Jupiter im Vergleich

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Quanten

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Hallo zusammen

Seit einiger Zeit beobachte ich mit mehreren Teleskopen gleichzeitig den Planeten Jupiter. Darunter finden sich folgende Sahnestücke die da währen, ein TMB 100/800 APO, ein TMB 130/1200APO und ein TS-Orion 200/1600 Planetennewton.
Beobachtet habe ich ausschließlich mit dem Baader-Großfeldbinokular MarkV.
Vergrößerungen oder AP habe ich möglichst angepasst, aber auch bewusst die beste Schärfe für das jeweilige Instrument gesucht.
Das Seeing war die letzten Tage nicht gerade berauschend und schon gar nicht auf der Höhe auf der sich Jupiter z.Z. bewegt. Doch es gab auch relativ gute Momente und Abende, hei denen es auch ordentlich etwas zu sehen gab.
Meist habe ich auch schon recht früh den Planeten aufgesucht, so gegen 20:00 Uhr, weil sich zeigte, das trotz des noch blauen Himmels das Seeing in den Phasen vor der Dämmerung und in der Dämmerung wesentlich besser war, als wenn es schon richtig dunkel wurde.

Eigentlich bin ich ja auf den neuen kleinen roten Fleck scharf gewesen, welchen ich auch geglaubt im 5“ gesehen zu haben, doch so ganz neben bei habe ich diesen Teleskop Marathon abgezogen, weil es mich natürlich immer interessiert, wie sich Strehl, Teleskopsysteme und Zubehör in der Praxis gegeneinander verhalten.

Von anderen Gegebenheiten, wie Bildorientierung und Nachführung (Newton) oder Gewicht (5"APO) mal abgesehen.

Immer überrascht hat mich, was der 4“APO zeigte!
Wahren seine optimale Vergrößerung bei 136fach, ließ die Luft gelegentlich auch noch 151 und 170fach zu.
Er zeigte sehr schön den GRF, Girlanden im EZ und Farb- und Strukturunterschiede im NEB. Auch zeigte er das NTrZ und das STrZ Farblich sehr schön abgehoben von den Hauptwolkenbändern und den Polhauben.
Nach mehreren Abenden stellten sich diese Details schon fast als Standart ein.
Problem beim 4“ es geht ihm mit dem Binokular ab 170fach schon fast die Luft aus, weil das Bild dann doch dunkler wird und es schwieriger wird Details zu differenzieren. Doch lässt das Seeing so oder so keine höheren Vergrößerungen zu.

Der 5,2“ TMB APO zeigte ein wesentlich helleres Bild bei 170fach und zeigte, das er noch genügend Licht für höhere Vergrößerungen bereithält, was aber auch meist durch das Seeing vereitelt wurde. Auch hier waren nur Vergrößerungen von 136 bis max. 188fach möglich.
Meist waren die gleichen Details wie im 4“APO zu sehen nur deutlicher und mit satteren Farben.
An Abenden mit besserer Luft zeigte dieser aber mehr Potential, so waren Strukturen um den GRF zu sehen, die sich in Blau- Grautönen vom GRF und dem SEB abhoben. Oft hatte ich das Gefühl das noch mehr Strukturen im EZ zum SEB hin auszumachen währen als die großen Girlanden, doch wollte es das Seeing nicht zulassen. Das NEB teilte sich in zwei Farben von Brauntönen, eines in Rotbraun, das andere in Kastanienbraun. Die Polhauben unterteilten sich auch in verschiedene Farbtönungen. Das STrZ und das NTrZ leuchteten geradezu Zwischen den Hauptwolkenbändern und den Polgebieten!
Insgesamt erschien das Jupiterbild sehr ästhetisch und mit leuchtenden Farben und tollem Kontrast!

Der Newton zeigte das gleiche wie der 5,2“TMB APO, jedoch meinte ich in Momenten besserer Luft diese Strukturen im EZ zum SEB besser aufgelöst zu sehen.
Was jedoch auffiel, das Jupiterbild erschien im Newton relativ gesehen, zu den Apochromatenbilder etwas flau und blass, was sich noch mit voranschreitender Dämmerung verstärkte, da die FS-Spinne mit zunehmender Himmelhintergrundschwärzung mit ihrem Streulicht immer deutlicher zu Tage trat.
Die ganze Farbwiedergabe war nicht so intensiv wie bei den Apochromaten, so dass der GRF zwar deutlich zu sehen war, doch relativ farblos. Auch waren die Farbunterschiede im NEB nicht so leicht auszumachen wie im APO. Auch war die Blau-Graustruktur um den GRF nur schwer auszumachen.
Was im Newton natürlich auffällt ist seine enorme Lichtfülle, so das dass Bild selbst bei über 200fach noch genügend potential hätte für Details. Mond und Saturn im Binokular und hoch im Meridian, sind mit dem Newton ein Traum zu beobachten!
Doch bei diesen Seeingbedingungen zeigte sich, dass der Newton sich einfach nicht absetzen kann. Ich bin schon gespannt darauf, wenn Jupiter wieder wie in den Jahren 2002-2003 hoch im Meridian steht, was dann in ihm steckt!?
Bei schlechtem Seeing hatte ich oft das Gefühl, das dass Bild im 4“ noch am besten deffiniret war.

