Jupiter im 90mm Refraktor

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patrick_23

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Heute am 9.10.2009 habe ich Jupiter ausführlich beobachtet,mit meinem 12,5 mm Plössel Okular habe ich auf Jupiter 3 Wolkenbänder und die dunklere Polregion gesehen,mit 80x sind noch keine Farbfehler sichtbar,das Bild gestochen scharf,Jupiter war zu dem Zeitpunkt ca 15grad über dem Horizont im südsüdosten,später ,als Jupiter ca 20 Grad über dem Horizont im Süden war,habe ich mit 160x Teilweise Struckturen gesehen,3 Wolkenbänder,einige Einzelheiten in den Hauptwolkenbändern,schwer zu erkennen,weil sich das seehing verschlechtert hatte,der grF war leider heute nicht sichtbar,wäre aber für mein Teleskop kein Problem,der Farbfehler war auch mit 160 fach noch kein Problem,mit 200x wird er deutlicher sichtbar,aber nicht störend,wobei 200x die absulute Obergrenze ist,und eigendlich für dieses Teleskop zu hoch ist,aber bei perfeckten Bedingungen beim Mond noch einsetzbar ist,bei Planeten sind ca. 160 bis 180 x noch gut einsetbar.Kurz vor Mondaufgang hab ich noch M57 und M 15 beobachtet,die Grenzgrösse war ca 5 mag,Beobachtungsort Stadtrand von Lübeck. M57 war noch hoch im Südwesten,man kann mit dem 90mm Refraktor schon deutlich die Rauchringform sehen,beobachtet hab ich mit 160 und 200 x,obwohl ich Deep Sky Objekte normalerweise nur mit meinem 12zoll dobson beobachte,bin ich trotzdem jedesmal erstaunt,was mit 90mm Öffnung geht,und das bei den relativ schlechten Himmelsbedingungen.M 15 war auch deutlich und sehr gut zu sehen,mit körniger Strucktur,beobachtet hab ich mit 160 und 200x.Das besondere an meinem Refraktor ist,das ich ihn öffters draussen habe,als mein 12 zoll dobson,immer hin brauch ich mein Refraktor nicht erst lange Justieren,und ich kann ihn mit seinem 9Kg Gesammtgewicht mal eben schnell mit raustragen,auskühlzeit ist auch kein Thema,wogegen ich mit meinem 12 zöller selbst im Sommer über 1 Stunde auf gute Bilder warten muss,und seine volle Leistung kann der 12 zoll dobson unter diesen Bedingungen auch nie Zeigen,wobei er mir trotzdem sehr ans Herz gewachsen ist,bei perfektem Seehing hatte ich vor ca. 2 Wochen auf dem 6 Bogensekunden grossen Marsscheibchen unzählige deteils gesehen,beobachtet hab ich mit 375x und mit 600x,wobei bei 600 x keine wesentlichen deteils gegenüber 375x zusehen wahren,wobei bei 600 x zu schnell nachgeführt werden muss,die 600x sind bei perfektem seehing für den 12zöller noch kein Problem,wobei ich an durchschnittlichen Tagen nur mit maximal 200x beobachte. Ich hoffe euch gefällt mein kleiner Erfahrungsbericht. Gruss Patrick
 
Hallo Patrick,

na und ob mir der Bericht gefällt. Gestern hatte mein neuer 70/900-Refraktor First Light am Jupiter.

Ich konnte auch drei Bänder sowie die deutlich dunklere Südpolregion sehen, und im NEB sah ich deutlich zwei Knoten. Auch relativ kleine Teleskope können viel Freude bereiten, selbst wenn man ein größeres Gerät besitzt.

CS und VG Christian
 
Hallo Patrick,

was für einen 90mm-Refraktor verwendest du denn?
Insbesondere die Vergrößerungen und die Details am Planeten finde ich bemerkenswert.

Das mit dem Einsatz des Refraktors kenne ich - genau aus diesem Grund ist mein kleiner 80er ziemlich oft draußen.

