Kaufberatung Doppelrefraktor

Starhopper 🚀✨

Neues Mitglied
Hallo zusammen, seit vielen Jahren reift der Wunsch nach einem Doppelrefraktor und ich würde gerne eure Meinung zu meinem favorisierten Set-up hören. Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit mal in ein vergleichbares Binokular zu schauen, damit ich weiß wie die Abbildung und Wirkung ist.

Vorweg: Ich habe schon erste Erfahrungen mit einem Großfernglas 25/100. Dabei fehlte mir die Möglichkeit die Vergrößerung anzupassen und ein entspannter 90° Einblick. Mir geht es nicht so sehr um maximale Details und Höchstvergrößerung. Das Beobachten sollte vor allem entspannt, immersiv und plastisch sein… ein Spacewalk, ein Blick aus dem Raumschifffenster.

Da ich im Ballungsgebiet wohne (NRW, nähe Düsseldorf) werde ich das Binokular meist für Mond, Planeten und Sonne nutzen. Das Set-Up muss reisetauglich sein, also handlich und leicht, am besten in einen Rucksack passen… unter dunklem Himmel natürlich Deep Sky. Sonne zu Beginn Weißlicht-Beobachtung und später H-alpha als Monokular.

Mein Traum Set-up : )))) von AOK Swiss

- Borg 72 FL Doppelteleskop mit EZM Aufrichtsystemen
- VAMOtraveler oder AYO Montierung
- Berlebach Report oder Carbonstativ mit Kurbelsäule (zB Leofoto Summit LM-364C )
- TeleVue Ethos Okularpaar
- —> mittelfristig 3 Paare, bei Neuanschaffung aus Kostengründen auf ein bis zwei Paar beschränken
- Mittelfristig: Quark H-alpha Sonnenfilter

Was haltet ihr von dem Set-up? Gedanken und Erfahrungen…

Danke & Gruß 🚀✨
Janis

Edit: Eine kurze Beschreibung zu meiner Person findet ihr hier ; ) https://forum.astronomie.de/threads/viele-gruesse-aus-wuppertal-suspension-railway-elephant.401456/
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Janis,

ich würde okularseitig die Ethoi überdenken. Bei drei Paare und die dazugehörige Okulartasche schleppst Du allein für die Okulare vier Kilo oder mehr herum. Nicht zuletzt schaffen solche lange, schwere Okulare erhebliche Balanceprobleme in Zenitnähe.

Immersiv ist das Bild vor allem dann, wenn das Okular gut mit dem Objektiv harmoniert und mit Deinen Augen. Das ist am Bino besonders wichtig und kann in meiner Erfahrung ganz schnell wichtiger sein als das scheinbare Gesichtsfeld. Da hilft nur Ausprobieren.

100 Grad ist ja nett. Doch wenn ich ein solches System im Rucksack herumtragen wollte würde ich keine Okulare haben wollen die schwerer oder physisch größer sind als z.B. die Takahashi TOEs - die ich empfehlen kann, gerade am Bino - oder wenn es Televue sein muß vielleicht die Delites oder die Nagler Type 6. Das 58° bzw. 62° Eigengesichtsfeld der TOEs und Delite reicht, das 82° der Naglers reicht dicke. Wobei mir persönlich auch die Delites ein wenig zu sperrig sind, die TOEs und Nagler T6 sind doch deutlich schlanker.

Gruß, Christopher
 
Wenn es um Sonne, Mond und Planeten geht, würde ich mir mehr Öffnung/nutzbare Vergrößerung wünschen, als mit 72mm gehen. Da würde ich ganz klar einen Bino-Ansatz bevorzugen. Den habe ich am ED80/600, was mit Bino und 3x Telezentrik für H-alpha mit dem SunDancer und längerbrennweitigen Okularen an der Sonne wunderbar funktioniert (der Quark hat ja sogar eine 4x-Telezentrik); Planeten bleiben aber nette, kleine Ziele.

Die beiden Ziele
Mir geht es nicht so sehr um maximale Details und Höchstvergrößerung.
und
Da ich im Ballungsgebiet wohne (NRW, nähe Düsseldorf) werde ich das Binokular meist für Mond, Planeten und Sonne nutzen.
wiedersprechen sich für mich. Man sieht schon einiges, aber mehr Öffnung zeigt schon mehr. Das heißt nicht, dass ich Planeten mit dem ED80/600 nicht immer gerne anschaue, aber dem Gerät geht halt doch irgendwann die Puste aus.