Eine Erkenntnis, wenn man es so nennen mag, die ich aus diesem Vergleich gewonnen habe, ist die, dass man wieder erwarten nicht mit steigender Öffnung auch ein ansteigen der Auflösung von Details in der Praxis rechnen kann.
So waren zwar eindeutig mehr Details in den größeren Öffnungen zu sehen, aber nicht in dem Maße, wie man es mit steigender Öffnung und Apparaturgröße erwarten würde. Deshalb war ich auch sehr überrascht, was alles in einem 4“APO alles zu sehen war.
Sicher verhält es sich wieder etwas anders mit anderen Objekten wie dem Mond und bei höherer Deklinationsstellung, doch ist das Seeing eben die eindeutige Spaßbremse!

Gruß Uwe
 
Hallo Quanten,

toller, informativer Vergleichbericht von Dir! Interessant wäre jetzt zu wissen, wie der Newton abgeschnitten hätte, wenn Du einen Graufilter benutzt hättest oder aber auch eine ausseraxiale Blende.

CS Mike
 
Schöner Vergleichsbericht, lieber Kollege! Wie du weißt, bin ich ja am Überlegen, mir einen größeren Apo (oder doch lieber Newton?!) zuzulegen, da kommt mir dein Bericht gerade recht. Ein Ninja Planetennewton (8 Zoll) war in der engeren Auswahl, jedoch wegen der nicht so präsenten Ästhetik in Zweifel geraten. So wird es wohl doch ein 5- oder 5,5-Zoll-Apo werden...
 
Hallo,

hast du mal probiert, was passiert wenn man die lichtstärkeren Optiken mit Filtern soweit abblenden, das genau so viel Licht wir im 4" das Auge erreicht (bei gleicher Vergrößerung natürlich)? Ich habe mit meinem 8" eigentlich immer den Eindurck das die hohe Helligkeit von Jupiter ohne Filter meine Augen überfordert.

Gruß

Ingo
 
Hallo zusammen

Das mit der Lichtdämpfung ist ein gutes Thema, mit dem ich mich auch schon beschäftigt habe und noch beschäftige.
Vom Abblenden halte ich eigentlich nichts, ich habe schon Off-Axisblenden auch für Sonnenbeobachtung gemacht und Blenden für die ganze Öffnung gebastelt und war aber mit den Ergebnissen nie recht zufrieden. Ich fand immer, das dass Bild mit der ganzen Öffnung am besten definiert war.

Filter verwende ich entweder einen 0.9 Neutralfilter, oder einen Polarisationsfilter aus dem Herschelkeil. Weiter auch den Baader Neodymium Moon&Skyglow, welcher die unterschiedlichen Rot- und Brauntönungen besser zur Geltung kommen lässt.
Jedoch finde ich ziehen die Neutralfilter das Bild einen Tick ins gelbliche und der Moon&Skyglow macht auch eine eigensinnige Einfärbung, er ist gut, wenn man den GRF nicht gut erkennen kann.
Jedoch finde ich die Beobachtung ohne alles, einfach am besten! Wie gesagt erscheint Jupiter etwas blas im Gesicht, jedoch kommen die vielen Farben dann natürlich rüber und in Momenten ruhiger Luft sieht er dann schon klasse aus!
Ich empfinde es als eine Gradwanderung mit der Vergrößerung im 8“ Newton. Durch das Binokular entsteht keine Blendung, jedoch erscheint er bei ca. 130fach dann doch etwas zu hell, während er bei 170-200fach so seine optimale Helligkeit erreicht.
Der 5.2“APO scheint hier gerade optimal zu sein, er hat etwas mehr Licht wie der 4“ und erreicht mit 185fach seine optimale Planeten AP von 0,7. Über 178fach an Jupiter zu vergrößern bringt selten etwas bei mir. Auch am Newton der damit eine AP von 1,1 hat. Die nächste Vergrößerung die ich habe wäre 213fach, doch da erscheint er meistens schon wieder etwas zu flau.

