Kollimation / Optimierung Ritchey-Chretien-Teleskop

Hallo Leute,
Da ich mein 14“ RC zum Austauschen der Ventilatoren zerlegen musste, und die Justage sowieso nicht mehr prickelnd war, und der Spiegel gereinigt werden musste……… Kurz gesagt: Kollimation des RC war nötig.

So hat dieser Thread auch meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Einige Justiermittel hatte ich bereits im Bestand, wie Hotech SCA Justierlaser, Hotech Advanced Laser Collimator, Ocal Pro …..
und auch einen Howie Glatter Laser konnte ich mir von einem Sternwartenkollegen ausleihen. (Danke Peter….)

Die ersten Justageversuche verliefen ernüchternd:
Den wichtigen Retroreflektorspiegel für den Laser Colli hatte ich vergessen mitzunehmen, das ging schon blöd los.
Beim Ocal Pro waren die Abbildungen so verwirrend, dass niemand sagen konnte, was er überhaupt sieht.
SCA Laser, für viele Teleskope sehr nützlich….. am RC unbrauchbar.
Der für den Howie Glatter Laser bestellte Holografieaufsatz mit konzentrischen Ringen brachte auch nicht das erhoffte Ergebnis.
Die (roten) Ringe, mit denen die Ränder der Spiegel dargestellt werden sollen, waren auf dem relativ gut gereinigten Hauptspiegel einfach nicht eindeutig zu sehen. Da habe ich definitiv mehr erwartet.
Dazu kommt, dass in kaum einer Anleitung oder in Videos auf die Justage des Hauptspiegels eingegangen wird.

So suchte ich mein Heil in anderen Werkzeugen, Favorit war der TSCOLLIT vom TeleskopExpress.
Mit Darstellung auf Bildschirm bestimmt gut, für Justage, wenn man alleine ist. Lieferbar in zwei Monaten…… :(

Also wurde es das Takahashi Justierteleskop. Und was soll ich sagen……ein wunderbares Werkzeug.
Die Abbildung ist eindeutig. Dank exzellenter Schiebefokussierung ist jedes gewünschte Detail knackscharf einzustellen.
Mit der Anleitung und unter Zuhilfenahme einer Anleitung von Alluna Optics war es ein Genuss, das Teleskop zu justieren.

Anschließende Kontrolle am defokussierten Stern (Sirius, Riegel) zeigte einen absolut symmetrischen Donut.
Nachjustage war somit gar nicht nötig. Ob es wirklich so bleiben kann, wird sich zeigen, wenn das erste Bild aufgenommen ist.

Daher ist mein Lieblings- Justagewerkzeug für mein RC gefunden :
1. Justage des Okularauszuges mit Howie Glatter Laser (das Ding ist absolut perfekt)
2. Kollimation der beiden Spiegel mit dem Takahashi Justierteleskop (auch ganz große Klasse)

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings beim Takahashi Justierteleskop: Allein justieren geht nicht.
Selbst wenn meine Arme doppelt so lang wären…… hinten schauen und vorne schrauben….. das geht nicht.

Ansonsten kann ich das echt empfehlen.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

vielen Dank für die aufschlussreiche Beschreibung. Ich werde mir persönlich das Justageteleskop vormerken, sollte ich es mit dem OCAL zukünftig nicht gut genug hinbekommen. Das Problem mit dem gleichzeitig reinschauen müssen und schrauben ist natürlich ungünstig. Könnte man das mit einer Kamera vielleicht lösen, dass man den Blick hinein quasi "filmt"?

CS Johannes
 
Hallo Johannes,
Das Justierwerkzeug TSCOLLIT könnte möglicherweise genau das sein, was Du Dir „mit Kamera“ vorstellst.
Es scheint mir, wie ein Tak Justierteleskop zu arbeiten, halt nicht mit Okular sondern mit Kamera.
Aber letztlich macht ja auch Ocal Pro nichts anderes……

So schätze ich, dass ich, nachdem ich das Ganze mit dem Tak hinbekommen habe, auch mit dem Ocal zurechtkommen dürfte.
Ob das Ergebnis dann an das mit dem Tak herankommen würde, ist die Frage.

Aber egal. Bisher hatte ich einen ziemlichen Respekt vor dem Justieren eines RCs, jetzt sehe ich das deutlich entspannter.

CS

Dietmar
 
Hallo,

das TSCOLLIT funktioniert wie das Tak-Pendant, hat aber ein paar Vorteile:
- Im Gegensatz zum Tak ist eine Beleuchtung integriert (bei der neuen Version mit Akku und USB-C-Ladeanschluß)
- Es gibt keine Justierteleskopteile, die korrekt eingestellt sein/werden müssen
- Teleskopseitig wird ein Standardgewinde verwendet (T2 bzw. in Zukunft M48).
- Es kann sowohl mit den beiliegenden Okularen (oder vorhandenen Okularen) als auch mit einer Kamera gearbeitet werden.
- Die mitgelieferten Okulare können auch anderweitig verwendet werden.

Justieren kann man mit beiden gleich gut, das TSCOLLIT vereinfacht aber ein paar Dinge.


Viele Grüße
Markus
 
Hallo allerseits,

ich habe mich nach einer längeren Pause nun endlich wieder dem GSO RC8 zugewendet. Zur Kollimation habe ich eine Frage:
Wie sehr ändert sich der Backfocus durch Änderung des Abstandes der beiden Spiegel? Ich habe mir hier gemerkt, dass 1mm mehr Abstand der Spiegel den Backfocus 10mm vergrößert und umgekehrt. Ist diese Aussage richtig oder habe ich mir das falsch gemerkt?
Ich finde den Bericht, wo ich diese Information her habe, leider nicht mehr.

