Kaufberatung Anfängerteleskop zur Jugendweihe

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas JensUwe
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JensUwe

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Hallo,

ich wurde von einem unserer AstroKids (13 Jahre) gebeten, eine Empfehlung für ein Teleskop abzugeben. Da ich mich damit nicht wirklich ausreichend auskenne, gebe ich die Frage gerne an euch Experten weiter: "Welche Teleskope könmnten sie mir denn für Einsteiger empfehlen"

Zu den bisher abgefragten Rahmenbedingungen:
* Budget bis ca. 350€
* am meisten Interesse für Deep Sky
* Fotografieren würde ich auch gerne, wäre aber kein Muss
* lebt in einer Wohnung, mit Park direkt neben dem Haus (5 Minuten Fußweg)

Ich habe ihn bereits auf unseren Artikel " "Ein eigenes Teleskop" Ein eigenes Teleskop" hingewiesen und ihn gebeten hier im Forum herumzustöbern.

Mit dem Fernglas ist er wohl schon ausgiebig auf dem Mond unterwegs.

Wäre schön, wenn ihr noch ein paar Tipps für ihn hättet.

Ich werde ihn auf diesen Beitrag und die hoffentlich kommenden Antworten hinweisen.

Vielen Dank und viele Grüße
Jens-Uwe
 
Hallo Jens Uwe,

den Wünschen entsprechend würde ich hier zum Kauf eines Dobsons raten. (Die Experten hier werden sicherlich konkretere Beispiele nennen und dir ein zwei Dobsons vorschlagen)

Warum ein Dobson?

1.) Budget max. 350 Euro
Für das Geld würdest du zwar zum Reinschnuppern ins Astrohobby ein brauchbares Einsteigerteleskop mit Montierung / Stativ bekommen...
Allerdings wäre das auf einer eher unbrauchbaren Montierung / Stativ, da wacklig (welches du aber trotzdem mitbezahlt hättest!)
Bei ein Dobson fällt das nahezu komplett weg.
Das Holz kost ja so gut wie nix.
Hier wird das Geld als fast voll und ganz in die Optik investiert...
Und da höchstwahrscheinlich auch kein Zubehör vorhanden ist, muss man das auch einkalkulieren!
Oder spielt das bei diesem Budget keine Rolle?

2.) Interesse Deep Sky
=> Wenn in ein Dobson investiert wird, bekommst du für dein Geld die max. mögliche Öffnung. Und das ist bei Deep Sky wichtig, erst recht wenn man in einer Gegend mit hoher Luftverschmutzung lebt und spechteln will.
(Weiß jetzt zwar net genau wo das Gerät aufgebaut werden soll, aber ein Park in 5 Min Fußweg vom Wohnhaus deutet auf eine eher belebtere Gegend hin)

3.) evtl. Fotografieren
Hier möchte ich mal eine Lanze für alle Anfänger brechen.
(Bin selbst einer)
Ich bin ganz und gar nicht der Meinung das Astrofotografie für Anfänger teuer sein muss.
Natürlich wirst du nicht die Weltklasse Fotos schießen können, wie die Experten hier im Forum. (einem Anfänger fehlt vor allen Dingen das Know-How und das Geld für die entsprechende Ausrüstung)
ABER: Jeder hat mal klein angefangen und es ist Blödsinn als Anfänger tausende Euronen in ein Hobby zu stecken, welches einem nach einem Jahr vielleicht gar keinen Spaß mehr macht.

Für das angegebene Budget wirst du aber trotzdem nicht in die Astrofotografie in Kombination Teleskop = Kamera einsteigen können.
Mindestens eine Montierung der EQ-5 Klasse ist hier notwendig um ordentlich nachgeführte Fotos machen zu könnnen. Kostet allerdings schon das doppelte deines Budgets!
(Klar, die Meisten werden sagen lieber / besser EQ6. Sie haben auch recht, aber nicht jeder hat 1200 Euro aufwärts für eine Montierung über... Erst Recht nicht als Anfänger, der nicht weiß ob ihm dieses Hobby liegt.)

Ich sagte aber zu Beginn, das Astrofotografie nicht teuer sein muss! Woher kommt diese Meinung?
Letzten Endes fängt Astrofotografie an, wenn man seine Handycam in die Höhe hält und ein Foto vom Mond schießt...
Ja, die Pros werden hier lachen.
Damit will ich aber sagen: Zu Beginn nimmt man einfach das was man hat. Heut zu Tage hat doch jeder irgendeine Kamera.
Ein Stativ ist auf dem Flohmarkt günstig besorgt.
Und schon kann man loslegen.
Man lernt sein Material kennen, lernt verschiedene Belichtungszeiten kennen, steigert die Brennweiten etc.
Dann holt man sich eine Montierung mit Nachführung und schnallt die Kamera drauf. (Das Teleskop erstmal nur visuell, falls man sich überhaupt gleich eins mitbesorgen will)
Und so steigert man die Sache nach und nach.
Ja, dann kann es wirklich ins Geld gehen.
Aber da weiß man dann bereits ob einem Astrofotografie liegt oder nicht...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!
Was die Astrofotografie angeht, so kann ich Artur nur zustimmen. Für den Anfänger ist es schon klasse, wenn er mit einer einfachen Kamera die Sternbilder ablichten kann. 20 - 25sec. Belichtungszeit mit der Kamera auf einem Stativ bringt schon erstaunlich viel ins Bild.
Aber hier mal mein bescheidener Vorschlag zum Teleskop:

Fotostativ Triton FXT bis 9kg belastbar

Refraktor Bresser Messier 102/600
oder
Newton Skywatcher 130/650

Beide Geräte werden von dem Stativ locker getragen. Ich habe das gleiche und nutze es mit einem 150/750 Newton. Zudem hast du dann gleich ein hervorragendes Fotostativ um mit einer Kamera die ersten Astrofotos zu machen.
Noch 2 - 3 gebraute Okulare dazu und schon kann es losgehn!!

Gruß Thomas

 
Hi!

Zitat von SilberBrain:
In dem Fall würde ich zum Newton raten. Sollte der Anfänger irgendwann bemerken, daß er doch gelegentlich Planeten beobachten möchte, beispielsweise um Vollmond herum, bietet das Teleskop deutlich mehr Vergrößerung. Es ist dadurch flexibler.

Den Refraktor würde ich dann wählen, wenn jemand großflächige Objekte beobachten möchte, der schon Erfahrung hat und genau weiß, was er will. Meinen aus organisatorischen Gründen noch nicht benutzten 102/500 habe ich mir nicht grundlos zugelegt.

Grüße

fquadrat
 
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