Ich beobachte ja auch bei Wolkenlücken, so konnte ich auch schon Jupiter durch durchziehende Zirren beobachten, die eine unterschiedliche Lichtdämpfung erzeugten, auch hier könnte ich nicht sagen, das eine Lichtdämpfung eine wesentliche Verbesserung gebracht hätte.
Was sich positiv bei der Lichtdämpfung auswirkt ist, das die Spikes der FS-Spinne dann fast nicht mehr zu sehen sind!
Insgesamt muss ich aber schon zugeben, dass dieser Planetenoptimierte Newton mit seinen 0.98 Strehl verdammt nahe am Kontrast eines Vollapochromaten steht!
Für einen Planeten und Deep-Skybeobachter mit kleinem Geldbeutel wäre das mit Sicherheit die erste Wahl.
Ich bin mir auch sicher, dass bei besseren Luftverhältnissen noch einiges mehr drin ist im Newton.
Doch von der Bildästhetik und wenn man wie ich von Mai bis Oktober die Sonne im Weißlicht und H-alpha beobachtet ist natürlich der APO die erste Wahl!
Gerade jetzt wo wieder so ein schöner Sonnenfleck zu sehen ist, ist der APO mit Herschelkeil und Bino schon eine wucht mit seinem Kontrast!
Bei 227fach immer noch die Granulation voll aufgelöst zu sehen, Strukturen die sich auch farblich unterscheiden in der Umbra zu sehen und eine messerscharfe Penumbra darum, das ist schon spitze!

Doch wie gesagt, den richtigen Filter für Jupiter habe ich noch nicht gefunden, vielleicht habt ihr ja eine Idee!?

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

ich habe die letzten Tage auch am Jupiter verglichen: 80mm Apo und 150/2250 FH mit Chromacor II (also auch subjektiv farbfehlerfrei). Das Seeing war durchgehend eher schlecht (2-5/10).

Der 6"er: helles Bild, bei 450fach gerade noch hell genug für Detailbeobachtungen. Optimal in den letzten Tagen 225-250fach, da stimmen Kontrast und Auflösung. Größer (300fach) leidet der Kontrast zu sehr, kleiner sieht man keine kleinen Details mehr. Der Einfluß des Seeings ist zwischen 150fach und 300fach konstant. Ästhetischster Anblick bei 150fach (Spectros 15mm WW-Oku) - einfach schön! Am Mars waren in der letzten Saison 450fach gelegentlich möglich - aber das ist ein anderes Thema als Jupiter.

Der 80er: bis 200fach ist das Bild ausreichend hell, bei dem schlechten Seeing aber praktisch nicht möglich, weil zusätzlich die Auflösung fehlt. Optimal 150fach, Detailbeobachtungen waren dann aber schon gehobene Augenathletik, weil begrenzte Auflösung + schlechtes Seeing + kleines Bild - da muß dann der sportliche Ehrgeiz herhalten, um was brauchbares zu liefern. Aber die gute Optik (Kontrast) ließ doch ein paar nette Detailbeobachtungen zu.

Der 80er ist mein Schnellspechtelgerät, der 6"er mein optimales Planetengerät. Ich habe Jupiter (bei besseren Bedingungen) auch lange mit meinem 10" Spiegel beobachtet. Natürlich ist das Bild viel heller und die Farben sind schöner. Aber so detailreich wie in dem guten 6"er habe ich ihn noch nicht gesehen.

Nach den guten Erfahrungen mit Dämmerungsbeobachtungen will ich mal schwache Neutraldämpfgläser probieren. Natürlich ist die Dämmerung was anderes (hellerer Hintergrund, Seeing) als ein Neutralglas - wir werden sehen! Zirren sind als Dämpfer sicher nicht zu gebrauchen, weil sie das Licht streuen. Ich habe oft genug am Okular an dem plötzlichen Schärfeverlußt (ohne auffälligen Helligkeitsverlußt!) erst bemerkt, daß Zirren aufgezogen sind.

Allseits schöne Jupi-Beobachtungen wünscht

Michael.
 
Hallo Michael

So ein langer FH ist ein feines Instrument! Ein Sternfreund von mir hat einen 150/3000 FH von LK, damit habe ich auch schon beobachtet.

Deine Vergrößerungen sind wohl monokular erreicht worden?!
Wenn ich monokular beobachte muss ich auch immer hoch vergrößern. Jedoch beobachte ich überwiegend mit dem Bino und da ist es so, dass die Objekte rund 1/3 größer erscheinen wie monokular.

Gruß Uwe
 
zu den Apochromatenbilder etwas flau und blass, was sich noch mit voranschreitender Dämmerung verstärkte,

das ist logisch, weil mit zunehmender Dunkelheit das Auge immer weniger farbempfindlich wird. Planetenbeobachtung macht man daher in der Dämmerung, oder aber unter entsprechend hell beleuchteter Beobachtungsumgebung! Also ein helle Lampe mit raus auf den Platz und diesen so richtig beleuchten.

Die Spinne des Newtons ist an blassen Bildern jedenfalls nicht schuld. Schuld ist das an die Nacht adaptierte Auge, ein schlechter Spiegelbelag oder einfach ein zu helles Planetenscheibchen.

ps. es muß für maximalen Kontrast bei kleiner Öffnung nicht immer gleich ein APO sein. Ich sage nur: MN68, MN78! Ist deutlich billiger und zeigt dasselbe.

