Hallo Gerrit,
auch das "fordert" die Beschreibung eines Astrografen auf Wikipedia: "...Auch soll der Abbildungsmaßstab über einen großen Spektralbereich konstant bleiben und sich bei nächtlicher Abkühlung nicht zu stark ändern. ..."
siehe:
https://de.wikipedia.org/wiki/Astrograf
Wobei man sich auch vortrefflich darüber streiten könnte, was "nicht zu stark ändern" bedeutet. Muss ich nach jeder 2. 10minütigen Aufnahme den Fokus prüfen, oder reicht es einmal pro Nacht, wenn ich eh einen Meridian-Flip machen muss?
Wie dem auch sei, ich denke dem technik-/optikaffinen Interessenten sollte schnell klar werden, dass es irgendwo schon einen Unterschied geben muss, wenn das eine Gerät 500 € kostet und das anderen knapp 3.000 €, vor allem wenn der Tubus des teuren Instruments auch noch hässlich Gelb lackiert wurde und nicht mit Diamanten aufgehübscht ist... Werbung hin oder her!
In wie fern man dann diese Preisdifferenz akzeptieren kann oder will steht auf einem anderen Blatt Papier, ebenso wie der individuelle Anspruch, wobei diesen zu bestimmen bei so manch vollmundiger Werbebeschreibung für eine nicht zu verachtende Anzahl interessierter Menschen schon kaum noch möglich ist.
In so fern finde ich (der TO eventuell schon nicht mehr) die Diskussion hier sehr interessant, vor allem weil von der DIY-Lösung (114er-Umbau) über kleine "fototaugliche Seriennewtons" und ED APOs bis hin zum Astrografen vieles angesprochen wurde.
Und um dann doch wieder beim TO zu landen, die Entscheidung einen kleinen APO für die Wintersaison zu kaufen kann ich gut nachvollziehen, aus ähnlichen Gründen habe ich damals einen 80 f/6 ED APO gekauft und diese Anschaffung nie bereut, auch wenn mich die 114er-Geschichte reizen würde. Aber erst mal muss die Steuerung meiner EXOS-2 dran glauben ;-)