Kamera etc. mit Raspberry fernsteuern?

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Rennmaus

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Hallo,
Mein "Wunschaufbau" währe folgender: Ich habe meine Montierung, Kamera etc. draußen und die ganzen anschlüsse gehen in ein Raspberry Pi 3. Dann möchte ich das Raspberry über Bluetooth oder Wlan mit meinem laptop verbinden, sodass ich es von drinnen aus steuern kann. So wie Teamviewer.
Das war jetzt mein "Wunschaufbau". Was wäre den generell mit einem Raspberry Pi realisierbar? Ich meine, ich denke nicht, dass solche Softwares wie NINA oder PHD2 oder Sharpcap auf einem Raspberry laufen, oder liege ich da falsch.
Klar ist jedenfalls, ich würde gerne meinen Laptop drinnen haben und das raspberry draußen. Oder so in der Art.

Mfg
Christian
 
Hallo Christian,

schau mal in den von mir eröffneten Thread:
Projekt Raspberry 4 B gestartet

Zum RPi solltest Du wissen, wenn Du es nicht schon weißt, das Teil läuft unter Linux.
SharpCap gibt es nicht für Linux
PHD2 gibt es für Linux
NINA weiß ich nicht.

Auch würde ich raten, wenn der RPi erst noch angeschafft wird, zu der neuen Version Pi 4B mit 8GB zu wechseln.
 
Hallo Chriatian,
zusätzlich zu dem von Matthias genannten Projekt gibt es auch noch:
Stellarmate (Welcome to StellarMate) kostet aber als Download 49 Dollar, hat dafür aber guten Support und zusätzlich eine eigene App um per Tablett zu steuern, Teamviewer ist da per Knopf nachinstallierbar, normalerweise geht es über VNC
und
Astroberry (Astroberry Server) als kostenlose Alternative

Bei diesen Distributionen wird KStars mit Ekos verwendet (anstatt SharpCap) und du kannst zusätzlich FireCapture nachinstallieren (FireCapture on SM OS)

Viele Grüße
Tim
 
Ist Astroberry eine Linux Distribution? Wird da APT unterstützt? Die schreiben zwar was über APT, aber da ist kein Hyperlink zur Website, so wie bei den anderen...
 
Hallo,

wie schon erwähnt, RPi läuft nur unter Linux.
Es gab mal eine Windows Version die auf dem Pi lief, aber das ist dann im Sande verlaufen.

Es gibt andere Minicomputer die unter Windows laufen.

StellarMate wie auch Astroberry basieren auf Raspbian, dem Ursprungs-Betriebssystem für den Pi.
 
Das ist der Raspberry, kurz Pi oder RPi.
 
Gäbe es alternativen zum Raspberry Pi? Also, ich formuliere meine anfangs geschriebene Frage um: Welche möglichkeiten gibt es mein Equipment fernzusteuern, mit möglichst hoher Kompabilität? Ich weiß, ich habe da jetzt hohe ansprüche....
PS: Ich könnte mir ja vielleicht auch einfach ein 15 Meter langes USB-Kabel besorgen :ROFLMAO:
 
Jetzt habe ich eine Idee! Es gibt ja kabellose USB-Hubs. Wenn die in beide Richtungen übertragen können (was ich denke), sollte es doch möglich sein, die Software auf meinem Laptop im haus zu haben und nach draußen zu senden, über den USB-Hub. Die Bilder würden dann auf meinen Laptop übertragen werdenn. Ob da so gut möglich ist, weiß ich nicht, aber es klingt finde ich logisch...
 
Ich bin vom Pi wieder weg.
Hat aber bauliche gründe in meiner Wohnung.
Das WLAN des Pi kommt nicht gut genug auf meinem Balkon an.

Du kannst mit einem aktuellen Notebook unter Windows oder Linux arbeiten.
Ist natürlich kostenintensiver bei Neuanschaffung, als ein Pi.

Bei mir steht also das Teleskop mit dem ganzen Geraffel auf dem Balkon und daneben auf einem Tisch mein Linux-Notebook.
An den ist nur meine Asi direkt über USB 3.0 angeschlossen.
Montierung läuft über WLAN im Heimnetzwerk. Die Montierung bringt im Gegensatz zum Pi ein anständiges WLAN zustande. Warum auch immer.

Im Zimmer steht ein weiteres Linux-Notebook. Mit diesem greife ich mittels VNC oder X2Go auf das "Außen"-Notebook.

Im Prinzip also Austausch Pi gegen Notebook.

Geht natürlich auch mit Windows.
Unter Windows ist wohl ASCOM die gängige Schnittstelle.
Unter Linux halt INDI.
 
Ok, lese mir deinen schönen Text mal durch, danke! Und denkst du, das mit dem USB-Hub würde funktionieren?
 
Der von mir erstellte Thread enthält nicht nur "Text" von mir ;).
Da haben sich einige dran beteiligt. Habe das nur angestoßen.
Werde in den nächsten Tagen mal wieder einen Zwischenstand geben.

Wireless USB-Hub habe ich mich noch nicht mit beschäftigt.
 