Bino-Tom
 
Ich habe schon mehrmals Planeten mit Geräten verschiedener Öffnung verglichen. Bei mäßigem Seeing war der visuellen Eindruck im kleineren Gerät oftmasl besser. Aber wenn man sich die erkannten Details ansah, hat stetst das größerer Gerät besser abgeschnitten. Denn Effekt, daß wegen der Seeingzellen ein kleineres Gerät ein objektiv besseres Bild zeigte, habe ich persönlich nie erlebt.

Aber: Wie hier schon gesagt wurde, der Unterschied zwischen zwei Geräten ist geringer als der Öffnungsfaktor. Beii Deep Sky ist das anders, da wird Öööööfnung voll umgesetzt.
 
Hallo Leute,

wenn ich mit meinem 8" F/6 Dobson am Jupiter bei niedrigen Vergrößerungen bis 150fach bleiben muss,
aber nun Mal unbedingt einen Schattendruchgang sehen will, helfe ich mir mit einem variablen Polfilter
und probiere ein wenig rum, bis ich die richtige Dämpfung für ein "neutrales" (was ist das?) Bild,
ohne Überstrahlungen und ohne Detailverlust gefunden habe.
Spätestens ab 200fach gehe ich ohne Filter ran, das war aber in diesem Jahr erst zwei oder drei Mal der Fall.
Es liegt in der Natur der Sache, dass man sich an den seeingbedingten Grenzbereich herantastet
und da ist Geduld gefragt. Es heißt, auf die Momente zu warten, in denen das Seeing die möglichen
Details fürt kurze Augenblicke frei gibt und diese "Einzelbilder" zu summieren.
So gewinnt der Planet Strukturen, die kleineren Öffnungen verborgen bleiben.

Manche Zeichner, egal mit welcher Öffnung, treiben dieses Spiel bis zum Exzess und kommen so
-öffnungsbezogen- zu bemerkenswerten Ergebnissen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Hast du mal verglichen, inwieweit der 8´´-Newton bei durchschnittlichem Seeing Vor- bzw. Nachteile gegenüber einem Apo (4 bis 6´´)hat? Das würde mich sehr interessieren.
 
Hallo Fritz,

Rohr neben Rohr hatte ich den Vergleich noch nicht, auf einem Teleskoptreffen habe ich Mal
zwischen den Rohren gependelt.
Gaaanz vorsichtig gesagt ist meine Feststellung, dass 4" Edelapo gegen 8" Standartnewton (beugungsbegrenzt)
keine Schnitte sieht.
Bedenke, dass ich mit meinem nunmehr venitlierten, veloursgetunten und isolierten Volltubus
Planetenbeobachtung ab ca. 200fach ernst nehme.
Da geht dem 4" Apo das Licht aus und etwas vorher schon das Auflösungsvermögen.
Wenn am 6" Apo 200fach gut möglich ist (seeingbedingt) und an meinem 8" Newton auch, dann könnte die
höhere Ästhetik des Bildes beim Apo (ohne Spikes/höherer Strehl) den Ausschlag zugunsten
des Apos geben. Ob der Apo bei gleichen Bedingungen noch ein wenig mehr Vergrößerung verträgt, wäre
eine interessante Frage.
Gehe ich aber, was durchaus möglich ist auf 300fach oder sogar ein wenig drüber, wie zum Beispiel
an Mond und Saturn auf einem öffentlichen Abend in diesem Jahr, so bekommt der 6" Apo schon wieder ein
Licht und Auflösungsproblem, Ästhetik hin, Ästhetik her.
Selten genug, aber Saturn stand wie in Stein gemeißelt.
Ich würde eher in eine gebogene Dreiarmspinne investieren, wenn mich die Spikes stören, als
2" Öffnung für ein "dunkleres" Bild zu verschenken, zumal es ja nicht nur Planeten zu beobachten gibt.

Ok, ich gebe es zu, tauschen würde ich sofort, wenn der Wertausgleich nicht gefordert wird. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Die Frage ist auch, ob eine durchschnittliche Nacht - also kein ideales Seeing -, in denen ich meistens umherwandere, einen Vorteil für den Newton bringt. Oft hört man ja, dass Apos u.a. in dieser Hinsicht weniger störanfällig sind. Uwe Pilz relativiert das ja nun; je mehr Erfahrene sich hier äußern (diejenigen, die durch Apo und "Planetennewton" schauen können - das werden nicht so viele sein, fürchte ich), desto genauer wird das Bild.
Wer kann unter unterschiedlichen Bedingungen solch teure Geräte miteinander vergleichen?
 
