Kann ich X-beliebiges Stativ nehmen?

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RicoT

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Hallo alle zusammen.

Wie ich wo anders schon schrieb, bin ich auf der Suche nach einem gebrauchten Teleskop für meinen Sohn. Mal finde ich gute angebote wo das Stativ ok ist, ich aber gerne ein anderes Teleskop dazu hätte. Und mal finde ich Angebote wo das Teleskop ok ist, ich aber gerne ein anderes Stativ dazu hätte.

Deshalb stellt sich bei mir die Frage:
Wenn mir ein Teleskop zusagt, kann ich da gegebenenfalls einfach ein anderes Stativ darunter Montieren oder sind diese irgendwie Herstellerbezogen?

 
Hallo RicoT

zwischen Teleskop und Stativ ist gemeinhin eine Montierung. Das Teleskop wird auf die Montierung befestigt und die Montierung auf das Stativ. Der Anschluss von Teleskop auf das Stativ geschieht über Prismenklemmen und Prismenschienen (hier gibts das sogenannte GP-Level und das 3" (Losmandy) Level. Die Prismenschiene wird an die Rohrschellen des Teleskops geschraubt.
Die Besfestigung der Montierung ans Stativ geschieht entweder über Adapter - gebräuchlich ist z.B. wieder das GP-Level - oder das Stativ bringt den Montierungskopf für die Montierung schon mit. Zu beachten ist, dass das Stativ ausreichend dimensioniert ist, um Montierung und Teleskop zu halten.
Das war allgemein - besser wäre wenn du konkret werden würdest, welches Teleskop, Montierung und Stativ du meinst.

Grüße
Matthias
 
Danke schonmal für die Antwort.

Konkret habe ich jetzt noch nichts ins Auge gefasst. Mir ist allgemein nur aufgefallen, dass mir mal das Stativ bzw. die Montierung zusagt, und mal das Teleskop. Bisher noch nie beides zusammen.

Aber gelernt habe ich wieder was. Dachte bisher das Stativ und Montierung das Gleiche sind. Jetzt weis ich, dass die Montierung zwischen Stativ und Teleskop sitzt.

Da du schreibst, es währe besser wenn ich konkreter werde, gehe ich mal davon aus, dass man schon darauf achten muss was man kauft. Es ist wohl zwar möglich aber es passt nicht immer jedes Teleskop auf jede Montierung und nicht immer jede Montierung auf jedes Stativ.

Habe ich das so richtig verstanden?
 
Hallo,

es gibt zwei Punkte, die man beachten muss:

1. Wie wird das Teleskop auf der Montierung befestigt. Es gibt. z.B. Anschlüsse mit Fotogewinde oder eine direkte Verschraubung mit dem Rohrschellen, aber das gängigste ist zurzeit die Prismenschiene im GP-Standard. Wobei es für alle Anschlüsse auch Adapter auf jeweils andere gibt.

2. Ist die Montierung stabil genug, um das Teleskop ausreichend zu tragen. Viele Komplettpakete haben aus Preisgründen zu schwache Montierungen unter den Teleskopen, die den Beobachtungsspaß trüben. Hier empfehle ich die Kombinationsübersicht von Montierungen und Teleskopen auf den Einsteigerseiten von www.deepsky-brothers.de.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo RicoT,

...gehe ich mal davon aus, dass man schon darauf achten muss was man kauft.

Ja, das ist aber überall so.

Noch ein paar Fragen:

- Wie alt ist dein Sohn?
- Muss man das Teleskop weit schleppen oder kann er auf den Balkon?
- Warum gefallen dir manche Stative nicht und warum gefallen dir manche Teleskope? Was ist dein Kriterium dafür?
- Hat Dein Sohn schon mal durch ein Teleskop geschaut?

Grüße
Matthias
 
- Mein Sohn wird im Dezember 9 Jahre alt.

- Das Teleskop muss bis raus vor die Tür in den Hof, bzw. da wir ein paar Häuser rings herum haben auch mal bis ans Auto und dann bei der Schwiegermutter wieder vom Auto in den Garten geschleppt werden. Die hat dann hinterm Haus nur noch weites offenes Feld ohne störende Häuser.

