Hallo Darth,
deine BEobachtungsziele sind (verständlicherweise) noch etwas diffus.
Als Einsteiger weis man naturgemäß noch nict so genau wohin man sich
später orientieren wird. Ic habe die beiden von dir genanten Teleskope
selbst auch noch nie Seite an Seite vergleichen können.
Aber selbst wenn ich das getan hätte:
Da die Teleskope (und das Zubehör) im Billigbereich gewisse
Qualitätsschwankungen aufweisen kann man die Ergebnisse des Vergleichs
meist sowiso nicht verallgemeinern.
Die beiden Teleskope sind soweit ich das bei Meade Europe sehe
sehr unterschiedlich:
Das DS-2102 MAK ist azimutal montiert und mit Goto ausgestattet.
Das Messier R-102 ist parallaktisch montiert und hat kein Goto.
Allein darüber was denn nun vorzuziehen sei gibt es mehrseitige
Diskussionen hier im Forum
Meine Meinung:
Sowohl die lohnenswerten Planeten als auch den Mond findest du
leicht ohne Goto.
Und mit der parallaktischen Montierung bist du flexibler,
denn du kannst später andere optische Tuben darauf montieren.
Die Bresser Mon-2 ist eine der vielen chinesischen GP-Nachbauten.
Sie wird den 4"f/10 refraktor passabel gut tragen.
Zum den Teleskopen:
Beide haben mit 102mm die gleiche Öffnung. Das theoretische
Auflösungsvermögen ist also vergleichbar. Das Kontrastübetragungsvermögen
interessiert aber für die Planetenbeobachtung ebenfalls.
Hier leidet der Mak unte der großen zentralen Obstruktion,
welche das Kontrastübertragungssvermögen verringert.
Siehe dazu die entsprechenden Kurven bei Thierry legault:
http://astrosurf.com/legault/obstruction.html
Der 102mm f/10 Refraktor hat zwar keine Obstruktion, aber er hat
einen Farblängsfehler. Auch dieser wirkt sich kontrastmindernd aus.
Der Mak leidet auch noch an einem glänzend reflektierenden Blendrohr.
Auch das ist ungünstig für die Planetenbeobachtung.
Insgesamt sehe ich den Refraktor vorne. Er hat auch noch den Vorteil
daß du die Sonne problemlos mittels Herschelkeil beobachten kannst.
Dejustage der Optik ist bei einem Refraktor (normalerweise) auch kein Thema.
Bei Deep Sky hast du mit dem Refraktor deutlich mehr Licht.
Groß geschätzt gehen nur etwa 0,5% pro Glas-Luft-Fläche und
0,5% pro Durchgang durch eine Linse verloren.
Also nur ca 3% und selbst falls es 5% wären wäre der Verlust gering.
Beim Mak verlierst du wegen der Reflektivität der Spiegel
( 90% , vielleicht sind es bei teuren Maks auch nominell 94% )
dochschon signifikant mehr Licht, dazu kommt noch die Obstruktion
die beim 102mm Mak recht groß ist und mindestens 35% des Durchmessers
beträgt, also mindestens zu 12% Lichtverlust führt.
Beim Mak kommen dann nur etwa 70% bis 75% des Lichtes des
Refraktors
mit gleicher Öffnung durch. Dies spielt bei Mond und Planeten
keine Rolle, wohl aber bei Nebeln.
Zusammenfassend würde ich sagen:
Mit dem Refraktor auf parallaktischer Montierung hast du das
flexiblere und auch leistungsfähigere Paket zum (wenn ich es
bei Meade Europe richtig gesehen habe) gleichen Preis.
CS,Karsten