Hallo Fritz

Jetzt musst du halt doch mal kommen, dann kannst du durch einen quasi Top 8" Newton und durch einen 130mm Planetenapo gleichzeitig beobachten. Denn 100/800 hol ich dann auch noch.
So was muss man sich einfach mal selber anschauen, da hilft dir die ganze Schreiberei nicht weiter!
Es ist wie Günther schon geschrieben hat, am Mond und Saturn ist der Newton spitze, da die Objekte gute Kontraste liefern und immer noch hoch im Meridian stehen.
An den Kontrast und die Bildästhetik eines größeren APOs kommt aber kein Spiegelteleskop heran, dafür blechst du halt einiges mehr!
Was bei einem solchen Teleskopvergleich oft außer acht gerät, ich beobachte von Mai bis Oktober die Sonne im Weißlicht und H-alpha jeden Tag wenn die Sonne scheint, da kannst du den Newton getrost vergessen.
Was ich da schon ausprobiert habe, von der Folie bis zum 8"Planglas für 900 EUR, so ein Bild wie mit APO und Herschelkeil bekommst du nie und nimmer hin.
Da sich einem damit ein rissen Beobachtungsfeld in ungeahnter Qualität eröffnet rechtfertigt das auch wieder etwas die höheren Kosten, so meine Meinung jedenfalls.
Also ich könnte ohne meinen APO nicht mehr auskommen, aber ohne Newton geht’s halt auch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Bei unsern Seeingbedingungen und den wechselnden Objektzuständen, ist es wie schon oben geschrieben, ein wachsen der Auflösung geht nicht ohne weiteres mit der Öffnung einher, was nicht heißen soll, das ein 5“ mehr zeigt wie ein 8“, aber der Gewinn an Auflösung ist eben nicht so groß wie man sich es aus den theoretischen Systemdaten erhofft oder erwartet.
Alles andere sind mehr oder weniger persönliche Befindlichkeiten.
Für mich ist ein 4-6“ Vollapochromat auf einer parallaktischen Montierung das optimale Teleskop, damit kann ich alle meine Wünsche befriedigen!
Doch wenn die Luft gut ist und Mond oder Saturn hoch stehen, dann hole ich lieber meinen Newton raus.

Gruß Uwe
 
Hallo Fritz,

das Angebot von Uwe würde ich auf keinen Fall ausschlagen.
So etwas hilft ungemen und ist in dieser "konzentrierten" Form noch nicht Mal auf großen
Teleskoptreffen möglich.

Ich tendiere in der "Schnittmenge" der Sonnensystembeobachtung zum optimierten 8" Newton,
auch weil ich mir nicht zwei Teleskope in dieser Art anschaffen will/kann und DS mein
Hauptbetätigungsfeld ist. Meine Zukunftsorientierung geht dann auch eher in Ri. zusätzlichem 12-16" Dobson,
da ein solches Gerät selbst im eigenen Garten schon einen guten Standort hat und noch bessere
Beobachtungsplätze nur wenige Kilometer entfernt sind.
Andere persönliche Ziele und andere äußere Umstände können aber andere Entscheidungen erfordern.
Ansehen und Durchsehen ist dann durch nichts zu ersetzen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Hallo Uwe,

Bei unsern Seeingbedingungen und den wechselnden Objektzuständen, ist es wie schon oben geschrieben, ein wachsen der Auflösung geht nicht ohne weiteres mit der Öffnung einher, was nicht heißen soll, das ein 5“ mehr zeigt wie ein 8“, aber der Gewinn an Auflösung ist eben nicht so groß wie man sich es aus den theoretischen Systemdaten erhofft oder erwartet.
Das kann ich so nicht unterschreiben. Ich konnte am Wochenende Jupiter an einem 20", 10" und 8" Newton (nicht optimiert!) sowie an einem 5" Tak und ein paar kleineren Apos und ED-"Apos" vergleichen. Der 5" Apo konnte weder von Schärfe noch von Kontrastleistung mithalten, selbst gegen einen untemperierten 20" und den leider dejustierten 10" (ICS ATD) nicht. Die kleineren Röhren konnten sowieso nicht mithalten. Das beste Bild lieferte zur allgemeinen Überraschung derer, die sich überhaupt hinab begaben, durch dieses Teleskop zu schauen, der kleine 8"f/4 Taiwan-Dobs.

Alles andere sind mehr oder weniger persönliche Befindlichkeiten.
... und das der anderen, die bei so vielen schönen teuren aufgestellten Teleskopen mal durch die Taiwan-Büchse geschaut haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Nichts gegen Apo, der 5" Tak hat mich am Mond begeistert und sogar M13 konnte er ganz nett darstellen (etwa so sehe ich den in meinem 6" Newton), aber ein besseres Bild an Jupiter lieferte ganz eindeutig der 8": Verwirbelungen statt nur Wolkenbänder.

Viele Grüße,
Michael
P.S.: gleiche Bedingungen, mehrmals direkt verglichen, gleichwertig hochwertige Okulare an allen Geräten. Nur um das auszuschliessen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Michael,

Nichts gegen Apo, der 5" Tak hat mich am Mond begeistert und sogar M13 konnte er ganz nett darstellen (etwa so sehe ich den in meinem 6" Newton), aber ein besseres Bild an Jupiter lieferte ganz eindeutig der 8": Verwirbelungen statt nur Wolkenbänder.

Da kann aber irgendwas nicht stimmen. Ich habe sogar in dem Meade ED 80, also mit 3Zoll an jenem besagten Abend bei ICS auf Jupiter weit mehr gesehen, als nur zwei Wolkenbänder.... vom 5 Zoll Tak ganz zu schweigen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gutefrage.gif" alt="" />

Gruß Tobias
 
Hallo Tobias,

ja, den GRF <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />. Ernsthaft: ich habe ja nicht geschrieben, daß man nur zwei Wolkenbänder gesehen hat, ich meinte die Details in und zwischen den Wolkenbändern, die in den aufgestellten Apos mehr zu erahnen, im 8" aber unübersehbar waren. Hast Du mal durch den 8" geschaut?

Der ED80 hat mich nicht überzeugt, das mag aber auch daran gelegen haben, daß der Meade-Verkäufer 200fach eingelegt hat und sich nicht ausreden liess, daß das geworfene Bild alles andere als scharf oder gar kontrastreich war. Was aber auch niemand von dem Gerät erwartet. 100fach hat es aber auch mit diesem Gerät nette Bilder vom Mond gegeben. Ist eigentlich irgendwann auch mal das RCX zum Einsatz gekommen? Ich war nur bis ca. Mitternacht dabei.

Viele Grüße,
Michael
 
Hey,

oben hast eben schon geschrieben, dass nur zwei Wolkenbänder zu sehen waren, daher musste ich dir widersprechen. Der Meade ED hat mich auch nicht überzeugt, vor allem weil er besser geredet wurde als er ist...

Durch den Galaxy Dobs hab ich leider nicht gucken können weil du dran saßt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Ich hab mich hauptsächlich mit dem 10Zoll ICS Dobson beschäftigt, der hat mir sehr gut gefallen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" />
An das RCX hab ich mich nur einmal rangewagt. Aber bei soviel Elektronik hab ich gar keine Lust mehr gehabt durchzuschauen, nicht mal scharf stellen kann man ohne Strom. Ein Freund der seit über zehn Jahren ein 12" LX 200 hat, meinte die Optik sei bei weitem nicht so gut wie er es von seinem Gerät kennt. Kann ich aber selber nicht beurteilen.

Was mich persönlich massiv enttäuscht hat, waren die aufgestellen Pentax Refraktoren. Ganz eindeutig zu erkennen, dass dort erst die photographische Eignung kommt, dann das Visuelle. Visuell wirklich übel für ein so teures Gerät. Wo doch gerade der 105 SD also Supergerät für visuelle Zwecke und Fotografie angepriesen wird.
Sind halt einfach Astrokameras, egal ob SD, SDHF und wie sie alle heißen!


Tobias
 
Hallo Uwe,
vielen Dank für die Einladung, die werde ich auf jeden Fall und gerne annehmen. Ich nehme dann natürlich meinen kleinen 4-Zoll-Apo mit, auch wenn der gegen dein Equipment wohl mehr als alt aussehen dürfte...
Vielleicht ergibt sich in den Sommerferien was, vorher vielleicht auch, aber ich stecke im Moment tief in Arbeit.
 
Hallo Michael

Mir wurde berichtet, dass der 5" Takahashi quasi das beste Bild zeigte an diesem Abend und das neben dem neuen TSA die APOs als Referenz Teleskope dienten.
Auch das so ein großes Teleskop wie der 20" im Sommer bei diesen Temperaturen überhaupt nicht in ein Temperaturgleichgewicht zu bringen ist.
Das unjustierte und nicht ausgekühlte Teleskope besser abbilden sollen als ein Referenzteleskop kann ich nicht glauben.

Das nimmt wohl jeder auch anders war! Zu Teleskopen und ihrer Abbildungsleistung gibt es glaube ich genauso viel Meinungen wie der Mensch Haare auf dem Kopf hat.

Ich musste schon zu oft erleben, dass selbst langjährige und als erfahren geltende Sternfreunde Teleskope als "nicht schlecht" deklarierten und als ich das Teleskop am Interferometer nachgemessen habe, kam ich auf einen Strehl von 0.046. Auch habe ich schon gesagt bekommen, dass ja so viel mehr Details mit einem Teleskop zu sehen währen und als ich damit beobachtete, dachte ich für mich, da siehst du nicht mehr wie mit einem perfekten 4"APO. Auch sind mir schon superscharfe WW-Okulare unter die Augen gekommen, die dann doch gegen ein einfaches Plössel abstinken mussten. Auch hieß es schon das schlechte Seeing sei schuld am schlechten Bild und als ich das Gerät justiert habe, sah man schöne scharfe Bilder und ich stellte fest, der Besitzer hatte keine Ahnung von der richtigen Justage.