- Ich wollte für den Anfang ein Refraktor Teleskop mit größt möglicher Objektiv- und Brennweite. Je nach dem was ich halt am Gebrauchtmarkt für um die 100 Euro so bekomme. Habe mehrfach gelesen, das es für ein Kind das erstmal nur Planeten sehen möchte, die bessere Wahl ist. Ich habe da zum Beispiel von dem alten Lidl-Scope gelesen wo die Montierung wohl recht brauchbar ist. Das Teleskop hat wohl 70/700. Ich habe aber auch schon günstige 80/900 und 90/900 Refraktor Teleskope gesehen die allerdings nur eine azimutale Montierung haben was für Kinder und Einsteiger wohl eher nicht zu empfehlen ist da es wohl zu sehr wackelt. Deshalb kam in mir die oben gestellte Frage auf, ob man Stative bzw. Montierungen einfach so von Teleskop zu Teleskop wechseln kann. Wie gesagt, die genannten Teleskope und Montierungen waren hier jetzt nur Beispiele.

- Er hat noch nicht durch ein Teleskop gesehen. Wir haben uns bisher nur Bilder im Internet angesehen was möglich ist. Ich habe ihm aber auch erklärt, dass er erstmal nicht zu viel erwarten soll und das er beispielsweise den Saturn vielleicht besser sehen kann als mit dem bloßen Auge aber halt immer noch sehr klein und vielleicht auch die Ringe nicht unbedingt sieht.
 
Hallo,

ok. Das war doch schon was an Info.

azimutale Montierung haben was für Kinder und Einsteiger wohl eher nicht zu empfehlen

Eine azimutale Montierung ist wesentlich intuitiver als eine parallaktische zu bedienen. Es ist richtig, das bei den 100 Euro Angeboten die Mechanik zu wünschen übrig lässt. Hast du stattdessen z.B. über einen Skywatcher 130 Heritage Flextube nachgedacht. Die Geräte sind nicht so schlecht und sind mobil und einfach zu bedienen. Ich würde in deiner Stelle bei deinem Budget in dieser Richtung schauen. Manche setzen so ein Gerät als supermobiles Reisegerät ein.

Viele Grüße
Matthias
 
Daran habe ich in der Tat schon gedacht. Aber:

Ich habe manchmal schichten (Arbeit) bei denen ich spät raus komme. Manchmal sieht der Himmel ja Mittags anders aus als Abends. Jetzt ist das Skywatcher 130 Heritage ja ein Reflektorteleskop wenn ich das richtig gelesen habe. Und so weit ich das verstanden habe, müssen diese Art von Teleskopen sich wohl erst der Außentemperatur anpassen was wohl bis zu 4 Stunden dauern kann. Bei einem Refraktorteleskop ist das wohl nicht so oder zumindest nicht so schlimm. Ich könnte auch in weiser Vorraussicht das Teleskop schon Mittags unters Carport stellen damit es sich der Außentemperatur anpasst aber was wenn ich es dann Abends ins warme Auto lade und zur Schwiegermutter fahre wo es sich dann im Garten erst wieder anpassen muss? Ich weis, Astronomie ist ein Hobby wofür man sich Zeit nehemn muss aber manchmal muss es vielleicht auch schnell gehen. Vielleicht denke ich auch nur zu weit vorraus oder hab was falsch verstanden.

Der zweite Punkt ist die Öffnung zum hinein sehen. Diese ist bei dem Dobson vorne. Ich denke mir, dass es für meinen Sohn besser und bequemer ist, wenn er von hinten in das Teleskop hinein sieht. Er, und auch ich, wollen uns ja erstmal langsam heran tasten. Sollte er sich weiter für die Astronomie begeistern, kann ich immer noch mit ihm reden und ein zweites Gerät kaufen was dann besser ist und dann wahrscheinlich auch mehr kosten darf. Ich möchte halt erstmal mit allem klein angangen und dann gegebenenfalls steigern. Wer weis, vielleicht hat er ja schon bald kein Interesse mehr und ich dafür um so mehr. Das wird halt erst die Erfahrung mit dem ersten Teleskop zeigen weshalb ich halt schon auf (aus meiner Sicht) halbwegs vernünftig aber eben nicht zu teuer achte.

