Kollimation / Optimierung Ritchey-Chretien-Teleskop

Hallo Leute,
Da ich mein 14“ RC zum Austauschen der Ventilatoren zerlegen musste, und die Justage sowieso nicht mehr prickelnd war, und der Spiegel gereinigt werden musste……… Kurz gesagt: Kollimation des RC war nötig.

So hat dieser Thread auch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Einige Justiermittel hatte ich bereits im Bestand, wie Hotech SCA Justierlaser, Hotech Advanced Laser Collimator, Ocal Pro …..
und auch einen Howie Glatter Laser konnte ich mir von einem Sternwartenkollegen ausleihen. (Danke Peter….)

Die ersten Justageversuche verliefen ernüchternd:
Den wichtigen Retroreflektorspiegel für den Laser Colli hatte ich vergessen mitzunehmen, das ging schon blöd los.
Beim Ocal Pro waren die Abbildungen so verwirrend, dass niemand sagen konnte, was er überhaupt sieht.
SCA Laser, für viele Teleskope sehr nützlich….. am RC unbrauchbar.
Der für den Howie Glatter Laser bestellte Holografieaufsatz mit konzentrischen Ringen brachte auch nicht das erhoffte Ergebnis.
Die (roten) Ringe, mit denen die Ränder der Spiegel dargestellt werden sollen, waren auf dem relativ gut gereinigten Hauptspiegel einfach nicht eindeutig zu sehen. Da habe ich definitiv mehr erwartet.
Dazu kommt, dass in kaum einer Anleitung oder in Videos auf die Justage des Hauptspiegels eingegangen wird.

So suchte ich mein Heil in anderen Werkzeugen, Favorit war der TSCOLLIT vom TeleskopExpress.
Mit Darstellung auf Bildschirm bestimmt gut, für Justage, wenn man alleine ist. Lieferbar in zwei Monaten…… :(

Also wurde es das Takahashi Justierteleskop. Und was soll ich sagen……ein wunderbares Werkzeug.
Die Abbildung ist eindeutig. Dank exzellenter Schiebefokussierung ist jedes gewünschte Detail knackscharf einzustellen.
Mit der Anleitung und unter Zuhilfenahme einer Anleitung von Alluna Optics war es ein Genuss, das Teleskop zu justieren.

Anschließende Kontrolle am defokussierten Stern (Sirius, Riegel) zeigte einen absolut symmetrischen Donut.
Nachjustage war somit gar nicht nötig. Ob es wirklich so bleiben kann, wird sich zeigen, wenn das erste Bild aufgenommen ist.

Daher ist mein Lieblings- Justagewerkzeug für mein RC gefunden :
1. Justage des Okularauszuges mit Howie Glatter Laser (das Ding ist absolut perfekt)
2. Kollimation der beiden Spiegel mit dem Takahashi Justierteleskop (auch ganz große Klasse)

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings beim Takahashi Justierteleskop: Allein justieren geht nicht.
Selbst wenn meine Arme doppelt so lang wären…… hinten schauen und vorne schrauben….. das geht nicht.

Ansonsten kann ich das echt empfehlen.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

vielen Dank für die aufschlussreiche Beschreibung. Ich werde mir persönlich das Justageteleskop vormerken, sollte ich es mit dem OCAL zukünftig nicht gut genug hinbekommen. Das Problem mit dem gleichzeitig reinschauen müssen und schrauben ist natürlich ungünstig. Könnte man das mit einer Kamera vielleicht lösen, dass man den Blick hinein quasi "filmt"?

CS Johannes
 
Hallo Johannes,
Das Justierwerkzeug TSCOLLIT könnte möglicherweise genau das sein, was Du Dir „mit Kamera“ vorstellst.
Es scheint mir, wie ein Tak Justierteleskop zu arbeiten, halt nicht mit Okular sondern mit Kamera.
Aber letztlich macht ja auch Ocal Pro nichts anderes……

So schätze ich, dass ich, nachdem ich das Ganze mit dem Tak hinbekommen habe, auch mit dem Ocal zurechtkommen dürfte.
Ob das Ergebnis dann an das mit dem Tak herankommen würde, ist die Frage.

