MikeWölle
Aktives Mitglied
Hallo,
was für eine eigenartige Nacht! Die Grenzgröße war gar nicht so besonders, aber ein eisiger Wind blies das letzte Bisschen Luftfeuchtigkeit aus dem frostigen Firmament. Unfassbar gute Transparenz, da wollte ich das kleine Zeitfenster zwischen Dämmerungsende um 18h und Mondaufgang um 19h30 nutzen. 201P LONEOS sollte es diesmal sein, bei einer komfortablen Höhe von 35 Grad über dem Horizont könnte es diesmal klappen. Um Zeit zu sparen, fuhr ich diesmal nicht auf den Berg, sondern auf den im Dezember menschenleeren Parkplatz des Wipfelwanderweges.
Als ich ausstieg, war ich sehr froh dicke Handschuhe und eine wärmende Haube dabei zu haben, sonst hätte ich gleich wieder heimfahren können, so heftig waren die Windböen. Die harmlosen -2 Grad minusfühlten sich im Gesicht eher wie arktische -15 Grad an. Wie schön, dass der Komet nur ein Okulargesichtfeld von Phi Aquarii entfernt stand, das sparte diesmal Starhopping komplett ein.
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-af-9be4.jpg
Der Komet wollte sich weder bei 100x noch bei 200x zeigen, auch ein neugieriger Autofahrer war für die Dunkeladaption nicht wirklich hilfreich. Es dauerte also doch länger als gedacht, doch ist man erst einmal konzentriert beim Beobachten, stört auch der klirrend kalte Wind, der sogar die Lichtschutzblende zum heftigen Flattern brachte, nicht mehr.
Diesmal musste also das 8mm Ethos herhalten. Erst bei 320x konnte ich nach gut einer Viertelstunde mit Sicherheit und direkter Beobachtung den Kometen im 24"Dobs sehen.
Mein 91.Komet
So lange auch das Auffinden gedauerte hatte, so schnell ging es mit dem bestimmen der Helligkeit, lagen doch günstiger Weise brauchbare Vergleichsterne ganz in der Nähe. Dieser sehr schwierige Komet mit niedriger Kondensation DC=3 und kleinem Durchmesser ca. 0.4´ hatte eine Helligkeit von ca. 14.6mag.
Als ich gerade überlegte eventuell auch noch Komet117P zu suchen, nahm mir die davonfliegende Lichtschutzblende die Entscheidung ab. Für heute Abend genug gefrohren, also den Dobs auseinandergenommen und über die Rampen in die rollende Sternwarte verfrachtet. Wetter für die nächsten Tage sieht ja gut aus, wird nicht lange dauern bis zum nächsten Einsatz.
CS Mike
was für eine eigenartige Nacht! Die Grenzgröße war gar nicht so besonders, aber ein eisiger Wind blies das letzte Bisschen Luftfeuchtigkeit aus dem frostigen Firmament. Unfassbar gute Transparenz, da wollte ich das kleine Zeitfenster zwischen Dämmerungsende um 18h und Mondaufgang um 19h30 nutzen. 201P LONEOS sollte es diesmal sein, bei einer komfortablen Höhe von 35 Grad über dem Horizont könnte es diesmal klappen. Um Zeit zu sparen, fuhr ich diesmal nicht auf den Berg, sondern auf den im Dezember menschenleeren Parkplatz des Wipfelwanderweges.
Als ich ausstieg, war ich sehr froh dicke Handschuhe und eine wärmende Haube dabei zu haben, sonst hätte ich gleich wieder heimfahren können, so heftig waren die Windböen. Die harmlosen -2 Grad minusfühlten sich im Gesicht eher wie arktische -15 Grad an. Wie schön, dass der Komet nur ein Okulargesichtfeld von Phi Aquarii entfernt stand, das sparte diesmal Starhopping komplett ein.
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/8apm-af-9be4.jpg
Der Komet wollte sich weder bei 100x noch bei 200x zeigen, auch ein neugieriger Autofahrer war für die Dunkeladaption nicht wirklich hilfreich. Es dauerte also doch länger als gedacht, doch ist man erst einmal konzentriert beim Beobachten, stört auch der klirrend kalte Wind, der sogar die Lichtschutzblende zum heftigen Flattern brachte, nicht mehr.
Diesmal musste also das 8mm Ethos herhalten. Erst bei 320x konnte ich nach gut einer Viertelstunde mit Sicherheit und direkter Beobachtung den Kometen im 24"Dobs sehen.
Mein 91.Komet
So lange auch das Auffinden gedauerte hatte, so schnell ging es mit dem bestimmen der Helligkeit, lagen doch günstiger Weise brauchbare Vergleichsterne ganz in der Nähe. Dieser sehr schwierige Komet mit niedriger Kondensation DC=3 und kleinem Durchmesser ca. 0.4´ hatte eine Helligkeit von ca. 14.6mag.
Als ich gerade überlegte eventuell auch noch Komet117P zu suchen, nahm mir die davonfliegende Lichtschutzblende die Entscheidung ab. Für heute Abend genug gefrohren, also den Dobs auseinandergenommen und über die Rampen in die rollende Sternwarte verfrachtet. Wetter für die nächsten Tage sieht ja gut aus, wird nicht lange dauern bis zum nächsten Einsatz.
CS Mike