Komet 64P / Swift-Gehrels

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Heidescoper

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hallo Forum,

ein Überraschungskomet !
Gestern lasen wir von einem Helligkeitsanstieg/Ausbruch.
Ich hatte keine Karten vorbereitet, da er eigentlich außerhalb der Reichweite des 16"ers liegen sollte...

Grund genug, mit Notebook & Guide 9 auf dem Schoß nach ihm zu schauen:


15.8.2018, 23:55 MESZ, SQL 21.3mag
16" Dobson, V 138x, 164x

Er war leicht direkt nicht weit abstehend von gamma Peg
zu erkennen.


13.5mag, DC 3, Durchm 1.0`

Gruß
Christian
 
hallo Forum,

nachgereicht zur Messung eine Zeichnung vom 15.8.2018:


Gruß
Christian
 

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hallo Forum,

gestern Abend konnte ich 64P (14.5mag)
nahe bei der Galaxie IC 1544 (13.9mag) beobachten.
Die Distanz zwischen den beiden Objekte betrug nur 4.2`.

7.9.2018, 23:55 MESZ

21" Dobson, V 176x

14.5mag, DC 3, Durchm 0.4`

Gruß
Christian
 

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Ich komme gerade von draußen und habe den Kometen im Zwöflzöller beobachtet: m1=10m8, d=2,7', DC=4 bei SQM=21.0. Ein Swan-Band-Filter wirkt ganz gut. Der Komet war auch in Roberts 6-Zoll-Refraktor zu sehen, sogar hinunter bis 22x (dort aber schwierig).
 
Danke für die Info Uwe, das ist dann ein dankbares Objekt für die kurze dunkle Phase morgen Abend... mal sehen, was das 72er Röhrchen sagt.

btw/ot: lustig, hier wieder schreiben zu können, sogar mit Avatar :)
Hin und wieder werd ich mich hier mal melden wieder.

CS
Norman
 
hallo Forum,

vor dem Mondaufgang vermessen:

29.9.2018, 21:05 MESZ, SQL 20.65mag
21" Dobson, V 155x

12.5 mag, DC 3, Durchm. 1.8`

Gruß
Christian
 
Hallo,
war grade eben draußen, konnte ihn beim besten Willen aber nicht finden. Die Grenzgröße war etwa 5,8 mag., gesucht hab ich ihn mit meinem 8" bei 80X (ich hab den 8 Zöller noch nicht so lange und 80X ist bereits meine kleinste Vergrößerung. Ich muss mir mal neue Okulare kaufen...). Ich hab bei Stellarium geschaut wo er gerade sein müsste. Bei 21P hab ich die Erfahrung gemacht, das Stellarium immer etwas versetzt war. Die Position hat nie genau gestimmt. Was meint ihr, wieso hab ich 64P nicht gefunden? War die Karte nur zu ungenau, oder ist er zu schwach für mein Teleskop?

Gruß
Kalle
 
Hi Kalle,

die Erfahrung mit den versetzten Kometen habe ich auch gemacht. Ich hab einen Abend für 21P "versaut" weil ich mir sicher war, dass er da sein muß - schließlich hatten CDC und Stellarium die gleichen Koordinaten - beide falsch. In Calsky stimmts.
64P müsste jetzt gerade (Sonntag 30.09.18 21:40 Uhr ) bei RA= 0h28m30s Dec=+31°22.9' (J2000) sein.
Aber heute sieht man von meinem Standort nix.
Grüße
Rüdiger
 
Ich benutze Guide9 und lade mir regelmäßig neue Bahndaten herunter. Das hatte ich paar Tage nicht gemacht, und so war der Komet acuh um 5' neben der Position. Mit dan ajtuellen Bahndaten hat es dann aber gestimmt.

Problematisch sind periodische Kometen, welche nur wenige beobachtet wurden, ober trotzdem schnell hell werden, Dann kann es sein, dass man visuelle beobachtet, die Karte aber noch die Bahnelemenete des letzten Durchlaufs hat. Ansonsten sind die Kleinplanetnebeobachter (welche die Kometen nebenebei mit vermessen) meist schneller und kommen freilich auch tiefer als wir Visuellen.
 