Planeten bei maximal 150x machen schon Spaß, aber sie sind halt immer noch klein. Mit 70-80° und Höchstvergrößerung ist der Mond bei 70-80mm Öffnung ziemlich bildfüllend.

Und bei Schwerpunkt Sonnensystem bringen 100°-Okulare auch nicht viel, außer dass die Planeten noch kleiner wirken.

So ein Doppelrefraktor spielt seine Stärken bei niedriger Vergrößerung aus; bei höherer Vergrößerung ist ein Bino-Ansatz ökonomischer – und bei größerer Öffnung auch transportabler.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Janis,

als bekennender Fan von AOKswiss und Berlebach :

das Borg 72 FL Doppelteleskop kostet 4000 SFr , bis du das in den Händen hälst , sind es ca. 5000€. ICH würde das Kowa Highlander nehmen.

AYO ja, VAMOtraveler würde ich , ohne es vorher ausprobiert zu haben, dafür nicht nehmen

Carbonstativ nein, Berlebach Report vielleicht, das Uni 18ganz sicher

Ich verstehe deinen Ansatz, möglichst klein und leicht. Aber wenn der Unterbau zu sehr wackelt, nützt das beste Bino nichts. Wenn du die Möglichkeit hast alles auszuprobieren und du bist zufrieden, dann ja. Bei dem Preis würde ich Herrn Kohler fragen, ob das möglich ist. Luzern ist eine sehr schöne Stadt und eine Reise wert.

Gruß Uwe
 
Da sehe ich einen weiteren Widerspruch zu den genannten Wünschen. Ein Doppelrefraktor, der bei Planeten wirklich was zeigt, ist nämlich ein richtiger Klopper und ganz und gar nicht reisetauglich.
Hallo Peter und danke für deine Antwort... du hast bestimmt Recht und ich verstehe worauf du hinaus willst.

Aber... reicht ein 500mm Doppel-Dobson mit Umlenkeinheit oder eher Richtung Double-Hubble? : )

Ich weiß, ich muss einen schwierigen Spagat zwischen optischer Qualität, maximal sinnvoller Vergrößerung und Reisetauglichkeit meistern und eine eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, aber einen bestmöglichen Kompromiss aus Details und Handlichkeit. Außerdem ist mir die Handlichkeit, Immersion und Plastizität wichtiger als Krater und Rillen zählen ; )

Edit: Ich habe Jupiter bisher nur bei 25 fach beobachtet und fand es schon eindrucksvoll wie die Monde an einer Perlenkette aufgefädelt waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Janis,

früher waren in den Doppelrefraktoren EMSs verbaut, mittlerweile EZMs.

Dazu noch folgender Hinweis:

EZM.jpg


(Quelle: Astrooptik Kohler, AOK Swiss)

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Janis,

hast Du ein Großfernglas (APM, TS, etc) als 70 oder 82mm Version in 90°Ausführung mal angedacht? Dies wäre halbwegs noch irgendwie transportabel für einen Rucksack zu gestalten als Setup, prima Übersichtsbeobachtungen sind möglich und der Vergrößerungsbereich ist je nach Ausführung bis etwa 80-100fach tauglich.
Sollte es gebraucht zu deutlich niedrigeren Preisen als das angedachte Bino geben.

Gruß
Johannes
 
Hallo zusammen, seit vielen Jahren reift der Wunsch nach einem Doppelrefraktor und ich würde gerne eure Meinung zu meinem favorisierten Set-up hören. Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit mal in ein vergleichbares Binokular zu schauen, damit ich weiß wie die Abbildung und Wirkung ist.

Vorweg: Ich habe schon erste Erfahrungen mit einem Großfernglas 25/100. Dabei fehlte mir die Möglichkeit die Vergrößerung anzupassen und ein entspannter 90° Einblick. Mir geht es nicht so sehr um maximale Details und Höchstvergrößerung. Das Beobachten sollte vor allem entspannt, immersiv und plastisch sein… ein Spacewalk, ein Blick aus dem Raumschifffenster.