Dann ist mir gerade beim Schreiben ein weiterer Punkt eingefallen. Bei den Refraktor Teleskopen kann man wohl je nach Stativ (bzw. ich glaube hier kommt es dann auf die Montierung an) einen Nachführmotor nachkaufen. Da ist jetzt mein Gedanke, dass ich nicht weis wie schnell mein Sohn mit der Steuerung (nennt man das so?) zurecht kommt. Sollte es länger dauern bis er das kann, werde am Anfang wahrscheinlich ich erstmal gewisse Planeten einstellen. Damit er diese dann auch länger als nur ein paar Sekunden sehen kann, würde ich dann eventuell so eine Nachführung nachkaufen. Für so ein Dobson weis ich nicht ob es das gibt. Gesehen habe ich noch keine.

Vielleicht bin ich auch komplett auf dem Holzweg. Aber ich bin ja auch hier um was zu lernen.
 
Hallo Rico,

an manchen prallaktischen Montierungen kann man zusätzlich einen oder zwei Motore anbauen ( die großen teuren haben sie fest eingebaut ).

Jede parallaktische Montierung kann sowohl mit einen Refraktor als auch mit einem Newton bestückt werden. Erwarte aber nicht, daß eine billige a la EQ1 oder EQ2 nicht wackelt, 700 -900mm Brennweite sind schon ein beachtlicher Hebel.

Bedenke auch, daß eine parallaktische Montierung Gegengewichte braucht die man ebenfalls mitschleppen muß.

Ich plädiere ebenfalls für eine alt-azimutale Montierung.

Gruß Uwe
 
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Hi

so lange kühlen die kleinen Geräte keinesfalls aus. Das ist ne Frage von wenigen Minuten bei dünnen Spiegeln von 150mm und weniger. Die Sorge kann man Dir nehmen.

Die Minidobsons wie der Heritage z.B. sind intuitiver. Hoch runter, rechts, links kann ein Kind gut umsetzen, die komplexere Mechanik der parallaktischen Montierung eher nicht.
Da braucht er sicher ne Weile Hilfestellung.

Das Thema reingucken ist eigentlich kein Thema. Ich habe bisher kein Kind erlebt, dass ausdrücklich erklärt hat eine Variante zu bevorzugen.

Motoren - würde ich erst mal lassen. Brauchts es m.E. eher nicht. Wichtiger ist das Einstellen selbst. Was es Kindern sehr erleichtert ist ein vernünftiger Sucher. Der intuitivste ist ein Leuchtpunktsucher,wie z.B. der Baader Skysurfer 3

CS

 
Dann hab ich dazu jetzt noch eine Frage. Vermutlich hab ich falsch gelesen oder es war früher mal so. Jedenfalls war das was ich gelesen habe eigentlich alles einleuchtend für mich. Wiederum ist aber fast alles was ich einleuchtend fand und für ein Refraktor gesprochen hat, wiederlegt worden.

Nun habe ich auch gelesen:

- Ein Refraktor ist besser für Planeten geeignet (worum es meinem Sohn in erster Linie erstmal geht).

- Ein Reflektor ist besser für Spiralnebel und lichtschwächere Objekte geeignet.

- Es gibt kein Teleskop was alles kann.

Hier mal zwei der Seiten woher ich das alles habe. Ich hoffe es ist erlaubt. Soll ja keine Werbung sein sondern nur um zu zeigen warum ich mittlerweile doch etwas verwirt bin.

http://www.zudensternen.de/Teleskop_ fuer_Kind.html

http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-teleskope.html

Wie gesagt, sind nur zwei der Seiten wo ich meine Infos her habe. Aber so ziemliche alle Seiten sagen das gleiche. Refraktor ist besser für Planeten und Refraktor ist aus den und den Gründen am Anfang besser für Kinder geeignet.

Deshalb bin ich im Moment etwas verwirt.
 