Hallo und moin,
gestern um 21.30 Uhr habe ich mich mit meinem 16"-er an diesem Kometen versucht. Bei einem bestenfalls 5 mag- Himmel und sehr hoher Luftfeuchtigkeit war er bei V= 89x, 139x und 190x nur indirekt zu sehen. Der Einsatz eines UHC-S- Filters verbesserte die Sichtbarkeit bei 89x ein wenig. Für eine Helligkeits- bzw. Größenschätzung reichte das aber nicht.
Zum Aufsuchen benutze ich "Cartes du Ciel". Die angezeigte Position stimmte genau, da ich die Kometendaten immer aktuell halte.

Wolfgang.
 
Hallo zusammen,

64P erschien mir etwas größer und etwas diffuser als 29P.
Vom Schwierigkeitsgrad her waren beide Kometen ähnlich gut erkennbar und direkt zu sehen.
Der 32%-Mond hat den Himmel leicht aufgehellt.

04.10.2018 02:28 MESZ
11" SCT, 74x, fst ca.5m4

ca.12,0 mag, Durchmesser 1,5', DC 2-3

Viele Grüße,
Ronny
 
hallo Forum,

Ronny:
korrekt, 64P erschien ähnlich wie 29P. Allerdings ist der Kernbereich diffuser und der Nucleuse nicht auffällig.

5.10.2018, 20:55 MESZ, SQL 20.6mag Region
21" Dobson, V 155x

11.4mag, DC 3, Durchm 2.2`

Gruß
Christian
 
Hi,

gestern im OdW habe ich zusammen mit meinem Sohn den Kometen gesehen. Er benötigt dunklen Himmel. War aber imm 8-Zöller bei 150x rel. einfach indirekt als diffuser rundlicher Fleck wahrnembar.

Gruß
Lots
 
Hallo Uwe,
ich habe gestern vergeblich versucht den Kometen zu finden. Nach der Position in Guide 9 und anderen Angaben müßter er ja einen direkt ins Okular hüpfen. Laut Guide 9 hat er 12,4 Mag. Nach Heavens-Above 10,5 Mag.
M 33 war im 120 x 600 wahrnehmbar. Ich habe leider noch keine Erfahrung
im Kometen beobachten. Wie hell ist er den zur Zeit. Entspricht Dein m1 = 11m0, 11Mag. Kann ich ihn überhaupt im 120 x 600 sehen.
Gruß
Winfried
 
Hi Winfried,

Laut Guide 9 hat er 12,4 Mag. Nach Heavens-Above 10,5 Mag.

danach kannst du nicht gehen, wichtig sind die richtigen Ephemeriden, z.B. aus Orbital Elements: Comets

die du in Guide 8 ein bauen kannst. Der Komet ist aktuell ca. 10m5 hell. Eine gute Aufsuchkarte ist natürlich von nöten.

Heavens-Above sollte da passen, allerdings sind dort die Aufsuchkarten mist!

Gruß
Lothar
 
Hi Lothar,
ich lade mir immer die neueste Datei :Soft02 Cmt Orbital Elements: Comets
(Guide (Project Pluto) herunter. Heute soll er 12,3Mag haben. ich hoffe ich mache beim Aktualisieren keinen Fehler. Ich will es heute nochmal mit dem 127/1200 versuchen.
Gruß
Winfried
 
Wenn ihr wirklich etwas über dei Helligkei wissen wollt, dann dürft ihr weder Guide noch Hevens above oder so was vertrauen. Sondern nur wirklichen Beobachtungen. Ich passe die Hauptseite der VdS einmal in der Woche an, das stimmt dann in etwa. Genauer wird es, wenn ihr die letzten Beobachtungen auf COBS anseht. Ihr dürft aber nicht die elektronischen Werte nehmen (die sind zu schwach), sondern die visuellen.
 