Da ich im Ballungsgebiet wohne (NRW, nähe Düsseldorf) werde ich das Binokular meist für Mond, Planeten und Sonne nutzen. Das Set-Up muss reisetauglich sein, also handlich und leicht, am besten in einen Rucksack passen… unter dunklem Himmel natürlich Deep Sky. Sonne zu Beginn Weißlicht-Beobachtung und später H-alpha als Monokular.

Mein Traum Set-up : )))) von AOK Swiss

- Borg 72 FL Doppelteleskop mit EZM Aufrichtsystemen
- VAMOtraveler oder AYO Montierung
- Berlebach Report oder Carbonstativ mit Kurbelsäule (zB Leofoto Summit LM-364C )
- TeleVue Ethos Okularpaar
- —> mittelfristig 3 Paare, bei Neuanschaffung aus Kostengründen auf ein bis zwei Paar beschränken
- Mittelfristig: Quark H-alpha Sonnenfilter

Was haltet ihr von dem Set-up? Gedanken und Erfahrungen…
Hi Janis,

ich sehe viele Widersprüche der einzelnen Aussagen und behaupte daher,
dass man so wie vorgetragen, Dir keinen exakten Rat bzw. Empfehlung geben kann.

Als erstes müßte der Ansatz "reisetauglich" klar definiert sein, damit wir zumindest mal Maß und Gewicht kennen.
Dann das Beobachtungsziel: Großfeld = meist große AP = da stört das helle Ddorf aber gewaltig
Planeten sind das Gegenteil - da ist die Ap klein - D stört weniger, aber das ohne Details und höhere Vergrößerungen wäre mir das schnell langweilig
Dein Traumsetup kostet mal richtig Geld. An Okularsätzen zu sparen macht keinen Sinn, zumal ja nur über die Okulare die gewünschte Variabilität der Vergrößerung machbar ist. Davon abgesehen sind Okulare kein Zubehör wie beim Auto, sondern Maßgeblich.

Vllt hilft Dir zur Orientierung und als Denkanstoß wenn ich aus meinem aktuellen Astropark ggf. passendes mal kurz erläutere

72mm f/6 Apo - auf Benro 3WegeNeiger und kleinem Fotostativ - zusammen mit einer Barlow einem Zoom
Fokus auf: Spontan, leicht, Fahrradkoffertauglich - nehme ich für Sonne , Mond, und Planeten, Ap 0,5 kein Thema, für DS zu wenig Licht für mich
Für Gro?feld ersetze ich Apo und Okulare etc bei gleichem Unterbau mit einem 16x80 EDBino

80m Apo f/7 - deutlich größer, andere Montierung, mehr Details und Seherlebnis. DS beginnt hier für mich

100mm ApMBino- 7,5 Kilo, plus 8 Okularsets (AP 6 bis 0,8), großes Manfrotto Stativ und Neiger oder Alugabel auf EQ6 Stativ.
Tolles Raumerlebnis, Großfeld DS ist super aber auch die Details bei Sonne und Mond , V Max unter dem 80mm Refraktor
Rucksack oder Reise ist das für mich nicht annähernd

130/650 Newton auf Giro III und kleinem Holzstativ, kann 2" aber auch 200fach. Rucksack ist nicht, aber dennoch leicht transportabel.
Sowas kann man auf Bino bauen und auf 2" verzichten oder aber vorhandene Okulare nutzen und auf Bino verzichten.
Das geht auch mit 150/750 .
Und in der Größe auch als Reisedobson. Dann ohne Bino aber optisch variabel und mit geringem Gewicht. Mein 8" f/5 RD im Leichtbau wiegt mit Rockerbox 5,5 Kilo ist handgepäcktauglich und würde auch in einen großen Fotorucksack passen.
ein Hofheim 8 f/4 ist bei 8,5 Kilo und auch transportabel und kompakt.

Mit dem Gedanken an leichtes kompaktes Gerät ist für mich dann Schluß.

Ist etwas weg von der Ausgangsfrage, aber Findest Du Dich in einer der Optionen wieder?

CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Set-Up muss reisetauglich sein, also handlich und leicht, am besten in einen Rucksack passen… unter dunklem Himmel natürlich Deep Sky.

Hallo Janis

Es wäre wahrscheinlich produktiv für dich, diverese Größenklassen von Ausrüstung, ihre Abmessungen und Gewichte, mal real-live zu erleben (Sternwarten, Teleskoptreffen, Teleskopschops,...), was immer am einfachsten ist.
Schon ein einzelner 80mm F7 Refraktor (ev. 90mm bei F6), +Montierung und Okulare (Stativ extra), füllt einen Bordtrolley oder Rucksack.