Hallo,

... dass ich nicht weis wie schnell mein Sohn mit der Steuerung (nennt man das so?) zurecht kommt. Sollte es länger dauern bis er das kann, werde am Anfang wahrscheinlich ich erstmal gewisse Planeten einstellen.

Bzgl. Auskühlzeit eines Minidobsons und die Präferenz eine azimutalen Montierung haben die Vorposter schon geschrieben. Auch das man vorne beim Dobson reinguckt ist kein Kriterium. Aufsuchen der Objekte macht man eh von "hinten" z.b. über einen Leuchtpunktsucher. Ich kenne, wie Antares, auch niemanden, der damit Probleme hat, das man "vorne" reinguckt.

Die Motorisierung würde ich bleiben lassen, das bringt nur noch mehr Komplexität ins Spiel, denn dazu musst du die (parallaktische) Montierung ausrichten! Oder Du investiert richtig Geld und kaufst ein Goto System und regelst alles über die Elektronik mit GPS und Schickimicki. Der pädadogische Nährwert, ist aber mit einer manuellen Gerätschaft - insbesondere für einen 9-jährigen - garantiert höher, da er sich mehr mit dem Auffinden der Objekte, dem Himmel und der anschließenden Freude des Findens befasst.

Falls Dir ein Minidobson aus einem Bauchgefühl widerstrebt, bleibt dir nur ein Refraktor in der von dir angegebenen Klasse. Den würde ich aber auch azimutal montieren. Z.b auf eine Vixen Porta oder AZ4. Das kostet aber auf jeden Fall mehr als 100 Euro. Für den Einstieg, um zu sehen ob es überhaupt was ist, würde ich den Dobson nehmen.

Grüße
Matthias

P.S: Ich seh jetzt erst deinen Post mit der Händlerseite und der Seite von Sven. Sven geht nicht von einem Kind aus. Dass der Händler einen Refraktor für Kinder empfiehlt, weil man von hinten reinsieht, das ganze aber dann parallaktisch montiert ist schon etwas krude. Vielleicht solltest Du einen neuen Thread eröffnen "Suche Teleskop für ein Kind". Hier gibt es bestimmt mehr Leute die damit Erfahrung haben.
 
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Zitat von RicoT:
Jetzt ist das Skywatcher 130 Heritage ja ein Reflektorteleskop wenn ich das richtig gelesen habe. Und so weit ich das verstanden habe, müssen diese Art von Teleskopen sich wohl erst der Außentemperatur anpassen
Refraktoren sollten das auch, sonst gibt es nämlich Teleskopseeing an der Frontlinse. Ist aber nicht so schlimm wie beim Newton.

Bei einem dicken 12,5-Zöller hat das mal zwei Stunden gedauert, meine Sechszöller brauchen etwa eine Stunde bis zur perfekten Ausgleich. Mit Lüfter reicht ein halbe Stunde völlig aus. Der 114/900er Newton braucht diese Zeit ohne Lüfter.

Ich könnte auch in weiser Vorraussicht das Teleskop schon Mittags unters Carport stellen damit es sich der Außentemperatur anpasst aber was wenn ich es dann Abends ins warme Auto lade und zur Schwiegermutter fahre wo es sich dann im Garten erst wieder anpassen muss?
Erstens kann man das Auto kälter lassen. Zweitens heizt das Teleskop nicht merklich schneller auf, als es abkühlt. Braucht das Auskühlen lange, müßtest Du auch lange fahren, damit es sich wieder aufwärmt. Und drittens dauert es bei den infrage kommenden Teleskopen nicht so lange, was die Auskühlungszeit nach der Fahrt generell begrenzt.

Damit er diese dann auch länger als nur ein paar Sekunden sehen kann, würde ich dann eventuell so eine Nachführung nachkaufen. Für so ein Dobson weis ich nicht ob es das gibt. Gesehen habe ich noch keine.
Es gibt durchaus Dobsons, welche automatisch nachgeführt werden, und die Möglichkeit, einen Dobson auf eine Plattform zu stellen, welche nachführt.

