Kollimations-Rätsel: Laserpunkt wandert beim Drehen des Justierlasers (Bresser Dobson)

Jupyter

Mitglied
Hallo zusammen,


ich schlage mich aktuell mit einem frustrierenden Problem bei der Justage meines Dobsons herum und hoffe auf eure Expertise.


Das Problem:


Wenn ich meinen Justierlaser in den Okularauszug (OAZ) stecke und die Kollimation vornehme, sieht zunächst alles perfekt aus:


1. Der Laserpunkt trifft exakt die Mitte der Hauptspiegelmarkierung.


2. Der Rücklauf des Lasers fällt hinten genau in das Loch/Kernstück der Zielscheibe des Lasers.


Soweit, so gut. Wenn ich nun aber den Justierlaser im OAZ lockere und um 180° drehe (so dass die Zielscheibe zu mir nach vorne zeigt), stimmt das Bild nicht mehr. Der Laserpunkt fällt nicht mehr sauber in die Zielscheibe zurück, und auch der Blick von vorne auf den Hauptspiegel zeigt, dass der Punkt nicht mehr mittig sitzt (er verschiebt sich auch wenn ich ihn im OAZ festziehe).

Hat jemand von euch dieses Phänomen schon einmal gehabt?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
 

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Ganz einfach, Dein Laser ist dezentriert oder das gesamte Setup ist nicht zentrisch.
Übrigens, mit einem Justierlaser misst man höchstens eine Korrektur von einem gut kollimierten System, die wirkliche Kollimierung kann ein Laser nicht.
Du hast keine Ahnung ob Dein FS richtig zum HS steht, weil DAS wird Dir auch ein richtig guter Laser nie verraten. ;)
 
Hallo Jupyter,
mit einem Justierlaser kannst Du den Dobson sehr wohl gut justieren. Voraussetzung ist, dass Du vorher den Laser selbst justierst. Dazu gibt es zahlreiche YT-Videos oder auch bereits Threads hier im Forum. Wenn Du die zwei verstecken Schräubchen dazu freigelegt hast und den Laser gut eingestellt hast, dann wird es auch am Scope klappen. Noch bessere Ergebnisse erhältst Du mMn, wenn Du die sog. barlowed Laser Methode nutzt. Auch dazu gibt es bereits hier im Forum brauchbare Anleitungen zu finden.
Viel Erfolg
Frank
 
Sorry, mit einem Laser kannst Du die Mitte korrigieren, nicht mehr. Eine korrekte Kollimierung geht nur mit einem Chesire oder ähnlichem.
Du kannst einfach keinen Fangspiegel korrekt einstellen mit dem Laser, warum das nicht geht sollte logisch sein, trotz „U-Tube Akademie“.
Da sind schon gewaltig viele Dummschwätzer unterwegs die der Meinung sind sie können ein optisches Instrument einstellen mit nur einem Messwert. :D

Wenn ich ein Messinstrument erstmal selber einstellen muss, ist es eh für die Tonne..

Ich selbst nutze einen Ocal Pro der letzten Generation, damit geht eine Kollimation auch für Astrographen mit unter f3 noch sehr gut, aber so weit muss man für einen Dobson nicht einsteigen.

Aber perfekte Kollimation mit einem Laser geht nicht, ist auch keine Diskussionsgrundlage.
 
Hallo,
ich bin zwar neu hier im Forum hoffe aber trotzdem helfen zu können, bei einem Freund von mir gab es mal ein ähnliches Problem das lag aber daran dass, das Teleskop nicht richtig festgeschraubt war und deshalb gewackelt hat, häufiger ist aber wie Hansguggindieluft gesagt hat das der Laser dezentriert ist oder das das Teleskop nicht zentrisch ist.
Viele Grüße
 
Vorschlag aus der Praxis
Leg den Tubus waagrecht, OAZ senkrecht nach oben. Den Laser einstecken, ABER NICHT festziehen im OAZ, nur aufliegen lassen.
Wenn du jetzt den Laser vorsichtig drehst und der Laserpunkt immer noch wandert signifikant. DANN ist er dejustiert.

