Jupiter 2025-2026

K-H_49

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Hallo Jupiterbeobachter,
der große Gasplanet ist wieder am Morgenhimmel sichtbar. Am 20. Oktober war meine erste Beobachtung. Die Auswertungen sind noch nicht abgeschlossen, deshalb zunächst nur ein IR-Bild:
25102002456ir.png

Der Beobachtungszeitpunkt war mir deshalb wichtig, weil die beiden Wirbel GRF und Oval BA sichtbar waren. Die Positionen im System 2 konnte ich für GRF mit 80° und für Oval BA mit 0.8° bestimmen. Weitere RGB-Bilder werden diese Längen bestätigen oder korrigieren.
Mein Diagramm habe ich mit diesen Werten ergänzt: Jupiter: GRF und Oval BA seit 2011

Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Leider war es mir nicht möglich, Jupiter erneut zu beobachten.
Doch meine Längenbestimmungen vom 20. Oktober verunsichern mich etwas. Für Oval BA habe ich die Länge im System 3 nachträglich mit 230° bestimmt. Beim Vergleich mit meinen Beobachtungen viel mir auf, obwohl Christopher Go sehr zuverlässig ist, ein offensichtlich anderes Objekt mit Oval BA bezeichnet. Ein weiterer Vergleich mit ALPO Japan bestätigt meine Beobachtungen. Weil ALPO Japan das System 3 benutzt,, habe ich die Zentralmeridiane zusätzlich bei mir auch im System 3 angefügt. Ich hoffe auf baldige Klärung dieser Differenz.
Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo,
am 10. November schrieb ich, dass ich bei der Position von Oval BA verunsichert bin. Ich habe noch keinen neuen Erkenntnisstand - dazu später.
Dafür habe ich neue Bilder in meiner Homepage:
Am 23. November beobachtete ich den GRF und Europa vor dem Planeten. Auf dem IR-Bild ist Europa selbst sehr hell und wegen des größeren Phasenwinkels der Schatten weit entfernt zu sehen.
25112302029ir.png
25112302068rgb.png

Die beiden Bänder NEB und SEB sind auf dem RGB-Bild deutlich zu sehen, dagegen erscheinen sie auf dem IR-Bild schwach.
Der GRF erschien recht klein, gemessen habe ich seine Größe mit 12200 km x 9400 km.

Am 12. Dezember war Oval BA leider bei ungünstigen Bedingungen nicht sehr deutlich zu sehen. Das IR-Bild zeigt fast auf dem genzen Planeten unruhige Gebiete.
25121123560ir.png
25121200000rgb.png


Weitere Daten zu diesen Beobachtungen stehen in meiner Homepage.

Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Am 18. Dezember 2025 habe ich Jupiter zu einer Zeit beobachtet, als GRF und Oval BA nicht zu sehen waren. Aber auch die "uninteressante Seite" von Jupiter zeigte viele Einzenheiten, die auf dem RGB- und IR-Bild trotz unterschiedlicher Kontraste jeweils wiederzufinden sind.

25121822540rgb.png
25121822586ir.png

Das RGB-Bild ist von 22:54 UT, Zentralmerdian (System 2) 253° und das IR-Bild von 22:59 UT, Zentralmerdian (System 2) 256°.

Beste Grüße
Karl-Heinz
 

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    25121200000rgb.png
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Hi Karl-Heinz, wie fokussierst du?
Hast du einen Motorfokus oder per Hand?
Hast du mal die intra und extrafokalen Sternscheiben bei hoher Vergrößerung angeschaut ob die identisch aussehen?
Ich wundere mich etwas warum dein Jup etwas unscharf aussieht. Manchmal dauert es etwas bis man den Dreh raus hat.
VG
 
Am 05. Januar 2026 habe ich auf Jupiter den GRF beobachtet. Hier zeige ich ein RGB-Bild von 23:06 UT und ein IR-Bild von 23:11 UT.
26010523064rgb.png
26010523112ir.png

Der Zentralmeridian (System 2) betrug 89°.

