moonwalker69
Aktives Mitglied
Hallo allerseits,
Da ich bisher- wie auch schon bei meiner letzten Aufnahme beschrieben- an meinem Standort die Erfahrung gemacht habe mit wenigen Frames (weil lange Einzelbelichtungszeiten von 30 ms bis 120ms) ,
dafür aber einen relativ niedrigen Gainwert nutzen zu können, mehr Erfolg hatte als umgekehrt (also tausende Frames, aber hoher Gainwert) tanze ich da vermutlich etwas aus der Reihe was die Aufnahmetechnik betrifft.
Durch den niedrigen Gainwert waren viel feinere Einzelheiten und auch Farbnuancen zu erkennen, aber der einzig große Nachteil der wenigen Frames durch Jupiters enges Aufnahmezeitfenster war dennoch gegeben.
Aus diesem Grund habe mich nun doch dazu überwunden das mit dem Derotieren erstmals zu versuchen (lange hat´s gedauert, oft habe ich gemeint ich würde es schon "irgendwann" einmal erlernen....)
Auch die vielen Aufnahmen der vergangenen Tage (7.-9.-.11.Sept , die ich immer noch nicht alle ausgearbeitet habe -über ein Terabyte Daten ) hatten oft sehr kurz aufeinanderfolgende Aufnahmezeiten- also eigentlich ideal für´s Derotieren.
Gleich vorweg, mit dem Ergebnis des Derotierens bin ich sehr zufrieden, auch wenn das erst der erste Versuch war.
Normalerweise wird das Derotieren bei Monokameras mit RGB-Filter eingesetzt, was ja auch am meisten Sinn macht, aber ich sehe auch in meinem Fall ( ich nehme ja nur mit einer Farbkamera auf) durchwegs einen Nutzen.
Der Vorteil, gerade bei meiner Aufnahmeart, liegt auf der Hand, ich habe auf einen Schlag tausende Frames zum Schärfen und kann trotzdem den sehr niedriegen Gainwert nutzen.
Ich war schon etwas überrascht wie viele Einzelheiten, gerade auch auf der Südhalbkugel deutlich zum Vorschein kamen.
Wahrscheinlich könnte man noch mehr schärfen, aber ich versuche mich da eher immer etwas zurückzuhalten, dennoch habe ich wesentlich mehr Spielraum beim Schärfen nach dem Derotieren.
Aufnahmeinstrument war wieder mein 12"f5 Dobson auf EQ-Plattform mit der komakorrigierenden Düring Barlow und einem dazwischengeschalteten ADC dadurch war der Verlängerungsfaktor 3,3x nur mit Farbkamera QHY178mc.
Nun zum wichtigsten, zu Jupiter selbst:
Die zeitweise sehr gute Luftruhe an beiden Nächten ließ es zu, sehr viele feine Details auch in der Südhalbkugel unterhalb des GRFs sichtbar
zu machen.
So sind neben Jupiters GRF und die Annäherung des Oval BA (das größere, aber gar nicht so weiße Oval mit zart-orangenem Kreis mit grauer dünner Umrandung), weitere WOS
(White Oval Spots) sind gut in der relativ bunten südlichen Temperierten Zone (STZ) zu erkennen.
Man kann aber auch sehen wie viel sich innerhalb von 2 Erdentagen (fast 5 ganze Jupiterrotationen) in seiner höheren Atmosphäre verändert hat .
Beispielsweise im SEB die hellen Aufwirbelungen die dem GRF nachfolgen oder an der Ostseite des GRFs -also rechts- die sehr markante dunkelrote "Aufwölbung" des so dunkelroten Bandes an der südlichen Grenze des SEBs.
Auch wieder beachtenswert ist die hohe Dynamik die derzeit im gesamten NEB herrscht mit Ausbrüchen und Verwirbelungen Richtung nördliche Tropische Zone (NTZ) und darüber das sehr feine orangene nördliche Temperierte Band (NTB).
Hier ein Vergleich bei fast gleichen Zentralmeridian II
am 7.Sept23 um 02.09 UT (ZM II 33) 43,3ms gain13 frames 1005
am 9.Sept23 um 03.43 UT (ZM II 31) 30,5ms gain14 frames4000 -4 Videos (jeweils 1min 20 sec) derotiert .