Aber egal. Bisher hatte ich einen ziemlichen Respekt vor dem Justieren eines RCs, jetzt sehe ich das deutlich entspannter.

CS

Dietmar
 
Hallo,

das TSCOLLIT funktioniert wie das Tak-Pendant, hat aber ein paar Vorteile:
- Im Gegensatz zum Tak ist eine Beleuchtung integriert (bei der neuen Version mit Akku und USB-C-Ladeanschluß)
- Es gibt keine Justierteleskopteile, die korrekt eingestellt sein/werden müssen
- Teleskopseitig wird ein Standardgewinde verwendet (T2 bzw. in Zukunft M48).
- Es kann sowohl mit den beiliegenden Okularen (oder vorhandenen Okularen) als auch mit einer Kamera gearbeitet werden.
- Die mitgelieferten Okulare können auch anderweitig verwendet werden.

Justieren kann man mit beiden gleich gut, das TSCOLLIT vereinfacht aber ein paar Dinge.


Viele Grüße
Markus
 
Hallo allerseits,

ich habe mich nach einer längeren Pause nun endlich wieder dem GSO RC8 zugewendet. Zur Kollimation habe ich eine Frage:
Wie sehr ändert sich der Backfocus durch Änderung des Abstandes der beiden Spiegel? Ich habe mir hier gemerkt, dass 1mm mehr Abstand der Spiegel den Backfocus 10mm vergrößert und umgekehrt. Ist diese Aussage richtig oder habe ich mir das falsch gemerkt?
Ich finde den Bericht, wo ich diese Information her habe, leider nicht mehr.

CS Johannes
 
Hallo,
ich habe mich nach einer längeren Pause nun endlich wieder dem GSO RC8 zugewendet. Zur Kollimation habe ich eine Frage:
Wie sehr ändert sich der Backfocus durch Änderung des Abstandes der beiden Spiegel? Ich habe mir hier gemerkt, dass 1mm mehr Abstand der Spiegel den Backfocus 10mm vergrößert und umgekehrt. Ist diese Aussage richtig oder habe ich mir das falsch gemerkt?
Ich finde den Bericht, wo ich diese Information her habe, leider nicht mehr.
Ja das ist richtig, genauso erinnere ich mich auch daran, ich habe sehr viel und sehr lange an meinem RC6" gewerkelt.
Anscheinend trifft diese Regel zu beim 10", 8" und 6".
Einen Link eines Artikels habe ich noch vom Tommy Nawratil


Clear skies,
- Martin
 
Hallo allerseits,

ich habe mich nach einer längeren Pause nun endlich wieder dem GSO RC8 zugewendet. Zur Kollimation habe ich eine Frage:
Wie sehr ändert sich der Backfocus durch Änderung des Abstandes der beiden Spiegel? Ich habe mir hier gemerkt, dass 1mm mehr Abstand der Spiegel den Backfocus 10mm vergrößert und umgekehrt. Ist diese Aussage richtig oder habe ich mir das falsch gemerkt?
Ich finde den Bericht, wo ich diese Information her habe, leider nicht mehr.

CS Johannes
Hallo Johannes,

1mm Spiegelabstand mehr verlängert den Focus um 10mm, erkennen kann man das in den Ecken wenn die Sterne sich nach außen verziehen und eliptisch werden! Ich habe das so gelöst, am Stern stelle ich den Fangspiegel so ein das in allen Ecken runde Sterne zu sehen sind, dann stimmt schon mal der Spiegelabstand, den rest kolimiere ich fein wie gehabt am Stern. Einde Grundkollimation sollte man so natürlich nicht machen. Ich setze voraus das, dass Gerät ist erstmal grundsätzlich kollimiert ist. Den Spiegelabstand kannst Du dann über ASIAIR/NINA mit Platesolving kontrollieren (ohne Filter)!

