Jupiter und Saturn 23.09.2020

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Oreoluna

Aktives Mitglied
Heute Abend ergabs sich eventuell eine der letzten Gelegenheiten, Jupiter und Saturn abzulichten. Seeing war bescheiden und die Durchsicht... naja, feiner Schleier, der am Mond einen ordentlichen Hof bildete.

Jupiter mit den Monden: links Ganymed rechts Io um 21.14h MESZ Az/H 19°
23.09.2020 2014h MESZ.png



Satrurn mit den Monden: rechts Tethys und weiter aussen Rhea, unten links Dione und ganz unten links am Rand der Bolzen Titan. 2026h MESZ Az/H 20°
23.09.2020 20.26h MESZ.png


CS Jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
Den "kleinen" wollte ich dann noch etwas später aufsuchen. Der Himmel war konstant mit einer Hochnebelschicht bezogen, die aber grade noch transparent genug war, den Kleinen zu sehen.....

24.09.2020 um 00.15h MESZ Az/H 36°. Schon bald nach dieser Aufnahme war Schluss mit lustig den der Himmel machte dicht.

23.09.2020 00.15h MESZ.png


Immerhin ein AVI gab es und man erkennt, DAS IST DER MARS :p
CS Jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Holger.
Also ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass bei dem tiefen Stand, aus welchen Gründen auch Immer, die 6" Öffnung bei den verwendeten 3`000mm Brennweite, kombiniert mit dem ADC und der ASI290mc + IR Blockfilter, das einzige Mittel ist, um gute Resultate zu erzielen. Wie schon öfters geschrieben, mit meinem C11 komme ich da nicht mal annähernd an solche Ergebnisse.
Und Gestern war es echt riiiichtig schwierig, da die Durchsicht dermassen derb war. Siehe nur Mars..... der kriegte erst recht die Spitze des diffusen Himmels ab.
CS Jozef
 
Ich hatte an diesem Abend noch kurz auf den Mond gehallten.... Dieser war in einer diffusen Schicht eingehüllt, wie die Planeten oben auch, und bildete einen schönen Lichthof um sich. Dazu kam noch, dass der Mond sehr tief stand, nämlich bei Az/H 14°

20.42h MESZ Posidonius
23.09.2020 20.42h MESZ.png


20.44h MESZ Theophilus und Co.
23.09.2020 20.44h MESZ.png


20.52h MESZ Janssen
23.09.2020 20.52h MESZ.png


Auch diese Aufnahmen entstanden mit der Colorcam ASI290mc + IR Blockfilter.
CS Jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jozef,

mich überrascht bei Deinen Saturn Aufnahmen immer die durchgängig deutliche Cassini Teilung und das ohne IR Pass Filter.
Wenn ich dagegen meine Aufnahmen mit Asi120mc ansehe, da ist die immer unscharf.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger.
ich machte überall die selbe Erfahrung mit dem IR Pass Filter (Baader), ob Mond Jupiter Saturn oder Mars.... einfach unscharfer Brei! Probiere es doch mal mit dem IR Blockfilter (UV/IR Blockfilter nennt sich dieser nun bei TS) mit dem mache ich alles und keinen weiteren Filtern.
Den Saturn hatte ich grade nochmals überarbeitet, und in drei Bilder zur Kollage zusammengestellt. Das invertierte Bild z.B. zeigt, dass der C-Ring auch komplett vorhanden ist, und die Cassini-Teilung kommt noch feiner und besser zu Geltung.

Saturn 23.09.2020 20.26h MESZ Übersicht.png


Beste Grüsse Jozef
 
Hallo Jozef,

schöne Bilder, auch vom Mond. Sieht man diese Tage selten, wenn man nicht gerade den abnehmenden Mond erwischt. Der Mond steht ja sehr tief.




Ich habe auch einen IR-Pass Filter von Baader und nutzte ihn nur ungern, da die Auflösung hier schon deutlich schlechter wird als im Rotfilter. Die Airy Disc ist dort größer und das merkt man als gröbere Details insbesondere an Planeten.



Viele Grüße
Christian
 
Hallo Jozef,

ohne IR Pass geht bei mir nicht viel. Ist wirklich so an meinem 12" Dobson.
Hier z.B. ein Saturn vom 17.07.20. Aufnahme mit Asi120mc und direkt danach mit Asi120mm und IR Pass:
Saturn_170720_020332_vergleich.jpg

Die Asi120mc hat ja einen UV/IR Cut verbaut. Auch mit der Asi120mm & Astronomik IR Cut Filter sieht es nicht besser aus.
Beim Saturn war bei mir der IR Pass auch immer besser als nur der Rg610 Rotfilter.
Beim Mars müsste ich das mal ausprobieren. Aber ich vermute, dass auch da der IR Pass bei mir etwas besser abschneidet als nur der RG610.

Bei mir ist das ja kein seperater IR Pass-Filter. Ich nutze ja das IR Leck des TS47 aus und kombiniere den Filter mit dem RG610.
Da bei Dir mit Sperrfilter aber auch so scharfe Bilder rauskommen, muss es wahrscheinlich auch mit dem verwendeten Equipment zusammenhängen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger.
...... Hm, verwendest Du einen ADC? Sieht eigentlich nicht danach aus bei deinem "bunten" Saturn. Ein ADC korrigiert ja nicht nur die entstandene Farbverschiebung sondern bringt dadurch auch zwingend mehr Schärfe ins Bild.
Siehe hier!
CS Jozef

Summenbild (Ausschnitt)
2026 Summenbild.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jozef,

an den ADC hatte ich inzwischen auch gedacht, den habe ich nämlich nicht und je tiefer der Stand desto mehr macht der sich wohl bemerkbar.
Allerdings waren bei meinen füheren Filtertests auch die Bilder mit Asi120mm und Grünfilter deutlich schlechter als im IR und da sollte der ADC eigentlich kaum noch eine Rolle spielen.

