Jupiter am 13.12.2013

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Steve,

das ist aber für 8" mehr als nur sensationell!
Mit wieviel fps nimmst Du auf und wieviel % Verwnedungsrate nimmst Du zum Stacken her?

In der Detailschärfe würd ich das auch gerne hinkriegen.

Viele Grüße

Markus


____________________________________________________

Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
____________________________________________________

Juniper Hill Observatory

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Sternwarte: sternwarte.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
schoenes ergebnis, obwohl mir die ausarbeitung nicht so recht gefaellt.
es sieht in der mitte fast ausgebrannt aus und insgesamt zu blaeulich.
hast du wirklich mit f30 aufgenommen obwohl sicher noch posts kommen, die sagen dass f12 besser gewesen waere?
was hast du fuer belichtungszeiten gehabt?
 
Hallo,

danke für eure positive Kritik!

Ich habe mit 66 fps (15ms Belichtungszeit) aufgenommen und pro Kanal 3000 von 5000 Bildern mit AS!2 gestackt.
Das Seeing war wirklich ausgezeichnet, hab ich bisher nur einmal vorher so erlebt. Bei einer Höhe von über 60° wird das aber diese Apparition noch öfter vorkommen (hoffe ich).
Ich habe das Ganze noch einmal bearbeitet und besonders auf das Ausbrennen geachtet. Dies scheint tatsächlich jede Menge Details zu schlucken:

Link zur Grafik: http://www.andromedaforum.de/uploads/galleries/22013-12-13-0129_9-SR-RGB_5_web.jpg

Ich habe die erste Serie mit ca. f/24 aufgenommen und später eine zweite mit ca. f/15. Da bin ich aber noch am bearbeiten. Die Aufnahmeserien sollen dem Vergleich der Brennweiten dienen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
super, das sieht prima aus.
schoen dass das mit acht zoll geht.
ich hoffe dass ich auch mal so ein seeing habe, dass ich meine 5er barlow mit jupiter nutzen kann :-)
bin auf deine vergleiche mit der brennweite gespannt.
 
Wirklich sehr fein eingefangen !

Danke fürs zeigen

lg Bobby
 
Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo,
hier noch einige weitere Ergebnisse der Aufnahmesession vom 13.12.2013.

Winjupos-Kombination der besten drei RGBs:

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/full/33295.jpg


Animation des Io-Durchgangs mit F/16:

Link zur Grafik: http://www.andromedaforum.de/uploads/galleries/2Animation.gif


Vergleich der Brennweiten (Bitte für die 100%-Ansicht auf das Bild klicken):

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/medium/33293.jpg

Bei F/16 kann ich selbst bei den besten RGBs nirgends ein mit den schlechtesten F/24 Aufnahmen vergleichbaren Detailgrad erkennen (siehe Vergleichsgrafik oben). Die Ursache liegt meiner Meinung nach vorrangig am schon vor dem Wechsel zu F/16 abbauenden Seeing. Leider kann ich damit keinen großartig nützlichen Beitrag zur Brennweitenanpassung für die ASI120 leisten.
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Steve,

erst mal großes Lob zu deinen Ergebnissen! So ein Ergebnis wünsche ich mir für meine Jupiterbilder auch! Toll! :super:


Dennoch eine Kritische Anmerkung:
Der Vergleich f/16 hochskaliert hinkt sehr stark und spiegelt mit absoluter Sicherheit nicht das wieder, was du mit f/16 und einer angemessenen Bearbeitung herausholen kannst. Das sage ich hier einfach mal so ganz frech! :) ;)

Ohne jetzt hier eine große Diskussion anzufangen: Mit f/16 liegst du bei 16/3.75 > 4, also über Faktor 4 und bist damit schon deutlich über der Empfehlung von P.Wellmann und noch deutlicher über der Empfehlung von Jan hier im Forum.

Also mit f/16 geht mehr, mit der entsprechenden Bearbeitung.