CS Johannes
 
Hallo,
ich habe mich nach einer längeren Pause nun endlich wieder dem GSO RC8 zugewendet. Zur Kollimation habe ich eine Frage:
Wie sehr ändert sich der Backfocus durch Änderung des Abstandes der beiden Spiegel? Ich habe mir hier gemerkt, dass 1mm mehr Abstand der Spiegel den Backfocus 10mm vergrößert und umgekehrt. Ist diese Aussage richtig oder habe ich mir das falsch gemerkt?
Ich finde den Bericht, wo ich diese Information her habe, leider nicht mehr.
Ja das ist richtig, genauso erinnere ich mich auch daran, ich habe sehr viel und sehr lange an meinem RC6" gewerkelt.
Anscheinend trifft diese Regel zu beim 10", 8" und 6".
Einen Link eines Artikels habe ich noch vom Tommy Nawratil


Clear skies,
- Martin
 
Hallo allerseits,

ich habe mich nach einer längeren Pause nun endlich wieder dem GSO RC8 zugewendet. Zur Kollimation habe ich eine Frage:
Wie sehr ändert sich der Backfocus durch Änderung des Abstandes der beiden Spiegel? Ich habe mir hier gemerkt, dass 1mm mehr Abstand der Spiegel den Backfocus 10mm vergrößert und umgekehrt. Ist diese Aussage richtig oder habe ich mir das falsch gemerkt?
Ich finde den Bericht, wo ich diese Information her habe, leider nicht mehr.

CS Johannes
Hallo Johannes,

1mm Spiegelabstand mehr verlängert den Focus um 10mm, erkennen kann man das in den Ecken wenn die Sterne sich nach außen verziehen und eliptisch werden! Ich habe das so gelöst, am Stern stelle ich den Fangspiegel so ein das in allen Ecken runde Sterne zu sehen sind, dann stimmt schon mal der Spiegelabstand, den rest kolimiere ich fein wie gehabt am Stern. Einde Grundkollimation sollte man so natürlich nicht machen. Ich setze voraus das, dass Gerät ist erstmal grundsätzlich kollimiert ist. Den Spiegelabstand kannst Du dann über ASIAIR/NINA mit Platesolving kontrollieren (ohne Filter)!

CS
Alex
 
Okay super, ich danke euch, dann passt das mit dem Verhältnis 10:1 ja. Ich hole jetzt einfach mal aus:
Ich habe vorgestern Abend nach hoffentlich einigermaßen korrekter Kollimation aufgebaut. Tagsüber hatte ich vorfokussiert. Ich habe hier einen Baum in ca. 100-200m Entfernung genommen, um zumindest schonmal in der Nähe des Fokus zu sein und um den OAG schonmal halbwegs passend zu haben. Aufgefallen ist mir, dass das Kamerabild nicht ganz scharf war. Da war ich mir nicht sicher, ob es womöglich Flimmern der Luft über der Straße oder Tubusseeing etc. war.
Anschließend habe ich nachts angefangen und festgestellt, dass ich nicht in den Fokus komme. Tagsüber konnte ich von beiden Seiten anfahren, den besten Punkt - wenngleich nicht hundertprozentig scharf - hatte ich meines Erachtens gefunden. Okay, also nachts passte es dann nicht. Ich musste eine Hülse entfernen und dann wieder alles zusammenschrauben. Anschließend ging es an die Aufnahme. Der Autofokus hatte keine richtige Parabel, da ich auch hier noch nicht den korrekten Backlash kannte. Es sah mir aber so aus, als würde es hinreichend genau sein mit dem errechneten Wert. In der NINA-Vorschau schien es mir auch okay zu sein.
Später im APP war ich dann weniger zufrieden. Ich habe mal eines der Lights einfach angehängt. Aufgenommen wurde mit einer Touptek 533mono, mit einem Luminanzfilter von Antlia und das Frame hat 120s Belichtungszeit.
Was sagt ihr zum Ergebnis?
Für mich ists die Frage, ob vielleicht einfach der Fokus nicht richtig vom Motor getroffen wurde, oder ob durch das Herumschrauben etwas verkippt ist, oder ob der Backfocus nicht stimmt. Das soll ja auch Unschärfe generieren. Den Backfocus habe ich gerade auf ca. 274mm gemessen, also 20mm zuviel...

CS Johannes
 

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Hallo Johannes,

möglicherweise liegt da ein MIssverständnis vor, der Backfocus ist der Arbeitsabstand ab dem Brennpunkt, dieser ist fix d.h. Abstand Chip zum Brennpunkt bzw. Komakorrektor/Flattener/Reducer bei vielen CMOS-Kameras liegt dieser bei 55mm. Mit dem Spiegelabstand veränderst Du die Brennweite (Focal-Lenght). Ich bezweifle das Du einen RC 8“ auf ein 200m entferntes Ziel scharf gestellt bekommst, da Bedarf es mehr Abstand! Bei falschen Spiegelabstand sind die Sterne entweder in den Ecken eliptisch nach außen verzogen bzw. eliptisch quer verzogen, wenn die Sterne in den Ecken rund sind passt der Spiegelabstand! Hatte Thommy Navratil ziemlich gut in seinem „Workout“ oder so ähnlich beschrieben, sorry habe es gerade nicht zur Hand!