CS
Alex
 
Okay super, ich danke euch, dann passt das mit dem Verhältnis 10:1 ja. Ich hole jetzt einfach mal aus:
Ich habe vorgestern Abend nach hoffentlich einigermaßen korrekter Kollimation aufgebaut. Tagsüber hatte ich vorfokussiert. Ich habe hier einen Baum in ca. 100-200m Entfernung genommen, um zumindest schonmal in der Nähe des Fokus zu sein und um den OAG schonmal halbwegs passend zu haben. Aufgefallen ist mir, dass das Kamerabild nicht ganz scharf war. Da war ich mir nicht sicher, ob es womöglich Flimmern der Luft über der Straße oder Tubusseeing etc. war.
Anschließend habe ich nachts angefangen und festgestellt, dass ich nicht in den Fokus komme. Tagsüber konnte ich von beiden Seiten anfahren, den besten Punkt - wenngleich nicht hundertprozentig scharf - hatte ich meines Erachtens gefunden. Okay, also nachts passte es dann nicht. Ich musste eine Hülse entfernen und dann wieder alles zusammenschrauben. Anschließend ging es an die Aufnahme. Der Autofokus hatte keine richtige Parabel, da ich auch hier noch nicht den korrekten Backlash kannte. Es sah mir aber so aus, als würde es hinreichend genau sein mit dem errechneten Wert. In der NINA-Vorschau schien es mir auch okay zu sein.
Später im APP war ich dann weniger zufrieden. Ich habe mal eines der Lights einfach angehängt. Aufgenommen wurde mit einer Touptek 533mono, mit einem Luminanzfilter von Antlia und das Frame hat 120s Belichtungszeit.
Was sagt ihr zum Ergebnis?
Für mich ists die Frage, ob vielleicht einfach der Fokus nicht richtig vom Motor getroffen wurde, oder ob durch das Herumschrauben etwas verkippt ist, oder ob der Backfocus nicht stimmt. Das soll ja auch Unschärfe generieren. Den Backfocus habe ich gerade auf ca. 274mm gemessen, also 20mm zuviel...

CS Johannes
 

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Hallo Johannes,

möglicherweise liegt da ein MIssverständnis vor, der Backfocus ist der Arbeitsabstand ab dem Brennpunkt, dieser ist fix d.h. Abstand Chip zum Brennpunkt bzw. Komakorrektor/Flattener/Reducer bei vielen CMOS-Kameras liegt dieser bei 55mm. Mit dem Spiegelabstand veränderst Du die Brennweite (Focal-Lenght). Ich bezweifle das Du einen RC 8“ auf ein 200m entferntes Ziel scharf gestellt bekommst, da Bedarf es mehr Abstand! Bei falschen Spiegelabstand sind die Sterne entweder in den Ecken eliptisch nach außen verzogen bzw. eliptisch quer verzogen, wenn die Sterne in den Ecken rund sind passt der Spiegelabstand! Hatte Thommy Navratil ziemlich gut in seinem „Workout“ oder so ähnlich beschrieben, sorry habe es gerade nicht zur Hand!

Links oben in Deiner Aufnahme hast Du Eiersterne, Deine Spikes sind asymmetrisch, da hast Du noch einen Tilt drin und die Kollimation ist noch nicht optimal, versuch die Kollimation Intrafocal und Extrafocal, wenn Du dann gleichmäßige Donats hast passt schon mal die Kollimation! Den Tilt korrigierst Du in den Ecken bis die Sterne rund sind! Das klingt jetzt erst einmal verwirrend, die Schritte musst Du iterativ wiederholen bis Du zufrieden bist!