Also nimms bitte nicht persönlich, aber ich glaube nur noch einem Interferometer und meinen Augen!

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

als Referenz würde ich den Tak nicht mehr einstufen, er lieferte die schönste Übersicht über Jupiter und seine Monde, in allen anderen "Disziplinen" (Monddetails, DS, hochvergrößerte Planeten, Sonne im Weißlicht) geriet er aber ins Hintertreffen. Wie geschrieben war ich nicht der einzige, dem die Abbildung im Billigeimer aufgefallen ist, nur hat kaum einer durchgeschaut. Ist ja verständlich bei dem Fuhrpark, der noch rumstand; hätte ich nicht einfach mal ausprobieren wollen, wie die Sitzposition bei so einem kleinen kurzen Dobson ist, hätte ich das "unglaubliche" auch nicht gesehen.

Im 20" habe ich nur Jupiter (viel zu hell) und den Ringnebel angeschaut und letzterer war für die Verhältnisse beeindruckend gut aufgelöst. Als Referenz würde ich eher den 10" ICS ansehen, der den besten Allrounder darstellte.

Also nimms mir nicht übel, aber ich glaube weder dem Interferometer noch dem Internet sondern nur noch meinen Augen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Viele Grüße,
Michael
 
Hi Michael,

ein 8" f4 am Planeten gut oder besser als TAK 128? der hat doch zuviel Obstruktion, schon ein 8" f6 mit über 20% obstruktion wird aber etwas weich bei Planeten. Dann kommt noch das miserable Bild von der Fangspiegel-Spinne. Der TAK war vielleicht nicht gut oder eine gurke. Bei uns hat einer den 128 TAK und der ist schon bei Jupiter besser schärfer mit mehr Kontrast als ein 8-Zoll Newton oder ein C8, bei nicht perfekten Seeing.

cs cona
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Cona,

sorry, aber die 20% Obstruktion als "Weichmacher" siehst weder Du noch ich, noch sonst jemand den ich kenne.
30-35% sieht man schon, zumindest bei kleinen Spiegelsystemen, um so erstaunlicher, dass gute kleine F/4 Spiegel durchaus schöne Planetenbilder liefern.
Da sind andere Ursachen im Spiel, grob gesagt mangelnde Qualität, wenn so etwas wie "Weichzeichner" bei 20% obstruierten Systemen auftrtt.
Das miserable Bild der Fangspiegelspinne mag Dir so erscheinen, ich sehe bei Hochvergrößerung
die vier leicht helleren Balken meiner extrem dünnen Vierarmspinne auch, sie nehmen der Planetenscheibe an sich aber keinerlei
Kontrast, dem Mond schon gar nicht und spielen bei DS nicht die geringste Rolle.
Eine sehr wirkungsvolle und günstige Gegenmaßnahme ist der Einbau einer gebogenen Dreiarmspinne, falls
man sich an den "Spikes" wirklich stört. Bei richtiger Auslegung werden die "Beugungserscheinungen"
in den visuell nicht erfassbaren, absolut unsichtbaren Bereich gestreut.
Ja, sie sind nicht weg, sie werden nur verteilt, ist aber reine Nervensache. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Michael

Ja, das ist wohl das Beste wenn man nur seinen Augen traut!

Das muss ja eine gute Gelegenheit gewesen sein bei ICS mal alle möglichen Röhren miteinander vergleichen zu können!
Ich habs mir auch überlegt hinzufahren, doch war ich zu faul dazu, zumal Teleskopkäufe bei mir in nächster Zeit gestrichen sind und da besteht ja akute Gefahr wieder schwach zu werden!

@Fritz
August gibt es nicht mehr viel zu sehen außer Sonne und Mond. Jupiter verabschiedet sich nun auch langsam aber sicher, da ist August aber höchste Eisenbahn. Da müssten wir ja schon um ca 19:00 loslegen. Mit der Montierung finde ich natürlich den Planeten, doch mit dem Dobson wird es nicht ganz leicht werden am Taghimmel.
Aber du kannst natürlich kommen wann du willst!

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

da hast Du recht, so ein Tag der offenen Tür weckt schnell Begehrlichkeiten (bei mir v.a. das Nagler Zoom 3-6mm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />). Aber es hat sich trotzdem gelohnt, alleine wegen der guten Atmosphäre und dem angeregten Erfahrungsaustausch, der allerorten stattfand <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />. Und natürlich wegen der Möglichkeit, durch ausserordentlich gute Optiken durchschauen zu können.