Links oben in Deiner Aufnahme hast Du Eiersterne, Deine Spikes sind asymmetrisch, da hast Du noch einen Tilt drin und die Kollimation ist noch nicht optimal, versuch die Kollimation Intrafocal und Extrafocal, wenn Du dann gleichmäßige Donats hast passt schon mal die Kollimation! Den Tilt korrigierst Du in den Ecken bis die Sterne rund sind! Das klingt jetzt erst einmal verwirrend, die Schritte musst Du iterativ wiederholen bis Du zufrieden bist!

Nochmal zum Backlash des Focusers, der spielt dann eine Rolle wenn Du fixe Focuspoitionen hast z.B. verschiedene Filter beim Autofocus spielt der eine untergeordnete Rolle, der Alghorytmus wird so lange focusieren bis es für ihn passt, dies unabhängig vom Backlash!

Ich hoffe ich habe das einigermaßen verständlich beschrieben, gerne lasse ich mich auch korrigieren!

CS
Alex
 
Hallo Alex,

okay, dann war das Fokussieren tagsüber von Vorneherein nicht richtig realisierbar. Ich wollte aber auch nur in die Nähe des Fokus nachts kommen.
Was das Missverständnis angeht, okay, der Brennpunkt verschiebt sich abhängig von dem Abstand der Spiegel zueinander. Ich habe meinen Chip aktuell in einer Position von 274mm gemessen ab Hinterkante Tubus. Müsste diese Position nicht 254mm sein? Dann müsste ich doch jetzt den Fangspiegel 2mm tiefer platzieren, damit die Brennebene 20mm "zurückwandert oder nicht?
Dass ich Tilt drin habe, glaube ich auch. Ich war ja nachts am hin und herschrauben, das wird sicher etwas Tilt eingebracht haben.
Was sagst du denn abgesehen von der leicht elliptischen Sternform generell so zur Schärfe des Bildes?

CS Johannes
 
Hallo Johannes,

gerade versuche ich eine simple Erläuterung zu generieren, vielleicht denke ich im Moment zu kompliziert bzw. um ehrlich zu sein ich verstehe Dein Problem nicht wirklich! ich will mal versuchen meinen Workflow zu erklären, mein RC 10“ Truss-Tubus ist zerlegt weil ich die Spiegel gereinigt habe, dummerweise habe ich vergessen die Spiegelpositionen zu kennzeichnen. jetzt schraube ich alles wieder zusammen und mache eine Grundkollimation das heißt alle optischen Elemente sind mit TS-Collit, Cheschire, etc. in Linie, dann nehme ich meinen RC in die dritte Etage meines Hauses mit Blick auf den Taunus (Entfernung ca. 40 km) und lege das ganze auf das Bügelbrett meiner Frau und Focusiere so lange, natürlich mit Hilfe auch der Distanzhülsen bis ich den Fernmeldeturm auf dem großen Feldberg einigermaßen scharf abgebildet bekomme. Dann führe ich eine nochmalige Kollimation durch, der Tiltingadapter ist auf Anschlag. Die Kamera befindet sich beinahe 55mm vom Brennpunkt entfernt, im Brennpunkt hätten wir einen Punkt d.h. wir würden nichts sehen! Daher vergiss den Tubusabstand! Es bringt auch nichts das auszumessen mit Ausnahme des Arbeitsabstandes! Du musst Dich wie ich weiter oben beschrien habe antasten! Ist nervig, mit etwas Routine kann das aber gelingen! RC‘s sind sehr speziell wie eben auch sehr schnelle Newtons aber auf der anderen Seite sehr geile Teleskope! Ich hoffe Dir ein wenig weiter geholfen zu haben! Leider ist es nicht ganz so banal!

Zur Schärfe Deines Sampels sage ich nichts, da ich weder die Umweltbedingungen noch das Seeing kenne, zum Rest Kollimation habe ich mich geäußert! Davon abgesehen bieten meine eigen Aufnahmen nach wie vor Luft nach oben! Weshalb ich dem perfekten Astrofoto nach wie vor mit Begeisterung nach jage!

CS
Alex
 
Hallo,

Die Angaben sind je nach "Hersteller" recht unterschiedlich, auch wenn es sich um das Tupfen gleiche handelt von GSO.
Ich hatte mir das anders gelöst vor ein par Jahren, die nominale Brennweite eingestellt mittels Platesolve ohne Reducer oder Korrektor.
Mit Reducer 0.8x an einer ASI533 hatte ich ein par Tests gemacht den Abstand zu vergrößern/verkleinern im knapp 1mm Takt und es hat mir nicht gefallen, der Backfokus war klar besser inklusive Balance des OTA wenn der Spiegelabstand vergrößert war. Aber das Bild am Rand inklusive des Reducers einfach nicht brauchbar, speziell mit einem OAG.
In der anderen Richtung, sprich Spiegel zusammen näher schieben habe ich auch gemacht wobei der Backfokus hinten am OAZ rauswächst, was nicht so toll ist, auch bei einer langen Losmandy Schiene die hinten raussteht(ADM XL mit Halteböcken), und gut das Bild genau so, einfach nicht gut inklusive Reducer.
Somit habe ich das RC6"auf 1369mm bei 25º eingestellt(ohne Reducer). Wenn es kühler wird kann die Brennweite etwas schrumpfen auf 1368mm Brennweite(ohne Reducer).
Die Justierung eines RC hält recht sehr gut.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Johannes, hallo Martin,

