Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebes Astrovolk,
diese Frage stellte mir neulich ein lieber Gast, der keine Ahnnung von Teleskopen und Sterndlschauen hat. Solche Leute, die das denken gibt es gar nicht wenige. Diese Frage habe ich die Jahre hindurch immer wieder mal vernommen und ich kann mich in diese Gedankenwelt hineinversetzen, weil ich das als Kind nämlich auch dachte, ich dachte, dass es genau dafür Teleskope gäbe, um durch die Wolken hindurch in den Sternenhimmel zu schauen.
Ein bissel naiv, nicht? Aber genau das habe ich heute Nacht aus lauter Verzweiflung gemacht. Schon kurz vor Sonnenuntergang, als es komplett wolkenlos war und trocken wie in der Wüste, dann der Wind total abflaute, habe ich mein Teleskop und den Sucher sowas von exakt aufeinander abgtestimmt und mit dem Sichtbarwerden von Polaris die Montierung eingepolt sowie mit der Goto eine Eichung mit drei Sternen vorgenommen, so dass ich sämtliche Objekte die ich in den Computer eingab direkt mittig anfahren konnte.
Zwischenzeitlich überzogen aus Südwesten kommend aber Cirren den ganzen Himmel und nur noch die hellsten Sterne leicht durch das Gewölk durchschimmern konnten. Ich hätte mich doch auf meine STargazing App verlassen sollen, die für heute Nacht nichts gutes versprach, die kurze Aufklarung hatte mir doch den Kopf verdreht.
Da meine STerneichung aber so exakt war wie noch nie habe ich einfach getan, was dieser naive Frager so glaubte, nämlich trotzig durch die Wolken geschaut. All meine Mühen sollten doch nicht umsonst gewesen sein!
Ich lies mich mit dem Führungsprogramm der Goto einfach führen und siehe da, den M13 konnte ich durch den Cirrenschleier erahnen, wenngleich ich die STerne des Herkules noch nicht einmal mehr sehen konnte. M11 sogar konnte ich sehen, Albireo durchschimmernd erkennen - die hellsten Sterne angefahren und gestaunt, dass man tatsächlich durch Wolken gucken kann, wenn schon dem Auge alles verborgen bleibt. Der Hit war das natürlich nicht, aber machbar und es funktioniert nur mit einer sehr, sehr exakten Einpolung und dünnen Eiswolken.
Gesehen hab ich das alles durch einen Skywatcher 127/1000 ED und einem 38mm Weitwinkel in zwei Zoll.
Verschleierte Grüsse von Anette
diese Frage stellte mir neulich ein lieber Gast, der keine Ahnnung von Teleskopen und Sterndlschauen hat. Solche Leute, die das denken gibt es gar nicht wenige. Diese Frage habe ich die Jahre hindurch immer wieder mal vernommen und ich kann mich in diese Gedankenwelt hineinversetzen, weil ich das als Kind nämlich auch dachte, ich dachte, dass es genau dafür Teleskope gäbe, um durch die Wolken hindurch in den Sternenhimmel zu schauen.
Ein bissel naiv, nicht? Aber genau das habe ich heute Nacht aus lauter Verzweiflung gemacht. Schon kurz vor Sonnenuntergang, als es komplett wolkenlos war und trocken wie in der Wüste, dann der Wind total abflaute, habe ich mein Teleskop und den Sucher sowas von exakt aufeinander abgtestimmt und mit dem Sichtbarwerden von Polaris die Montierung eingepolt sowie mit der Goto eine Eichung mit drei Sternen vorgenommen, so dass ich sämtliche Objekte die ich in den Computer eingab direkt mittig anfahren konnte.
Zwischenzeitlich überzogen aus Südwesten kommend aber Cirren den ganzen Himmel und nur noch die hellsten Sterne leicht durch das Gewölk durchschimmern konnten. Ich hätte mich doch auf meine STargazing App verlassen sollen, die für heute Nacht nichts gutes versprach, die kurze Aufklarung hatte mir doch den Kopf verdreht.
Da meine STerneichung aber so exakt war wie noch nie habe ich einfach getan, was dieser naive Frager so glaubte, nämlich trotzig durch die Wolken geschaut. All meine Mühen sollten doch nicht umsonst gewesen sein!
Ich lies mich mit dem Führungsprogramm der Goto einfach führen und siehe da, den M13 konnte ich durch den Cirrenschleier erahnen, wenngleich ich die STerne des Herkules noch nicht einmal mehr sehen konnte. M11 sogar konnte ich sehen, Albireo durchschimmernd erkennen - die hellsten Sterne angefahren und gestaunt, dass man tatsächlich durch Wolken gucken kann, wenn schon dem Auge alles verborgen bleibt. Der Hit war das natürlich nicht, aber machbar und es funktioniert nur mit einer sehr, sehr exakten Einpolung und dünnen Eiswolken.
Gesehen hab ich das alles durch einen Skywatcher 127/1000 ED und einem 38mm Weitwinkel in zwei Zoll.
Verschleierte Grüsse von Anette