CS,
Stefan
 
Ich verwende den Celestron Astromaster 90 az,das Bild was der Refraktor liefert ist für den sehr günstigen Preis sehr gut,wobei die Montierung etwas wackelig ist,aber solange der Wind nicht so stark ist,geht es eigendlich.Ich hatte mal einen Skywatcher 90/900 Refraktor,bei dem konnte ich aufgrund des etwas grösseren Farbfehlers nicht so hoch vergrössern,als mit dem etwas längeren Celestron 90. Ich habe,an meinem Beobachtungsplatz für eine Großstadt recht brauchbare Bedingungen,und oft recht gutes Seehing,ich besitze beide Teleskope erst seit einigigen Wochen,immerhin war ein Tag dabei,wo mein 12 zoll Dobson ansatzweise zeigen konnte,was in ihm steckt,oftmals ist es so,das ich nur meinen kleinen Refraktor mit raus nehme,er ist das perfekte schnell spechtelgerät,für den sehr Tief stehenden Jupiter eigendlich ideal,selbst mit meinem 12 zöller sehe ich oftmals nicht wesentlich mehr,aufgrund des Seehings,wobei der unterschied bei momenten guten Seehings natürlich enorm ist,aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen,das auch mit 90mm öffnung sehr viel geht,wobei natürlich jetzt auf dem Mars beispielsweise bei einer grösse von 6 bis 7 Bogensekunden natürlich keine einzelheiten sichtbar sind. Was für ein 80er hast du? einen Achromat?,oder einen Apo?,mein 90 mm Refraktor ist auf jedenfall mein Lieblingsteleskop geworden,hab ihn übrigens noch deutlich aufgetunt,hab den Tubus mit Velouer Folie ausgeklept,unterschied ist auf jedenfall sichtbar. Lg Patrick
 
Hallo Patrick,

ich habe einen 80/400 Achromaten und damit schaue ich ausschließlich nach Deepsky-Objketen und gehe bis max. 50fache Vergrößerung. Meistens pendle ich zwischen 21x - 33x also AP 3,8 - 2,4.

Planeten gehen mit dem Gerät nach meiner optischen Einschätzung so gut wie gar nicht. Natürlich kann ich die Jupitermonde zählen und zwei Bänder sehen, aber das Farbspiel drumherum ist schon 'funky'.

Ein Teil des Geräts und die Taukappe sind mit Velour ausgekleidet oder mit Tafelfarbe bepinselt. Ich habe es mal in der Teleskop-Werkstatt justieren lassen - jedenfalls sogut es die Mechanik dieses Geräts zuließ. Die leicht Dejustage nach dem Kontakt mir Fliesenboden hätte man nur über das gegenseitige verdrehen der beiden Linsen hinbekommen. Dazu hätte noch ein neues Abstandsplättchen hermüssen. Wahrscheinlich war das Gerät nie besonders perfekt.

Das Gerät wiegt mit Leuchtpunktsucher und gutem 1.25" Zenitspiegel lt. Küchenwaage 1.7kg. Das packt jedes Fotostativ.

Abkühlen muss sich das Gerät nicht, allein schon deswegen, weil ich nicht hoch vergrößere.

Daher verstehe ich deinen Ansatz des Schnellspechtlers. Grab&go nennt man das jetzt.

CS,
Stefan
 
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Hallo!

Schön, daß mal wieder gezeigt wird, daß auch mit kleinen Optiken Jupiterbeobachtungen möglich sind, die zumindest dem Beobachter Freude bereiten. Vor viieelen Jahren habe ich Jupiter mit einem 2"er (Zeiss 50/540) regelmäßig beobachtet und gezeichnet, und es war nie langweilig. Hier ein paar meiner Zeichnungen:

Link zur Grafik: http://www.beta-cygni.org/galerie/nonsens/Jup-alt.jpg

Inzwischen sind meine Aperturen etwas größer geworden, aber der 80er - mein Schnellspechteler - ist immer noch ein vollwertiges Planetengerät (ist allerdings ein Apo).
Wenn man die Grenzen seiner Optik kennt und versucht, diese auszureizen, dann kann man auch mit einem kleinen Achromaten viel Spaß an den Flächenobjekten unseres Sonnensystems haben!

Grüße von Michael.
 
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Hallo,

ich finde es super, dass mal über eine visuelle Beobachtung berichtet wird, die mit einem Refraktor kleinerer bis mittlerer Größe durchgeführt wurde. Gerade die Planetenbeobchtung ist in den letzten Jahren eigentlich mehr zur Planetenfotografie bzw. Planetenvideografie geworden. Sicherlich sind heutzutage mit der Webcam-Technik und anderen diversen CCD-Kameras tolle Resultate zu erzielen, aber für mich zählt eine visuelle Beobachtung einfach doppelt. Und man sieht an diesem Bericht, dass man auch mit solchen erschwinglichen Optiken schon viele Einzelheiten auf den Planeten erkennen kann.

@Michael:
Schöne Zeichnungen mit dem 50/540 Zeiss, welches ich übrigens als Jugendlicher auch mal mein Eigen nennen durfte. Auch ich konnte mit diesem Gerät bereits sehr schöne Beobachtungen durchführen, Zeiss macht's eben möglich.
 
@patrick_23
Interessanter Bericht und ein willkommener Anlass meinen kleinen Telementor zu reaktivieren ;-)
Jetzt nur noch passendes Wetter!
VG,
Micha

@NONSENS
Ja diesen Bastelsatz hatte ich auch (seufz! Das ausgebaute und mit Kratzern übersäte Objektiv habe ich erst kürzlich beim Rumkramen in der "Mottenkiste" gesehen). Die Geduld solche Planetenzeichnungen anzufertigen hatte ich leider nie:-(
Ich überlege schon seit über einem Jahr, ob ich mir so einen kleinen ED zulege. Leider gilt man mit 80mm Objektivdurchmesser bei manchen HA als "Sehbehindert". Auch deshalb ist es schön, mal einen Bericht wie den von Patrick, zu lesen.
VG,
Micha
 
Hallo zusammen,

schöner Bericht Patrick, deckt sich teilweise 1 zu 1 mit den Erfahrungen die ich mit meinem 80/1500 Refraktor gemacht habe. Bei Deep-Sky Objekten wie PN's zeigen 80 oder 90 mm schon recht viel da man bei ausreichender Vergrößerung mit recht kleiner AP beobachtet und der Himmelshintergrund dadurch pechschwarz wird - da hebt sich ein PN oder manche Galaxie erstaunlich deutlich ab. M31 mit ihren Begleitern, M81 + M82, lohnt beides sehr!

Ich benutze den 80/1500 sehr häufig am Dachfenster, Wolkenlücken nutzen wenn es welche gibt ( Lücken, nicht Wolken, die ham wir immer...) gibt dafür nix besseres!

Viele Grüße Felix
 
Hallo,

ich finde es auch toll, ein längerer Refraktor macht immer Spaß. Habe u.A. selbst auch das Gerät..

Was ich aber lustig finde ist daß sich anfang des Jahres manche Profis so über den kleinen Bruder des Astromasters 90, den 70er so ausgelassen haben.
Erinnert Ihr euch noch an den Threat mit dem A.de Starterpaket :-)))))

Gruß Mike
 
Moin Mike!

> Erinnert Ihr euch noch an den Threat mit dem A.de Starterpaket

...ohne nochmal groß darauf einzugehen: Die Kritik an diesem Gerät bezog sich weniger auf die Optik, als vielmehr auf den Rest des Teleskops sowie die Art und Weise der Vermarktung. Daß ein 70er Refraktor wesentlich weniger leistet als ein 90er, dürfte auch klar sein - ob da nun "Astromaster" draufsteht oder nicht.

BTW: Ich besitze einen SW FH-90/900 mm auf Vixen Porta, den ich momentan am häufigsten einsetze. Diese Teleskopgröße ist wirklich praktisch und leistet 'ne Menge!
 
Zitat von winnie:
BTW: Ich besitze einen SW FH-90/900 mm auf Vixen Porta, den ich momentan am häufigsten einsetze. Diese Teleskopgröße ist wirklich praktisch und leistet 'ne Menge!
Ich beobachte ebenfalls mit einem SW 90/900 (ED-Objektiv) auf einer Vixen Porta und bin damit schnell einsatzbereit. Mein Telementor 63/840mm kommt dann in nostalgischen Momenten zum Einsatz. ;)
 
Hi Astrofäns!
Erfrischend diese Berichte. Nun heul ich meinem 102/1000 nach. Aber dass man Jupiter so klar in einem 2 Zoll Zeiss sehen kann ist ja unglaublich, das bekomme ich noch nicht mal mit meinem 10 Zoll Dobson hin, geschweige denn mit dem FH 152/1200. Da bekomme ich ja schier Komplexe! Oder mache ich was falsch?
Liebe Grüsse von Anette
 
Hallo Anette,
ich denke, bei sehr gutem Seeing und mit sehr guten okularen und Augen geht das schon. Ich bin meinerseits überrascht, was mir mein neulich erstandener (20 Jahre alter) Vixen 60/910 zeigen kann: Io-Durchgang beobachtbar, GRF sichtbar, dunkle Polbereiche glasklar. Alles in wenigen Blicken, unter Vorstadthimmel, in Zeiten des Klimawandels (d.h.: massiv mehr Feuchtigkeit in der Luft als vor einigen Jahrzehnten).

Mein Rat fürs Visuelle: Nicht sein Geld in ein Apo versenken, sondern: ein Grossfernglas (für ca. 20fach) plus kleinen f15-Refraktor (für 30 bis 100fach) plus irgendwas Preiswertes, das auf die ganz hohen Vergrößerungen spezialisiert ist. Bringt in der Summe so viel mehr.

Allzeit CS wünscht
Christopher

 
Hallo Anette!

Am Zweizöller mußte ich mir immer heftig die Augen verrenken, um das zu sehen, was ich gezeichnet habe. Heute kann man dank Internet fast in Echtzeit mit super Fotos vergleichen, was man gesehen hat. Damals war das nicht möglich, da hat man vielleicht ein Jahr später in einer Zeitschrift eine Saisonzusammenfassung mit ein paar Bildern gefunden und sich gefreut, wenn ein paar Details bestätigt werden konnten.
Ich hab´s 2003 noch mal mit dem 50/540 probiert - der Detailumfang entsprach sehr gut dem meiner alten Zeichnungen. Leider habe ich keine 2"-Beobachtungen beim tiefstehenden Jupiter der letzten 2-3 Jahre gemacht... allerdings mit 80mm, die durchaus Details zum Vorschein brachten, guckst Du unten meine 2006er Zeichnungen am 80er Scopos!

Grüße von Michael!
 

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Hi, ich bin begeistert......zweifle nun aber an meiner Optik. So klar habe ich Jupiter noch nie gesehen. Aber ein zwei Zöller mit 900mm Brennweite, den hatte ich auch mal, ein Tasco auf prallaktischer Montierung aus den 70gern in ganz schwarz, der zeigte die Objekte beeindruckend scharf, aber eben doch klein. Also langsam stehe ich auf Brennweite, denn auf Öffnung. Nach diesen Bilden juckts mich in den Gliedern, ich könnte mich nun auf Jupiter stürzen, doch wir haben hier in Niederösterreich gegenwärtig nur noch Stratussuppe am Himmel und das tagelang..........grausam.
Gruss von Anette
 
Hallo Anette!

Stürz Dich lieber auf den Mars! Jupiter ist schon wieder zu klein für visuelle Detailbeobachtungen. - Hier im Norden ist übrigens nur Suppe, ohne Stratus...

Grüße von Michael!
 
Lieber NONSENS,

jetzt bin ich aber platt, Deine Zeichnungen mit dem 80mm Scopos bei diesem Tiefstand an der Ekliptik sind frappierend!
Ich beobachte seit 2008 mit einem 110mm f25 Schiefspiegler (2720mm Brennweite), sowie mit einem 76mm f6 Apo, und habe in keinem der beiden je annähernd soviel Detail gesehen.

Am Justieren des Apos liegt es nicht, das Ding ist ein Superteil. Vielleicht wäre am Schiefspiegler etwas zu biegen. Vor allem aber wohl am Standort. Ich müsste wohl doch von der Vorstadt hinaus aufs Land, und vielleicht auch aus dem sumpfigen Rheintal ins klare NordOstNiederSachsen.

Bewundernde Grüße in den Norden von
Christopher
 
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