nochmal der Backfocus / Arbeitsabstand ist Fix (bei nominaler Brennweite) und hängt vom Teleskop und wenn vorhanden Reducer, Komakorrektor, Flattener, etc. ab (hier muss ich meine oben gemachte Aussage das es von der Kamera abhängt korrigieren). beim GSO 10" RC Truss-Tubus mit Reducer 0,67 beträgt der Backfocus 85mm, beim TAK 180 E sind es 56,2mm ab dem Korrektor. Werden die Spiegel zueinander bewegt verlängert sich die focale Länge (Brennweite), werden sie auseinander bewegt verkürzt sich die focale Länge (Brennweite). Bei RC-Teleskopen, Cassegrains oder schnellen Newtons sollte die Brennweite d.h. der Spiegelabstand möglichst genau eingehalten werden, da sich sonst die Ecken nach Innen bzw. außen verziehen. Ist der Hauptspiegelabstand falsch eingestellt ist dann auch der Backfocus wurscht, da die Aufnahmen halt nicht so toll aussehen!

CS
Alex
 
Hallo,
Werden die Spiegel zueinander bewegt verlängert sich die focale Länge (Brennweite), werden sie auseinander bewegt verkürzt sich die focale Länge (Brennweite).
Ja alles richtig, vergrößert man die Brennweite, mittels der mittigen Schraube, pro mm Abstandsveränderung den man von der nominalen Brennweite abweicht, wandert der Backfokus ~10mm raus.
Schiebt man die Spiegel auseinander verkürzt sich die Brennweite, und pro Millimeter verkürzt sich der Backfokus ~10mm.
Ich kann nur hier bestätigen den Fall eines RC 6", die anderen 8" wie 10" aus dieser Serie von GSO(wie umgelabelte Omegon, TS, ...) verhalten sich gleich, mögen vielleicht etwas leicht abweichen. Haar genaue Informationen dazu seitens Fabrikanten/Händlern konnte ich nicht finden.

Clear skies,
- Martin
 
Ich habe jetzt einen Satz LRGB im Kasten. Den werde ich stacken und auswerten. Anschließend wird neu justiert.
Zuerst werde ich den Spiegelabstand ca. 2mm verringern. Dann habe ich die Brennweite wahrscheinlich ungefähr im Soll-Bereich, so dass der Backfocus bei 254mm ab Hinterkante Spiegelzelle liegt.
Weiterhin werde ich mit dem OCAL nochmal alles neu justieren und auch demnächst den Feinschliff am Stern wagen.
Was mir bei meinem Aufbau negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass der Laser beim Schwenken von vertikal nach horizontal ein Bisschen wandert.
Hier überlege ich für die Zukunft auch, ob ich den Imagetrain zusätzlich abstrebe. Insgesamt ist es ein sehr interessantes Projekt mit dem RC.

CS Johannes
 
Am Stern ist mir das nie gelungen das RC zu justieren, das is viel zu ungenau für die Mitte des Bildes, geschweige des Randes des Bildes an dem man sich nicht orientieren kann für die Bildmitte.
Man kann die Justierung eines RC´s nicht mit einem Mak vergleichen, das sind zwei verschiedene Methoden vorzugehen.
Für mich ist eine der schönen Theorien die niemals gefruchtet haben am Stern versus RC. Mittels einer Kamera+CS Objektiv das direkt durch ein Cheshire sehen kann, wenn man kräftig Lich eingibt unter einem bevorzugten Winkel justiere ich mir das mittels der Ringe die sichtbar werden. Zweiter Lauf ist dann mit meinem Ocal equivalent das HS Blendrohr auf den FS auszurichten. Dazu hatte ich das Glück das der mittig sitzt auf dem HS optisch. Auch einer der wichtigsten Punkte am Anfang ohne an ein Cheshire oder Ocal zu denken ist den Brennpunkt des HS genau auf die Mitte des OAZ´s auszurichten, da gab es mal einen Link unter Kitchentable Collimation eines SC´s. Erfordert partiale Demontage des HS, mittels Laser im OAZ wird dann auf ein Ziel bei Brennweite des HS zwei Punkte zusammen geschoben mittels verkippen des HS gegenüber des OAZ´s. Kann man nur ausgebaut durchführen. Bei den kleinen Modellen is es sehr praktisch das der HS sich zusammen mit dem OAZ bewegt.
So wenn man endlich mal die optische Mitte des HS auf die Achse ausgerichtet hat des OAZ´s, hat man tief eine Cam einzuschieben mit einem längeren CS Objektiv, damit erspart man sich die Demontage während der Kollimation der Blende des HS. Damit trifft man den Rand des FS wie des HS und sieht sofort die Optische Mitte des Komplexes HS/FS versus Tubus Mitte. Es gibt auch Adapter die es ermöglichen zu justieren ohne OAZ mit den ganzen Ringen hinten dran.
Am kleinen 6 Zoll RC bedarf es so einen Adapter nicht, reicht eine ASI120mini mit kleiner Auszugsunterlage für ein längeres CS-Zoom, das man damit etwas näher fokussieren kann. Wichtig dabei ist das die Cam zentriert ist im OAZ oder Adapter(ohne OAZ) an der Rückwand des RC´s.
Auch hat man zu prüfen das die dünnere 1.25 Zoll Cam zentriert ist mit dem CS Objektiv und jeglicher Unterlage.
Dabei wird mit dem 1,25 Zoll Steckmaßes die Cam tiefst möglich in den OAZ geschoben. Die ungefähr 80mm tiefer bringen es schon.
Einmal wenn man das sich eingestellt hat wird so eine Justierung auch nach kompletter Demontage ein Kinderspiel.
Für die speziell versierten Astrophotographen mit RC´s, CC´s oder DK gibt es auch teure Programme mit den man sich den Rand des Bildes auswerten lassen kann.
Wo man dann nur noch den FS einen winzigen Knick geben kann um die Sterne alle Formgleich zu machen in den vier Bildecken.
Logisch habe ich mir nicht so ein Programm für 500€ angeschafft, das teurer ist als mein kleines RC beim damaligen Preis vor Corona.
Für Astrofotografen mit großem Besteck ist es fast Pflicht bei optimieren der Sternabbildung so ein Programm zu erstehen. Kann man aber auch komplett manuell eingeben, aber die Fehlerquote wie Sichtbarkeit wird höher...