Gruß
Thorsten
 
Hallo zusammen,

sämtliche Justagetools können immer nur Hilfestellungen leisten. Es gibt einfach zu viele Parameter, welche eine perfekte Justage beeinflussen. Aus diesem Grunde ist die Endkontrolle bzw. Feinjustage direkt am Stern die einzig verlässliche Methode für eine perfekte Justage. Läßt beispielsweise das Seeing eine genaue Beurteilung am Stern nur unzureichend zu, macht das nichts, denn dann wird gleichzeitig auch der minimale Justagefehler im Fokus nicht erkennbar.

Viele Grüße
Werner
 
Zum ursprünglichen Problem: Das liegt ganz klar am Justierlaser selbst. Da kommt der Laserstrahl einfach nur schief aus dem Justierlaser. Vielleicht kann man das Teil ja justieren.
Was die Newton Kollimation allgemein angeht, so sehe ich das auch so, dass erst die Positionierung das Fangspiegels inkl. Offset passen muss. Ein Chesire leistet hier gute Dienste. Anschließend erfolgt dann das Finetunig mit dem Laser und letztendlich die Kontrolle im Livebetrieb am Stern.

Schöne Grüße
Franz
 
Hallo,
Mit einem Justierlaser lassen sich Newton-Teleskope in der Regel gut kollimieren. Bei anderen Teleskoptypen kann der Laser unter Umständen nur zu Teilsapekten der Justage Auskunft geben.
Es ist ebenfalls normal, dass man einen Laser seinerseits erst korrekt einstellen und diesen Prozess von Zeit zu Zeit wiederholen muss. Das ist kein Merkmal eines unbrauchbaren Lasers.
Ein Methode wäre, den Laser im OAZ zu drehen und den Laserpunkt zu beobachten. Wenn der Punkt einen Kreis beschreibt, kann man den Weg des Laserstrahls normalerweise mit drei Schrauben verändern. Die Schraube(n) auf der Seite, in die der Laserstrahl abweicht etwas lösen und die andere(n) etwas anziehen (hängt von der Konstruktion des Lasers ab), dann erneut im Auszug drehen. ist der Kreis kleiner geworden, ist man auf dem richtigen Weg. Wenn kein Kreis mehr zu erkennen ist, ist der Laser richtig eingestellt.
Wichtig ist auch, dass der Laser nur ganz sanft im OAZ geklemmt werden darf. Nicht festziehen! Es ist manchmal etwas fummelig, aber irgendwann hat man den Bogen raus. Ist was für Regentage.
Gruß
Sebastian
 
Mit einem Justierlaser lassen sich Newton-Teleskope in der Regel gut kollimieren
Die Aussage kann ich so nicht stehen lassen, wie kontrollierst Du mit einen Laser ob:

a/ Der Sekundärspiegel den richtigen Abstand zum OAZ Zentrum hat.
b/ Der Offset stimmt.
c/ Der Sekundarspiegel auch genau in der Spiegelfläche 90° zum OAZ steht also wirklich einen Kreis beschreibt.

Den Laser stellt man nicht im Teleskop ein sondern legt ihn auf einen Bock und richtet den Strahl gegen etwas das 3-4 m. weg ist.
Am besten klebt man dort ein Blatt Papier hin, dann kann man alle 45° den Punkt markieren und arbeitet sich vor bis dieser sich im Idealfall nur noch im 1-2mm. Radius bewegt.

Wenn der Newton dann wirklich kollimiert ist, dann kann man den Laser benutzen um nach einem Aufbau zu schauen ob noch alles stimmt oder ob evtl. die Hauptspiegelzelke sich verstellt hat und ggf. nachjustieren und am Stern dann die Endabstimmung zu erledigen.

