Kaufempfehlung Spacewalk Telescopes / DocTelescope

Ich meine der Spacewalk horizon 20" hatte das problem, dass der Fangspiegel sich nicht rotieren ließ und beim kollimieren ziemlich eingeschränkt war.
Ich sehe in der nicht Rotierbarkeit keinen Nachteil, solange die Fangspiegeleinheit genug Justagefreiheitsgrade liefert, siehe z.B. unsere Fünflinge. Das ist perfekt justierbar, leicht und bocksteif durch die großen Querschnitte und die exzentrische Geometire. Sehr oft sehe ich hingegen kommerzielle Fangspiegeleinheiten die zwecks Rotationsmöglichkeit an einer Gewindestange "baumeln". Das ist nicht besonders verdrehsteif und generell durch die langen Hebel und kleinen Querschnitte statisch ungünstig.

Was mich baer SpaceWalk neben dem Holz auch stört ist, dass der Hauptspiegel anscheinend auch nicht lateral gelagert werden muss. Der verwendet einen Schott Supremax und auch wenn es das nicht ganz erfordert, wäre es sinnvoll, das Teil von mehrere Seiten lateral zu lagern. Aber das ist nur meinen Meinung.
Was meinst du mit "nicht lateral gelagert werden muss"? Die Spacewalk Spiegelzellen haben eine radiale Rollenlagerung am Außenrand in +/-45° Anordnung genau in der Schwerelinie des Spiegels (sog. anastigmatische Anordnung). Diese Art der Lagerung hat sich bei Dobsons, bzw. generell bei azimutal montierten Teleskopen bewährt, da bei diesen die Schwerkraft immer in dieselbe Richtung wirkt. Auch bei Betrieb auf einer EQ-Plattform ändert sich der Winkel zur Lotrechten nur geringfügig, sodass Probleme durch die leichte Schieflage nur bei extrem großen und extrem dünnen Spiegeln zu befürchten sind.

Es hat gute Gründe, warum Holz, insbesondere Multiplex im Dobsonbau für Spiegelboxen und Rockerboxen so beliebt ist: Gutes Steifigkeits- zu Gewicht Verhältnis, formstabil, gut zu verarbeiten, sehr gute Dämpfungseigenschaften, langlebig wasserabweisend beschichtbar, Sandwich Komposite leicht herstellbar... und trotz der stark gestiegenen Holzpreise immer noch erschwinglich.

Mich hat es mir immer gestört bei Planeten die Bildfeldrotation auszugleichen.
Dobsons sind ja hauptsächlich für die visuelle Nutzung ausgelegt und dafür ist die Bildfeldrotation völlig irrelevant. Man sieht direkt im Okular in welche Richtung die Sterne driften und dorthin macht man beim Zeichnen seinen Westpfeil hin.

Im Eingangspost steht explizit:
Es soll also ein Dobson werden, bitte! Ohne GoTo. Selber suchen, erkunden und finden. Mit eigenen Augen sehen. Ich bin bei 16" Gitterrohr Leichtbau gelandet.
 
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Hallo Zusammen,

dann fasse ich mal für mich zusammen: wenn Kaufen und Anfänger und gleich das Dicke Ding, dann besser dort, wo es ein gutes Paket (für den Einstieg) gibt und die Vorabstimmung möglichst leicht ist (Sprachbarriere). Die Zusammenstellung von einzelnen Komponenten birgt für mich allein zu viele Fallstricke und u. U. Kosten. Zudem muss man sich ja auch noch Optionen für weitere Ausbaustufen erhalten. Also... falls mich der Hafer dann endgültig sticht :ROFLMAO:.

Und wie Stathis ganz richtig anmerkt: Ich starte wenn, dann manuell. Ich sollte/möchte doch erstmal lernen mich da oben zurecht zu finden!

Und... da Stathis auch hier ist, traue ich mich mal: wie steht Ihr denn generell zum Thema "Selbstbau (inkl. Spiegelschleifen)"? Ist das eher was für den Spezialisten mit voll ausgestatteter Werkstatt? Ist man da im Grunde eher als Einzelkämpfer unterwegs? Oder würdet Ihr mich ermutigen, den Gedanken als mögliche Alternative weiter zu denken? Ich meine... das wäre ja mal ein Träumchen: Mit Unterstützung einer erfahrenen Gruppe sich sein eigenes Teleskop bauen!! :love:

Viele Grüße,
Seb
 
Was meinst du mit Zentralaufhängung? Die sind doch zu den Spacewalk Spiegel identisch ...
Nicht ganz, die Nauris Spiegel haben auf der Rückseite eine hinterschnittene Mittenbohrung, die aber nicht durchgängig ist.
Leider habe ich gerade kein Foto, allerdings sieht man hier in der Anzeige von Nauris den Pilzkopfzapfen in der Mitte, der Spiegel selbst liegt nach wie vor auf seiner Punktauflage.


Der Vorteil dieser Fassung, es gibt keine Halteklammern mehr und dadurch auch keine störende Beugungserscheinungen, wie durch Halteklammern.
Auch hat man in Horizontallage oder in dessen nähe einen höheren Strehl, da der Spiegel nicht in sich zusammenfallen kann (potato chip effect).
LG
 
Und wie Stathis ganz richtig anmerkt: Ich starte wenn, dann manuell. Ich sollte/möchte doch erstmal lernen mich da oben zurecht zu finden
Na ja, kommt auf das Ziel an. Ich muss nicht alle Konstellationen kennen, um Spass zu haben. Es kommt darauf an was du möchtest.


Die Zusammenstellung von einzelnen Komponenten birgt für mich allein zu viele Fallstricke und u. U. Kosten
Und dann willst du eventuell selber Spiegel schleifen ? Puh also ich habe mehrere Teleskope gebaut, aber ans spiegelschleifen würde ich mich nicht rantrauen. Auch das vermessen ist nicht ohne. Etwas Optik Erfahrung schadet jedenfalls nicht und manche bauen ihr Vermessungs-Apparaturen selbst. Da ist sie Zusammenstellung von Teleskop und Zubehör eher ein Kinderspiel.
 
Der Vorteil dieser Fassung, es gibt keine Halteklammern mehr und dadurch auch keine störende Beugungserscheinungen, wie durch Halteklammern.
Auch hat man in Horizontallage oder in dessen nähe einen höheren Strehl, da der Spiegel nicht in sich zusammenfallen kann (potato chip effect).
LG
Nachteil ist dann aber dass du, wenn du ein. Nauris Teleskop hast und eventuell in einigen Jahren eine neue Spiegel brauchst, du den eventuell nicht von jeder Quelle passend zur Spiegelhalterung bestellen kannst.
 
Nachteil ist dann aber dass du, wenn du ein. Nauris Teleskop hast und eventuell in einigen Jahren eine neue Spiegel brauchst, du den eventuell nicht von jeder Quelle passend zur Spiegelhalterung bestellen kannst.
Ja da hast du recht, aber ich denke mit so einem hochwertigen Produkt wird man viele Jahre wenn nicht Jahrzehnte seine Freunde haben.
In der Zeit ist dann auch alles andere am Teleskop gealtert.

Die Spiegel von Nauris sind High End, eine Nachrüstung mit etwas besseren wird also nur schwer möglich sein.
Und für den Fall der Fälle lässt sich die Nauris Hauptspiegelzelle auch mit Halteklammern nachrüsten, so dass man auch andere Spiegel verwenden könnte.

Eine weitere Option wäre es den Spiegel im Fall der Fälle einfach neu beschichten lassen, oder neu aufpolieren und dann beschichten lassen.
Da besteht also keine Not auf die guten Eigenschaften der Zentralaufhängung zu verzichten.
LG
 
Da hast du Recht. Die Nauris sind schon Klasse. Obwohl ich meinen 16" nicht einmal fertig habe, liebäugel ich immer noch mit einem 18" oder 21". Ob ich den 21" hier jemals ausreizen würde, wäre die fragen und mit Rind 47kg wäre meine EQ8 auch am Limit. Andererseits wäre der 18" kein großer Sprung von 16" entfernt.

Aber so ein f/3,3 wäre schon Klasse.
 
Hi,

Ich würde Dir den 16" überhaupt nicht ausreden wollen, aber als Vorprojekt
1. Mir sehr gute (mindestens, aber das ist auch ausreichend: ) 82°Okulare (forever- Level Quali) kaufen.
2. Mir einen leichten 6 " f/5 Newton kaufen mit (zwingend) 2" OAZ als Widefield Instrument. Brennweitenbedingt sind dessen Bildfelder im Durchmeseer 2x so gross wie im 16" von oben, von der Fläche her 4x so gross (VIEL mehr Objekte zum StarHoppen !!!)

Zu dem 6" ein Stativ und einen günstigen Azi Schwenkkopf. Handling wie Dobson.

Mit diesem Setup machst Du 1 Jahr lang eingucken und StarHops üben. Ist *VIEL* einfacher als mit engem Feld !!! Danach holst Du den 16", die Okulare behälst Du, bleiben gleich. Emissionslinien-Filter in 2" natürlich. Schnell mal gucken, Übersicht nötig --> 6". Maximales Lichr --> 16". Okulare immer gleich (Limits beachten, aber grob gleich).

Wirste in keiner Weise bereuen und kostet nur sehr wenig mehr. Ausserdem lernst Du viel leichter und hast ein Schnallmalguck- und Widefield-Instrument.

Denk dran, das DUNKLER HIMMEL für DS essentiell ist !

Guck mal was ich als Sucher an meinem 20" habe...

Good luck !
Lg, Peter
 
Hallo Peter,

das ist eine gute Idee mit dem 6" Sucher und wäre auch mit kleinem Budget realisierbar. Insbesondere wenn die Okulare übergreifend nutzbar sind. Dann wird es aber eher die Stand Alone Version. Gemäß dem von Dir verlinkten Artikel, hätte ich quasi ums Eck einen Himmel von 21.52 mag. Das ist ja nicht der Schlechteste, denke ich. Also: Merci für Deinen Tipp.

Grüße,
Seb
 
Ciao Seb,

An dem 6" reicht ein Telrad als 'Sucher'. Nimm 2 Halterungen dafür. Eine an dem 6", die andere an dem 16" befestigen. Je nachdem ob standalone 6" oder mit 16" als Hauptrohr navigierst Du dann gleich. Den 6" als Bigfinder an den gr. Dob ist super, macht aber natürlich deutliche Gleichgewichtsprobleme (evtl. Mein 6" Tubus ist aus Kunststoff, ausserdem leichter Helical OAZ). Muss man praktisch ausprobieren und natürlich tarieren durch Gegengewichte. Beachten: Der 16" von Christian Busch ist optimiert leicht, der wird also sensibel auf weiteres Gewicht sein...! (Mein Dob ist deutlich massiver, schwerer, aber dadurch nicht heikel). Daher muss man die 6" BigFinder Idee dort sicher erst testen... Prinzipiell ist die Kombi aber meiner Erfahrung nach Super.

Okulare: das 20mm HDC von APM 100° soll sehr gut sein und funzt an beiden Teleskopen. Am 6" f/5 wäre darüber noch ein 30mm 82° ES super - Riesenfeld von 3.3° und mit guter AP von 6mm an f/5 (am 16" hat es etwas zu grosse AP, aber er explodiert dennoch nicht ;)). Unter 20mm dann die Okulare grob mit Faktor 0.55x Steppung in der Brennweite, minimal bis 2mm würde ich sagen bei f/3.5. Ab 20mm abwärts funzen die Okulare gleich gut an beiden Scopes. Gute Okulare kaufen ! Im 16" sowieso noch dazu mit CC.

21.5mag/sas Himmel ist super, das wird also viel Spass machen ! :y:

Ansonsten hab ich hier noch alle möglichen Infos zusammengetragen, falls nötig:

StarHop können ist natürlich essentiell. Daher auch gut, mit 6" zu starten...

Good luck,
Peter
 
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Being der AP mit f3,3 sollte man schon vorsichtig sein, höher als 25mm würde ich, auch mit den genannten CCs, nicht gehen.
Das 31er hätte fast 10mm AP.