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mr.Horsehead: Du jammerst da auf ziemlich hohen Niveau. Wenn bei mir die Sterne jemals so rund gewesen wären, hätt' ich nie wieder was angefasst.
Die Sterne erscheinen nicht ganz scharf, aber bei 1,6m Brennweite kann das auch am Seeing liegen. Auf meinem Balkon hab' ich die auch nie schärfer gekriegt.

CS Dietmar
 
Hallo,

Ich hole mal aus aktuellen Anlass den Beitrag wieder aus seiner Versenkung hervor.

Es geht in meinem Fall um das Omegon 154 Pro dass ich seit nunmehr 2-3 Wochen versuche so zu Kollimieren das die Sterne bis in die Ecken des APS - c Chip ohne Verzerrung dargestellt werden.

Ich hab das oftmals fast hinbekommen aber ich komme immer wieder an den Punkt wo keine Veränderungen ins bessere mehr möglich sind und greife immer mehr in meine Trickkiste.

Eigentlich wollte ich das Teil verkaufen aber ein Teleskop dessen Spiegel schon leicht angestaubt sind konnte und wollte ich in meinem Angebotstext nicht verschweigen.

So kam es wie es kommen musste und ich hatte wenige Interessenten die dann auch noch abgesprungen sind.

Als ich merkte das ich das RC so nicht an den Mann bekomme machte ich mich daran die Spiegel mit dem geringsten aufwand frei zulegen um sie nochmal zu reinigen, soll heißen ich hab nur die Halter aus dem Tubus ausgebaut und die Spiegel gereinigt.

Nach dem ersten Prüfen am Himmel ist mir dann unter Siril aufgefallen das die Brennweite nur bei 1320 mm anstatt 1370 lag.

Ich hatte das Teleskop einmal vor ca. 2 Jahren zerlegt und gereinigt wie dabei wohl nicht auf die Distanz zwischen den Spiegel geachtet weil ich zur der Zeit einfach noch nicht soweit war mit meinem Wissen über das RC und damit begann eine Reise die bis heute anhält.

Im laufe der Zeit hab ich unzählige Videos angesehen die mich bestenfalls in meiner Erkenntnissbildung weiter brachten und so beauftrage ich mein Wesen mit der Aufgabe ohne jegliche Toleranz auf den Ursprung des Problems zu gehen.

Nach dem das Scope zerlegt war hab ich folgende Dinge ermittelt die ich mit dem Tilt Adapter nicht kompensieren konnte:

Omegon Focuser 154 Pro Teil 1

und das eigentliche Problem...

Focuser Omegon 154 pro Teil 2

Das Okularrohr war A) 1.5 mm aus der Mitte vom Focusergehäuse und stand dazu B) auch noch schräg, das Problem ist jedoch gelöst und ich hab den Lagerbock mit 3 weitern Madenschrauben Universal einstellbar gemacht.

Änderung bzw. Bilder über die Modifikation muss ich schuldig bleiben den ich hatte keine gemacht und der Halter vor dem Motorfocuser verdecken diese ( Hatte ich nicht bedacht und wird noch geändert ).

Nach dieser Änderung hatte ich den Focuser auf 0.02 mm Rundlauf wie Achsen Parallelität zur Tiltplatte eingestellt.

Der Nächste punkt kam zu Tragen als ich die Brennweite des Scopes einstellen wollte und dazu an die Verstellmöglichkeit des FS Spiegelgehäuse anstatt der Zentralschraube in der Spinne zu benutzte, das wäre mir ansonsten noch nicht mal aufgefallen denn wer rechnet den schon mit sowas ?!.

Omegon 154 Pro Teil 3

C):
Der Spiegel der eine ungleichmäßige Fase an der Verspiegelten Seite hat und über den Gewindering quasi im Gehäuse zentriert wird ist ungleichmäßig

D):
Dazu kommt noch das der Dot bzw. die Markierung selbst noch nicht mal Mittig zum außen Durchmesser sitzt.
Ich hab alle Register gezogen um den Dot genau in die Mitte zu bekommen und habe dafür sogar das Spiegelgehäuse, hinter dem Gewinde für den Haltering innen, um 1.2 mm im Durchmesser ausgedreht ohne die Planfläche zu ändern damit ich den Spiegel verschieben kann.

Zwischen Gewindering und Spiegel brachte ich einen sehr weichen Silikon O-Ring ein damit kein Druck auf den Spiegel kommt.