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Hi,

14.10. 22:00:15 MESZ:

P/Swift-Gehrels (64P) mag 11.3
Umlaufzeit 9.41 Jahre (3435.8 Tage)
Periheldistanz 1.3933810 AE
Apheldistanz 7.52 AE
Bahnelemente:
Große Halbachse a 4.4560956 AE
Exzentrizität e 0.6873090
Bahnneigung i 8.9482000 Grad
Argument des Perihels 97.1436000 Grad
Länge des aufsteigenden Knotens 300.0014000 Grad
Periheldatum T JD 2458426.38180 ( 3 Nov 2018 21:09:47)
Rektaszension: 00h33m45.184s
Deklination: +34 57' 35.67"
Mittlere Position bei aktuellem Äquinoktium
Rektaszension: 00h34m45.570s
Deklination: +35 03' 47.97"
Scheinbare Position bei aktuellem Äquinoktium
Rektaszension: 00h34m46.260s
Deklination: +35 03' 50.17"
Entfernung vom Heimatplaneten: 0.45543607 AE (68,132,266 km)
Heliozentrische Position: Länge 21.59138 Breite 8.85351
 
Hallo,
habe den Kometen auch gestern nicht gefunden. M33 war allerdings auch im 127/1200 nur indirekt zu sehen. Meine mangelnde Erfahrung mit Kometen wird wohl die Ursache sein, schade. Vielleicht ergibt sich mal eine Beobachtungsgelegenheit bei einem erfahrenen Kometenbeobachter.
Hi Lothar, wo sind die Bahndaten vom 14.10. 22:00:15 MESZ: her.

Gruß
Winfried
 
Hi Winfried,

die Bahndaten kommen aus Guide 8 voher wurde die Datei Soft02Cmt.txt aus Orbital Elements: Comets erzeugt und in Gudie 8 importiert.

Das sollte mit Guide 9 analog erfolgen.

Noch was zur Sichtbarkeit des / von Kometen.

64P benötigt z.B. einen dunklen Himmel, 38P ist da nicht ganz so anspruchsvoll.
Und im Vergleich zu Galaxien, die im gesamten Spektrum strahlen und für das Auge im Okular weiß erscheinen, strahlen Kometen nur in einem bestimmten Frequenzbereich (auf Fotos sind sie meistens grün). Für das bloße Auge am Okular erscheinen sie eher hell bis dunkel grau, anders als Galaxien.

Gruß
Lothar
 
Kometen nur in einem bestimmten Frequenzbereich...

wollte sagen die Strahlunsintensität ist nicht wie Galaxien einigermaßen gleichmäßig über das sichtbare Spektrum verteilt, sondern hat in bestimmten Bereichen Spitzen andere sind dafür weniger auffällig.
 
Hallo,
- danke Lothar für Deine Antworten.
Ja genau so mache ich es auch mit Guide 9.
Was mich eigentlich bewegt ist die Frage, welche Mindestöffnung brauche ich. Reicht der 120/600 bzw. der 127/1200 für diesen Kometen aus.
Gibt es eine Tabelle aus der ungefähr ersichtlich ist welche Teleskopöffnung
für eine gegebene Kometenhelligkeit benötigt wird.
Ich hoffe, ich strapaziere nicht zu sehr mit meinen Fragen.
 
> Gibt es eine Tabelle aus der ungefähr ersichtlich ist welche Teleskopöffnung
für eine gegebene Kometenhelligkeit benötigt wird.

Das ist wirklich schwierig zu beantworten. Ich gebe ein Beispiel: Winfried konnte 64P im Zehnzöller nicht sehen, während wir ihn im Sechszöller bei 22x gesehen haben. Wie soll man da allgemeingültige Angaben machen? Am ehesten hilft ein Blick in die Beobachtungstabellen, das ist über die Seite der Fachgruppe möglich (auf das Auge klicken).
Die absolute Helligkeit sagt ja schon bei Galaxien wenig aus. Es kann sein, dass man M101 oder M33 gar nicht sieht - egal wieviel Öffnung. DIese Objekte sind eher diffus und werden von der Lichtverschmutzung verschluckt. Kometen sind oft ähnlich. 21P war im Sommer/Herbst eine schöne Ausnahme.

> Und im Vergleich zu Galaxien, die im gesamten Spektrum strahlen und für das Auge im Okular weiß erscheinen, strahlen Kometen nur in einem bestimmten Frequenzbereich

Das stimmt wohl für viele Kometen (die gasreichen). Es gibt aber auch staubreiche, die ein weitgehend kontinuierliches Spektrum aufweisen. Für die Sichtbarkeit ist das aber nicht entscheidend. Was aber eine Rolle spielt: Kometen haben keine starken Helligkeitskanten wie z.B. Galaxien oder viele Gasnebel. Das Gas strömt nach außen, reißt den Staub mit. Alles wird nach außen hin immer schwächer. Das erschwert die Wahrnehmung wirklich sehr! Ich hatte am Anfang erhebliche Schwierigkeiten damit und habe im Zwölfzöller Kometen 11. Größe kaum gefunden - von einem recht dunklen ländlichn Standort aus! Kometen aus der Stadt oder auch vom Stadtrand aus kann man meist vergessen. Ein Kometenfilter wirkt auch nicht in dem starken Maße wie ein UHC oder [OIII] bei Gasnebeln. Er ist eher ein diagnostisches Mittel, um den Gasreichtum zu ermitteln.