Es gibt allerdings auch Newtons, welche parallaktisch montiert sind, sehr viele sogar. Der bekannte Einsteigernewton 114/900 gehört dazu. Die Montierungen EQ-1 und EG-2 sind zu schwach, aber die Astro-3 wackelt deutlich weniger, und eine richtige EQ-3 (EQ3-2 oder NEQ-3) ist dann wirklich ausreichend.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von RicoT:
Nun habe ich auch gelesen:

- Ein Refraktor ist besser für Planeten geeignet (worum es meinem Sohn in erster Linie erstmal geht).
Ein Newton mit geringer Obstruktion ist am Planeten sehr gut, ein großer Newton guter Qualität bei moderater Obstruktion ebenfalls. Ein Refraktor hat aber meistens weniger Öffnung, was die Auflösung begrenzt.

- Ein Reflektor ist besser für Spiralnebel und lichtschwächere Objekte geeignet.
Weil er bei gleichem Preis größer sein kann und einem "schnellen" Achromaten bei höheren Vergrößerungen überlegen ist. "Schnelle" Reflektoren haben keinen Farbfehler, die anderen kann man recht gut ausgleichen.

Aber so ziemliche alle Seiten sagen das gleiche. Refraktor ist besser für Planeten.
Nimm einen 70/700er Refraktor und einen 114/900er Newton und richte sie auf einen Planeten. Du darfst auch gerne einen 80-mm-Achromaten nehmen. Bin gespannt, womit Du mehr siehst.

Grüße

fquadrat

 
Hallo RicoT,

vielleicht können Dir meine Erfahrungen mit meiner Tochter ein wenig helfen. Die ist 8, hat sich ein Telskop gewünscht und von mir ein 114/500 Newton (Spiegelteleskop) auf einer EQ1 Montierung (mit Alu Stativ) bekommen. Vollständig alleine kommt sie damit allerdings immer noch nicht klar. Da sie allerdings auch nicht alleine Beobachten geht (sie ist 8) richte ich es ihr eben ein und wir beobachten auch gemeinsam. Einfache Ausrichtungen auf helle Sterne oder vorzugsweise Planeten klappen mal und dann wieder braucht sie Hilfe. Nachführen von Hand ist kein Problem für sie. Das macht sie liebend gerne. Das Geld für einen Motor hätte ich glatt verschwendet.
Nachdem die "kleine Röhre" schnell aufgebaut und auch transportabel ist benutze ich sie öfter auch selbst mal, wenn mit der Aufbau meines großen Gerätes wegen des Wetters mal wieder nicht vielversprechend erscheint. Und hat man es vor dem Abendessen rausgestellt ist es danach temperiert und einsatzbereit. Dadurch habe ich auch diese Kombination mehr aufgerüstet, als ich zuerst dachte. Die grösste Änderung war eine Goto Montierung (Celestron SLT) mit der das Finden von Kugelsternhaufen und Doppelsternen deutlich leichter geht. Vor allem wenn es mal wieder nur stellenweise freien Himmel gibt. Wenn wir zu zweit beobachten muss auch auch bei dieser noch beim Einrichten helfen, danach Knöpfchen drücken kriegt jedes Kind hin. Weiterhin habe ich die beiliegenden Okulare gegen verschiedene gebraucht gekaufte ausgetauscht. Damit macht dann auch das Beobachten für mich gleich mehr Spass.
Mein Tip für den Einstieg ist wenn es kein Festtagsgeschenk sein soll ein gebrauchtes bei z.B. eBay zu kaufen und dann einfach mal Erfahrung zu sammeln. Man merkt recht schnell, ob das mit dem Hobby was wird oder man nur einen (hoffentlich billigen) Staubfänger gekauft hat. Ansonsten ist meiner Erfahrung nach ein Teleskop vor allem ein Gerät, das ständig aufgerüstet werden muss und tausende Zubehörteile braucht bis man damit zufrieden ist. Also einfach Mut und irgendwo anfangen.

Gruss und clear skies,
Bernd
 
Hallo Rico,

ich hatte Dir ja schonmal übers andere Forum gemailt (u.a. den Hinweis auf den 29€ Skylux bei den Kleinanzeigen), und auch hier wurde Vieles schon erläutert.