Den GRF habe ich vermessen, er befand sich auf 90° jovigrafischer Länge (System 2) war ca. 16300 km x ca. 9600 km groß. Diese Meßergebnisse sind allerdings nicht sehr genau und können wegen der jeweiligen Bildauflösung und Kontrast abweichen. Am 25. September 2021 hatte ich eine Ausdehnung von 16500 km x 12800 km gemessen, damals erschien er offensichtlich etwas runter.

Interessant ist die gesamte Umgebung des GRF. Weiter südlich sind besomders zwei helle Spots zu erkennen.
Das NEB wirkt sehr unruhig, schmal und hat in Richtung Äquator einige Flecke und Fahnen. Dann weiter nördlich sind weitere Einzelheiten zu erkennen, davon einen länglichen braunen Fleck.

Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo Peter,
ja, mein Jupiter sieht in letzter Zeit "unscharf" aus. Ich fokusiere von Hand. Mehrere Aufnahmen mit immer neuer Fokusierung zeigen keine großen unterschiede. In den vergangenen letzten Monaten waren die Beobachtungsbedingungen schwierig, oft schlechte Tranparenz und hohe Luftunruhe. Den Oval BA konnte ich bisher auch noch gar nicht gut beobachten. Insgesamt boten sich nur wenige Tage mit "brauchbarem" Wetter an. Vielleicht "stören" auch Wohngebiete mit Heizungen.
Danke für deine Rückmeldung.
Gruß Karl-Heinz
 
Karl-Heinz, ich empfehle dir mal mit ausgekühltem Tubus auf den Polarstern oder höher zu zielen und mit der Kamera und Barlow möglichst identisch den Fokus nach innen und außen zu stellen. Wenn die Scheibchen inkl Rand gleich aussehen, dann ist zumindest die Optik soweit ok. Das ist ein schneller guter Test.
Ich hätte übrigens ohne Motorfokus keine chance einen halbwegs scharfen Jup hinzubekommen. Ich stelle gefühlt alle 15min neu den Fokus ein. Vielleicht kannst du dir ja mal einen gebrauchten MF anschaffen, es lohnt sich wirklich.
 
Hallo Peter,
danke für deine Hinweise.
Leider hatte ich in den letzten Monaten nur sehr wenig Zeit, mich in Astrosurface einzuarbeiten.
Ich hoffe bald bessere Bilder vom Jupiter vorstellen zu können.
Bis bald
Karl-Heinz
 
Am 05. Januar 2026 habe ich auf Jupiter den GRF beobachtet. Hier zeige ich ein RGB-Bild von 23:06 UT und ein IR-Bild von 23:11 UT.
Den Anhang 529930 betrachtenDen Anhang 529931 betrachten
Der Zentralmeridian (System 2) betrug 89°.

Den GRF habe ich vermessen, er befand sich auf 90° jovigrafischer Länge (System 2) war ca. 16300 km x ca. 9600 km groß. Diese Meßergebnisse sind allerdings nicht sehr genau und können wegen der jeweiligen Bildauflösung und Kontrast abweichen. Am 25. September 2021 hatte ich eine Ausdehnung von 16500 km x 12800 km gemessen, damals erschien er offensichtlich etwas runter.

Interessant ist die gesamte Umgebung des GRF. Weiter südlich sind besomders zwei helle Spots zu erkennen.
Das NEB wirkt sehr unruhig, schmal und hat in Richtung Äquator einige Flecke und Fahnen. Dann weiter nördlich sind weitere Einzelheiten zu erkennen, davon einen länglichen braunen Fleck.

Grüße
Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
Was mir an deinen Beiträgen gefällt: Du legst den Fokus auf die Vermessung und vorallem Beschreibung des Jupiterwetters und darum geht's mir auch. Was mir aufgefallen ist: Die Farbe des GRF ist diese Saison recht intensiv, fast schon knallig, der lange Zeit recht blasse BA hat sich einen recht deutlichen roten Rand zugelegt, ausserdem gibt es überhaupt derzeit einige rote Flecken auf verschiedenen Breitegraden. Jupiter ist sehr aktiv, Kamin geht derzeit auf und zu da ist ordentlich was los.