Das alles ist normalerweise Basiswissen für einen Newtonnutzer, hört bitte bitte auf den Unfug zu verbreiten das man mit einem Laser einen Newton kollimieren kann. ;)

Zu dem Laser selbst, leg das Ding ganz weit hinten in die Schublade und hol Dir was qualitativ hochwertigeres.

Beim Laser von ICS z.b. muss man in den Tubus schauen ob der Punkt wieder auf die emmitierende Diode trifft, aber der Strahl ist sehr genau und vor allem, die Teile kommen perfekt zentriert zu Dir.

Ihr nehmt doch auch kein Zollstock zum messen wo die Skala „so ca.“ 1cm. hat.

Schönes Wochenende
 
Es handelt sich hier um einen Dobson. Ich gehe also von einer vorwiegend visuellen Nutzung und von einem werksseitig voreingestellten Instrument aus. Ein paar Millimeter Abweichung beim Abstand von Sekundärspiegel und OAZ-Zentrum sind meist tolerierbar, solange der Fokus noch erreichbar ist. Die Bildqualität im Zentrum leidet kaum. Ich gehe davon aus, dass das Instrument nicht völlig verstellt ist. Für den Offset und die Neigung des Sekundärspiegels gilt das Gleiche.

Es stimmt ja, dass der Laser nicht alle Variablen, die so ein Dobson hat, erfasst, aber wenn man das Instrument nicht gerade als Bausatz gekauft hat und es vom Hersteller/Verkäufer vorab mal richtig eingestellt wurde, ist so ein Laser eine prima Sache.

Und es stimmt auch, dass für eine genaue Kollimation des Lasers selber, eine Einstellung über eine schöne, lange Strecke besser ist. Aber wenn man nun hingeht und sich als Neuling erst eine Umgebung zur Justage eines Justierwerkzeugs bauen soll, bekommt man schon einen guten Vorgeschmack darauf, warum so viele Sternenfreunde bald die Lust an der Sache verlieren. Bei einem Dobson hat man ja in der Regel einen ganz hübschen Lichtweg. Also in Herrgottsnamen...

Damit Hansguggindieluft nicht explodiert: Er hat - technisch gesehen - recht. Rein praktisch sollte man sich als Einsteiger aber erst mal von solchen Perfektionisten fernhalten, die in Threads wie diesem hier vielmehr ihren eigenen Standard diskutieren. Stattdessen lieber mit dem Material, das man hat, schauen, was man damit schon alles hinbekommt - gerade wenn man visuell beobachtet.

Ein Hinweis: am Ende zeigt ein defokussierter heller Stern sehr schnell und eindeutig, ob noch etwas schief liegt. Das ist eine niedrigschwellige Bestätigung, kostet nichts und schließt die Lücke, die der Laser lässt.

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,

Ein Hinweis: am Ende zeigt ein defokussierter heller Stern sehr schnell und eindeutig, ob noch etwas schief liegtH. Das ist eine niedrigschwellige Bestätigung, kostet nichts und schließt die Lücke, die der Laser lässt.

Genau so ist das. Hatte ich oben auch bereits erwähnt: Endkontrolle und Feinjustage ohnehin am Stern.

Man sollte auch im Blick haben, zu welchem Zweck ich welche Genauigkeit überhaupt benötige. Toleranzen gibt es je nach Anwendung/Seeingbedingungen und Öffnungsverhältnis. Es ist klar, dass beispielsweise ein F3 in der hochauflösenden Planetenfotografie genauer kollimiert sein sollte als ein F6-8 für Übersichtsaufnahmen des Himmels.