Viele Grüße,
Christian
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Christian,

du hast völlig Recht, die Bearbeitung der F/16 Beispielaufnahmne ist suboptimal. Bisher habe ich versucht, das Summenbild hochzuskalieren. Dabei traten jedoch bei der anschließenden Schärfung schnell rasterförmige Artefakte auf. Diesmal der umgedrehte Ansatz:

  • Stacking in AS!2 mit 3x Drizzle
  • Skalierung des Summenbilds in Fitsworks auf Faktor 0.496 (Lanczos3)
  • ab da Nachbearbeitung wie bei den F24 Aufnahmen

(Bitte für 100% Größe ins Bild klicken)

Link zur Grafik: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/gallery/58/medium/33300.jpg

Schon ließen sich die Bilder identisch bearbeiten und es läßt sich ein zu den Seeingbedingunden vergleichbarer Eindruck feststellen (z.B. im vergleich zur Aufnahme von 2:39 UT). Das neue Fazit müsste also lauten:
Unter den vorherrschenden, nahezu vergleichbaren Seeingbedingungen konnten mit den Aufnahmebrennweiten F/24 und F/16 vergleichbare Ergebnisse erzielt werden.
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Steve,
Deine Präsentation von Jupiter ist gnial. Sehr hilfreich und informativ.
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Steve,

das ist ja interessant. Ich möchte nicht sagen, dass f/16 gleichwertig ist, aber es ist zumindest nahe dran. Aha, du hast erst 3* Drizzle gemacht und dann herunterskaliert. Auch nicht schlecht. Ich mach meist 1.5* Drizzle und vergrößere noch ein klein wenig. Naja, auf jeden Fall scheint dein Setup zu stimmen, bei mir vermisse ich den Kontrast der Details, den du hier zeigen kannst. ;) Weiter viel Erfolg.


Viele Grüße,
Christian
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Zitat von Tirion:
Bisher habe ich versucht, das Summenbild hochzuskalieren. Dabei traten jedoch bei der anschließenden Schärfung schnell rasterförmige Artefakte auf.
Hallo Steve,

vorab erstmal ein großes Lob für die hier gezeigten Ergebnisse, die können sich wirklich sehen lassen!

Nun zu den "rasterförmigen Artefakten": Da vermute ich, dass Du den bikubischen Algorithmus und nicht "dSinc" verwendet hast. Die unterschiedlichen Auswirkungen findest Du in dieser Gegenüberstellung. Die dort gezeigte Saturnaufnahme stammt aus meinem 6" f/20 Fraunhofer Refraktor und wurde mit einer Kameraauflösung von 7,4 µm gewonnen. Mit dem 3,75 µm Raster der ASI120MM solltest Du das optische Auflösungsvermögen Deines Teleskops bereits bei f/10 in entsprechender Weise ausnutzen können. Ich betreibe dieselbe Kamera an meinem 10" Spiegel gegenwärtig bei f/11, siehe Website.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Steve,

sehr schöne Aufnahme !!!!!

Überlege mir auch die asi120mm zuzulegen (ist lichtempfindlicher speziell für Saturn).
Anbei mal eine Vergleichsaufnahme mit meinem C8 und der DMK21.

Gruß
Thomas
http://www.astroexcel.de/astrofotos.htm

 

Anhänge

  • jupiter10.jpg
    jupiter10.jpg
    96,3 KB · Aufrufe: 506
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Steve,

was Du hier zeigst ist ja vom Allerfeinsten!

Das sieht viel mehr nach 24" F/8 aus als nach 8" F/24 (oder F/16...), eine Sensation, danke für's zeigen.

Nimmst Du fernab von der Zivilisation (= Hausdächer) auf?

Viele Grüße
Lothar
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hi Steve!

Die Animation kommt ja mal richtig GEIEL!!!
Deine anderen Bilder natürlich auch, aber die Animation haut es mal so richtig raus! Vom Feinsten ;-)

Viele Grüße und weiter so!
Stefan
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Danke für eure positiven Kommentare; freut mich, dass euch die Aufnahmen gefallen!

@Jan: Ich habe das in Aufnahmegröße gestackte Summenbild mit dem dsinc Algorithmus hoch skaliert. Es traten aber beim Nachschärfen viel schneller Artefakte auf als bei der Verkleinerung vom 3x Drizzle-Summenbild. Bei Interesse kann ich gern mal meine Vorgehensweisen zu Vergleichzwecken genauer dokumentieren.

@Thomas: auch von dir ein schönes Ergebnis! Ob dir die ASI eine Verbesserung bringt, kann ich aus eigener Erfahrung nicht beurteilen, da ich von einer DBK Kamera aufgerüstet habe.