CS Mike
 
Hallo Mike,
danke für deine Antwort. Es stimmt, mir geht es vorrangig um den Planeten selbst mit all seinen Erscheinungen auf der Wolkenoberfläche. In den letzten Monaten waren die Beobachtungsbedingungen nicht sehr gut, nur selten konnte ich zufrieden sein. Ich habe vor kurzem Jupiter mit Oval beobachtet, aber noch nicht ausgewertet - kommt hoffentlich bald.
Ich bin allerdings noch etwas unzufrieden mit der Qualität meiner Fotos. Aber ich kann bald bessere Bilder vorstellen. Ich arbeite mit Astrosurface. Das Programm ist sehr umfangreich und sammle noch Erfahrungen damit.
Deine Beobachtungsergebnisse gefallen mir sehr gut, besonders auch Oval BA und Umgebung sowie die Farben des GRF. Der GRF "leuchtet" jetzt sehr rötlich.
Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo Peter und weitere Jupiterbeobachter,
meine letzten Jupiterbilder wirkten etwas unscharf. Zufrieden war ich damit auch nicht. Eine Ursache ist, dass ich des Programm Astrosurface noch nicht optimal nutze. Es kann sehr viel, aber ich bin noch dabei, weitere Erfahrungen zu sammeln. Hier zum Vergleich ein Bild mir Autostakkert und Registax. Zur Beobachung verwende ich mein C8 mit ASI 290mm.

26010523064rgb.jpg
https://www.buecke-info.de/astrotips/foren/26010523064rgb.jpg
Jupiter 26-01-05 23:06.4 UT mit Autostakkert und Registax

Eine Auführung mit Astrosurface wirkt noch etwas grob aber es sind mehr Einzelheiten zu erkennen,
hier mit WinJupos derotiert:
26010523064rgbderot.png


Eine feinere Bearbeitung strebe ich noch an, gelang mir hier allerdings noch nicht.

Auf Jupiter ist der farbintensive GRF mit einem helleren Kern zu sehen. Seine Position habe ich mit 81.8° Länge im System 2 und mit -23.0° in Breite gemessen. Seine Abmessungen habe ich mit 15070 km x 10150 km in WinJupos gemessen, allerdings nicht so genau wie das Ergebnis scheint.


Inzwischen habe ich eine weitere Beobachtung vom 21. Januar mit der Abbildung des Oval BA ausgewertet. Hier ein IR- und ein derotiertes RGB-Bild:
26012121527ir.png
26012121574rgbderot.png

Oval BA befindet sich unten etwas links vom Zentralmeridian, es folgt ein dunkler Streifen. Dieser Wirbel befand sich auf 310° Länge im System 2 und auf -33° Breite, er ist ca. 8000 km x 6000 km groß. Diese Bilder habe ich ebenfalls mit Astrosurface bearbeitet. Zur Beobchtung war die Luft sehr unruhig.

Das in meiner Homepage befindliche Diagramm der Positionen von GRF und Oval BA habe ich mit diesen oben genannten Positionen
ergänzt Diagramm.

Mit besten Grüßen
Karl-Heinz
 
Hi Karl-Heinz, lade doch mal das ser-Video von diesem Foto hoch oder was auch immer du als Format verwendet hast. Dann können wir das auch mal bearbeiten. Du kannst das auf Google Drive oder so hochladen, freigeben und hier verlinken zum Download. Vielleicht kriegen wir ja noch ein besseres Ergebnis hin. Ich mach alles mit autostakkert und Photoshop.
 
Hallo Peter,
danke für deine Rückmeldung und dein Angebot, meine Datei zu bearbeiten.
Ich habe hier die drei ser-Dateien RGB von der Jupiteraufnahme vom 21.01.2026 21:57 UT in meiner Homepage zum Download:
https://www.buecke-info.de/x/x.htm Name: Fotos und Passwort: abc
Falls es Probleme geben sollte, bitte melden.

Aufgenommen habe ich die Dateien mit C8, ASI 290mm und den drei RGB-Filtern, ADC habe ich nicht verwendet.
Ich fokussiere per Hand. Ich habe ein TS-2" Crayford Okularauszug mit Feinantrieb. Für Jupiter verwende ich den Feinantrieb allerdings nicht.
Ich stelle den Okularauszug schnell hin und her, dabei merke ich mir die beste Mitteleinstellung und verwende diese. Einen Hinweis auf diese Methode hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, von Christopher Go. Die Feineinstellung nützt mir wenig, wenn die Luftunruhe und Seeing schnell wechseln.