Das der Rasperry Pi ziemlich empfindlich ist beim WLan Signal wenn ein falsches Gehäuse genutzt wird ist bekannt? Keines aus Aluminium! Und Bluetooth ausschalten bringt auch mehr Performance, alternativ 'nen Wifi Dongle dran.

Auf dem Feld Steuer ich alles per Smartphone (entweder VNC oder per App)... Zu Hause über meinen Rechner, dann dient der Rasperry nur als Indi Server. Überwiegend läuft der Rasperry aber alleine. Der 4er mit 4GB packt sogar Multistar Guiding ohne Probleme.

Mir reicht mein Newton und die Montierung, muss ich keinen Laptop noch mit mir rumschleppen.

CS

Ralph
 
Hallo Ralph,

habe es auch mit einem USB-WLAN-Stick mit Stabantenne ausprobiert, nicht so wirklich die Lösung.
Selbst bei dem jetzt verwendeten Notebook für den Balkon, sackt die WLAN-Leistung ab.
Aber sie bleibt stabil und auf einem vernünftigen Niveau, mit dem ich alles gut steuern kann.

Ich hatte nie vor das elektronische Geraffel mit auf den Acker zu nehmen.
Da gehe ich ganz "alte Schule" ;) mit dem Handcontroller zu werke.
Es ist und war immer nur für den Balkon gedacht und da ist das hin und her getrage kein Problem. Einmal mehr 5, 6m laufen.
 
Den Laptop benutze ich auch nur zuhause, wenn ich mal weggehe, kommt nur die Montierung und die Kamera mit (und evtl. eine Powerbank=)
Was ist denn so die aufnahme Software vom Pi? Also mit der ich meine Kamera verbinden kann und knipsen kann :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Laptop benutze ich auch nur zuhause, wenn ich mal weggehe, kommt nur die Montierung und die Kamera mit (und evtl. eine Powerbank=)
Was ist denn so die aufnahme Software vom Pi? Also mit der ich meine Kamera verbinden kann und knipsen kann :)

Die Aufnahmesoftware ist KStars/Ekos. Das ist eine AllInOne-Lösung. Du kannst einstellen, was du fotografieren möchtest, wie du fotografieren möchtest, die Einnordung wird unterstützt, das Fokussieren, das Auffinden erfolgt über Platesolving etc etc... das Schweizer Taschenmesser der Astrofotografie. Und das beste... Es ist Open Source.

@mbba18

Ich bin anders vorgegangen und habe meinen Handcontroller verkauft ;)

Bin theoretisch sogar schneller am fotografieren wenn ich Stellarmate nutze anstatt des Handcontroller.

Aufbauen, einnorden grob über den Polsucher. Polar Alignment Assistant zum genauen einnorden nutzen. Fokussieren über das Fokus Tool mit Hilfe einer Bahtinov Maske. Ziel über Platesolving finden. Eventuell Kamerawinkel neu einstellen und nachfokussieren. Autoguide starten. Aufnahmeserie starten. Fertig.

Ist aber Geschmackssache :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Christian,

bei DSLR kenn ich mich nicht aus.
Ich nutze eine ZWO Asi224. Die steuer ich mit verschiedenen Softwaren. FireCapture, Oacapture, Oalive (EAA-Software), AstroDMx.

Da man KStars/EKOS in der full-instalation drauf packt, also komplett mit INDI, geht eigentlich alles, auch meine Asi224, damit zu steuern. Schau mal auf die INDI-Seite, dort ist sämtliche Hardware aufgeführt die unterstützt wird.
Selbst meine nicht ganz so geläufige iOptron wird unterstützt.

Du musst aber KStars/EKOS nicht nutzen. Ist bei mir einfach deshalb drauf, weil ich mit dieser einen Installation alles drauf habe was zur Steuerung gebraucht wird.
Wenn der INDI-Server läuft, da gibt es auch eine kleine Starter-Software für, so das Du KStars/EKOS überhaupt nicht anfassen musst um Dein Geraffel anzusteuern.

Ich nutze meist Stellarium und FireCapture.

Letztendlich ist die Software Geschmackssache, je nach dem mit welcher man besser zu Rande kommt oder einem die Ergebnisse liefert die man haben möchte.
INDI ist halt wichtig, damit alles steuerbar wird. Viele Softwaren können damit kommunizieren.
Das Oalive, das ich nutze, greift nicht auf INDI zurück. Das steuert die Kamera direkt an, FireCapture auch.

Alles was unter einem "normalen" Linux an Software läuft, läuft auch auf dem Pi.
Das Betriebssystem Raspbian oder StellarMat oder Astroberry basieren auf der Debian Distribution.
Das ganze ist halt auf die Prozesseroarchitektur des Pi angepasst.
Deshalb schätze ich, und nicht nur ich, Linux so sehr. Sehr variabel anzupassen. Läuft auf großen Mainframes, im Fernseher, der Kaffemaschine, natürlich auf dem Notebook und Pi ;), und noch vielem mehr. NAS-Systeme, alle die ich kenne, laufen unter Linux. Auch Android ist Linux, eben angepasst.