Es zeigt sich halt immer wieder, daß jeder mit seinen eigenen Augen entscheiden muß, was für ihn am besten ist. Nichts ersetzt den eigenen Blick durchs Teleskop. Im Übrigen (@cona) glaube ich nicht, daß der Tak eine Gurke war, dafür hat er an anderen Objekten ein zu sauberes Bild geliefert.

Viele Grüße,
Michael
 
Das beste Bild lieferte zur allgemeinen Überraschung derer, die sich überhaupt hinab begaben, durch dieses Teleskop zu schauen, der kleine 8"f/4 Taiwan-Dobs.

... und das der anderen, die bei so vielen schönen teuren aufgestellten Teleskopen mal durch die Taiwan-Büchse geschaut haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Mal Durchschauen reicht eben nicht. Davon kommen wohl die vielen Legenden, daß größere Optiken weniger zeigen als kleine. Irgendeinen Trost für die Besitzer kleiner Instrumente muß es aber auch geben.

Man muß sich schon die Mühe machen, Einzelheiten zu beobachten und wenn möglich zu zeichnen. Wenn man am nächsten Tag dann noch von anderer Quelle gute Fotos bekommt, kann mal mal nachschauen, was man an welchem Instrument sah. Bei solchen Vergleichen ist bei mir noch nie eine deutlich kleinere Öffnung besser weggekommen.

Ein nichtjustiertes Instrument oder ein nicht ausgekühltes kann man natürlich in einen solchen Vergleich überhaupt nicht einbeziehen. Newtons benötigen Lüfter, auch das sollte klar sein.
 
Hallo Uwe,

schade, daß Du keine PNs annimmst, deshalb nur kurz: Du darfst unter "durchschauen" natürlich "beobachten" verstehen; beide Geräte, sowohl der Tak als auch der Galaxy, waren frei zugänglich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> und ich habe dies ausführlich genutzt.

Ich halte es für keinen guten Stil, jemandem mirnichtsdirnichts die Möglichkeit zu genauer Beobachtung abzusprechen nur weil einem das Ergebnis nicht gefällt. Hättest Du den Thread aufmerksam verfolgt, wäre Dir vielleicht aufgefallen, daß meine Beobachtung gegenläufig zu der von Uwe (Quanten) ist, daß ein 5" Apo mehr zeigt als ein 8" Newton.

Ich zweifle seine Beobachtung aber nicht an, das ist der Unterschied.

Hättest Du mein Profil angeschaut wäre Dir wohl auch aufgefallen, daß ich keinen Trost in kleinen Instrumenten suchen muß: es war nur ein einziges größeres aufgestellt (das mir aber aus praktischen Gründen aber viel zu groß wäre).

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michael

Hättest Du den Thread aufmerksam verfolgt, wäre Dir vielleicht aufgefallen, daß meine Beobachtung gegenläufig zu der von Uwe (Quanten) ist, daß ein 5" Apo mehr zeigt als ein 8" Newton.

Bitte auch du genauer lesen!

Der Newton zeigte das gleiche wie der 5,2“TMB APO, jedoch meinte ich in Momenten besserer Luft diese Strukturen im EZ zum SEB besser aufgelöst zu sehen.
Was jedoch auffiel, das Jupiterbild erschien im Newton relativ gesehen, zu den Apochromatenbilder etwas flau und blass, was sich noch mit voranschreitender Dämmerung verstärkte, da die FS-Spinne mit zunehmender Himmelhintergrundschwärzung mit ihrem Streulicht immer deutlicher zu Tage trat.
Die ganze Farbwiedergabe war nicht so intensiv wie bei den Apochromaten, so dass der GRF zwar deutlich zu sehen war, doch relativ farblos. Auch waren die Farbunterschiede im NEB nicht so leicht auszumachen wie im APO. Auch war die Blau-Graustruktur um den GRF nur schwer auszumachen.

Wie du siehst habe ich geschrieben, dass ich in Momenten besserer Luft diese Strukturen im EZ zum SEB besser aufgelöst sah im Newton als im APO. Nur war das Bild im APO besser definiert!

Zu dem 8" f/4 möchte ich noch etwas sagen. Es mag schon sein, dass dieser Billignewton ein gutes Bild zeigte! Doch sehe ich darin wieder die Gefahr, dass dies ein ausgesucht gutes Exemplar war und zudem von Könneren bestimmt 100% justiert wurde. Da können eben Händlerinteressen dahinterstecken, so wie es verstärkt bei der Einführung von den Billignewtons der Fall war. Da tauchten nur noch Zertifikate mit 0.90 und 0.99 Strehl auf und alle Welt stürzte sich auf diese Newtons. Das es aber auch genügend Exemplare mit weit unter 0.80 Strehl gibt, sogar mit 0.04, davon will keiner was wissen.

Gruß Uwe
 
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