Rein prinzipiell bin ich aber bei dir, mein mobiles Grab&Go Setup ist in der Praxis mein Wichtigstes, weil es am öftesten zum Einsatz kommt.
Folgerichtig das man sich das zuerst anschafft.

Clear skies
Martin
 
Hallo Janis,

Ich kann Deine Faszination für das beidäugige Beobachten, insbesondere auch mit Doppelrefraktoren voll und ganz nachvollziehen.

Ich möchte noch einen anderen Gedanken ins Spiel bringen: maximiere die für Dich im alltäglichen Gebrauch finanziell und praktisch noch sinnvolle Öffnung und nimm auf Reisen nur eines der beiden Teleskope (ggf. mit Binoansatz) mit. Das ist die Strategie, die ich verfolge. Mein Doppel-Tak aus zwei FC100-DF sitzt auf einer BB-131 Plattform von AOK. Eines der beiden Teleskope auszubauen ist eine Sache von 5 Minuten. Für Flugreisen werde ich die Taukappe und den OAZ demontieren, so dass der Tubus mit Objektiv ins Handgepäck passt. Ich hab noch nicht nachgemessen, denke aber, dass das gehen sollte. Vom Gewicht her sowieso. Dazu eine leichte Montierung und ein leichtes Stativ und Du hast ein schönes reisetaugliches Setup und für zu Hause das Maximum, was noch zu Deinen Rahmenbedingungen passt.

Selbst wenn Du beim 3"-Borg bleiben solltest, finde ich die Grundidee sehr gut.

VG, Andreas
 
Hallo zusammen, und ganz herzlichen Dank für die vielen Meinungen, Gedanken und Empfehlungen zu meinem geplanten Set-up. Aktuell tendiere ich zu dem Borg 90 FL Bino, das sollte bis 200fach gut abbilden. Die Reisetauglichkeit schränke ich etwas ein.

hast Du ein Großfernglas (APM, TS, etc) als 70 oder 82mm Version in 90°Ausführung mal angedacht? Dies wäre halbwegs noch irgendwie transportabel für einen Rucksack zu gestalten als Setup, prima Übersichtsbeobachtungen sind möglich und der Vergrößerungsbereich ist je nach Ausführung bis etwa 80-100fach tauglich.
Sollte es gebraucht zu deutlich niedrigeren Preisen als das angedachte Bino geben.
Ja, da habe ich in der Tat schon häufiger und länger drüber nachgedacht. Ich bin für mich aber zu dem Schluss gekommen, dass ich sehr gerne auch jenseits der 100fach Vergrößerung beobachten möchte, daher der Wunsch nach einem Doppelrefraktor.

ich sehe viele Widersprüche der einzelnen Aussagen und behaupte daher,
dass man so wie vorgetragen, Dir keinen exakten Rat bzw. Empfehlung geben kann.
Ich bin gerade dabei mein geplantes Set-up zu überdenken, es soll wahrscheinlich doch etwas mehr Öffnung sein. Auch das Thema reisetauglichkeit habe ich nochmal überdacht. Ich bin meist mit einem Camper unterwegs... heißt, das Equipment muss nicht komplett in einen Rucksack passen. Ich werde einen Kompromiss finden müssen aus Handlichkeit und astronomischen Nutzen.

80m Apo f/7 - deutlich größer, andere Montierung, mehr Details und Seherlebnis. DS beginnt hier für mich
Ja, das geht in die richtige Richtung.
 
Es wäre wahrscheinlich produktiv für dich, diverese Größenklassen von Ausrüstung, ihre Abmessungen und Gewichte, mal real-live zu erleben (Sternwarten, Teleskoptreffen, Teleskopschops,...), was immer am einfachsten ist.
Schon ein einzelner 80mm F7 Refraktor (ev. 90mm bei F6), +Montierung und Okulare (Stativ extra), füllt einen Bordtrolley oder Rucksack.