Das Heritage 130p, dass hier oft erwähnt wird, ist sicher kein Planeten-Spezialist.
Doch ich habe hier 70/700 Refrator, 76/700 Reflektor, 102/1300 Mak, und das Heriage 130p.
Mit den richtigen Okularen sind auch Mond, Saturn und Jupiter im Heritage eine Wucht.
Bei den kleineren Teleskopen lässt sich nicht so weit gewinnbringend vergrößern, und trotz des Öffnungsverhältnisses und Fangspiegelgröße des Heritage ist die höhere Auflösung und größere Öffnung ein Plus.
Ebenso ist die Justage halb so wild, trotz "Flextube" hält diese auch beim Transport erstaunlich gut.

EQ Montierung oder GoTo-Montierung haben alle Ihre Vorzüge, ein Dobson lässt sich aber leicht und intuitiv nachführen (auch bei 200x!), ist auch schnell mal auf dem Balkon aufgebaut. Aber klar, Kinder arbeiten sich auch schnell in Technik ein. Die Mehrkosten für eine stabile EQ- oder Goto-Montierung sind aber nicht unerheblich...

Einziger Nachteil beim Heritage ist, dass er recht niedrig ist, aber Campinghocker oder Tisch/Kiste genügt meist um das auszugleichen.
Auch trägt eine 200€ GoTo-Montierung den Heritage noch, sollte so etwas mal unbedingt nötig sein ;-)
Auf dem Balkon oder für schnell-mal-draußen-schauen finde ich aber den Aufbau und die Einrichtung als Dobson wesentlich angenehmer.

Viel Erfolg bei der Teleskopwahl!

Gruß
Marcus
 
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Also...
Vielen Dank erstmal an alle für die Beteiligung. Ich werde mir dann, nach allem was ich nun gelesen habe, noch mal überlegen welches Teleskop es sein soll. Werde auch nochmal im www lesen. Werde aber wohl versuchen mich eher auf Erfahrungsberichte zu konzentrieren als auf Empfehlungen.

Für den Marktplatz bin ich noch nicht frei geschaltet und bis zum 12. Dezember sind es auch noch ein paar Tage. Nur gut das mein Sohn rechtzeitig seinen Wunsch geäusert hat und nicht kurz vor knapp. So bleibt mir auch noch etwas Zeit.

So kommt man von einer Frage über Stativ und Montierung zu einer gründlichen Überlegung seiner Kaufentscheidung. :)


Kurz noch an Feldstecher:
Ich glaube auf der Seite von Sven wurde nichts Speziell für Kinder empfohlen. Er schreibt nur unter

"Was ist dann ein gutes Teleskop für den Einstieg?"

bei dem zweiten Punkt

"2. Das Linsenteleskop mit 70-90mm Öffnung und 700-1000mm Brennweite, parallaktisch Montiert
Am Planeten manchmal dem 114mm Newton-Teleskop überlegen,..."

Deshalb hatte ich die Seite mit genannt. Die Aussage, Refraktor ist besser für Planeten. War nur ein Beispiel für viele Aussagen dieser Art.

Danke nochmal an alle. Und ich werde garantiert wieder fragen. Sollte jetzt keine Drohung sein :D


EDIT:
Ich schrieb gerade "Werde aber wohl versuchen mich eher auf Erfahrungsberichte zu konzentrieren als auf Empfehlungen". Nicht das es jemand falsch versteht. Das war jetzt keinesfalls auf den Thread hier bezogen! Mit Empfehlungen waren die Empfehlungen der Seiten (siehe oben) gemeint die ich gelesen habe. Die Empfehlungen des Threads hier werde ich mir hingegen zu Herzen nehmen. Wahrscheinlich werde ich auch dem Rat von Feldstecher folgen und nochmal einen neuen Thread eröffnen in dem es dann um die Erfahrungen der Eltern geht. Ein paar habe Erfahrungen habe ich hier ja schon erzählt bekommen.
 
