denke ...

Die Plattform habe ich auch gesehen, wusste aber nicht, ob das wirklich funktioniert. Der Astroshop hatte mal eine Skywatcher-Rockerbox als Einzelteil, jetzt aber wohl nicht mehr.

Ich versuche es erst einmal mit dem Gewicht. Vermutlich liegt es an der falschen Höhenfeststellung des Tubus. Ich bin ja erst ca. 6 Monate dabei und die letzten Wochen spielte das Wetter nicht mit.

Grüße
Ulf
 
Ich konnte heute noch einmal versuchen, die Venus zu beobachten. Eure Tipps haben mir dabei geholfen.

Umgehauen hat mich der Anblick jedoch nicht.

Grüße
Ulf
 
Visuell ist's halt nur eine kleine Sichel. Mit sauber nachgeführten Videos und entsprechenden Filtern geht an der Venus (und natürlich auch an Saturn und Jupiter) deutlich mehr:
 
Hallo Ulf,

rein visuell macht die Venus nicht wirklich was her und hat obendrein noch nicht mal einen Mond ;).

Das was Peter gesagt hat, werde ich, wenn sich das Wetter hält, mit meiner ZWO Asi224 angehen.
Heute bin ich zu faul Notebook und so auf den Balkon zu tragen ;).
Jupiter und Saturn sind zur Zeit ziemlich mau.

Es gibt doch wirklich schöne Deep Sky Objekte die Du abgrasen kannst.
M42, M45, C14, M34, M35, M37, M36, M38... ... ...
Die sollten doch hervorragend in Deinem 10"-er gehen.
Habe diese Objekte gestern mit meinem C8 beobachtet und heute bin ich mit meinem Refraktor FH 120/1000 zu Gange.
Balkon von SW, W nach NW.
 
Hallo Ulf,

habe gerade auch nochmal mit 8 Zoll draufgehalten. Um halb acht stand die Venus noch nicht so ganz arg tief, dennoch sehr zappeliges Bild. Trotzdem bei 48x eindeutig mit Phasengestalt, etwas mehr als halbvoll.

Mit diversen Farbfiltern habe ich es auch probiert, kam aber erwartungsgemäß nichts bei raus. Am vielversprechendsten ist dem Vernehmen nach Violett, der fehlt mir aber in meiner Sammlung.

VG Klaus
 
Hallo Klaus,

kann ich bestätigen.
Phasengestalt, etwas mehr als halbvoll und verdammt hell ;).
Allerdings mit 120/1000 Refraktor FH.
Violett muss ich auch mal ausprobieren, ist vorhanden.
 
Hallo Ulf,
hatte es gestern auch mit meinem 10ner Dobson an Venus probiert und bekam nur Lichtmatsch rein. Die Halbvenus konnte ich gar nicht ausmachen. Aber heute am 5-Zöller (ein ed) und einem roten Filter habe ich ihre Phase sehr klar durch ein 8mm Oku erkennen können. Ich nehme bei Venus meist nur Filter.
Gruss von Anette
 
Hallo,

irgendwie verwirrt mich das :oops:.
Woran liegt es, das man die Venus mit einem Dobson (von dem ist ja die Rede) nicht ordentlich rein bekommt?
Das die Venus raus wandert, zu hoch vergrößert ist, die RockerBox nicht so funktioniert wie sie soll, kann ich ja nachvollziehen.

Aber "Lichtmatsch" oder "rumhupfen wie ein Flummi"?

Am C8 und auch am FH Refraktor, beide auch Alt/AZ montiert, konnte ich so was noch nicht feststellen.
Hell ja, leichte Farbsäume am FH ja, gewabere bei tiefen Stand ja, aber Lichtmatsch und Flummi nö.

Am Newton kann es doch nicht liegen? Dafür gibt es viel zu viele Bilder von 8"-er bis 20"-er die was her machen, auch wenn nachbearbeitet.