Rein prinzipiell bin ich aber bei dir, mein mobiles Grab&Go Setup ist in der Praxis mein Wichtigstes, weil es am öftesten zum Einsatz kommt.
Folgerichtig das man sich das zuerst anschafft.
Martin, Danke für die Einschätzung. Ich habe schon durch diverse Instrumente geschaut, meist einäugig und fand bisher die Abbildung und Wirkung von meinem 25/100er Großfernglas am überzeugensten. Mal durch einen leistungsstarken Doppelrefraktor zu schauen, wäre super, allerdings sind diese auch sehr selten, oder? War schon in zwei Sternwarten und die Teleskope dort fand ich nicht überzeugend (lag aber vielleicht auch am Setting und in dem einen Fall an den unerfahrenen Jungs die das teleskop bedient haben... konnten mir noch nicht mal die aktuelle Vergößerung sagen).

Ich bin deiner Meinung, das beste Set-up ist nicht unbedingt das was am meisten zeigt, sondern das womit man am häufigsten und liebsten beobachtet.
 
Ich kann Deine Faszination für das beidäugige Beobachten, insbesondere auch mit Doppelrefraktoren voll und ganz nachvollziehen.

Ich möchte noch einen anderen Gedanken ins Spiel bringen: maximiere die für Dich im alltäglichen Gebrauch finanziell und praktisch noch sinnvolle Öffnung und nimm auf Reisen nur eines der beiden Teleskope (ggf. mit Binoansatz) mit. Das ist die Strategie, die ich verfolge. Mein Doppel-Tak aus zwei FC100-DF sitzt auf einer BB-131 Plattform von AOK. Eines der beiden Teleskope auszubauen ist eine Sache von 5 Minuten. Für Flugreisen werde ich die Taukappe und den OAZ demontieren, so dass der Tubus mit Objektiv ins Handgepäck passt. Ich hab noch nicht nachgemessen, denke aber, dass das gehen sollte. Vom Gewicht her sowieso. Dazu eine leichte Montierung und ein leichtes Stativ und Du hast ein schönes reisetaugliches Setup und für zu Hause das Maximum, was noch zu Deinen Rahmenbedingungen passt.

Selbst wenn Du beim 3"-Borg bleiben solltest, finde ich die Grundidee sehr gut.
Hallo Andreas... ein Gleichgesinnter : ))) Auch dir herzlichen Dank, vor allem für die tolle Idee! Das wird je nach Reiseziel die Strategie, bedeutet zwar etwas mehr Equipment, aber eben auch mehr Einsatzmöglichkeiten. Ich tendiere aktuell zum 90er Borg Bino. Mal sehen was es wirklich wird.
 
Ich bin gerade dabei mein geplantes Set-up zu überdenken, es soll wahrscheinlich doch etwas mehr Öffnung sein. Auch das Thema reisetauglichkeit habe ich nochmal überdacht. Ich bin meist mit einem Camper unterwegs... heißt, das Equipment muss nicht komplett in einen Rucksack passen. Ich werde einen Kompromiss finden müssen aus Handlichkeit und astronomischen Nutzen.
Hi
genau das ist der Ansatz für Dich und eben das was wir nicht beraten können. An meinen genannten Geräten, die ich auch aktuell alle besitze sieht man, wie schwer es ist, weit gefaßte Anforderungen in ein Gerät zu packen. Je nach Anforderung greife ich zu was anderem.
Wenn die Regler zwischen den Anforderungen verschiebst, wirst Du bald das Ziel der Begierde sehr genau definieren können.
Viel Erfolg
CS
 
Hallo

Na da hasst du uns veräppelt.
In ein 19 Fuß Wohnmobiel gibt es Staufächer wo auch eine EQ8 und ein 16" RC tei gehen.
Im Flugzeug? Da wäre so ein Doppeltefaktor im Koffer als Aufgabegepäck, geht bei dem Wert eigentlich gar nicht.
Da ist eher ein Problem wie du es nutzt wenn du nicht reist.

Gruß Frank
 
Aktuell tendiere ich zu dem Borg 90 FL Bino, das sollte bis 200fach gut abbilden. Die Reisetauglichkeit schränke ich etwas ein.

Hallo Janis

vielleicht interessiert dich dieser Threadteil, das wird so ein Setup nesprochen.

