Moin zusammen!
McNaught konnte ich auf dem AFT in zwei Nächten beobachten. Am ersten Abend ab ca. 21:30 MESZ fand ich den Kometen schon weit im Norden mit meinem 20x80-Fernglas - überhaupt kein Problem! Das gebbiet um Deneb ist hier zirkumpolar und der AFT-Platz bietet freie Sicht nach N bis E bis hinunter zum Horizont. Dann mußte der 12"-Dobson ran, der in der Nacht vom Do. auf Fr. seinen ersten Einsatz unter Landhimmel hatte. Wegen der Sternenfülle im Zielgebiet stocherte ich doch eine Zeitlang herum, bis ich die Kometenwolke kurz vor 22:00 MESZ fand: Sehr heller Kern, leicht ovale Koma, die an einer Seite in einen schwach erkennbaren, gerade (Gas-) Schweif auslief. Nach kurzer Zeit war der Spaß vorbei, weil ich noch was am Teleskop verändern mußte, und bis ich K5 wieder hatte, zog der Hochnebel von der Nordsee heran.
Eine Nacht später waren die Bedingungen bis gegen 01:00 MESZ wesentlich besser. Der Komet war nun höher am Himmel in dem für mich noch ungewohnten Instrument jetzt leicht zu finden. Wirklich ein klasse Anblick (mehr als auf dem Bild von Maciej ein Post höher!), besonders mit der Bewegung vor den Feldsternen, die nach wenigen Minuten auffiel. Die K5-Helligkeit mag um +8m0 betragen haben, wahrscheinlich sogar noch etwas heller.
Sorry, wenn das Ergebnis etwas dünn ausfiel, aber ich habe mich in dieser Nacht vor allem auf Kugelsternhaufen konzentriert, die ich zum ersten Mal mit eigenem 12-Zöller sehen konnte. Das ist eben ein Anblick, den man nicht jeden Tag hat - gar nicht zu vergleichen mit den 8", die ich vorher hatte!

Z.T. echte Augenöffner...! :augenrubbel:
So, und jetzt kümmere ich mich um die Helligkeitsausbrüche von 29P und dem obskuren Objekt P/2010 H2! Man kriegt da oben auf dem Berg ja gar nix mit...