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Hallo RicoT

"2. Das Linsenteleskop mit 70-90mm Öffnung und 700-1000mm Brennweite, parallaktisch Montiert
Am Planeten manchmal dem 114mm Newton-Teleskop überlegen,..."

Versteif dich nicht so sehr auf solche Aussagen. Ein Newton, durch seine größere Öffnung fürs Geld zeigt dir durchaus schöne Planeten (Jupiter, Saturn). Als Kind (12-Jahre) hatte ich einen 114/900 Newton und einen 60/700 Refraktor. Ich hab durch den Refraktor so gut wie nie geschaut, da mir der Newton in jedem Bereich (von Deep Sky, Mond, Planeten, Sonne) sehr viel mehr gezeigt hat. Bei deinem Budget von 100 Euro würde ich das Geld daher lieber in die Optik stecken als in wacklige Montierungen und Stative. Viel Erfolg bei deiner Entscheidung und hoffentlich schöne Erlebnisse unterm Himmelszelt wünscht
Matthias
 
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Hallo Rico,
bedenke auch das einige Einstiegsseiten schon ein paar Jahre alt sind, damals gab es einige Sets noch nicht, andere wiederum wie das Skylux gibt es heute nur noch gebraucht oder wesentlich teurer, oder auf schwächerer Montierung.

Auch Katadiopter Newtons, zu erkennen an langen Brennweitenangaben** aber signifikant kurzen Tubus, üblicherweise 114/1000 oder 150/1400 die aber nur halb so lang wie deren Brennweite sind, findet man sehr oft - und das mit vielen positiven Reviews bei Amazon und Co.
Die Erfahrungsberichte sind oft sehr Subjektiv, manche hatten zuvor noch kein Teleskop, und ignorieren oft Schwächen der Optik oder Montierung.
Deshalb ist, wie du es ja auch schreibst, der Mix aus Forum, Ratgeberseiten und Berichten wichtig.
Zudem empfiehlt eben jeder sein Lieblingsteleskop und hat ein Stückweit eben so seine Erfahrungen einzubringen.

Ich kann Matthias nur zustimmen;
Lege Wert auf eine gute Optik, möglichst vie Öffnung so dass sowohl Planeten als auch ein paar Deepsky-Objekte Spaß machen... Die Faszination Kugelsternhaufen, Nebel und Galaxien entdecken viele erst mit der Zeit, und im Gegensatz zu Mond und Planeten sind sie immer zahlreich am Himmel zu sehen ;-)
Allerdings, und ich glaube das würde hier noch nicht thematisiert, kommt es naturlich darauf an wie dunkel der Himmel bei euch ist.
Aus Ballungsgebieten wie Frankfurt sind Planeten kein Problem, Nebel hingegen kann man durch die orange Lichtverschmutzungskuppel nicht Beobachten, wenn man nicht etwas raus fährt...
Unter ländlichen Bedinguungen hingegen, wenn man aus dem Garten die Milchstraße sieht, geht da schon vieles.
Trotzdem ist ein transportables Teleskop mit möglichst wenig Aufwand (also ohne Stromversorgung, zig Stativteilen) praktisch.
Ich selbst bin ohne Auto unterwegs, und ein 6 - 8" Dobson oder längerer 4-6" Refraktor wären für mich keine Option, auch wenn es tolle Einstiegsgeräte sind.


Aber so oder so, du scheinst dich wirklich ausführlich zu informieren, Hut ab! Das finde ich sehr lobenswert.

Gruß
Marcus

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** Nicht zu verwechseln mit Schmidt-Cassegrains oder Maksutov Teleskope; Die Katadiopter die ich meine sind klassische Newton Spiegelteleskope mit kurzer Brennweite und oft spharischem Spiegel, und einer im Okularauszug befindlichen Linse die die Brennweite verlängert und die Nachteile der kurzen Spiegelbrennweite (Koma, und die sphärische abberation vieler Billigoptiken) ausgleichen soll. Bei den günstigen Sets wie dem von Seben hat man aber meist als Anfänger mehr Probleme, die Justierung ist schwieriger und viele der Optiken wohl nicht so gut.
 
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