Jupiter mit der DMK21 und einfachen RGB-Filtern

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Mohr

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Am 19.6.09 habe ich mit der DMK21 S/W USB -Kamera zur Unzeit 04:00 den Versuch gewagt, mit einer S/W Kamera ein Farbbild vom Jupiter zu produzieren.
Standort: Salem Bodensee
Bedingungen: leichte Schleier aber relativ gutes Seeing
OTA: Intes Micro M715 mit 2,7m BW
CCD: DMK21
je 3000 Bilder R/G/B-Filter und 3000 Bilder Luminanz; das sind >10 GB AVI-Material.
Aus diesen 12.000 Bildern habe ich mit GIOTTO 4 FIT-Images produziert.
Postprozessing mit Giotto, danach die Kombination der RGBL-Anteile mit Fitswork.
Ich muß dazu sagen, dass der rettende Tip mit Fitswork von Roman aus Berlin kam; NOCHMALS DANKE AN ROMAN!
Das Ergebnis ist noch nicht perfekt aber meiner Meinung nach brauchbar (Anhang)
Für "vernichtende" Kommentare bin ich dankbar.
beste Grüße vom See
Hans
 

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12000 Bilder :o
Das ist heftig. Wie groß war denn die Framerate?
Ich schätze mal, dass du eine Gesamtbelichtungszeit (inklusive Filterwechsel) von weit mehr als 2 Minuten hast.
Wenn das stimmt, wirst du kaum ein schärferes Bild mit der Methode hinbekommen, da der Jupiter ja eine recht kurze Rotationszeit von rund 10 Stunden aufweist.

Im Allgemeinen wird gesagt, dass man max. 90 Sekunden bei Jupiter belichten sollte (abhängig von der Brennweite). Dazu gab es hier schonmal einen Thread:
Guckst du

Vielleicht hilft dir das ja weiter?
 
Hallo Frank,
vielen Dank für die kritische Betrachtung.

Du hast sicherlich recht, bei jeweils 3000 Bildern für jede Farbe und noch einmal 3000 für Lum. plus Filterwechsen (mit Rad ca 8-10 sek/Filter) macht sich trotz der hohen Bildrate mit 60 Bildern / sek die Rotation des Planeten bemerkbar.
Ich habe zwischen den Filterwechseln noch nachjustiert, da die recht einfachen Filter doch Schichtdicken und Lagedifferenzen haben.

Bei den time-stamps der AVIs zeigt sich, dass bis zu 7 Min. vom ersten bis letzten AVI vergangen sind; das ist eindeutig zu lang.

Ich werde beim nächsten guten Seeing AVIs mit 1000 Bilder und ebenfalls 60 Bilder/sek nehmen. Da müsste ich in der Lage sein, eine RGBL-Session in 1/4 bis max 1/3 der Zeit aufzunehmen.
Das wäre dann -bezogen auf die schnelle Rotation des Planeten - zwar immer noch hart an der Grenze, ich sollte aber schärfere Bilder erhalten.

Der link zu Jan Freremey war wertvoll.

In der Summe gesehen ist die DMK21 deutlich besser als eine Webkamera und ich denke, dass ich das wahre Potential der Kamera erst wenig ausgenutzt habe.

Ich bleibe am Ball.

Hier ist noch ein Link zu meiner HP: www.salem-astronomie.com

beste Grüße vom See

 
Zur Unterstützung der Diskussion habe ich noch zwei Bilder des Jupiters mit ca.1 Stunde gegenübergestellt.
Die Lageänderung des GRFs bedingt durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit ist deutlich erkennbar.

Fazit:
Bei der Verwendung einer monochromen Kamera mit RGB-Filtern & Lum.-Kanal ist eine max. Bildwiederholungsrate und 500 bis max. 1000 Bildern/AVI angesagt, um eine ausreichende Schärfe zu erreichen.

Hans
 

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