Nochmal zum Backlash des Focusers, der spielt dann eine Rolle wenn Du fixe Focuspoitionen hast z.B. verschiedene Filter beim Autofocus spielt der eine untergeordnete Rolle, der Alghorytmus wird so lange focusieren bis es für ihn passt, dies unabhängig vom Backlash!

Ich hoffe ich habe das einigermaßen verständlich beschrieben, gerne lasse ich mich auch korrigieren!

CS
Alex
 
Hallo Alex,

okay, dann war das Fokussieren tagsüber von Vorneherein nicht richtig realisierbar. Ich wollte aber auch nur in die Nähe des Fokus nachts kommen.
Was das Missverständnis angeht, okay, der Brennpunkt verschiebt sich abhängig von dem Abstand der Spiegel zueinander. Ich habe meinen Chip aktuell in einer Position von 274mm gemessen ab Hinterkante Tubus. Müsste diese Position nicht 254mm sein? Dann müsste ich doch jetzt den Fangspiegel 2mm tiefer platzieren, damit die Brennebene 20mm "zurückwandert oder nicht?
Dass ich Tilt drin habe, glaube ich auch. Ich war ja nachts am hin und herschrauben, das wird sicher etwas Tilt eingebracht haben.
Was sagst du denn abgesehen von der leicht elliptischen Sternform generell so zur Schärfe des Bildes?

CS Johannes
 
Hallo Johannes,

gerade versuche ich eine simple Erläuterung zu generieren, vielleicht denke ich im Moment zu kompliziert bzw. um ehrlich zu sein ich verstehe Dein Problem nicht wirklich! ich will mal versuchen meinen Workflow zu erklären, mein RC 10“ Truss-Tubus ist zerlegt weil ich die Spiegel gereinigt habe, dummerweise habe ich vergessen die Spiegelpositionen zu kennzeichnen. jetzt schraube ich alles wieder zusammen und mache eine Grundkollimation das heißt alle optischen Elemente sind mit TS-Collit, Cheschire, etc. in Linie, dann nehme ich meinen RC in die dritte Etage meines Hauses mit Blick auf den Taunus (Entfernung ca. 40 km) und lege das ganze auf das Bügelbrett meiner Frau und Focusiere so lange, natürlich mit Hilfe auch der Distanzhülsen bis ich den Fernmeldeturm auf dem großen Feldberg einigermaßen scharf abgebildet bekomme. Dann führe ich eine nochmalige Kollimation durch, der Tiltingadapter ist auf Anschlag. Die Kamera befindet sich beinahe 55mm vom Brennpunkt entfernt, im Brennpunkt hätten wir einen Punkt d.h. wir würden nichts sehen! Daher vergiss den Tubusabstand! Es bringt auch nichts das auszumessen mit Ausnahme des Arbeitsabstandes! Du musst Dich wie ich weiter oben beschrien habe antasten! Ist nervig, mit etwas Routine kann das aber gelingen! RC‘s sind sehr speziell wie eben auch sehr schnelle Newtons aber auf der anderen Seite sehr geile Teleskope! Ich hoffe Dir ein wenig weiter geholfen zu haben! Leider ist es nicht ganz so banal!

Zur Schärfe Deines Sampels sage ich nichts, da ich weder die Umweltbedingungen noch das Seeing kenne, zum Rest Kollimation habe ich mich geäußert! Davon abgesehen bieten meine eigen Aufnahmen nach wie vor Luft nach oben! Weshalb ich dem perfekten Astrofoto nach wie vor mit Begeisterung nach jage!