Ich habe alle drei Dateien angegeben, interessant wäre für mich schon ein anderes Ergebnis einer Datei. Ich danke dir im voraus, es kann nur nürtzlich sein.

Beste Grüße
Karl-Heinz
 
OK ich schaue es mir an, K-H
Ich empfehle dir aber weiterhin einen Motorfokus und wenn ich's richtig verstanden habe nutzt du eine Mono Kamera was in deinem Fall nochmal mehr Aufwand und Fallstricke beinhaltet.
Ich nutze zu 95p eine Farbkamera und bin damit soweit zufrieden. Limitierend ist bei mir die Öffnung und das Seeing, nicht die Kamera.
 
Hallo Karl-Heinz,

Deine Frames sind viel zu dunkel. Du benutzt nur 90/255 des Dynamikumfangs. Das reicht nicht für eine gute Bearbeitung. Du hast doch genug Einzelframes gemacht, Du solltest das Gain erhöhen um auf ca 200/255 zu kommen. Ich kann auch nicht erkennen, ob die nun im Fokus sind, oder nicht, weil die zu dunkel sind.

Die Stacking-Programme brauchen einen gewissen Dynamikumfang, um entscheiden zu können, wie gut die Qualität der Frames ist und müssen auch Details der Strukturen auf der Oberfläche (Atmosphäre) der Planeten detektieren zu können. Wenn die Frames zu dunkel sind, könnnen die das nicht gut und es kann schief gehen.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich bin kein Experte mit Monoaufnahmen. Vermutlich müsste man jeden Kanal nochmal entsprechend derotieren usw - ist mir zu aufwändig, dafür ist die Aufnahme auch zu unscharf. Der Rotkanal ist ganz gut, die anderen naja. Das Komposit sieht bei mir auch ziemlich Farbverschoben aus, aber die Kanäle habe ich nicht verwechselt meine ich. Du solltst meiner Meinung nach auch mindestens 50% Histogram aussteuern bei der Aufnahme, besser 75p aber sicher gibts da wieder Leute die 2 Seiten schreiben warum es anders besser ist.
Ich empfehle weiterhin einen Motorfokus und eine rgb-cam z.b. mit 715-chip um schnell deutlich bessere Ergbnisse zu erhalten.
Mehr hab ich auf die Schnelle jetzt auch nicht hinbekommen... :-(
Poste doch mal dein Ergebnis nochmal drunter zum Vergleich.
RGB_neu_3a.jpg
 
Hallo Peter,
ich verwende nur eine Monokamera (290mm) und bearbeitet zunächst jeden Kanal und führe dann diese drei Bilder zu einem RGB-Bild zusammen.
Wenn erforderlich, derotiere ich diese Bilder, eigentlich kein Problem.
Nun habe ich versuchsweise meinen Rotkanal mit Serplayer in Gamma und Kontrast verstärkt und erneut mit Astrosurface bearbeitet:
26010523064r.png
Allerdings sind die Ränder hier nicht gut gut gelungen. Mehr haben die Beobachtungsbedingungen nicht zugelassen.

Beim Aufnehmen ist es oft nicht gut, das Histogramm über 50 % auszunutzen, weil im hellen Bereich Ausbrennungen möglich werden, Mars ist da besonders empfindlich.

>Die Stacking-Programme brauchen einen gewissen Dynamikumfang, um entscheiden zu können, wie gut die Qualität der Frames ist und müssen auch Details der Strukturen auf der Oberfläche (Atmosphäre) der Planeten detektieren zu können. Wenn die Frames zu dunkel sind, könnnen die das nicht gut und es kann schief gehen.< ... hier gebe ich dir Recht, ich werde es bei den nächsten Beobachtungen berücksichtigen.

Soweit heute.
Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz,

ich kontrolliere alle Maxima der Einzelframes und wenn die über 250 liegen, werden die vermerkt. Bei dem letzten Bild, was ich gezeigt habe, lag das Maximum von gerade mal 4 Frames über 250, von insgesamt 13946 Frames. Vermutlich waren das auch nur einzelne Pixel und nicht ganze Bereiche. Das halte ich für absolut ungefährlich für die Weiterverarbeitung.