@Lothar: Ich nehme aus einem Garten außerhalb der Stadt auf. So habe ich Strom, viel Komfort, keine Turbulenzen durch Schornsteine (nur einmal zog die Abgaswolke des örtliche Heizkraftwerks (ca. 3 km entfernt) genau vor Jupiter vorbei... :mauer:) und ab und zu auch gutes Seeing :)

Allen einen guten Rutsch ins Neue!
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Zitat von Tirion:
... mit dem dsinc Algorithmus hoch skaliert. Es traten aber beim Nachschärfen viel schneller Artefakte auf als bei der Verkleinerung vom 3x Drizzle-Summenbild. Bei Interesse kann ich gern mal meine Vorgehensweisen zu Vergleichzwecken genauer dokumentieren.
Hallo Steve,

vielen Dank - das klingt für mich interessant und z.T. auch ein wenig überraschend. Wenn es Dir nicht zu mühsam ist, fände ich es natürlich spannend, nähere Einzelheiten Deiner Vorgehensweise zu erfahren. Vermutlich spielt auch die Platzierung der Auswahlfelder bem Stacken in AS!2 eine Rolle?

Mit Grüßen und guten Wünschen - nicht nur astronomisch - für das neue Jahr, auch an die Mitleser,

Jan
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Steve,

es wäre wirklich interessant, mehr über deine Bearbeitungsmethoden sowie auch Aufnahmemethoden (Workflow bei der Aufnahme) zu erfahren. Vielleicht ergibt sich ja mal die Gelegenheit zu einem Erfahrungs- bzw Meinungsaustausch zur Videoastronomie und insbesondere zu Jupiter. Noch ist er ja sehr schön zu sehen, wenn denn mal klares Wetter herrscht.


beste Grüße,
Christian
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Christian,

zur Aufnahmemethodik:
- optischer Weg (für F=4900mm): OAZ – Filterrad (mit Astronomik RGBs) – Powermate 5x (verkürzt auf 4x) – ZWO ASI 120MM
- Justage bei Tage mit Cheshire und ASI-Kamera
- Auskühlen mit Lüfter (120mm saugend auf 12V und später bei Aufnahme bei 9V)
- Aufnahme mit aktueller Firecapture Beta
- ROI 480x416
- 15ms Belichtungszeit, Gain 68 bei R+G, 70 bei B
- 5000 Frames pro Kanal im AVI-Format

Zur Nachbearbeitung (zumindest bei diesen Aufnahmen):
- Stacking von 3000 Bildern pro Kanal in Autostakkert!2 (Planet COG, QE: Gradient, Noise Robust 4, AP Size 45, ca. 50 APs automatisch gesetzt, Rand-APs manuell gelöscht)
- Summenbilder mit Winjupos derotiert
- Schärfung mit Fitswork (Gauss mit Radius 4 und 500 Stärke; iterative Gauss-Schärfung mit Radius 2, 3 Iterationen und 100 Stärke; Deconvolution mit Radius_1 1,3 und Radius_2 2,1)
- abschließende Farbkorrekturen etc. in PS

 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Jan,

hier der Vergleich:

deutlich sind die angesprochenen Linienartefakte in den Randbereichen sichtbar.
 

Anhänge

  • Vergleichstafel.jpg
    Vergleichstafel.jpg
    201,2 KB · Aufrufe: 309
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Steve,

schön, dass Du Dich der Sache nochmal angenommen hast, vielen Dank dafür! Eine Auswertung Deiner Ergebnisse im Hinblick auf die eigenene Vorgehensweise erscheint mir aber recht unübersichtlich, denn da gibt es bereits in den Einzelschritten ganz erhebliche Unterschiede.

Insbesondere stacke ich Jupiter inzwischen vorzugsweise mit nur einem zentral platzierten Referenzfeld, siehe hier. Außerdem wende ich 1,5x Drizzle an statt 3x. Danach bearbeite ich Planeten in Fitswork öfter auch mit Wavelets und bei Verwendung der Gauß-Algorithmen jedenfalls mit geringeren Schärfungsradien im Vergleich zu den von Dir angegebenen Werten.

Schließlich sind bei mir aufgrund der Kameraankopplung bei f/11 die Belichtungszeiten (<10ms) und Aufnahmedauern (<1min) viel kürzer als bei Dir, so dass ich grundsätzlich ohne Derotation auskomme.