CS
Alex
 
Hallo,

Die Angaben sind je nach "Hersteller" recht unterschiedlich, auch wenn es sich um das Tupfen gleiche handelt von GSO.
Ich hatte mir das anders gelöst vor ein par Jahren, die nominale Brennweite eingestellt mittels Platesolve ohne Reducer oder Korrektor.
Mit Reducer 0.8x an einer ASI533 hatte ich ein par Tests gemacht den Abstand zu vergrößern/verkleinern im knapp 1mm Takt und es hat mir nicht gefallen, der Backfokus war klar besser inklusive Balance des OTA wenn der Spiegelabstand vergrößert war. Aber das Bild am Rand inklusive des Reducers einfach nicht brauchbar, speziell mit einem OAG.
In der anderen Richtung, sprich Spiegel zusammen näher schieben habe ich auch gemacht wobei der Backfokus hinten am OAZ rauswächst, was nicht so toll ist, auch bei einer langen Losmandy Schiene die hinten raussteht(ADM XL mit Halteböcken), und gut das Bild genau so, einfach nicht gut inklusive Reducer.
Somit habe ich das RC6"auf 1369mm bei 25º eingestellt(ohne Reducer). Wenn es kühler wird kann die Brennweite etwas schrumpfen auf 1368mm Brennweite(ohne Reducer).
Die Justierung eines RC hält recht sehr gut.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Johannes, hallo Martin,

nochmal der Backfocus / Arbeitsabstand ist Fix (bei nominaler Brennweite) und hängt vom Teleskop und wenn vorhanden Reducer, Komakorrektor, Flattener, etc. ab (hier muss ich meine oben gemachte Aussage das es von der Kamera abhängt korrigieren). beim GSO 10" RC Truss-Tubus mit Reducer 0,67 beträgt der Backfocus 85mm, beim TAK 180 E sind es 56,2mm ab dem Korrektor. Werden die Spiegel zueinander bewegt verlängert sich die focale Länge (Brennweite), werden sie auseinander bewegt verkürzt sich die focale Länge (Brennweite). Bei RC-Teleskopen, Cassegrains oder schnellen Newtons sollte die Brennweite d.h. der Spiegelabstand möglichst genau eingehalten werden, da sich sonst die Ecken nach Innen bzw. außen verziehen. Ist der Hauptspiegelabstand falsch eingestellt ist dann auch der Backfocus wurscht, da die Aufnahmen halt nicht so toll aussehen!

CS
Alex
 
Hallo,
Werden die Spiegel zueinander bewegt verlängert sich die focale Länge (Brennweite), werden sie auseinander bewegt verkürzt sich die focale Länge (Brennweite).
Ja alles richtig, vergrößert man die Brennweite, mittels der mittigen Schraube, pro mm Abstandsveränderung den man von der nominalen Brennweite abweicht, wandert der Backfokus ~10mm raus.
Schiebt man die Spiegel auseinander verkürzt sich die Brennweite, und pro Millimeter verkürzt sich der Backfokus ~10mm.
Ich kann nur hier bestätigen den Fall eines RC 6", die anderen 8" wie 10" aus dieser Serie von GSO(wie umgelabelte Omegon, TS, ...) verhalten sich gleich, mögen vielleicht etwas leicht abweichen. Haar genaue Informationen dazu seitens Fabrikanten/Händlern konnte ich nicht finden.

Clear skies,
- Martin
 
Ich habe jetzt einen Satz LRGB im Kasten. Den werde ich stacken und auswerten. Anschließend wird neu justiert.
Zuerst werde ich den Spiegelabstand ca. 2mm verringern. Dann habe ich die Brennweite wahrscheinlich ungefähr im Soll-Bereich, so dass der Backfocus bei 254mm ab Hinterkante Spiegelzelle liegt.
Weiterhin werde ich mit dem OCAL nochmal alles neu justieren und auch demnächst den Feinschliff am Stern wagen.
Was mir bei meinem Aufbau negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Laser beim Schwenken von vertikal nach horizontal ein Bisschen wandert.
Hier überlege ich für die Zukunft auch, ob ich den Imagetrain zusätzlich abstrebe. Insgesamt ist es ein sehr interessantes Projekt mit dem RC.