E):
Nach dem ausrichten der Markierung auf dem Spiegel stellte ich dann auch noch fest das nicht nur die Achse des Dot´s zur Spiegelzentrum nicht stimmt sondern auch die Hyperparabolische Kurve nicht Symmetrisch zur Planfläche des Spiegels Passt.

Die Lage der Kurve hab ich halbwegs mit Unterlegen von Fettpapier korrigiert können und dabei bis zu 5 Lagen auf einer Seite unterfüttern.

Ich dachte echt... jetzt hab ich es endlich denn mit den 3 Einstellschrauben an der Spinne war dem Problem nicht beizukommen.

Omegon 154 Pro Teil 4

Um es vorweg zu nehmen, ich habe nach all diesen Bemühungen dann die Änderung mit dem unterlegen des FS Spiegels zurückgenommen nach dem ich auch hier bestenfalls leichter einstellen aber nicht das Koma am Rand wegbekam, ich hatte nun die Situation das die Sterne am Rand eine leicht dreieckige form angenommen haben.

Die Frage ist doch ganz einfach, was stelle ich denn eigentlich mit den 3 Justierschrauben ein, ist es die Lage der Markierung oder kann ich damit auch die vorhandene Verkippung eliminieren.. Ich denke im bestenfalls nur eines der beiden !

Die Markierung liegt nun Zentrisch und der Spiegel ist von der Rückseite mit 3 kleine Punkten UV Kleber gegen verrutschen auf den Dünnen Filz Pad´s gesichert, die 3 Justierschrauben müssen also mehr gegen die Verkippung Arbeiten.

Der Gewindering dient nur noch als Absturzsicherung und übt keinen Druck auf den Spiegel aus.

Mein Problem ist also das ich die zwei Hyperbolische Kurven nicht übereinander bekomme aber die Frage die sich mir stellte ist welche von den beiden ist denn eigentlich der Übeltäter bzw. kann ich denn die Hyperbolische Kurve des FS überhaupt durch die 3 Einstellschrauben mit dem HP übereinbringen OHNE gleich wieder die Markierung zu verschieben ?!

Angeregt durch dieses Video wollte ich dann erst mal prüfen wo genau denn überhaupt mein Brennpunkt vom HS liegt.

Brennpunkt ermitteln


Vorweg:
Dass Video ist nach reiflicher Überlegung jedoch irreführend da sich beim Nachjustieren des HS am Realen Stern die Optische Achse der Komponenten Laser & ermittelter Brennpunkt am HS des Spiegels dann eben nicht mehr Punktförmig scheiden sondern der Brennpunkt des Spiegels im zunehmenden ausmaß vom ursprünglich ermittelten Brennpunkt abweicht ohne das dieser noch mit dem Laser identisch wäre.

Ein Schwenk mit der Reflektion des Spiegels wird deswegen immer wieder eine Neu justieren des Laser´s erforderlich ( ein Rattenschwanz).

Wenn dann noch die Problematik mit dem FS dazukommt von dem man weis das dessen Optische Achse auch nicht definierbar / kontrollierbar ist dann vergeht einem wirklich die Lust nach 3-5 Stunden Schrauben auf und Schrauben zudrehen.

Mein Aufbau von dem Tester ist im nachfolgenden Video enthalten.

Brennpunkt Testvorrichtung für Teleskop

Ich habe diesem nachfolgenden Video auf das ich auch zufällig gestoßen bin auch nicht das geringste hinzu zu fügen.. die gleiche Problematik und mein Komentar dazu wäre " That thing is like a pain in the butt".

To Keep? Or not to keep?

Gesättigt von dem Problem folgten dennoch zahlreiche versuche und Hilfsaufbauten bzw. Selbstbauten von Testeinrichtungen und sonstigen Helferchen.

Ich wollte und konnte mich dann inzwischen auch nicht mehr auf meine vorhanden Laser verlassen, die von Haus aus mehr oder weniger wacklig im OZA stecken und deren Kollimierung schon wenige Stunden später als fragwürdig erscheint.

Von daher.. wenn du was genaues und gutes willst dann mach DASS gefelixt selbst und deswegen hab ich mir zwei Laser selbst gebaut, einen mit einen Kreutz Projektion und einen anderen Laser den ich in seiner Corona mit einer 0.1 mm Lochmaste beschnitten habe um ausschließlich einen Laserpunkt im Zentrum des etwa 3 mm großen Dot´s der Markierung zu projizieren.

Alleine der bau für die verschiedenen Werkzeuge wie Nidel hole Puncher / Zentriertools / Kontrollbox für Laser / Prüfvorrichtung HS USW.. ) die ich zur Anfertigung und Prüfen dieser beider Laser benötigte habe waren mit einem enormen Zeitaufwand verbunden.

Test box für Laser

Da ich aber immer noch keine Erfolge einfahren konnte ist nun meine letzte Trumpfkarte ein Cheshire eyepiece welches ich über die letzten 2 Tage gebaut habe, schon bei der erste Überprüfung der Konstellation im Tubus sind mir da Dinge ersichtlich geworden die ich nicht für möglich gehalten habe.

Im Moment feile ich noch ein wenig an der Ausführung aber ich denke das ich die Tadellose Kollimierung nur mit den Cheshire eyepiece hinbekomme denn ich erkenne schon jetzt im Ansatz wie unnütz all die Arbeit / Justage der letzten Stunden an dem Teleskop war, das konnte so überhaupt nichts werden.