Einige Justagetools wie ein gut eingestellter Laser (neben anderen Hilfsmitteln) kann ein nützliches Werkzeug darstellen, wenn man die Grenzen der jeweiligen Methode kennt. Hilft aber auch wenig, wenn bereits OAZ-Hülsen/Adapter nicht präzise rund gedreht wurden. Da schlingert auch der beste Laser hin und her.
Manche Parameter wie der 45 Grad Winkel des FS beim herkömmlichen Newton muss nicht bis auf die Nachkommastelle genau eingehalten werden (in Ergänzung zu Bemerkungen von HansguggindieLuft). Wie sonst sollte denn ein Lowrider funktionieren, zumal hier auch der OAZ entsprechend eingestellt werden muss und der sitzt dann auch nicht im rechten Winkel zum Tubus.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
dass für eine genaue Kollimation des Lasers selber, eine Einstellung über eine schöne, lange Strecke besser ist. Aber wenn man nun hingeht und sich als Neuling erst eine Umgebung zur Justage eines Justierwerkzeugs bauen soll, bekommt man schon einen guten Vorgeschmack darauf, warum so viele Sternenfreunde bald die Lust an der Sache verlieren.
Wenn man am falschen Ende spart und sich so ein Schätzeisen kauft, hat man es ehrlich gesagt nicht anders verdient ;)

So etwas kauft man, in weiser Voraussicht, etwas hochwertiger um alles gut einzustellen und somit gleich Spass an dem Hobby zu haben.
Darum die Empfehlung dir etwas besseres zu holen, zum Schluss verstellst Du dir das gesamte System…

Der Dobson wurde vielleicht gut eingestellt oder auch nicht, es passieren überall mal Fehler. Darum ist eine vernünftige Kontrolle fast schon ein muss.
Newtons sind wie ein Saiteninstrument, vor dem Einsatz müssen beide "gestimmt" werden. Das aber kann der Laser leisten, da braucht man nichts zusätzliches.
Damit Hansguggindieluft nicht explodiert: Er hat - technisch gesehen - recht. Rein praktisch sollte man sich als Einsteiger aber erst mal von solchen Perfektionisten fernhalten, die in Threads wie diesem hier vielmehr ihren eigenen Standard diskutieren. Stattdessen lieber mit dem Material, das man hat, schauen, was man damit schon alles hinbekommt - gerade wenn man visuell beobachtet.
Ich explodiere sehr sehr selten und schon gar nicht in einem Forum bei Leuten die ich nicht persönlich kennengelernt habe, nur so nebenher.
Eher will ich einem Anfänger davor bewahren an irgendetwas rumzufummeln um hinterher erst richtig ratlos dazustehen.
Einen eigenen Standard habe ich sicherlich, ich muss aber damit nicht hausieren gehen um hier etwas darzustellen, da hab ich auch absolut keine Lust drauf.
Auch würde es einen Anfänger eher demotivieren wenn er gleich einen haufen Informationen vor dem Latz geknallt bekommt mit denen er erstmal gar nichts anzufangen kann.
Das was ich Dir geschrieben habe ist das Mindestrüstzeug das man beherrschen sollte um dann, wenn es darauf ankommt, auch die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Wenn dann noch so Sachen wie "man kann problemlos einen Newton mit einem Laser kollimieren" geschrieben werden, gerade bei jemanden der schon am Anfang geschrieben hat das er gerade erst mit dem Hobby begonnen hat, da habe ich absolut kein Verständniss dafür.

Das finale Einstellen am Stern, sofern Du das noch nicht schon mal gemacht hast, ist auch kein Selbstläufer, es erfordert Geduld und es wird sicher mal passieren das Du erstmal das Ganze so richtig verstellst und nicht mehr zurück findest, dann kommt ebenfalls ein richtig eingestellter Laser ins Spiel, der Rest passt ja dann schon und muss nicht mehr berücksichtigt werden.
Das wirst Du selber feststellen wie schnell man im dunklen die falsche Schraube greift. ;)
Vor allem, bevor man rumkurbelt, immer daran denken zu sich merken wie weit und und in welcher Richtung man die Schraube verstellt hat, ich hab da immer im Kopf einen Minutenzeiger, damit ich auch ungefähr weiss was ich wieder Rückgängig machen muss wenn es daneben ging.

Manche Parameter wie der 45 Grad Winkel des FS beim herkömmlichen Newton muss nicht bis auf die Nachkommastelle genau eingehalten werden (in Ergänzung zu Bemerkungen von HansguggindieLuft). Wie sonst sollte denn ein Lowrider funktionieren, zumal hier auch der OAZ entsprechend eingestellt werden muss und der sitzt dann auch nicht im rechten Winkel zum Tubus.
Das Lowriderprinzip benutzt man normalerweise um noch vernünftig damit beobachten zu können wenn der Spiegel mehr als 16" und sehr lange Brennweiten hat. wir reden aber hier von einem AOZ der 90° zur optischen Achse hat und mit jemanden der vermutlich noch nicht einmal weiss was ein Lowrider ist, da sind wir wieder bei dem Punkt informationoverflow....

Ich hab zu dem Thema jetzt genug geschrieben, viel Erfolg!
 
Ohne jetzt auf jedes Detail oben einzugehen ist es v.a. im Hinblick auf Anfänger m.E. nicht sehr förderlich, die Justage eines Newtons beinahe schon in den Bereich von „Rocketscience“ zu stellen. Die finale Kontrolle am Stern ist beispielsweise mit etwas Übung und Aneignung der wichtigsten Aspekte nicht allzu schwierig. Im Hinblick darauf liefern manche Händler recht gute Darstellungen in eingängigen Anleitungen bereits mit dem Teleskop aus.

Jemand, der sich ein Newtonteleskop/Dobson neu anschafft wird aufgrund des Systems ohnehin automatisch damit beschäftigt sein, sich mit den wesentlichen Dingen der Materie ein wenig intensiver zu befassen. Ein Refraktor kann hier evtl. zunächst einfacher im Handling in Beziehung auf Justageprobleme sein, aber auch so ein System könnte in dejustiertem Zustand beim neuen Sternfreund ankommen.

Es gibt gerade hier im Forum sehr schön erklärte Justageanleitungen. Mit den geeigneten Hilfsmitteln und den erklärten Hintergründen in den Dokus ist das alles locker machbar. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

ichd möchte mich herzlich bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben zu antworten – das hat mir wirklich weitergeholfen!

Das Fazit auf meiner Seite: Mein Justierlaser war tatsächlich nicht kollimiert, und obendrein hatte er keinerlei Einstellschrauben, mit denen ich das hätte korrigieren können. Ich habe ihn daher kurzerhand zurückgegeben.

Auf Basis eurer Empfehlungen habe ich mir jetzt ein Cheshire-Okular bestellt, das heute ankommen soll. Ich bin gespannt, ob ich damit besser zurechtkomme – und werde mich bei Gelegenheit kurz melden, wie es gelaufen ist.

Vielen Dank nochmal an alle – besonders für die geduldigen Erklärungen! So macht ein Forum Spaß. 🔭

Viele Grüße
Tom
 
Hallo zusammen,


ich bin gerade dabei, mein Newton-Teleskop ordentlich zu justieren und habe mir dafür das Omegon Deluxe Justierokular (Cheshire-Okular) zugelegt.


Nachdem ich mich durch die Anleitung gearbeitet habe, bin ich nun mit dem ersten großen Schritt – der Einstellung des Fangspiegels – durch. Ich habe versucht, den Fangspiegel so zu positionieren, dass er mittig und kreisrund im Auszug erscheint, so wie es in der Anleitung (Bild 3) beschrieben ist.


Ich habe dazu ein Foto durch das Justierokular gemacht (siehe Anhang). Bevor ich jetzt mit dem Hauptspiegel weitermache, habe ich eine fachspezifische Frage an die Profis hier:


Ist die aktuelle Ausrichtung so korrekt oder ist es zwingend erforderlich, dass der weiße Kreis (die Reflexion) und der schwarze Schatten (der Fangspiegel-Schatten mit den Streben) an der Spitze komplett kongruent, also absolut deckungsgleich, sind?