Jedenfalls finde ich Deine Aufnahmeserie für 8" höchst bemerkenswert! Am besten gefällt mit die derotierte Aufnahme "1:25-1:36 UT", und ich freue mich auf weitere Ergebnisse aus Deinem offensichtlich sehr gut abgestimmten Setup.

Gruß, Jan
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Jan,

mit der Methodik in deinem Vergleichstest kann man die Ergebnisse natürlich nicht 1:1 vergleichen.
Solange die Bilder gut werden, würde ich frei nach "never change a running system" nichts an der Aufnahmekonfiguration ändern. Da ist meinerseits sicher auch etwas Aberglaube dabei, da meine Empirie mit nur einem Vergleichstest sehr dünn ist. Wäre dabei zufällig die beste Aufnahme mit F/16 enstanden, würde ich natürlich auch zukünftig so aufnehmen :)

Die Derotation benötige ich nur für das RGB-Komposit, die einzelnen Kanäle derotiere trotz der Aufnahmedauer von 75 Sekunden ich nicht.

PS: Im Anhang noch die verlustfrei komprimierte png-Version
 

Anhänge

  • 2013-12-13-0130a_1_web.png
    2013-12-13-0130a_1_web.png
    125 KB · Aufrufe: 385
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Zitat von Tirion:
Die Derotation benötige ich nur für das RGB-Komposit, die einzelnen Kanäle derotiere trotz der Aufnahmedauer von 75 Sekunden ich nicht.
Hallo Steve,

ok, bei 75 s Aufnahmdauer schafft der normale Stackprozess schon genügend Derotation, wenn man die Referenzfelder nicht ausschließlich auf den Planetenrand setzt. Innerhalb der von Dir angegebenen Derotationsdistanz von 11 min hast Du also offenbar drei RGBs aus der oben gezeigten Serie aufgenommen und beim Zusammensetzen derotiert. Der dabei gewonnene Zuwachs an Detailschärfe gegenüber einer einzelnen RGB-Aufnahme ist in diesem Fall vermutlich mit der höheren Gesamtzahl (~9x5000) der verarbeiteten Videoframes zu erklären.

Möglicherweise könntest Du mit der schnellen ASI120MM eine hinreichende Gesamtzahl von Frames auch im Rahmen einer einzelnen RGB-Aufnahme gewinnen, wenn Du mit kürzerer Brennweite bei >100 fps arbeitest.

Zitat von Tirion:
Im Anhang noch die verlustfrei komprimierte png-Version
Was wolltest Du mit der PNG-Datei zeigen? Für mich sind da gegenüber der JPG-Datei auf Anhieb keine Unterschiede zu erkennen.

Gruß, Jan
 
Re: Jupiter am 13.12.2013 - Nachtrag

Hallo Jan,

die PNG-Version zeigt keine Kompressionsartefakte am Planetenrand. Diese kommen durch die forenseitige Neukompression der hochgeladenen JPGs zustande. In meinen Quell-JPGs war davon nichts zu sehen. Die png-Uploadoption hat dieses Problem nicht. Wenn man sich in der Nachbearbeitung auf feine Nuancen konzentriert ist es schade, wenn es durch serverseitige Kompression zu stärkerer Artefaktbildung kommt.

Dein Argument scheint mir nachvollziehbar. Werde sicher nochmal mit kürzerer Brennweite testen. Bisher habe ich die Derotationsfähigkeiten von AS!2 unterschätzt und die Datenrate nicht konsequent genutzt (maximal 30 Sekunden, bei 75S wären das schon spürbar mehr Bilder). Was für mich neben der erprobten Bearbeitungsmethode noch für die längere Brennweite spricht, ist das leichtere Fokussieren auf Oberflächendetails. Vielleicht hilft da auch eine Bahtinov-Maske o.ä.

Hat eigentlich das Projektiv einen Einfluss auf Bildfehler der Primäroptik (z.B. würde eine Powermate 5x besser mit Asti "zurechtkommen" als eine TV Barlow?)?
 
Hallo Steve,

bezüglich Barlows und deren Abbildung: Das sind Detailfragen, auf die ich keine Antwort weiß. So weit bin ich noch nicht. Ich bin froh, wenn das Bild so passt, wie ich es mit meinem vorhandenem Equipment hinbekomm. Ich nutzte eine Celestron Ultima Barlow made in Japan, die ich auch visuell verwende. Sie ist ganz gut, mit großem Durchlass und deshalb schönen Linsen. Wie groß sind denn die Linsen der TV 5x Powermate? Ich hatte mal eine TS 5x Barlow, die hatte mickrige Linsen. Das war mir nichts. Kann schon sein, dass man mit mehr Brennweite und deshalb größerem Bild auch besser fokussieren kann, aber es schient mir bisher sehr gut auch mit einem kleinen Bild machbar. Außerdem kann ich ja die Ansicht zoomen. Ich denke mal, dass dein Newton in dem kleinen, genutzten Feld nicht so gravierende Fehler haben wird. Ist halt die Frage ob man das sieht, denn vorher kommt wohl noch das Seeing und das Fokussieren und viele andere Faktoren. Danke nochmal für die Beschreibung deines Setups und Workflows. Hier ist mal ein Test, inwieweit Stacking in AS2 vor Derotation geht.




Viele Grüße,
Christian
 
Asti sieht man doch rel. einfach am Stern.
Denke nicht, dass eine Barlow Asti korrigieren kann, wie sollte das gehen?
Mehr wie komakorrigierend sollte eine Barlow nicht sein.

Guter link, christian.
das gleiche habe ich bei meinen kuerzeren videos auch schon festgestellt.
laenger als zwei minuten kann ich sowieso nicht mit winjupos verarbeiten, weil max. 2gb verarbeitet werden.

wenn ich allerdings 20sek sequenzen stacke, sieht man zwischen den sequenzen eine rotation.
as! kompensiert also tatsaechlich eine gewissen zeitspanne.
und bei 15ms oder weniger hat man mind. 4000frames pro minute, dass sollte fuer ein rauscharmes bild reichen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Steve,

das ist ein außergewöhnlich guter Jupiter für 8 Zoll.
Das Seeing ( und Teleskop ) muss sehr gut gewesen sein. Dieses Jahr hab ich bisher wenig Glück damit.
Ich hab mir gerade auch eine ASI120MM zugelegt.
Konnte die gestern das erstemal im dunklen Zimmer testen.

Eine Frage habe ich noch dazu: Was für eine Einstellung des Gamma (Firecapture 2.3 beta) stellt man bei der ASI120MM ein.?

Bei 100% Gamma zeigt die ASI Streifen im Bild und auch bei abgedeckter Optik (Dark). (Gain 70, 15ms, ROI so um die 450 x 3xx).
Ist weg bei Gamma 50%. Ist das normal?

Hab nur Erfahrung mit der DMK21AU618. Die ist da sauberer.
Werde beide mal testen an meinem 8" Kutter.
Die ASI will ich direkt an die f/20 des Kutters ankoppeln.
Durch die kleineren Pixel kann ich mir wohl eine Brennweitenverlängerung schenken.

MfG
Achim
 
Hallo Achim,

wie Torsten schon sagte, würde ich auch lieber Gamma = 1 verwenden. Ich habe letztens einmal mit Gamma = .8 und einmal mit Gamma = 1 aufgenommen und siehe da, bei .8 hatte ich Zwiebelringe nach dem Stacken bei 1 nicht. Siehe dieses Bild. Mit f/20 bist du locker im richtigen Sampling. Du könntest sogar noch mit f/10 gute Ergebnisse erreichen und selbst die DMK21 kannst du direkt an den Kutter ankoppeln. Dazu ist dein Kutter natürlich dann ideal, da man da wirklich nichts mehr verlängern muss. Die Streifen im Bild eines CMOS-Chips sind völlig normal und Achtung: (!) Die Streifen sind auch bei niedrigem Gamma da, man sieht sie nur nicht so! Man darf nicht mit zu kleiner Detailerkennung (in AS Noise Robust hoch setzten) arbeiten, da das Stakingprogramm sonst die Streifen stackt. Das soll es ja nicht :-). Aber durch die Mittellung sind die Streifen dann kein Problem mehr. Auch kann man sie wunderbar durch den 1D Frequenzfilter in Fitswork weg filtern (danke noch mal an Cl-D. für den Tipp!).



Viele Grüße,
Christian
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben