Hallo,
hm, so weit ich weiß steigt zwar das Auflösungsvermögen mit der Öffnung an, aber der Durchmesser der Airy-Disk wird dabei nicht unbedingt kleiner, denn der ist m. W. nur von der Wellenlänge des Lichts abhängig und umgekehrt abhängig vom Öffnungsverhältnis der Optik - nicht jedoch von deren Öffnung. D.h. mit abnehmendem Öffnungsverhältnis wird die Airydisk größer.
M.a.W. bei gleicher Wellenlänge zeigt z.B. eine Öffnung von 50mm bei f/2 kleinere Airy-Disks als eine größere Öffnung von z.B 250 mm die nur f/10 hat, wobei jedoch die Auflösung bei letzterer höher ist, d. h. deren größere Airy-Disks weiter auseinander liegen. D.h. bei nahestehenden Sternen erschienen deren durch AD hervorgerufene Minispektren mit größerer Öffnung aufgrund deren höherer Auflösung/Spreizung einfach nur besser voneinander getrennt.
Die Minispektren wären also bei gleicher Deklination immer gleich lang, ihre jeweilige Höhe bzw. Breite stiege mit abnehmendem Öffnungsverhältnis, und ihr Abstand untereinander stiege mit größerer Öffnung. Mit größerer Öffnung wären die Proportionen der Spektren bei gleichbleibendem Öffnungsverhältnis also nicht verändert, sondern sie wären dann nur weniger überlagert und damit besser differenziert sichtbar.
Weil ein SC aber nicht nur besser auflöst, sondern auch ein geringes Öffnungsverhältnis mit größeren Beugungsscheibchen hat, erscheinen die Spektren daduch außerdem vergleichsweise auch noch höher/breiter als im kleineren, schnelleren Refraktor, der sie demgegenüber schmäler macht und dichter drängt .
Wenn ich mich täuschen sollte aber bitte gerne korrigieren...
Gruß,
Mathias