Viele Grüße aus der Steiermark,
Martin
Da ich bisher- wie auch schon bei meiner letzten Aufnahme beschrieben- an meinem Standort die Erfahrung gemacht habe mit wenigen Frames (weil lange Einzelbelichtungszeiten von 30 ms bis 120ms) ,
dafür aber einen relativ niedrigen Gainwert nutzen zu können, mehr Erfolg hatte als umgekehrt (also tausende Frames, aber hoher Gainwert) tanze ich da vermutlich etwas aus der Reihe was die Aufnahmetechnik betrifft.
Durch den niedrigen Gainwert waren viel feinere Einzelheiten und auch Farbnuancen zu erkennen, aber der einzig große Nachteil der wenigen Frames durch Jupiters enges Aufnahmezeitfenster war dennoch gegeben.
Aus diesem Grund habe mich nun doch dazu überwunden das mit dem Derotieren erstmals zu versuchen (lange hat´s gedauert, oft habe ich gemeint ich würde es schon "irgendwann" einmal erlernen....)
Auch die vielen Aufnahmen der vergangenen Tage (7.-9.-.11.Sept , die ich immer noch nicht alle ausgearbeitet habe -über ein Terabyte Daten ) hatten oft sehr kurz aufeinanderfolgende Aufnahmezeiten- also eigentlich ideal für´s Derotieren.
Gleich vorweg, mit dem Ergebnis des Derotierens bin ich sehr zufrieden, auch wenn das erst der erste Versuch war.
Normalerweise wird das Derotieren bei Monokameras mit RGB-Filter eingesetzt, was ja auch am meisten Sinn macht, aber ich sehe auch in meinem Fall ( ich nehme ja nur mit einer Farbkamera auf) durchwegs einen Nutzen.
Der Vorteil, gerade bei meiner Aufnahmeart, liegt auf der Hand, ich habe auf einen Schlag tausende Frames zum Schärfen und kann trotzdem den sehr niedriegen Gainwert nutzen.
Ich war schon etwas überrascht wie viele Einzelheiten, gerade auch auf der Südhalbkugel deutlich zum Vorschein kamen.
Wahrscheinlich könnte man noch mehr schärfen, aber ich versuche mich da eher immer etwas zurückzuhalten, dennoch habe ich wesentlich mehr Spielraum beim Schärfen nach dem Derotieren.
Aufnahmeinstrument war wieder mein 12"f5 Dobson auf EQ-Plattform mit der komakorrigierenden Düring Barlow und einem dazwischengeschalteten ADC dadurch war der Verlängerungsfaktor 3,3x nur mit Farbkamera QHY178mc.
Nun zum wichtigsten, zu Jupiter selbst:
Die zeitweise sehr gute Luftruhe an beiden Nächten ließ es zu, sehr viele feine Details auch in der Südhalbkugel unterhalb des GRFs sichtbar
zu machen.
So sind neben Jupiters GRF und die Annäherung des Oval BA (das größere, aber gar nicht so weiße Oval mit zart-orangenem Kreis mit grauer dünner Umrandung), weitere WOS
(White Oval Spots) sind gut in der relativ bunten südlichen Temperierten Zone (STZ) zu erkennen.
Man kann aber auch sehen wie viel sich innerhalb von 2 Erdentagen (fast 5 ganze Jupiterrotationen) in seiner höheren Atmosphäre verändert hat .
Beispielsweise im SEB die hellen Aufwirbelungen die dem GRF nachfolgen oder an der Ostseite des GRFs -also rechts- die sehr markante dunkelrote "Aufwölbung" des so dunkelroten Bandes an der südlichen Grenze des SEBs.
Auch wieder beachtenswert ist die hohe Dynamik die derzeit im gesamten NEB herrscht mit Ausbrüchen und Verwirbelungen Richtung nördliche Tropische Zone (NTZ) und darüber das sehr feine orangene nördliche Temperierte Band (NTB).
Hier ein Vergleich bei fast gleichen Zentralmeridian II
am 7.Sept23 um 02.09 UT (ZM II 33) 43,3ms gain13 frames 1005
am 9.Sept23 um 03.43 UT (ZM II 31) 30,5ms gain14 frames4000 -4 Videos (jeweils 1min 20 sec) derotiert .
Viele Grüße aus der Steiermark,
Martin
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