Diese Borgs haben definitiv einen Gewichts und Abmessungsvorteil für ein mobiles Setup, bezogen auf ihre Öffnungsgröße.
Von den Kosten für so ein Bino reden wir lieber nicht :)

Clear skies
Martin
 
vielleicht interessiert dich dieser Threadteil, das wird so ein Setup nesprochen.
https://www.cloudynights.com/forums/topic/701661-borg-binoscope-vs-apm-binoculars-user-experiences/page/3/#comment-10230622
Diese Borgs haben definitiv einen Gewichts und Abmessungsvorteil für ein mobiles Setup, bezogen auf ihre Öffnungsgröße.
Von den Kosten für so ein Bino reden wir lieber nicht :)
Hallo Martin, danke für dein Feedback. Genau die Review habe ich kürzlich auch gefunden. Sehr detailliert getestet und ausführlich beschrieben. Nach genau sowas hatte ich gesucht.

Ja, die Kosten... billig ist es nicht : / habe hier aber schon häufiger gelesen, dass die Leute teilweise mehrfach günstigere Systeme kaufen, letztlich aber dann bei den High End Systemen landen. Die Zusatzschleife möchte ich mir gerne sparen.

Die Schilderung der Mondbeobachtung hat es mir auf jeden Fall angetan...
May 30, 2020, 10:30 pm: The crescent moon is now 8 days old, and seeing conditions are very satisfactory. I observe with 7mm DeLite (71x) and 5mm DeLite (100x) eyepieces in the Borg. Stunning detail on Theophilus, the central mountain easily split in its 4 segments; just north of Theophilus is Sinus Asperitatis, the unnamed plateau-like structure within it is again well visible; easier targets like Rupes Recta or Vallis Alpes appear crisp and clear; crater Hyginus with its double 110km valley structures called Rima Hyginus are nice and distinct and easy to locate, I do not remember having seen them that clear in a binoscope.

Schönen Abend noch...
Janis
 
Hallo Janis,

hier wurden ja schon einige wesentliche Punkte gebracht, generell ist die binokulare Beobachtung nicht jedermanns Sache. Ich denke das ist wie bei Okularen sehr individuell, ob man damit glücklich wird oder eben nicht.
Was den Aufwand und die Kosten angeht sind die Vorstellungen ebenfalls sehr unterschiedlich, das sind sie aber in jedem Hobby.
Ich würde dir noch diese Lektüre hier ans Herz legen: Großfernglas Guide

Die APM Binos und andere Label werden meiner Meinung nach oft ein bisschen zu sehr gelobt. Diese sind für den eigentlichen Zweck, beobachten weiter Felder unter möglichst dunklem Himmel sehr gut geeignet aber bei weitem keine Allroundgeräte, falls es so etwas überhaupt gibt.

Ein echtes Binoteleskop ist vom Aufwand, allerdings auch von der Bildqualität eine ganz andere Hausnummer. Technisch ist die Umsetzung alles Andere als trivial. Es müssen Abstände und Ausrichtung der optischen Achsen, der individuelle Augenabstand, die Ausleuchtung (insbesondere bei schnellen Optiken) und die Achsparallele Ausrichtung des Bildes berücksichtigt werden. Bisher hatte das Tatsuro Matsumoto mit den EMS am Besten geschafft ein praxistaugliches BT ohne aufwendigen Selbstbau zu verwirklichen. Die EZM sollen aber ähnlich gut sein. Hat man dann ein gut funktionierendes Setup, sind deine anfänglichen Kriterien durchaus erfüllbar, bis auf die Reisetauglichkeit, die du ja aber selbst wieder eingeschränkt hast.

Allgemein ist nicht zu unterschätzen, dass bei der binokularen Beobachtung eine ergonomische Beobachtungsposition nochmal wichtiger ist, ebenso das Einblickverhalten von Okularen und der Augenabstand.

Hier mal ein paar meiner Setups in Bildern.

Mein erstes Bino, ein APM100ED 90° hatte ich auch mit in Afrika, schönes noch transportables Widefieldgerät. Ohne einen Side by Side Vergleich mit einem echten BT wird man für Deep Sky im Rahmen dieser Öffnungsklasse nichts vermissen und sie haben ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis. Idealerweise auf einem Videoneiger und zwingend einem Stativ mit Kurbelsäule montiert. Mit Berlebach Uni K40 und Videoneiger unter 20kg, ca. 3500 Euro ohne Okulare.