Ob nun 82 oder 100 Grad oder was dazwischen ist wie alles bei Okularen Geschmacksache. Und wesentlich für die Okularwahl ist ob mit oder ohne Brille beobachtet werden soll.

Soll bzw. muss die Brille auf bleiben ist ein möglichst langer Augenabstand wichtig, ab ~ 18mm ist gut Brillentauglich.
Da sind viele Ultraweitwinkel Okulare raus.

cs Alex
 
Hi Peter & Alex,

nachdem ich "gelernt" habe, dass ein Komakorrektor verpflichtend sein wird, habe ich mal den Paracorr T2 zugrunde gelegt. Der verlängert die Brennweite um 15% von 1300mm auf 1495mm. Damit gilt f3,74, richtig? Wenn ich weiter richtig gerechnet habe, sollte dann gelten:
Vmin = 66x bei einem 22mm Okular und AP=6 (auf die 7 komme ich wohl eher nicht mehr ;)). Der Rest ist dann Stepping / Portemonnaie = Okularkoffer. Ich habe irgendwo die Empfehlung gelesen, dass ein 3,5mm Okular stets die "gute Mitte" sei... Das läge dann mit einer Vergrößerung von 427x etwas unter der theoretischen optimalen Vergrößerung (571x). Letztere ist aber eh unrealistisch (Seeing etc.)? Und wenn man ein Stepping von 0,55x annimmt, dann würde das sogar ganz gut passen.

Ich hab also mal auf das Omegon Panorama II, 21mm, 2" mit 100° und das APM XWA 3,5mm mit 110° geschaut. Klar: die Okulare in der 4stelligen Preisklasse sind sicher besser (TeleVue Ethos 21mm 2" z.B.). Das Omegon ist jedenfalls "brillentauglich"; das APM mit 15mm Augenabstand vielleicht so gerade noch. Wenn jetzt alle laut aufschreien: "Kauf das bloß nicht!! Das muss alles mindestens auf Ethos - Niveau beginnen...!!" Puh, dann plane ich doch wieder etwas langfristiger :ROFLMAO:.

Viele Grüße,
Seb
 
Hi Seb,

ja die Brennweitenrechnung ist so richtig und ja um den CC kommst du bei unter f4 (ich sage persönlich unter f5) nicht um einen CC herum.
Ein Punkt noch zu den CCs: für die eigenen Okulare mach Televue beim Tunable Top des Paracor Angaben zur Einstellung für den optimalen Korrekturzustand. Der SIPS wird hingegen nur einmal eingestellt (Darum gehts eigentlich bei der Konstruktion)
Hier mal ein Bericht dazu: SIPS - Komakorrektor für Feathertouch-Auszüge - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Werd ich jetzt verbrannt, wenn ich ins andere Forum verlinke?

Zu den APM und Omegon Okularen: Aus persönlicher Erfahrung kenne ich das APM XWA 5 und 7 und das Omegon 5mm.
Die 5mm Okulare jeweils an APM Binos. Binokular beobachten ist nochmal etwas anders als monokular.
Ich kann für mich und die genannten Brennweiten sagen, dass ich die Okulare durchaus ansprechend fand.
Bei den längeren Brennweiten ließt man von Randunschärfe, insgesamt soll die Transmission und Farbtreue etwas schlechter sein.

Das heißt jetzt aber nicht: Kernschrott, kann man gar nicht verwenden, sondern es geht um die letzten paar Prozent.

