Jupiter-Studie: Auswirkungen des Seeings

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Hallo Jan,

ein wichtige Ergänzung zu meiner Aussage zur Wellenlängenabhängigkeit des Seeings weiter oben:
Rot ist gut, IR ist besser! Es gibt ein Optimum, bevor im langen IR die Beugung dominiert
Das gilt nur für Langzeitbelichtungen. Also Sekunden oder länger.

Für "eingefrorenes" Seeing im Millisekundenbareich gilt das nicht.
Allerdings steigen im IR die Chancen auf ein scharfes Bild (Verwendungsraten!) teilweise enorm.
(weil das Verhältnis D/r_null kleiner wird, siehe Fried-Paper)
Wobei diese IR-Bilder weniger scharf sind, als wenn man im visuellen aufnimmt.
Es ist ein Trade-off zwischen Verwendungsrate und Schärfe.

Eine Frage:
Welche Möglichkeiten gibt es, die scharfen Bilder zu selektieren. Sagen wir 1 in 1000.
Alle einzeln anschauen?

Viele Grüße
Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,
ok, ob Zittern oder nicht werde ich bei nächster Gelegenheit feststellen. Mit der Bewegungsunschärfe hat du recht, Thommy, aber Flavio zeigt, dass dies wohl vernachlässigbar ist bei entsprechender (nicht zu langer) Brennweite.
Bzgl. Raster, dass ich bei sehr kurzer Belichtungszeit <1ms auch habe mit der ALCCDL-5II aber mit einem Flat etwas in den Griff bekomme - siehe http://imageshack.com/a/img600/7141/zg0u.jpg
Das müsste doch eigentlich mit Giotto nicht auftreten, da hier nur "dumpf" gestackt wird und nicht auf Pixel geachtet wird. Vielleicht könnt Ihr das ja mal testen.

 
Zitat von fraxinus:
Allerdings steigen im IR die Chancen auf ein scharfes Bild (Verwendungsraten!) teilweise enorm.
(weil das Verhältnis D/r_null kleiner wird, siehe Fried-Paper)
Hallo Kai,

Dank Dir für diese hilfreiche Anmerkung! Das hat mich in der Tat veranlasst, diesen Gesichtspunkt in einen neuen Thread auszulagern, wo ich auch prompt auf den erwarteten Widerspruch gestoßen bin.

Zitat von fraxinus:
Welche Möglichkeiten gibt es, die scharfen Bilder zu selektieren. Sagen wir 1 in 1000.
Bisher ist mir das nur einmal in Verbindung mit dem Mondkrater Kopernikus gelungen, siehe hier, Eingabe #762484 - 2010-11-04 21:11:05. Dort hatte ich zunächst auf der Basis eines bestimmten visuellen Auswahlkriteriums 45 von 659 Videoframes in die engere Wahl gezogen und von diesen auf der Basis eines zweiten Auswahlkriteriums am Ende ganze 12 von 18 Frames für den Stack ausgewählt. Das Bildergebnis kam in diesem Fall deutlich besser heraus als die Summenbilder aus automatisierten Stackprogrammen. "Besser" heißt hier insbesondere, dass die Beeinträchtigung der Bildqualität durch Bildüberlagerungen (Geisterbilder) erheblich reduziert war.

Es wird vermutlich ungleich schwieriger sein, geeignete Auswahlkriterien für Planeten zu finden und diese dann möglicherweise auch noch in einem automatisierten Stack-Verfahren zu implementieren.

Gruß, Jan
 
Liebe Sternenfreunde,

ich bin gerade dabei, das Equipment von Flavio nachzubauen.
Dazu soll mir eine ALccd5Lc und mein 12"-Meade als Grundlage dienen. Nun bastel ich gerade an einem Aapter, der die ALccd5Lc vor ein beliebiges Okular bringen kann.
Die Alternative wäre eine EQ-Plattform. Dazu konnte ich mich aber noch nicht durchringen.
 
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