Mein erstes echtes BT: ein Bino aus zwei AOM FLT 105 auf einer AOK BB-160, AZ100, Berlebach Planet K70 und EMS UL. Ein ausgezeichnetes Setup, für Planeten wie für Deep Sky und sogar an der Sonne gut einsetzbar. Kosten ohne Okularseitiges Zubehör ca. 16500 Euro.
Hier kann man auch schön sehen, warum eine Kurbelsäule für entspanntes beobachten notwendig ist, einfach mal auf die Änderung der Einblickhöhe während der Bewegung achten.

Und noch eine Nummer größer: zwei TOA130, parallel Montage in Eigenkonstruktion, TTS160 Panther, Planet K70, EMS UL. Ca. 80kg Gewicht und 22000 Euro.

Meine eigenen Beobachtungen ergaben im direkten Side by Side Vergleich ein deutlich helleres, weitgehend fehlerfreies Bild bei den BTs gegenüber Farbfehler, Astigmatismus und Streuung im APM Bino. Entgegen mancher theoretischen Überlegungen hat das BT auch Vorteile gegenüber einer gleich großen oder etwas größeren Optik mit Binokularansatz auch bei hohen Vergrößerungen. Ich schätze den Faktor auf etwa 1:1,25. So empfand ich das 105er BT dem TOA130 mit Zeiss GF Bino am Planeten etwa ebenbürtig, bei Deep Sky klarer Überlegen. Das 130er BT empfand ich einem LZOS 152f8 ebenbürtig.
Nachteilig ist bei einem tiefen Stand der Planeten jedoch, am BT keinen ADK einsetzen zu können. Sehr bewährt haben sich Filterschubladen am BT.

Nun habe ich auch ausgezeichnete Monoteleskope, darunter einen 8 Zoll Apo und einen 20er Dobson. Am Apo nutze ich ein APO Bino von Dennis Levatic, allerdings ohne erweiterten Durchlass und hatte das kleine Baader Bino am Dobson. Den Dob nutze ich nur noch monokular, Bino hat sich hier für mich nicht bewährt. Am 14er SC hatte ich das Bino gerne für Kugelsternhaufen und Planeten eingesetzt.

Mit dem BORG BT bist du sicher schon sehr gut aufgestellt, wobei ich die Refraktoren nicht aus eigener Anschauung kenne. Die Zentralarmmontierung von AOK sieht sehr interessant aus, ich würde dennoch die BB nehmen und einen Videoneiger auf Kurbelsäulenstativ darunter setzen. Für hohe Vergrößerungen habe ich gerne eine Nachführung, hier kann ich die ROWAN AZ100 sehr empfehlen. Für das leichte BORG BT gibt es sicherlich mit einer Ioptron HAZ oder ähnlich auch noch leichtere Möglichkeiten.

Ich habe mich binokular wieder verkleinert, bzw. bin noch dabei. Es soll ein BT aus zwei Takahashi FC100 werden. Ähnlich dem hier:
Takahashi FC-100DZ BINO + Ioptron AZ Mount Pro 20220305

cs Alex
 

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Hi Alex,

Nun habe ich auch ausgezeichnete Monoteleskope, darunter einen 8 Zoll Apo und einen 20er Dobson. Am Apo nutze ich ein APO Bino von Dennis Levatic, allerdings ohne erweiterten Durchlass und hatte das kleine Baader Bino am Dobson. Den Dob nutze ich nur noch monokular, Bino hat sich hier für mich nicht bewährt. Am 14er SC hatte ich das Bino gerne für Kugelsternhaufen und Planeten eingesetzt.

Ähnlich geht es mir mit Monoteleskopen + Bino. Ein leistungsfähiges „echtes“ größeres Bino wäre mit ziemlicher Sicherheit noch schwerer als mein 9“ Apo. Im Gegensatz zu dir verwende ich mein Bino an beiden DOB’s recht häufig. Meist an Planeten, letztens auch für etwas hellere DS Objekte mit dem 22er. Das hatte auch seinen Charme.

Selbstverständlich komme ich ohne geeignete, hochwertige Barlow nicht an den Brennpunkt bei den Dob‘s. Beim 9er habe ich jede Menge Fokussierweg und ich kann auch auf eine Barlow o.ä. verzichten.

Es muss demnach nicht immer ein Doppelteleskop sein. Aber das hängt natürlich von den individuellen Anforderungen und vom „Schleppfaktor“ ab.

Viele Grüße
Werner
 
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