Jupiter in der Schönwetterphase 1.3. bis 9.3

Hallo
Ralf
Also 20min schafft das Programm das habe ich nun rausgefunden
dddd.jpg

Wie bekommt man nun die Ränder weg ?

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

wie Ralf schon schreibt. Versuche mal LuckyStackWorker. Damit kann man auch die Ränder bearbeiten. Alles relativ einfach in einem Tool.

CS Jochen
 
Moin Ralf,
was mir noch nicht klar war…
Du hast zwei verschiedene Kameras mit unterschiedlichen Pixeln/Sensorgrößen eingesetzt. Daraus schließe ich, dass mHv Winjupos die Bilder verschiedener Imagetrains „gleichnamig“ gemacht werden?

Darüber hinaus interessiert mich das weitere Winjupos-Prozedere, leider habe ich wohl zu wenig Video-Sequenzen um die sektorweise Derotation bzw Stacken auszuprobieren.

Herzliche Grüße
Thomas
 
Hallo zusammen,
kommen wir nun zum Schluss dieser außergewöhnlichen Woche.
Am 9.3. war das Seeing seltsam. Zunächst dachte ich, dass ich nicht richtig kollimiert hätte, aber einige Videos waren sehr scharf und gut und dazwischen gab es viele mit Doppelbildern und ganz breiten Randstrukturen. Ich schätze, das waren irgendwelche Winde in der oberen Atmosphäre.
Mit Rotfilter sah es noch ganz gut aus, ich konnte viele der gestackten Bilder verwenden. Später hatte ich es dann mit Grünfilter für die Luminanz versucht, in der Hoffnung, noch etwas mehr Schärfe herauszuholen. Ein Teststack zeigte auch wunderbar und auch wirklich schärfer diese Wirbel hinter dem GRF. Ich war hellauf begeistert. Leider musste ich dann später feststellen, dass genau diese Minute die allerbeste war und der Rest doch deutlich an Qualität verlor. Am Ende habe ich nur 7 Filme verwendet und das Ergebnis ist zwar nicht schärfer als mit Rotfilter, aber der Weg stimmt.
Und hier die Bilder:
+ju-9-3-2026_19-19.jpg

+ju-9-3-2026-G-rgb.jpg


So, das war's. Meine bisher wohl beste Planetenwoche. Schön, dass ihr bis zum Schluss durchgehalten habt, und vielen Dank für die Likes und eure Kommentare.
VG ralf
 
Daraus schließe ich, dass mHv Winjupos die Bilder verschiedener Imagetrains „gleichnamig“ gemacht werden?
Hallo Thomas,
das verstehe ich nicht. Du hast ja eine Maske in WinJupos. Diese passt du an den Planeten an. Die Pixelgröße etc. spielt da keine Rolle und das Prog kann alles stacken, was eingemessen ist.
Diese sektorweise Derotation, also rechte Seite und linke Seite einzeln, ist im Grunde eine Bastelei, die gar nicht so wahnsinnig viel bringt. Am Ende bei den allerbesten Filmen vielleicht das i-Tüpfelchen, aber ich würde an deiner Stelle erst mal darauf verzichten und unter 30 Min. bleiben. Da klappt das ganz normal und ganz gut.
VG ralf
 
Danke Ralf,
dass wir daran Teil haben durften ;-))
was mich betrifft, so habe ich hier einiges - außer den hervorragenden Bildern - mitnehmen können :y: :):jupiter:
... und die verschiedenen Kamerasensoren... bei der Aufnahme den Imagetrain gewechselt und in Winjupos "gleichnamig"/auf einander resampled???
(das lässt mir irgendwie keine Ruhe)
HG
Thomas
 
Danke, Jochen.
Nochmal allgemein etwas zu KI-Tools:
Ich habe viel experimentiert, allerdings nur mit der kostenlosen Testversion von Topaz DeNoise. Ich habe da auch keine Berührungsängste. Ist das Werkzeug nützlich, dann benutze ich es, wenn nicht, dann nicht. Man kann mit einem Hammer schließlich jemandem den Kopf einschlagen oder auch ein Nägelchen in die Wand. Zunächst dachte ich, dass das etwas bringt für die Schärfe oder Details. Aber das tut es nicht. Definitiv nicht mehr Details, und bei dem Kontrast der Strukturen sah das erst einmal immer etwas besser aus. Aber auch das war eine Täuschung, denn ich konnte mit Fitswork und PS das Gleiche erreichen. Trotzdem mag es für den ein oder anderen womöglich nützlich sein. Aber bitte erst einmal lernen, wie fest man zuschlagen muss, sonst geht es in die Hose.

VG
Ralf
 
Hallo Ralf
So wie ich das verstehe hast du 60 mal 1min Bilder von Jupiter gemacht . Die hast du alle addiert.
Davon hast du 7 Bilder genommen ( die besten ) und die hast du derotiert ..

Habe ich das so richtig verstanden .

Gruß Frank
 
Hallo Frank,
noch mal mein ganzer Arbeitsprozess: ich habe 60 mal 1 Minute gefilmt. Monokamera mit Rotfilter. Davor und danach, (mittlerweile auch in der Mitte) je 3-5 mal 1 Min. mit der Farbkamera. Diese Filme werden gestackt und die Summenbilder geschärft. Das passiert als Stapelverarbeitung in Photoshop. Dann schaue ich mir die 60 SW-Bilder an und entscheide, wie viele ich gebrauchen kann. Diese werden dann eingemessen, derotiert und Winjupos stackt sie zusammen auf ein Bild. Oft sind die Ränder schlecht, dann stacke ich nochmal einige Bilder ohne Derotation und ersetze den Rand. Die Farbbilder werden alle in WinJupos eingelesen und derotiert, ich wähle als Referenz natürlich den Zeitpunkt des Monobildes. In PS füge ich dann die reine Farbe ohne deren Luminanzanteil in das Monobild ein. Zusätzlich, weil das Monobild in Rot den GRF und einige Strukturen sehr hell macht, wird das - oft deutlich schlechtere - Farbbild überschärft und weichgezeichnet und zu 50% der Luminanz unterlegt. So erreiche ich die Anmutung eines echten RGBs (näherungsweise)
Bis zu Gesamtbelichtungszeiten von 30 Min. mache ich nicht mehr. Bei einer Belichtungszeit von 60 Min. oder sogar mehr kommt aber Winjupos nicht mehr mit. Dann lasse ich mir die derotierten Bilder ausgeben. Die sehen teilweise sehr witzig aus, und ich teile sie in 2 Hälften. Jeweils eine Seite stacke ich dann wieder in Autostakkert, für die Mitte nehme ich dann alle Bilder und dann bastle ich die 3 Bilder zusammen.
VG ralf
 
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