Noch recht gut war die Kombi RG610 mit IR-Cut. Das ist ja dann schon ein sehr enger Durchlass. Die Cassini Teilung war deutlich besser zu sehen allerdings immer noch etwas schlechter als bei derKombi TS47/Rg610 = IR-Pass.
So meine Erfahrungen mit dem 12" F5 Dobson. Bei kleineren Öffnungen könnte die Sache wohl wieder anders aussehen, keine Ahnung. Und z.B. 2016, bei höherem Planetenstand, ging ja schon mit Asi120mc am 8" Dobson mehr.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

der ADC macht sich auch umso mehr bemerkbar, je größer die Öffnung ist. Deswegen dürfte ein ADC an Deinem 12" beim jetzigen Tiefstand von Saturn wirklich viel bringen. Ein 12" von Strehl 1.0 wird durch die a. Disp. schon bei 20° Zenitdistanz auf Strehl < 0.9 gedrückt. Saturn hat aber 70° in unseren Breiten. Da reden wir dann von Strehl < 0.5 (wenn die Optik eigentlich Strehl 1.0 hat).

Gruß
Stephan
 
Hallo Niki! Die atm. Disp. zieht ja das punktförmige Bild des Objekts zu einem länglichen Spektrum auseinander, bei dem das blaue Ende Richtung Zenit zeigt. Nach meinem Verständnis geht es jetzt um das Verhältnis der Länge dieses Spektrums zum Durchmesser des Beugungsscheibchens. Je kleiner das Beugungsscheibchen ist bzw. wäre, desto mehr wird der Strehlwert der ja dann entsprechend größeren Öffnung reduziert, weil statt Beugungsscheibchen ein viel längerer "Spektrum-Strich" abgebildet wird. Bei Flächenobjekten gilt das analog. Das heißt nicht, dass jetzt die größere Optik schlechter abbildet als die kleinere, sondern, dass die größere Optik dispersionsbedingt ihre von Haus aus höhere Abbildungsleistung nicht mehr bringen kann, während die kleinere Optik erst wenig beeinträchtigt ist, weil die Länge des Dispersionsspektrums ggf. noch kleiner als deren Beugungsscheibchen ist. Je tiefer ein Objekt steht, desto länger ist das Spektrum, zu dem es auseinandergezogen wird. Gruß Stephan

Link
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach meinem Verständnis geht es jetzt um das Verhältnis der Länge dieses Spektrums zum Durchmesser des Beugungsscheibchens.

Ah, stimmt! Die Dispersion selbst ist ja für unterschiedliche Teleskope an einem gegebenen Beobachtungsort nicht größer oder kleiner, aber die Airy Disk ist kleiner bei größerer Öffnung. Und da der Winkel der Dispersion gleich ist, ändert sich das Verhältnis Durchmesser (Breite) zu Länge. Alles klar.

"Obviously, in terms of lateral color error, larger apertures with smaller Airy discs will be affected more than smaller apertures." steht auch bei Other air and atmosphere related errors

Danke! :y:

lg
Niki
 
Hallo,

hm, so weit ich weiß steigt zwar das Auflösungsvermögen mit der Öffnung an, aber der Durchmesser der Airy-Disk wird dabei nicht unbedingt kleiner, denn der ist m. W. nur von der Wellenlänge des Lichts abhängig und umgekehrt abhängig vom Öffnungsverhältnis der Optik - nicht jedoch von deren Öffnung. D.h. mit abnehmendem Öffnungsverhältnis wird die Airydisk größer.

M.a.W. bei gleicher Wellenlänge zeigt z.B. eine Öffnung von 50mm bei f/2 kleinere Airy-Disks als eine größere Öffnung von z.B 250 mm die nur f/10 hat, wobei jedoch die Auflösung bei letzterer höher ist, d. h. deren größere Airy-Disks weiter auseinander liegen. D.h. bei nahestehenden Sternen erschienen deren durch AD hervorgerufene Minispektren mit größerer Öffnung aufgrund deren höherer Auflösung/Spreizung einfach nur besser voneinander getrennt.

Die Minispektren wären also bei gleicher Deklination immer gleich lang, ihre jeweilige Höhe bzw. Breite stiege mit abnehmendem Öffnungsverhältnis, und ihr Abstand untereinander stiege mit größerer Öffnung. Mit größerer Öffnung wären die Proportionen der Spektren bei gleichbleibendem Öffnungsverhältnis also nicht verändert, sondern sie wären dann nur weniger überlagert und damit besser differenziert sichtbar.

Weil ein SC aber nicht nur besser auflöst, sondern auch ein geringes Öffnungsverhältnis mit größeren Beugungsscheibchen hat, erscheinen die Spektren daduch außerdem vergleichsweise auch noch höher/breiter als im kleineren, schnelleren Refraktor, der sie demgegenüber schmäler macht und dichter drängt .

Wenn ich mich täuschen sollte aber bitte gerne korrigieren...

Gruß,
Mathias
 
abhängig vom Öffnungsverhältnis der Optik

Da hast Du recht:
d(airy) = 2,44 * λ * ( f / D ) in mm
d(airy) = 2,44 * λ / D in rad
Der Winkeldurchmesser der Airy Disc ist eine Funktion der Öffnung, d.h. bei verschiedenen Brennweiten ist das Beugungsscheibchen verschieden groß bei gleicher Öffnung. :)

Die Minispektren wären also bei gleicher Deklination immer gleich lang

Genau, so sehe ich das auch.

lg
Niki
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben