Jupiter vom 10.3.14

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HansKirch

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Ein Jupiter vom 10. März, also nicht mehr ganz aktuell.
Daten:
C14, ASI120MM, DBK21 für die Farbe, Filter 742, FireCapture, 950 Bilder mit Autostakkert gestackt, mit Registax geschärft, weitere Bearbeitung mit Fitswork und PS.
Seeing war nach langer Zeit hier in der Nordeifel noch mal recht ordentlich.
 

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Hallo Hans,

eine schöne Aufnahme hier aus der Gegend, und interessant Deine Aufnahmetechnik mit zwei Kameras und den offenbar daraus resultierenden Farbunterschieden aufgrund der unterschiedlichen L-Komponenten. Bei meiner zwei Tage älteren Aufnahme (Osten ist bei mir rechts) in annähernd gleicher Winkelstellung des Planeten war das einfach nochmal der Rotkanal (Astronomik RGB Typ II) aus dem RGB-Set. Schön zu sehen auch die Veränderung der äquatorialen Wolkenbänder innerhalb dieser relativ kurzen Zeit zwischen den Aufnahmen.

Auf welche Weise wechselst Du denn die Kameras, und musst Du nach dem Wechsel nachfokussieren? Vielleicht kannst Du uns auch noch die Belichtungszeiten und Aufnahmedauern verraten?

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

die Methode mit zwei Kameras hat sich einfach so ergeben. Ich habe ein altes Notebook mit Firewire-Schnittstelle für die DBK.
(Gibt es so etwas heute überhaupt noch?)
Über ein neue Notebook läuft die ASI120MM. Alles eine Frage der Kosten. Ich habe auch schon mal mit RGB versucht, ist aber bisher wenig erfolgreich gewesen.

Bei der Aufnahme wechsle ich die Kameras schnell per Hand. Damit die Rotation des Jupiters sich nicht bemerkbar macht, dauert das ganze Prozedere nur ca. 120 sec.
Die Farbkamera fokussiere ich grob nach. Bei der Zusammenlegung der beiden Bilder - sw und Farbe - mittels Fitswork habe ich festgestellt, dass die DBK-Aufnahme im Wesentlichen nur der Farbgebung dient. Ob das so stimmt, weiß ich nicht, da mir einfach das Know-How der Technik fehlt und ich meist nach der Trial and Error-Methode arbeite.
Gestackt wurden 950 Bilder (Luminanz) und 300 (Farbe).

Hier die Daten der L-Aufnahme mit FireCapture:

FireCapture v2.3 (beta 08) Settings
------------------------------------
Camera=ZWO ASI120MM
Filter=L
Profile=Jupiter
Diameter=40.73"
Magnitude=-2.34
CMI=92.3° CMII=104.9° CMIII=288.4°
FocalLength=4050mm
Resolution=0.19"
Filename=130314_3_200435.avi
Date=130314
Start=200435
Mid=200506
End=200537
Duration=61s
Frames captured=3079
File type=AVI
Extended AVI mode=false
Binning=no
ROI=512x440
FPS (during start of capture)=50
Shutter=20.00ms
Brightness=0
Gamma=32
USBTraffic=40
Gain=69
Histogramm(min)=0
Histogramm(max)=165
Histogramm=64%
Noise(avg.deviation)=5.16
AutoAlign=false
PreFilter=none
Limit=none

LG
Hans

 
Hallo Hans,

vielen Dank für die umfassende Auskunft! - Bis vor kurzem hatte ich auch noch ein älteres Notebook in Betrieb, mit dem ich früher über Firewire und externes Netzteil die DMK21 betrieben habe und später die relativ langsame Chameleon über USB-2. Erst für die schnelle ASI120MM habe ich jetzt ein aktuelles Notebook angeschafft, das hat in der Tat keinen 1394-Anschluss mehr, dafür aber USB-3.

Statt des Kamerawechsels habe ich zwei Filterwechsel, d.h. von Grün nach Rot und dann nach Blau, brauche aber nicht nachzufokussieren und etwas mehr als 2 min für die drei Aufnahmen. Hier ist das Protokoll zu dem zeitlich in der Mitte angeordneten Rotkanal mit knapp 7000 Frames, den ich außer für die Farbe auch als Luminanzkanal mit maximaler Kontrastbearbeitung nutze:


FireCapture v2.2 Settings
-----------------------------
Camera=ASI120MM Camera (ZWO Design)
Filter=R
Profile=Jupiter
Diameter=41.37"
Magnitude=-2.37
CMI=59.6° CMII=110.0° CMIII=292.2°
FocalLength=3130mm
Resolution=0.26"
Filename=Jup_210409.avi
Date=080314
Start=210409
Mid=210439
End=210509
Duration=60s
Frames captured=6882
Binning=no
ROI=512x440
FPS (during start of capture)=114
Shutter=7.551ms
Gain=50
Brightness=0
Gamma=50 (off)
Histogramm(min)=0
Histogramm(max)=157
Histogramm=61%
Noise(avg.deviation)=1.87
AutoAlign=false
PreFilter=none
Limit=60 Seconds


Die flankierenden Farben lasse ich nur jeweils 30s lang laufen, da ich, ebenso wie Du es offenbar handhabst, das RGB nur zur "Kolorierung" des weitgehend ausgereizten Luminanzbilds einsetze. Die Verwendungsrate hatte ich mit jeweils 40% vorgewählt.

Die Qualität unserer Ergebnisse war wohl eher von den Sichtbedingungen als von den Möglichkeiten unserer Teleskope begrenzt, aber schön, dass wir bei annähernd gleicher Winkelstellung der polaren Systeme II und III aufnehmen und somit die deutliche Verschiebung des zentralen CMI-Bereichs um rund 37° (vgl. Protokolle) innerhalb der zwischen den Aufnahmen liegenden Zeitspanne von zwei Tagen sichtbar machen konnten.

Habe heute mal einen Blick auf Eure Astro-Website geworfen, das ist ja offensichtlich eine ganz muntere Truppe da in Monschau, sehr erfreulich!

Gruß, Jan

P.S. - Eben sehe ich, dass in Deinem FC-Protokoll nicht der 10. sondern der 13. März angegeben ist. - ?
 
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Sorry, Jan,
habe tatsächlich das falsche Datum geschrieben.
Ich habe in der Zeit zwischen dem 10. und 14.3. jede Menge Videos aufgenommen, weil, wie gesagt, das Seeing mal recht gut war, was bei uns gaaaanz selten ist. Die Festplatte hat auch schon gestöhnt. Datum, Uhrzeit, Aufnahmeparameter, irgendwann habe ich wohl den Überblick verloren.

Danke für das Protokoll, werde mich mal damit beschäftigen.

Hans
 
Hallo Hans,

der Jupiter gefällt mir ausgesprochen gut. Wirklich einer der besten Jupiter Aufnahmen die ich hier diese Saison hier gesehen habe.

Gruß JEns
 
Hallo Hans,

eine sehr detailierte Aufnahme, bemerkenswert! Ich meine am Planeten leichte blaue Ränder oben und leichte rote unten zu entdecken. Eventuell könnte eine Korrektur der Farblayer noch eine Optimierung sein?

Gruss Sascha
 
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