:rolleyes:
 
Volltubus bei ordentlich Wind, dazu noch schlechtes Seeing und hohe Vergrößerung, da wird das Abbild schonmal zittrig.
Aber hast recht, Standard sollte das nicht sein....

Gruß Horst
 
Tja, dann sollte man mal die potenziellen Fehlerquellen der Reihe nach abstellen...dann wird man ja sehen. Versuch macht klug.;) Wenn die Performance bei anderen Objekten zufriedenstellend ist, dann sollte das auch bei Venus möglich sein.

Viele Grüße
Werner
 
Moin Leute!

...vor allem sollte man/frau entspennter an die Sache rangehen. Venus gibt im Moment wirklich nicht viel her: zu flächenhell - zu wenig Phase - zu tiefstehend, dazu noch die ungünstige Beobachtungszeit zwischen Sonnen- und Venus-Untergang. Ein Lemming nach dem anderen rennt also mit einer zu lichtstarken Optik in dieselbe (Licht-) Falle und jammert rum, daß er/sie nix erkennen kann.

Die wichtigste Maßnahme wäre eine sinnvolle (und nicht planlose) Filterung, wenn man die Venus schon nach Dämmerungsende beobachten will. Dazu bietet sich ein variabler Polfilter zusammen mit einem oder zwei (je nach Instrument) verschiedenen Graufiltern an. Die Rumexperimentiererei mit Farbfiltern führt bei Venus zu nichts außer buten Abbildungen des Planeten, angeblich soll man in großen Optiken bei Einsatz eines sehr dunklen Violett-Filters Strukturen in der Wolkenhülle sehen (ist mir in 42 Jahren Hobbytätigkeit noch nicht passiert). Nja, egal: Nehmt Pol-und Graufilter - die bringen nicht nur an Venus etwas - auch Jupiter oder Saturn zeigen so ganz neue und angenehme Anblicke. Besser noch, wenn die zwei letzteren höher am Himmel zu stehen kämen... Da hilft nur Geduld.

Andere Möglichkeit, weniger angestrengt zu beobachten, wäre in dem Fall durchaus eine kleinere Optik. Gerade für Venus braucht man nicht den größten Hammer, so daß einem nur die Augen tränen.

...und vergleicht bloß nicht immer den visuellen Anblick im Teleskop mit aufgehübschten Fotos von irgendwelchen Großteleskopen. Sowas gibt NIE das wieder, was man selbst sieht - und man wird NIE sehen, was so ein Foto zeigt, wenn es bearbeitet wurde.

> Visuell ist's halt nur eine kleine Sichel.

Vielleicht im Comic, aber nicht in natura. Die größte Elongation und damit die Dichotomie (Halbphase, Beleuchtungsgrad 50%) erreicht Venus erst am 27. März (Himmelsjahr 2020). Erst danach bildet sich mit zunehmender Scheibengröße mehr und mehr die Sichelgestalt des Planeten aus.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
...vor allem sollte man/frau entspennter an die Sache rangehen. Venus gibt im Moment wirklich nicht viel her: zu flächenhell - zu wenig Phase - zu tiefstehend, dazu noch die ungünstige Beobachtungszeit zwischen Sonnen- und Venus-Untergang. Ein Lemming nach dem anderen rennt also mit einer zu lichtstarken Optik in dieselbe (Licht-) Falle und jammert rum, daß er/sie nix erkennen kann.

Hallo Micha,

ich dachte erst an einen alten Beitrag....
Die Venus ist den ganzen Tag über schon mit einem Fernglas zu beobachten, da muss man nicht auf die Dämmerung warten. Und sie geht lange nach Sonnenuntergang unter, da sie im Moment sehr hoch steht. Tagsüber gibt es auch mit größeren Öffnungen keine Überstrahlungen. Mit dem Rest stimme ich mit Dir überein. Wo immer die Strukturjäger auch ihre Oberflächendetails herzaubern... überprüfen kann man es nicht.

CS *entfernt*

ps. für die Astrodaus.... nicht mit dem Fernglas in der Nähe der Sonne rumfuchteln...
 
Hallo Bernd,

Die Venus ist den ganzen Tag über schon mit einem Fernglas zu beobachten, da muss man nicht auf die Dämmerung warten. Und sie geht lange nach Sonnenuntergang unter, da sie im Moment sehr hoch steht.
kann ich so bestätigen.
Ja, sie ist hell, aber Überstrahlen konnte ich persönlich nicht feststellen.
Kann mich da nur selbst zitieren :whistle:
Hell ja, leichte Farbsäume am FH ja, gewabere bei tiefen Stand ja, aber Lichtmatsch und Flummi nö.
 
Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich mit den Tipps ein wenig weiter gekommen bin. Und ich weiß jetzt, dass das gehen sollte. M31, M42, M45, Doppelsterne waren bisher nicht das Problem. Vermutlich hatte ich an dem Abend irgend etwas beim Feststellen des Tubus falsch gemacht. Und wahrscheinlich war auch das Seeing nicht gut. Planeten habe ich bisher noch nicht beobachtet. Hinderlich ist, dass ich keine uneingeschränkte Sicht in Richtung der Ekliptik und auch nicht Richtung S u. SW habe.

Der Dobson ist mein einziges Teleskop; ich habe also keine Möglichkeit, es mit einem anderen Teleskop zu probieren.

Ich besitze jetzt ein Gewicht, um das Teleskop austarieren zu können und neben dem 2-fach-Polfilter einen ND09. Jetzt warte ich auf die nächste Nacht mit gutem Wetter.

Grüße Ulf
 
Moin Bernd!

> ich dachte erst an einen alten Beitrag....

Na, dann will ich mal etwas präzisieren - nicht daß du denkst, ich denke mir das alles nur aus...

> Die Venus ist den ganzen Tag über schon mit einem Fernglas zu beobachten, da muss man nicht auf die Dämmerung warten.

Ja, das ist natürlich richtig. Aber was sehe ich im Moment mit dem FG von der Venus? Wenig - sie gibt einfach noch zu wenig her. Warten wir lieber bis April, danach gibt sie mehr her.

> Und sie geht lange nach Sonnenuntergang unter, da sie im Moment sehr hoch steht.

Das ist "relativ". Bei mir steht Venus heute Abend gegen 20 Uhr 19° über dem Horizont. Zu der Zeit also, wo man normalerweise unter der Woche seine Beobachtungen starten kann, ist das keine ideale Position mehr. (Man geht also früher ran, logisch.) Heute steht Venus im Widder, den höchsten Stand (auch in der Ekliptik) hat der Planet noch gar nicht erreicht. Auch das dauert noch mindestens zwei Wochen, den "größten Glanz" (-4m8) erreicht Venus erst Ende April (s.o.).

> Tagsüber gibt es auch mit größeren Öffnungen keine Überstrahlungen.

Ist auch klar - habe ich oben nicht behandelt. Mir ging es darum, dem Feierabendbeobachter mit der Filterlösung den Tiip zu geben, wie man die Beobachtung erleichtern kann. Anscheinend betrifft das hier die Masse der Anfänger, ansonsten würde man nicht ständig über das Gejammer lesen, "Venus sein zu hell und wabert nur strukturlos im Gesichtfeld umher".
 
Ich möchte nur kurz erwähnen, dass ich nicht gejammert habe. Ich wollte nur wissen, ob mit meinem Gerät die Venus sinnvoll visuell beobachtet werden kann. Dazu habe ich den einen oder anderen Hinweis erhalten, den ich hoffentlich heute umsetzen kann (das Wetter soll ja dieses WE gut werden).

Dafür Danke!

Nach dem WE werde ich dann wissen, ob das mein Ding ist, oder ob ich das Thema erst einmal lasse.

Grüße Ulf
 
Hi Ulf,

am Donnerstag dei Venus bei 150x im Dobson wunderschön die Dichtomie zu erkennen.

cs
Lothar
 
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