Die APM Hi Fw 12,5 fand ich für Nachtbeobachtung ausgezeichnet, am Tag hatte ich Probleme mit dem Einblick. Das gleiche gilt auch für die ES 92LER und 100 Grad.
Hinsichtlich Randschärfe und Bildfeldwölbung sind die ES einen Tick besser als die APM, das schöne an den ES LER und dem Hi Fw ist der große Augenabstand und das bei Nacht sehr unproblematische Einblickverhalten.
Das Ethos 21 ist auch nicht mehr ganz randscharf, das 17er aber schon. Ein Nagler T5 26mm ist randscharf, hat aber mehr Bildfeldwölbung, das 25er ES 100° ist noch weniger Randscharf, hat aber ja auch ein größeres Feld als die anderen. Das Design der 100 Grad Okulare scheint bei 17mm noch sehr gut korrigiert zu sein, bei 21mm dann noch akzeptabel für Televue und bei 25mm noch akzeptabel für ES.
Die Televue Nagler T4 ist an der schnellen Optik auch mit Paracor nicht absolut randscharf, aber auch das 22er nicht schlimmer als das 21er Ethos. Ohne CC sind die T4 unter f6 ehr nicht zu empfehlen.

Okulare sind abseits der berechenbaren Größen (Vergrößerung, Austrittspupille, Gesichtsfeld) sehr stark Geschmacksache. Oft genannte Werte für die AP sind minimal 0,5 und maximal 7mm, aber auch das wird immer wieder diskutiert, auch im Zusammenhang mit Bauart und Öffnung von Optiken.
Wenn du das also für deinen Teleskoptyp bewerten willst, rate ich vor dem Kauf bei einem Teleskoptreffen einfach mal verschiedene Okulare an ähnlichen Optiken auszuprobieren.

Nicht zuletzt ist es ja auch eine Budgetfrage. Daher würde ich wie schon beschrieben mit 3 Okularen anfangen und diese lieber in besserer Qualität kaufen. Das viele da lange hin und her probieren sieht man daran, dass Okulare die meistgehandelten Gegenstände in den Foren sind.

Ich habe, wenn ich ehrlich bin viel zu viele Okulare, mehrere Koffer voll und alle Typen dabei. Ich bin aber auch der Ansicht, dass eine hochwertige Optik mit ebenso hochwertigem Zubehör verwendet werden sollte. Wäre ein Auto eine emotionale Sache für mich und ich hätte ich einen Porsche, würde ich da auch keine billigen Reifen drauf ziehen. Zum Glück ist es das nicht und ich kann mein Geld für edle Imagetrains ausgeben.
Daher auch bei hochwertigen Dobsons: die Faustregel: Je die hälfte vom Budget für Zubehör und für den Dobson. Bei parallaktisch montierten Optiken jeweils etwa 1/3 für die Montierung, OTA und Zubehör. Ist natürlich nicht absolut und gilt nur für einen gewissen Größenbereich und an den Grenzen gibt es Verwerfungen.

Bei Dobsons sehe ich diese Verwerfungen oder Steps in etwa bei 8 Zoll, 12 Zoll und 20 Zoll. Wobei die Grenze erst vor wenigen Jahren von 16 auf 20 Zoll gewandert ist. Wird ein Step überschritten steigt der Aufwand jeweils erheblich an, sowohl finanziell als auch vom Gewicht und der Verfügbarkeit.
Der 8er kann bequem als Volltubus in f6 gebaut werden und verträgt einfache Okulardesigns recht gut, ist dabei sehr günstig und leicht zu transportieren und aufzubauen. Beim 12er wird das schon ein ganzes Stück schwerer, teurer anspruchsvoller und bei 20 Zoll steigt der Aufwand dann eben noch einmal sprunghaft an. Es gibt aber sicher Argumente warum diese Grenzen individuell anders sein können. Wohnst du eh auf der Almhütte und kannst den Dob aufgebaut am Beobachtungsplatz lassen und musst nur einen Wetterschutz weg schieben und los gehts, ist es was anderes als aus einer Großstadtwohnung heraus.

cs Alex
 
Muss man praktisch ausprobieren und natürlich tarieren durch Gegengewichte. Beachten: Der 16" von Christian Busch ist optimiert leicht, der wird also sensibel auf weiteres Gewicht sein...!