Mein Cheshire

Und hier mal ein Einzeller unbearbeiteter Snapshot mit 300 Sek. Iso 1600 von der letzten Einstellung die ich gemacht habe, irgendwann kommt der Punkt wo es nicht mehr besser geht und dass kann nicht angehen.

0000_Snapshot_300.00_1600.jpg


Das ist wie mit den Schrauben.. nach Fest kommt Schraube ab Sonst noch jemand Vorschläge für mich ?!

Gruß
 

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Damit kannst du wirklich zufrieden sein. Bedenke auch OAZ und Spiegel sind zusammen verbaut. Sollte da eine Verkippung sein bekommst du da nur mit einen entkoppeltem Adapter hin. Sei zufrieden und ab an den Himmel
VG
Ex RC8 User Harald
 
Hi Harald,

Ich benutze schon einen Tilt Adapter und hab somit die HS Spiegelachse vom OAZ bereits entkoppelt, das eigentliche Problem liegt sowohl im HS & FS .

Wenn es sich jetzt bei dem FS um einen einfachen " Kugelspiegel " handeln würde wie zb. bei einem Cassegrain dann hätte ich nur halb soviel sorgen.

Was die Qualität betrifft hab ich einen anderen Anspruch und das spricht nicht grade für das nachfolgende Mosaik und die Verkippung wobei ich nicht weis ob mich Siril da nicht gar veräppeln will.

Mosaik mit Vermessung.png



CS.
 
Zuletzt bearbeitet:
So gut hab' ich Meinen nie hingekriegt :cry:
CS Dietmar
 
Hi Dietmar,

unter der Qualität wie im ersten Bild dargestellt mach ich es nicht mehr, ich bin mittlerweile einfach von meinem 240 mm Apo ( 61EDPH ) und der organalen GPU aus Ungarn im Skywachter 200 PDS zu verwöhnt.

Ich will es bis in die Ecken ohne Koma haben, dass sollte das RC auch ohne weiteres können, anbei noch einen unbearbeiteten Single Shot Beispiel ( 100 Sek iso 1600).

0000_Test Ringnebel 24.6.26_100.00_1600.jpg


CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Brösel,
ich habe einen 8"RC, mit dem ich beinahe zwei jahre lang immer mal wieder gekämpft habe. Ich bin noch nicht ganz da, wo ich hin will, aber kurz davor. Die eingestellte Brennweite stimmt noch nicht.
Drei Details haben schliesslich zum Erfolg geführt:
1) Hauptspiegel und den ganzen hintern Bereich mit Verlängerungen und OAZ komplett entkoppeln. Wenn man keine Fräsmaschine hat, ist das etwas trickreich, geht aber.
2) Auch bei meinen FS war die Mittenmarkierung völlig daneben, 2mm aus dem geometrischen Zentrum. Da ich mich häufig auf einen Hightechinsel im Pazifik aufhalte, habe ich den FS halt mal mitgenommen und der nette Juniorcheff hat mir einen neuen kompletten Spiegelsatz in die Hände gedrückt. Auf meine Bitte hin ohne Mittenmarkierung.
Die Kollimation startet bei mir jetzt wie folgt:
2.1) FS ausbauen und eine kleine 3D gedruckte Mattscheibe in die Bohrung stecken. Laser in den OAZ und den gesamten Auszug so ausrichten, dass der Laserpunkt die genannte Mattscheibe trifft. Damit stimmt die gesamte Ausrichtung des Tubus.
2.2) FS wieder einbauen und mit den drei Kollimationsschrauben den Laserstrahl an seinen Ursprung zurückschicken (deshalb ohne Mittenmarkierung). Damit ist die Sensorposition und der FS ausgerichtet
2.3) HS kollimieren (Hall of Mirrors und am Stern).
3) Auch der RC hat kein wirklich ebenes Bildfeld, und vom häufigen wiederholen von Forumsweisheiten wird das auch nicht flacher. Selbst beim 8" reicht das für APS-C nicht ganz aus, beim 6" dann gar nicht. Abhilfe:
3.1) Fokussieren auf einen mittleren Durchmesser des Sensors. Damit werden die Unschärfen nach aussen und innen verteilt und machen sich bei f8 kaum noch bemerkbar.
3.2) einen 2" Flattener einbauen. Das habe ich getan und es war sehr hilfreich
Bilder habe ich keine verfügbar, da ich mich gerade wieder auf besagter Insel befinde.

Gruss
Bernhard
 
Hallo zusammen,
ich hoffe, daß ich nicht gegen die Regeln verstoße, wenn ich auf den Entkopplungsadapter, den wir anbieten, aufmerksam mache (für die Moderation: Ich habe dafür seit Monaten brav die Gebühren bezahlt, aber keine Anzeigen geschaltet ;-) ); das Teil ist auf Seite 18 zu finden: Produktübersicht. Die Preisliste findet sich auf Seite 30.
Unser Shop wird erst im September/Oktober fertig sein; bei Interesse sendet bitte eine E-Mail an ms@phoenix-astronomy.de

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Bernhard,

wie ich erwähnt habe, habe ich die Achse von HS und Focuser bzw. Okularrohr schon mit Tilt entkoppelt aber das ist nur ein Work around wie du selbst sicher schon bemerkt hast.

Bei jeder Änderung am HS muss über den Tilt wieder der OAZ neu justiert werden weil er eben mit der gesamten Mechanik mitgeht, das Problem ist die Geduld und das grade mal 4-5 Stunden Zeit Fenster die man jetzt im Sommer in der Nacht hat um unter optimalsten Bedingungen am Realen Himmel das ganze fein zu justieren..