Zum Ziel führt also
- ein dunkler Himmel, jede 5 km weiter weg von der Stadt lohnen sich
- üben
- indirekt sehen
- die Position genau kennen
- lange hinschauen, lange versuchen, verschiedenen Vergrößerungen ausprobieren

Letzteres ist entscheidend! Zu glauben, man sähe einen schwachen Kometen "irgendwo im Gesichtsfeld" ist eine Illusion. Aber wenn man genau weiß, wo er ist, kann man alle aus der Deep-Sky-Beobachtung bekannten Tricks anwenden. Und man braucht sie auch alle.
 
Hallo,
danke für all die Hinweise. Ich habe mir jetzt die beiden PDF Dokumente (Bücher) heruntergeladen. Auch die Seiten Link werde ich alle in Ruhe durchgehen. So bald dar Himmel wieder klar ist geht die Suche weiter.
Gruß
Winfried
 
hallo Forum,

27.10.2018, 19:50 MESZ, SQL Region 20.4mag, Restdämmerung
12" Dobson, f/5 V 116x

ca. 11.0 mag, DC 3, Durchm. 1.8`, kurzer Schweifansatz erkennbar

Gruß
Christian
 
Wenn ich vorhabe 64P zu beobachten, eignet sich dann eher mein Achtzöller mit kleinem Gesichtsfeld (und der kleinsten Vergrößerung von 81X) oder mein sechzöller mit größerem Gesichtsfeld, mit dem ich auch bis zu 30X Vergrößern kann. Der Achtzöller ist natürlich lichtstärker, aber ich hab 64P noch nie gesehen und zum Auffinden ist ein kleines Gesichtsfeld natürlich unpraktischer. Was meint ihr?

Gruß
Kalle
 
Wenn ich vorhabe 64P zu beobachten, eignet sich dann eher mein Achtzöller mit kleinem Gesichtsfeld (und der kleinsten Vergrößerung von 81X) oder mein sechzöller mit größerem Gesichtsfeld, mit dem ich auch bis zu 30X Vergrößern kann. Der Achtzöller ist natürlich lichtstärker, aber ich hab 64P noch nie gesehen und zum Auffinden ist ein kleines Gesichtsfeld natürlich unpraktischer. Was meint ihr?

Gruß
Kalle

Hallo Kalle,

Was hindert Dich denn daran, beides nebeneinander auszuprobieren?
Sind doch beides handliche Geräte, wenn der Wille zur Beobachtung da ist.
Diese Erfahrung aus erster Hand macht Dich dann zum Meister dieser Frage,
deren Antwort Du hier gerne präsentieren darfst.
Im Übrigen erschliesst sich aus den Angaben nicht, welche Brennweiten und Okulare und damit
Vergrößerungen (Kombinationen) möglich sind. Diese Infos könnten durchaus zu Tips führen. Teile uns die doch mal mit.

Gestern im 10x43 war 64P bei uns (Uckermark) nicht zu machen, Andromedagalaxie nahedran aber einfach und weit ausladend mit hauchzarten Enden. Nebenbei.

CS,

Henning
 
Hallo Henning,

Hm, stimmt, jetzt wo du's sagst scheint mir die einfachste Lösung zu sein es einfach auszuprobieren. Hoffentlich hält das Wetter. :rolleyes:
Mir stehen Okulare der Brennweiten 25mm, 12,5mm und 6,5mm zur Verfügung. Achja, dann noch eine 2X Barlow (die war bei einem Teleskop dabei und hilft mir bei der Kombination von Okularen nicht wirklich weiter). Die Teleskope sind ein C8 f/10 und ein 150/750 Newton.
Die Bedingungen würde ich übrigens meistens auf Bortle 4 schätzen, daran sollte es denke ich also nicht scheitern.

Gruß
Kalle
 
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