Hallo Rico,
bedenke auch das einige Einstiegsseiten schon ein paar Jahre alt sind, damals gab es einige Sets noch nicht, andere wiederum wie das Skylux gibt es heute nur noch gebraucht oder wesentlich teurer, oder auf schwächerer Montierung.
Auch Katadiopter Newtons, zu erkennen an langen Brennweitenangaben** aber signifikant kurzen Tubus, üblicherweise 114/1000 oder 150/1400 die aber nur halb so lang wie deren Brennweite sind, findet man sehr oft - und das mit vielen positiven Reviews bei Amazon und Co.
Die Erfahrungsberichte sind oft sehr Subjektiv, manche hatten zuvor noch kein Teleskop, und ignorieren oft Schwächen der Optik oder Montierung.
Deshalb ist, wie du es ja auch schreibst, der Mix aus Forum, Ratgeberseiten und Berichten wichtig.
Zudem empfiehlt eben jeder sein Lieblingsteleskop und hat ein Stückweit eben so seine Erfahrungen einzubringen.
Ich kann Matthias nur zustimmen;
Lege Wert auf eine gute Optik, möglichst vie Öffnung so dass sowohl Planeten als auch ein paar Deepsky-Objekte Spaß machen... Die Faszination Kugelsternhaufen, Nebel und Galaxien entdecken viele erst mit der Zeit, und im Gegensatz zu Mond und Planeten sind sie immer zahlreich am Himmel zu sehen ;-)
Allerdings, und ich glaube das würde hier noch nicht thematisiert, kommt es naturlich darauf an wie dunkel der Himmel bei euch ist.
Aus Ballungsgebieten wie Frankfurt sind Planeten kein Problem, Nebel hingegen kann man durch die orange Lichtverschmutzungskuppel nicht Beobachten, wenn man nicht etwas raus fährt...
Unter ländlichen Bedinguungen hingegen, wenn man aus dem Garten die Milchstraße sieht, geht da schon vieles.
Trotzdem ist ein transportables Teleskop mit möglichst wenig Aufwand (also ohne Stromversorgung, zig Stativteilen) praktisch.
Ich selbst bin ohne Auto unterwegs, und ein 6 - 8" Dobson oder längerer 4-6" Refraktor wären für mich keine Option, auch wenn es tolle Einstiegsgeräte sind.
Aber so oder so, du scheinst dich wirklich ausführlich zu informieren, Hut ab! Das finde ich sehr lobenswert.
Gruß
Marcus
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** Nicht zu verwechseln mit Schmidt-Cassegrains oder Maksutov Teleskope; Die Katadiopter die ich meine sind klassische Newton Spiegelteleskope mit kurzer Brennweite und oft spharischem Spiegel, und einer im Okularauszug befindlichen Linse die die Brennweite verlängert und die Nachteile der kurzen Spiegelbrennweite (Koma, und die sphärische abberation vieler Billigoptiken) ausgleichen soll. Bei den günstigen Sets wie dem von Seben hat man aber meist als Anfänger mehr Probleme, die Justierung ist schwieriger und viele der Optiken wohl nicht so gut.