Meine Probleme waren aber jedoch noch viel voluminöserer wegen den Fehler die ich am Focuser erst " Ausmärzen " musste, da stimmte überhaupt nichts.

Einen FS ohne Markierung halte ich für Kontraproduktiv, für gewöhnlich wird der Spiegel bzw. dessen Krümmung optisch ausgelesen und genau da die Markierung gesetzt wo das Optische Zentrum der Krümmung sitzt, dem könnte man bei einer Kugelfläche noch nachsehen aber nicht bei einer Hyperbolischen.

Ich hab Stunden damit zugebracht meinen FS-Spiegel in rotierender verfahren so in seinem Halter zu Platzieren damit das reflektierte Image nahezu still steht und selbst ein Streifen unterlegte Alu Folie ( ca 0.02 mm ) zuviel hatte eine derart drastische Auswirkung auf die Reflektion.

Ohne zu wissen wo den das Zentrum deines FS ist kannst du deine Mattscheibe glatt in die Tonne schmeißen denn das ganze ist wie das Sprichwörtliche suchen der Nadel im Heuhaufen.

Das dass erzeugte Bild vom RC auf dem Sensor kein ebenes ist sondern eine Sphärische Abbildung darstellt ist mir seit langen bekannt aber das stört mich nicht im geringsten.

Ich stelle meinen Focuser in des immer auf die Mitte ein und fahre dazu nach einer Veränderung der " Verkippung am HS " mit Plate solving auch das Objekt immer Neu ins Zentrum oder tue dies Manuel.

Es hat sich unweigerlich erwiesen das selbst eine Lage Änderung des HS oder auch FS zur einer Verschiebung des Brennpunktes führt und von daher muss immer wieder neu Fokussiert werden.

Ich danke dir für die Anteilnahme.

CS
 
ich hoffe, daß ich nicht gegen die Regeln verstoße, wenn ich auf den Entkopplungsadapter, den wir anbieten, aufmerksam mache

Also ehrlich gesagt kann mir das egal sein aber ich will da mal was generell zum Tilt sagen.....

Ich habe schon einen Adapter den ich für 30 Mücken gekauft habe und der erfüllt seinen sinn.. gut finde ich das bei eurem besagten Adapter berücksichtig wurde das man auch noch an die HS Verstellung kommt.

Ich kann mit dem Tilt wohl die Verkippung halbwegs kompensieren aber nicht einen Höhen oder Seitenversatz der Faktischen Achsen zum Tubus was mir auch sehr wichtig ist wegen dem Lichteinfall, jede Änderung an einer Komponente löst auch eine Achsenverschiebung aus und das beste Beispiel ist der HS der seinen Drehpunkt über die Montageplatte hat.

Das beste ist noch komplett unabhängige Achsen am Scope zu haben wie es sie bei den größeren RC gibt wo man wirklich alle Achsen unabhängig ohne das man da eine interaktiven Stein ins rollen bringt einstellen kann.

Sollte ich mir jemals nochmal ein RC Kaufen dann eines wo diese Voraussetzungen erfüllt.

CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
bei den größeren RCs kann man den FS, den HS und den OAZ in der Neigung einstellen. Eine Lateralverschiebung ist nirgendwo möglich (es sei denn, man schraubt an der FS-Spinne herum). Bei den kleinen RCs fehlt die Einstellung für den OAZ, weil dieser direkt mit der HS-Zelle verbunden ist. Mit unserem Adapter wird der OAZ komplett entkoppelt und ist in der Rückplatte des Teleskops befestigt. Die Einstellmöglichkeiten entsprechen als genau denen, die man auch bei den größeren RCs hat.

Viele Grüße

Markus
 
Hi Markus,

ich verstehe.. HS und Focuser können sich bei eurem Adapter gar nicht gegenseitig beeinflussen.. das ist schon mal ein Plus.

Ich habe indeed schonmal darüber nachgedacht ob ich die Spinne in dem Omegon verstellbar mache gleich einem Newton, da hatte ich aber noch das Prob. das der FS auch nicht mittig in der Fassung lag.

Gruß
 
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inen FS ohne Markierung halte ich für Kontraproduktiv, für gewöhnlich wird der Spiegel bzw. dessen Krümmung optisch ausgelesen und genau da die Markierung gesetzt wo das Optische Zentrum der Krümmung sitzt, dem könnte man bei einer Kugelfläche noch nachsehen aber nicht bei einer Hyperbolischen.
Ich bin da ziemlich sicher, dass das optische Zentrum des FS nicht automatisch gemessen und markiert wird. Genau darauf hatte ich anfangs meine Kollimation aufgebaut und sie hat nie funktioniert. Auch Herr Sheng hat mir nach Begutachtung des FS zu erkennen gegeben, dass da mit der Markierung offensichtlich etwas schief gelaufen ist.
Herr Sheng hat mir auch noch den Tip gegeben, nach erfolgter Kollimation das Ergebnis durch Drehen des FS weiter zu verbessern. Es gibt eine beste Position der Spiegel zu einander. Das werde ich aber wohl nie verfolgen, da dabei vermutlich eine ganze Nacht draufgeht.

Und ja, natürlich ist ein Koaxialitätsfehler wie Du ihn im OAZ gemessen hast, katastrophal. Wenn die beiden Achsen aber zumindest parallel sind, ist es auch nicht schlimmer als der Sensorversatz an einer meiner Kameras.
 
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