Okulare: das 20mm HDC von APM 100° soll sehr gut sein und funzt an beiden Teleskopen. Am 6" f/5 wäre darüber noch ein 30mm 82° ES super - Riesenfeld von 3.3° und mit guter AP von 6mm an f/5 (am 16" hat es etwas zu grosse AP, aber er explodiert dennoch nicht ;)). Unter 20mm dann die Okulare grob mit Faktor 0.55x Steppung in der Brennweite, minimal bis 2mm würde ich sagen bei f/3.5. Ab 20mm abwärts funzen die Okulare gleich gut an beiden Scopes. Gute Okulare kaufen ! Im 16" sowieso noch dazu mit CC.
Hi,
die Spacewalk Infinity sind sehr leicht und laufen sehr leicht. Mit einem dicken Sucher wird man etwas nacharbeiten müssen.
Das geht aber recht leicht. Zum einen Rolladengurt als Gleitpartner statt Teflon. Und unten die schöne Spiegelbox mit 4 Metallwinkel zum einen etwas beschweren und weiterhin das Holz schützen, wenn man das Gerät mal hinstellen will/muss.
Für 6" f/5 wird das aber nicht ganz ausreichen.

Alternative zum 6" f/5 gibt es auch noch etwas leichter: Ich habe den 130iger PDS fürs schnelle und spontane Kucken als Ergänzung. Auch hier gilt die Okulare für f/5 passen auch am großen schnelleren Gerät, so es nicht unter f/4 ist.
Über viele Jahre, Tests und Probieren hat sich für mich letztlich für all meine Teleskope im monokularen Einsatz ergeben:

Übersicht, Großfeld: 30mm ES 82Grad, Nagler 26mm und TS XWA 20 mm 100 Grad ( je nach Gerät und Grenzgröße nötig)
DS ist der Schwerpunkt: 13, 8, 6 Ethos und 4,7mm Ethos SX 110 Grad, 3,5mm TS XWA 110 , Nagler 2,5mm T6
Ähnliche Okularsätze haben einige, die ich kenne. Insofern könnte es darauf hinauslaufen.

Urlaub, Sonderposten: Antares Speerswaler Zoom, mit Hülsenverlängerung und so 8 bis ca. 3,5mm mit 80 Grad
Urlaubsset aus 3 Okularen: 26 Nagler, Ethos 13 und das SpeersZoom 8-3,5

Binokular habe ich im Wesentlichen ES 82 Grad Okularsätze in 1,25" ( die auch monokular Spaß machen und bei dem Teleskopeinstieg aus meiner Sicht das Mindestlevel sein sollten) Preis-Leistungs-Sieger sind aus meiner Sicht aber die schwarzen XWA mit 100 Grad, die nach diversen Vergleichen, etwas hinter den Ethos liegen, aber durchweg leicht vor den teureren ES mit 100 Grad liegen.

Nicht vergessen darf man auch noch wertige Filter : UHC und OIII und später ggf. auch der H Beta. Auch da kann man einige grüne Scheine loswerden bis die finale Ausstattung im Koffer ist.
CS
 
Hallo zusammen,

es sei noch erwähnt, dass manches sehr schöne Okular überhaupt nicht mehr in Frage kommt, sollte man auf Beobachtung mit Brille (Asti) angewiesen sein. Beispielsweise die Ethos. Geht gar nicht mit Brille, zumal nur ein winziger Ausschnitt überblickbar wird. Auch Dioptrx hilft nicht. Kann man zwar reinschrauben, aber das gesamte große Gesichtsfeld ist ebenfalls nicht nutzbar.

In diesen Fällen könnte evtl. die Delos-Serie interessant werden. Diese haben ausreichend Augenabstand und die 72° sind auch mit Brille nutzbar. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Beispielsweise die Ethos. Geht gar nicht mit Brille, zumal nur ein winziger Ausschnitt überblickbar wird. Auch Dioptrx hilft nicht. Kann man zwar reinschrauben, aber das gesamte große Gesichtsfeld ist ebenfalls nicht nutzbar.
Hi Werner,

das mag für Dich so sein, aber allgemein ist diese Aussage nicht zutreffend.

Ich selbst habe auch eine Brille mit 2 unterschiedlichen Stärken und leichtem Asti inzwischen.
Das geht monokular schon, finde es aber ohne Brille angenehmer. Binokular ist für mich nur ohne Brille komfortabel möglich egal welche Okularserie auch die dünner designten Ethos.