Ich bin mir unsicher, wie viel Toleranz hier bei der visuellen Beobachtung erlaubt ist oder ob diese "Punktlandung" in der Mitte für eine scharfe Abbildung obligatorisch ist.


Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen und Tipps!


Beste Grüße!
 

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Hallo

Es gibt so Okulardeckel mit Loch und innen Folie.
Das funktioniert.
Beim Ocal hatte ich gesehen hatten einige 6h Spaß , das wird wenn der Notebookaccu dann alle es gar nichts mehr, DANN GUCKST DU IN DIE LUFT :D

Wenn du nur durch dieses Lochdeckelchen die Mittemarkierung siehst und in der wieder deine Pupille ist das schon mal das was der Laser nicht konnte. Es steht dir frei damit auch den FS unterm OAZ Rand zu zentrieren, muss man mit Verlängerungshülse so verlängern das der umlaufende Abstand gut schätzbar ist.
Dann ist perfekt für 5€

Gruß Frank
 
Hallo Frank,
danke für die Rückmeldung! Denkst du denn das sieht bei mir soweit ok aus?

VG
Tim
 

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Hallo Tim

Den Abstand zwischen OAZ Rohr und FS Kante kann man schwer beurteilen, da musst du so nah nach innen focusieren bis nur wenige mm sind, oder kariertes Papier unterlegen.

Gruß Frank
 
Hallo Tim,

auf der Abbildung (IMG_0722) passt das noch nicht ganz.

Der Abstand der FS-Kante bei 10:00 Uhr zum OAZ-Rohr ist größer als bei 04:00 Uhr. Der FS muss aber zentrisch sitzen. Allerdings kann eine Aufnahme, welche nicht ganz zentrisch gemacht wurde, diesen Fehler auch vortäuschen. Es gibt mehrere Möglichkeiten zur korrekten Ausrichtung des FS. Schau, ob du dabei ein Concenter-Tool zur Hilfe nehmen kannst.

Auch ein Laser könnte hier eingesetzt werden. Geht aber a) nur bei offenen Systemen und b) wenn eine korrekte Markierung inkl. Offset auf dem FS vorhanden ist.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,
danke für die Hilfe! Meinst du die jetzt im Bild markierte Stellle?

Viele Grüße
Tom
 

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Nein, der gesamte FS scheint nicht korrekt zu sitzen wie oben beschrieben. Selbstverständlich muss man sich final an der verspiegelten FS-Kante orientieren, wie diese im OAZ-Rohr sitzt. Das geht m.E. bei einem geschlossenen System mit Teleskoptubus am besten mit einem Concenter. (Im Schritt davor schaut man sich aber generell den Sitz des gesamten FS inkl. Halterung an).

Man darf sich in den Vorarbeiten zur FS-Zentrierung nicht vom Abbild des HS im FS verwirren lassen. Bitte lies einfach (falls noch nicht erfolgt) die gängigen hier im Forum erhältlichen Justieranleitungen erst einmal gründlich durch. Dann sollten eigentlich keine Fragen mehr offen bleiben. Die HS-Zentrierung zum FS erfolgt erst später.

P.S.: Du hast während meiner Erklärung nochmals geschrieben. Beide obige Fragen: Nein. Siehe meine Erklärungen oben.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde noch mal kurz einwerfen wollen: Wenn du ein Anfänger bist, Tom, und das Teleskop noch vergleichsweise neu ist, dann dreh nicht an allen Schrauben, die du so findest. Die Tricks, die es so gibt, um ein Instrument richtig einzustellen erfordern immer ein gewisses Maß an Erfahrung und wenn man erst mal alles aus dem Gleichgewicht gebracht hat, muss man am Ende doch mehr Zeit und Geld investieren, als man geplant hatte. Werner weist ganz zurecht darauf hin, sich vorher mal gründlich mit dem Thema Kollimation auseinanderzusetzen.
 
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