Mit 90/255 erhöhst Du das Quantisierungsrauschen. Es ist ja ein Unterschied, ob Du es mit Intergers (wie hier) oder Floats zu tun hast.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,
die Bilder vom 18. Dezember 2025 habe ich neu bearbeitet, dabei habe ich Gain und Gamma verstärkt:

25121822540rgb.png
25121822586ir.png

Danke für diesen Hinweis, ich hatte bisher nur gelegentlich die Bilder verstärkt. Gleich heller aufnehmen hat den Nachteil, dass die Belichtungszeiten zu lang werden.
Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz,

ja, man muss immer einen Kompromiss finden. Das Gain erhöhen bringt ja nicht wirklich eine Verbesserung, weil das nur eine Verstärkung der ausgelesenen Daten zur Folge. Das SNR verändert sich dadurch nicht. Genauso, wie das Quantisierungsrauschen nicht verändert wird. Von daher hast Du recht.
Ich stelle den Gainwert nur hoch, damit ich das Signal (Bild) auf dem Monitor besser beurteilen kann. Und meine Belichtungszeit ist typischerweise 10ms.

Bei den ASI-Kameras gibt es für manche Modelle den HCG Mode, wo das Ausleserauschen ab einem bestimmten Gain-Wert nochmal deutlich gesenkt wird. Aber das trifft nicht auf die Planetenkameras zu, glaube ich.

Gruß,
Peter
 
Am 15. Februar konnte ich Jupiter beobachten. Das Seeing war wechselhaft. Jupiter zeigte das Oval BA, es ist rechts neben dem dunklen Streifen zu erkennen. Unmittelbar darunter ein heller Spot und links unterhalb Oval BA ein hellerer Spot. Nach dieser Beschreibung sollte Oval BA eindeutig erkannt werden. Die Position habe ich mit WinJupos gemessen mit 313° in Länge im System 2 und -34.5° in Breite.
Hier die Bilder (IR von 18:05 UT, ZM 2 = 310°) und RGB (18:09 UT, ZM 2 = 313°):
26021518040ir.png
26021518091rgb.png


Das NEB zeigt an seinem nördlichen und südlichen Rand zahlreiche Störungen. Weiter nördlich sind schmale Bänder und Streifen zu sehen.
In der breiten hellen Äquatorzone sind einige Details zu erkennen.
Das SEB zeigt sich gleichmäßiger. Weiter südlich sind außer außer Oval BA auch drei hellere kleine Spots in einer Reihe zu sehen.
Io begann seinen Vorübergang.
Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo,
nach Problemen (gesundheitlich und PC) habe ich die Bilder vom 12. und 18. März fertig. Ich hatte Jupiter beobachtet, speziell den GRF und Oval BA.
Aus den Beobachtungen habe ich mit WinJupos die Positionen bestimmt. Diesmal habe ich die Werte aus den IR-Bildern und RGB-Bildern getrennt in meiner Homepage angegeben, es gibt immer kleine Abweichungen.
Die Mittelwerte der Positionen habe ich in das Diagramm (Positionen von GRF und Oval BA) übernommen.

Bilder vom 12. März:
2603121747rgb.png
26031217415ir.png

Der GRF befand sich auf ca. 85° im System 2. Er leuchtet intensiv rot, der innere Bereich ist etwas heller. Bemerkenswert sind die hellen Wirbel, die dem GRF folgen. Insgesamt sind die beiden Bänder NEB und SEB sehr aktiv.

Bilder vom 18. März:
26031818206rgb.png
26031818163ir.png

Oval BA befand sich auf ca. 286° im System2. Oval BA ist gut zu erkennen. Da sich weitere Flecke in der Nähe befinden, habe ich Oval BA auf dem RGB-Bild gekennzeichnet. Auf dieser Seite ist das SEB recht ruhig im Vergleich, wenn der GRF zu sehen ist. Das NEB zeigt einige Störungen bis zum Äquator hin.
 