Im weitesten Sinne ist selbst ein Mac ein Linux.
Beides sind Unix-basierte Betriebssysteme.
Auf der untersten Ebene, die ich als User erreichen kann, sehen iOS und Linux sehr ähnlich aus.
Selbst wenn man mal ein Windows über das CMD betrachtet, erkennt man Anlehnungen an Linux.
Mittlerweile gibt es ja ein Linux im Windows. Wie sich das entwickelt hat weiß ich nicht. Anfangs war es sehr rudimentär.

Wenn Du Dir es etwas einfacher machen möchtest, schau Dir mal Astroberry an. Da sind alle interessanten Softwaren drauf. Wenn was fehlt, nachinstallieren.
Und es ist kostenlos :D:y:.
 
Ich habe den RPi jetzt erst seit ein paar Tagen, daher sei mir die Anfänger-Frage verziehen ;-)
Was ist denn der Unterschied zwischen dem Stellarmate und einem von Hand aufgebauten Raspbian mit installiertem KStars/Ekos?
Und vielleicht noch dem Astroberry?
 
Einen Unterschied gibt es in der Theorie nicht.

Bei Stellarmate hast du aber schneller Updates, der Support ist richtig schnell und die App für's Smartphone wird immer besser.

CS

Ralph
 
Hallo ???,

StellarMate und Astroberry haben KStars schon installiert und diverse andere Software, variiert bei beiden.
Beim selbst aufsetzen musst halt alles selbst installieren.
StellarMate hat auch noch eine passende App (Android und iOS) dazu.
Astroberry kannst auch über ein Webinterface ansprechen.

Wie Ralph schon schreibt, wirkliche Unterschiede gibt es nicht.

Alle basieren auf dem Raspbian und das auf Debian, welches eine Linux Distribution ist, wie Ubuntu, Mint, usw. usw. ... ... ...
 
Stellarmate ist ein kommerzielles Produkt mit entspechendem Support. Stellarmate
Astroberry ist eine kostenlose Zusammenstellung von Astro-SW mit Support über eine Community / Forum.
Den Astroberry kann man sich selber softwaremäßig zusammenstellen oder sich direkt als fertiges Image runterladen. Astroberry
Es gibt aber noch weitere Varianten mit dem RPi, wie z.B. ASIAIR und ein paar Exoten; letztere wurden z.B. mal im kostelosen MAGPI Magazin vorgestellt.
Issues — The MagPi magazine (man kann sich alle Ausgabern als PDF kostenlos runterladen)

Grüße
Hartmut

Hoppla, da war der Mathias schneller
 
Okay, danke für die hilfreichen Antworten.

Fazit: Stellarmate ist quasi ein Fertiggericht, womit man als Anfänger nicht viel verkehrt machen kann.
Für die Eigeninstallation muss man sich erst in die Materie einarbeiten, hat dann aber auch schon Hintergrundwissen, wie es funktioniert. :-)

DJ
 
Ich benutze Stellarmate und wie schon geschrieben ist das die Lösung die auf Anhieb funktioniert. Image für die SD Karte runterladen, SD Karte beschreiben und den Raspi damit booten. KStars startet schon automatisch und ein Wizard führt einen durch die Installation der Geräte die man steuern will. Fertig. Dazu gibt es auf der Stellarmateseite sehr ausführliche Videos. Das Ganze funktioniert einwandfrei und auch stabil.
Platesolving, Autofokus, Aufnahmeplanung, Guiding sind die wichtigsten von vielen weiteren Funktionen.
Unterstützt werden fast alle Astrokameras und auch alle gängigen DSLR/DSLM Kameras.
VNC ist die Fernsteuersoftware die ich zusätzlich zur Android App auf Tablet bzw. Notebook nutze. Teamviewer geht auch problemlos, benötigt aber mehr Resourcen (Speicher).
Der E-Mail Support ist hervorragend da Stellarmate von einem der Hauptentwickler von INDI ist. Manchmal hatte ich schon innerhalb einer Stunde eine Lösung.
Ein Updateprogramm auf dem Desktop erlaubt regelmäßige SW Updates auf Knopfdruck.
Die Apps wurden ja schon genannt.
Ich habe an meinen Raspi eine externe Antenne angebaut und seitdem ist auch die WLAN Reichweite kein Problem mehr.
Du kannst den Raspi auch über ein LAN Kabel anschliessen. Dann braucht man keine Experimente mit LAN-USB Verlängerungen zu machen. Manche Geräte sind empfindlich bei Latenz (Verzögerung der Anwort vom Gerät). Da wirst du bei der LAN Verlängerung wahrscheinlich in Probleme laufen.
Eine kostenspieligere Variante ist es einen sog. NUC Computer zu verwenden auf dem Windows läuft. Da funktionieren dann alle Windows Programme.
 
Hallo,

netter Vergleich mit dem Fertiggericht :D.
Jep, StellarMate und AstroBerry sind Fertiggerichte und beim selbst aufgesetzten kocht Du alles alleine zusammen.
 
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