CS Johannes
 
Am Stern ist mir das nie gelungen das RC zu justieren, das is viel zu ungenau für die Mitte des Bildes, geschweige des Randes des Bildes an dem man sich nicht orientieren kann für die Bildmitte.
Man kann die Justierung eines RC´s nicht mit einem Mak vergleichen, das sind zwei verschiedene Methoden vorzugehen.
Für mich ist eine der schönen Theorien die niemals gefruchtet haben am Stern versus RC. Mittels einer Kamera+CS Objektiv das direkt durch ein Cheshire sehen kann, wenn man kräftig Lich eingibt unter einem bevorzugten Winkel justiere ich mir das mittels der Ringe die sichtbar werden. Zweiter Lauf ist dann mit meinem Ocal equivalent das HS Blendrohr auf den FS auszurichten. Dazu hatte ich das Glück das der mittig sitzt auf dem HS optisch. Auch einer der wichtigsten Punkte am Anfang ohne an ein Cheshire oder Ocal zu denken ist den Brennpunkt des HS genau auf die Mitte des OAZ´s auszurichten, da gab es mal einen Link unter Kitchentable Collimation eines SC´s. Erfordert partiale Demontage des HS, mittels Laser im OAZ wird dann auf ein Ziel bei Brennweite des HS zwei Punkte zusammen geschoben mittels verkippen des HS gegenüber des OAZ´s. Kann man nur ausgebaut durchführen. Bei den kleinen Modellen is es sehr praktisch das der HS sich zusammen mit dem OAZ bewegt.
So wenn man endlich mal die optische Mitte des HS auf die Achse ausgerichtet hat des OAZ´s, hat man tief eine Cam einzuschieben mit einem längeren CS Objektiv, damit erspart man sich die Demontage während der Kollimation der Blende des HS. Damit trifft man den Rand des FS wie des HS und sieht sofort die Optische Mitte des Komplexes HS/FS versus Tubus Mitte. Es gibt auch Adapter die es ermöglichen zu justieren ohne OAZ mit den ganzen Ringen hinten dran.
Am kleinen 6 Zoll RC bedarf es so einen Adapter nicht, reicht eine ASI120mini mit kleiner Auszugsunterlage für ein längeres CS-Zoom, das man damit etwas näher fokussieren kann. Wichtig dabei ist das die Cam zentriert ist im OAZ oder Adapter(ohne OAZ) an der Rückwand des RC´s.
Auch hat man zu prüfen das die dünnere 1.25 Zoll Cam zentriert ist mit dem CS Objektiv und jeglicher Unterlage.
Dabei wird mit dem 1,25 Zoll Steckmaßes die Cam tiefst möglich in den OAZ geschoben. Die ungefähr 80mm tiefer bringen es schon.
Einmal wenn man das sich eingestellt hat wird so eine Justierung auch nach kompletter Demontage ein Kinderspiel.
Für die speziell versierten Astrophotographen mit RC´s, CC´s oder DK gibt es auch teure Programme mit den man sich den Rand des Bildes auswerten lassen kann.
Wo man dann nur noch den FS einen winzigen Knick geben kann um die Sterne alle Formgleich zu machen in den vier Bildecken.
Logisch habe ich mir nicht so ein Programm für 500€ angeschafft, das teurer ist als mein kleines RC beim damaligen Preis vor Corona.
Für Astrofotografen mit großem Besteck ist es fast Pflicht bei optimieren der Sternabbildung so ein Programm zu erstehen. Kann man aber auch komplett manuell eingeben, aber die Fehlerquote wie Sichtbarkeit wird höher...

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mr.Horsehead: Du jammerst da auf ziemlich hohen Niveau. Wenn bei mir die Sterne jemals so rund gewesen wären, hätt' ich nie wieder was angefasst.
Die Sterne erscheinen nicht ganz scharf, aber bei 1,6m Brennweite kann das auch am Seeing liegen. Auf meinem Balkon hab' ich die auch nie schärfer gekriegt.

CS Dietmar
 
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