Hallo Karl-Heinz, wie immer schön dokumentiert und beschrieben! Wie lange ist eigentlich im Durchschnitt das Intervall zwischen Begegnungen von BA und GRF?
CS Mike
 
Hallo Mike,

es ist eine gute Frage nach dem Intervall der Begegnungen. Grob geschätzt vergehen nur etwas mehr als zwei Jahre. Ich werde meine Beobachtungen diesbezüglich noch auswerten. Es ist etwas problematisch, solche Begegnungen direkt zu beobachten, weil sie ganz zufällig oft wegen Nähe zu Konjunktionen nicht beobachtbar waren. Die nächste Begegnung könnte Anfang 2027 stattfindenden.

Beste Grüße und schöne Feiertage
Karl-Heinz
 
Hier zeige ich meine Bilder vom 7. und 9. April. Am 7. ist der GRF zu sehen. Mein Diagramm mit den Positionen von GRF und Oval BA habe ich aktualisiert:
Positionen von RGF und Oval BA.

Die nächste Begegnung von diesen beiden Wirbeln, d.h. beide Objekte befinden sich auf gleicher Länge, könnte voraussichtlich im Februar 2027 erreicht werden.

Die folgenden Bilder sind mit Autostakkert, Astrosurface und Fitswork bearbeitet. Der Nordpol ist auf den Bildern oben. Aufgenommen habe ich mit C8 und ASI 290 mm.

Hier ein RGB- und IR-Bild vom 7. April:
26040718414rgb.png
26040718459ir.png

Der GRF befand sich auf Länge 88.2° im System 2.
Das NEB zeigt viele aktive Gebiete. Auffällig ist der 'kleine rote Fleck' am nördlichen Rand etwas links vom Zentralmeridian (59.4° Länge im System 2).
Das SEB ist breit und farbintensiv, wird aber vom GRF stark verändert.

Nun das RGB- und IR-Bild vom 9. April:
26040918207rgb.png
26040918247ir.png

NEB und SEB sind in Breite und Farbintensität ähnlich.
Die Äquatorzone zeigt zahlreiche Details, Fahnen vom NEB in Richtung Äquator sind auffällig.
Nördlich des NEB sind einige Zonen und Bänder zu erkennen.
Südlich des SEB schließt sich ein breites helles Band an.
Zum Südpol hin sind einige Bänder sichtbar. Der Südpolbereich ist wie in den vergangenen Monaten merklich dunkler als die Nordpolgegend.

Beste Grüße
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz, danke für die ausführliche Beschreibung und Infos.
Ich möchte noch auf einen kleinen roten Hinweisen: Dieser befindet sich in der Südlichen Tropischen Zone, genau auf Höhe des GRF, es wird zu einer Kollision kommen, oder besser gesagt der GRF wird sich den Fleck wohl einverleiben, könnte spannende werden. Derzeit befindet er sich etwa zwischen BA und GRF, ungefähr bei 250° Länge.
Den Zeitpunkt der Begegnung abzuschätzen wäre etwas für dich. Ich schätze mal grob auf Herbst 2026.
CS Mike
 
Am 29. Juli steht Jupiter in Konjunktion, bis dahin sind es noch einige Wochen. Bereits jetzt fällt das Erfassen von Details auf dem Planeten schwerer.

Meine bisher letzte Beobachtung war am 29. April. Der scheinbare Äquatordurchmesser war bereits auf 35,6" geschrumpft. Trotzdem waren einige Details erkennbar. Diesmal befand sich der GRF bereits am Planetenrand. Bemerkenswert fand sich die intensive rötliche Farbe auf dem RGB-Bild. Meine Vermutung: diese intensive Färbung könnte nur aus sehr hohen Schichten der Atmosphäre stammen. Durch den seitlichen Blick sollten tiefere Schichten verdeckt oder merklich abgeschwächt sein.
Nachfolgend unterbricht der GRF zwei Bänder bis zur Bildmitte.

Das NEB zeigt mehrere Störungen am nördlichen und südlichen Rand. Einige Fahnen erreichen des Äquator. Das NEB ist farbintensiver als das SEB.

Hier das RGB-Bild von 19:11 UT (ZM2= 153°) und das IR-Bild von 19:16 UT (ZM2 = 155°)
26042919107rgb.png
26042919156ir.png

Beste Grüße
Karl-Heinz
 
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