Ich kenne mehrere Leute die Ethos mit Brille mono kucken können. Es gibt auch solche die sogar Binokular mit Ethos kucken und von keiner Nutzungseinschränkung berichten.

Wer das nicht kann, ist dann ggf. mit anderen Okularserien glücklicher.
CS
 
Ich kenne mehrere Leute die Ethos mit Brille mono kucken können. Es gibt auch solche die sogar Binokular mit Ethos kucken und von keiner Nutzungseinschränkung berichten.
Hi Antares,

nun ja, ich hatte Ethos und diese habe ich genau aufgrund der Nutzungseinschränkungen verkauft. Natürlich kann man mit diesen beobachten, aber ob man mit Brille definitiv das gesamte Gesichtsfeld bei nur 15 mm Augenabstand überblicken kann, daran habe ich meine Zweifel. In meinem Fall hat da mehr als nur ein wenig gefehlt.

Aber gut, wenn es den ein oder anderen gibt, der mit 15 mm (laut TV-Spezifikationen) klar kommt, kann sich sicher glücklich schätzen. Im Normalfall wird für Brillenträger allerdings ca. 20 mm Augenabstand empfohlen. Die Delos haben beispielsweise 20 mm.

Televue Okulare, Spezifikationen

Viele Grüße
Werner
 
Hi Werner

nun schade für Dich. Ich habe Ethos und Co und im meinem Umfeld wimmelt es nur davon, genau wie von Brillenträgern.
Natürlich kann man mit diesen beobachten, aber ob man mit Brille definitiv das gesamte Gesichtsfeld bei nur 15 mm Augenabstand überblicken kann, daran habe ich meine Zweife
Für den Fortbestand Deiner Zweifel gibt es keinen Grund, denn es geht definitiv, wenn auch nicht für jeden.
Auch davon gibt es Leute in meinem Umfeld.
Als Ursache kommt da verschiedenes in Frage. Manchmal ist die reine Anatomie, die es nicht möglich macht. Manchmal ist es Alter und/oder Gesundheitszustand, was dazu führen kann, dass sich das Gesichtsfeld verkleinert. Das kann durchaus 15-20 Grad ausmachen.

Daher nimm es doch einfach an, dass es geht, statt es in Abrede zu stellen oder zu versuchen es mit Televuespezifikationen und allgemeinen Empfehlungen zu relativieren. Ich kenne das alles und gerade die pauschale Augenabstandsempfehlung ist genauso richtig, wie sie auch falsch ist. Sie dient der Orientierung, aber auch nicht mehr. Einblick und Augenabstand ist u.a. aus oben genannten Gründen etwas, was sehr unterschiedlich erlebt wird. Da ist jede Pauschalaussage falsch.
CS
 
Ich hab also mal auf das Omegon Panorama II, 21mm, 2" mit 100° und das APM XWA 3,5mm mit 110° geschaut. Klar: die Okulare in der 4stelligen Preisklasse sind sicher besser (TeleVue Ethos 21mm 2" z.B.). Das Omegon ist jedenfalls "brillentauglich"; das APM mit 15mm Augenabstand vielleicht so gerade noch. Wenn jetzt alle laut aufschreien: "Kauf das bloß nicht!! Das muss alles mindestens auf Ethos - Niveau beginnen...!!" Puh, dann plane ich doch wieder etwas langfristiger :ROFLMAO:.
My 2 pence dazu:

Wenn die TS XWA (oder eben APM HDC) so gut sind, wie Antares sagt (ich kenne sie nicht, glaube aber den sehr positiven Berichten), nimm einfach aus der Serie:
20, 13, 9, 5, 3.5mm
Dazu das ES82°30mm (hab ich selber, ist praktisch genauso gut wie mein Nagler 31mm, nur zu 1/3 des Preises). Ist ne fantastische Ausstattung !

Ethos mag gut sein, aber völlig overhyped und preislich nicht mehr ok IMHO.
100° reicht bei weitem, auch 82° reicht.

Weniger als 1mm AP (bei Dir: f<3.5mm) brauche ich nur in <5% der Fälle, wenn überhaupt !Ich mache aber nur DS.

Astronomik 2" Filter OIII, Hbeta, UHC. Fertig.
Alles andere brauchst Du eigentlich nicht für DS Beobachtung.

Der Vorschlag von oben mit dem 130mm f/5 ist sicher auch gut, wegen des Gewichts als BigFinder. Aber es MUSS ein Newton sein UND ein 2" OAZ !

Einmal gut kaufen, dann das Equipment vergessen. Es geht nämlich ums BEOBACHTEN in diesem Hobby. Eigentlich... !;) Viele verfallen allerdings dem GAS = Gear Acquisition Syndrome...

Good luck +
Lg, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
nun schade für Dich. Ich habe Ethos und Co und im meinem Umfeld wimmelt es nur davon, genau wie von Brillenträgern.

Für den Fortbestand Deiner Zweifel gibt es keinen Grund, denn es geht definitiv, wenn auch nicht für jeden.
Auch davon gibt es Leute in meinem Umfeld.
Hallo Antares,

ja schade, aber egal. :giggle:

Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es viele Leute gibt, für die es offenbar kein Problem darstellt, aber auch solche, denen 15 mm Augenabstand nun mal zu knapp bemessen sind. Eine „uneingeschränkte“ Kaufempfehlung für einen Neuling, welcher nur mit Brille beobachten kann, ist daher nicht ganz unproblematisch. Zumindest sollte man sich im Klaren sein, dass die Geldausgabe (Ethos sind sehr teure Okulare!) evtl. ein Schuss in den Ofen sein könnte. Andere (preiswertere) Okulare bringen zwar nicht unbedingt den Beobachtungsgenuss eines Ethos, sind aber für ca. 99% der beobachtenden Neulinge völlig unproblematisch.

Viele Grüße
Werner
 
Korrektur, ersetze: „…eine „uneingeschränkte Kaufempfehlung für einen Neuling…“ —-> eine „uneingeschränkte“ Empfehlung für einen Neuling. Sorry.
 
Irgendwo kommt man auch in einer Beratung an einen Punkt, wo man selber die Erfahrung machen muß was einem persönlich taugt und was nicht...


Gruß Horst --> der z.B. an seinem 16" keinesfalls mehr auf den Filterschieber verzichten würde und mit einem Binoansatz gruselige Erfahrungen gemacht hat, das aber niemals verallgemeinern würde....
 
Hallo Antares,

ja schade, aber egal. :giggle:

Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es viele Leute gibt, für die es offenbar kein Problem darstellt, aber auch solche, denen 15 mm Augenabstand nun mal zu knapp bemessen sind. Eine „uneingeschränkte“ Kaufempfehlung für einen Neuling, welcher nur mit Brille beobachten kann, ist daher nicht ganz unproblematisch. Zumindest sollte man sich im Klaren sein, dass die Geldausgabe (Ethos sind sehr teure Okulare!) evtl. ein Schuss in den Ofen sein könnte. Andere (preiswertere) Okulare bringen zwar nicht unbedingt den Beobachtungsgenuss eines Ethos, sind aber für ca. 99% der beobachtenden Neulinge völlig unproblematisch.

Viele Grüße
Werner
Hi Werner

das ist alles stimmig und das ist sicher ein gemeinsamer Standpunkt, Werner.

Ich werde wach, wenn es um Erfahrungen und Erleben geht und in dem Zusammenhang dann Pauschalaussagen gemacht werden.

Eines der krassesten (Lehr-)Beispiele dazu, war vor zig Jahren eine junge Frau bei Ihrer ersten Sternführung (angabegemäß ohne Vorwissen),
die im kleinen Fernglas Epsilon Lyra trennen konnte - in 4 Komponenten!!
Ungläubig fragte ich nach den Ausrichtungen der Komponenten zueinander und sie malte es exakt auf.

U.a. auch deswegen versuche ich nicht pauschal zu formulieren und was die Neulinge angeht, rate ich inzw. seit Jahrzehnten dazu vor dem Kauf irgendwie zu versuchen es auszuprobieren und biete es auch aktiv privat als auch für Astroclubs und Sternwarten an.
CS
 
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