Komet 88P/Howell

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UwePilz

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Der Komet Howell scheint einen langandauernden Ausbruch oder eine Irregularität in der Helligkeitsentwicklung zu haben: Wenn man sich die beiliegende Lichtkurve ansieht, erkennt man, dass sich seit Juni "etwas tut".
Der Komet kann am Morgenhimmel fast im Meridian beobachtet werden (oberhalb des Kopfes vom Walfisch). Ich habe ihn schon längere Zeit auf meiner Beobachtungsliste und heute morgen hat es geklappt.
Da Nebel angesagt war, getraute ich mich nicht, an meinen üblichen Platz zu fahren: Das ist in der Nähe der Mulde-Niederung. Stattdessen fuhr ich durch die nördlich von Leipzig gelegenen Dörfer. Den Platz dort habe ich mir mal gesucht, weil er mit dem Fahrrad gut erreichbar ist. Heute aber mit dem Auto. Man ist nur 20 Meter von einer schwach befahrenen Straße entfernt, das ist nichts für den Abendhimmel. Aber morgens fährt dort kaum jemand: Nur ein Motorrad kam vorbei.
Der Komet war schwieriger, als ich dachte: Sehr diffus, nicht klein (2'), DC=2. Die Helligkeit bestimmte ich zu 11m4, das sieht jetzt heller aus, als es sich im Teleskop manifestiert. Nach längerem Beobachten sah ich den Kometen fächerförmig, PW=27°. SQM im Zielgebiet 20m7. Eine sternförmige zentrale Kondensation war mit Mühe erkennbar.
(32 cm Dob bei 120x)
 

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Hallo Uwe, Christian und alle Kometengucker,

die Schönwetterkatastrophe hier in der Steiermark geht weiter.
Hoch Ulrike sorgt für dauerhafte Wolkenfreiheit und eine südwestliche warme Strömung vermindert die sonst um diese Jahreszeit nervige Nebelbildung. Das ist jetzt die 5 Kometennacht innerhalb von 8 Tagen.
Komet 88P/Howell war sehr schwer zu beobachten. Das liegt an der sehr geringen Kondensation in Verbindung mit seiner Größe von einer Bogenminute. Nur durch Wahl der richtigen Vergrößerung und längeren Hinschauen war er dann doch zu sehen.

11.11.2015 19h45 MEZ Tuscheralm fst= 5.3mag V=200 im 24" Dobson
m1= 13.5mag
DC=1 (Das ist selten)
d= 1`

61P konnte ich nicht sehen, war zum Teil durch diese verdammte Fichte im Süden blokiert, auch die tiefstehenden schwachen Kometen wie 29P waren schon hinter dem Horizont, wären aber wahrscheinlich eh nicht zu sehen gewesen. Damit ist der Abendhimmel für mich fürs Erste,was aktuelle neue Kometen anlangt, ausbeobachtet.

CS Mike
 
Lieber Uwe, das glaube ich dir gerne. Ich denke was die Flächenhelligkeit betrifft, war dies der subjektiv am schwierigsten zu erkennende Komet von den bis jetzt im November beobachteten.
Aber ich finde, gerade die Beobachtung extrem schwacher Objekte hat auch irgendwie einen speziellen Reiz.

CS Mike
 
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