Komet C/2020 R4 Atlas

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Heidescoper

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hallo Forum,

endlich, endlich konnte ich den Kometen vergangene Nacht beobachten.
Die Mond stand schon tief hinter umliegenden Häusern verdeckt noch über dem Horizont.
Der Himmel war aber exzellent klar, und das direkt vor der Haustür trotz umliegender, am WE angeschalteter, Straßenlampen !

Zielgebiet lag nahe beim Stern 93 Her, mit schwacher Vergrößerung 17.5mm Morpheus nichts zu sehen vom Kometen !?
Abgleich ob Datum und Kartenausdruck stimmt.PC angeworfen und Kontrollfotos mit angebener Position in Guide 9 abgeglichen.
Alles , ok. Also wieder raus.
Ich nahm nun das 14mm Okular + Swanfilter. Ahh, ein hauchzartes runder Komet war nun erkennbar. Ich ließ mich irreleiten von dem satten grüne Kometen auf den Aufnahmen ua. von Michael Jäger inkl. Schweifansatz. R4 spielt visuell aber nur in der Liga von D1 , dh. schwach kondensiert und zudem großflächig.
Der Himmel drehte sich unaufhörlich und in höherer Lage bzw. tieferer des Mondes stieg der Kontrast an dem, sich sichtbar schnell fortbewegenden, Kometen.
Ich konnte nun eine Messung durchführen:

17.4.2021, 0:45 MESZ, Region SQL nur 20.1mag, Mondschein ( 19% beleuchtet )
12" f/4 Dobson, V 95x

9.5mag, DC 1, Durchm. ca. 3.8`
mit Swanfilter ca. 4.5`Durchm.

Später gegen 1:10 MESZ bei nun SQL 20.5mag war der Komet ohne Filter leichter sichtbar mit nun DC 2.

Gruß
Christian
 
Hi Christian,

ich fand den Kometen kürzlich auch schwierig und diffus.

13.04.2021 02:00 MESZ, 11" SCT, 74x

ca.10,5 mag, 2,5'

Gruß
Ronny
 
Hi Christian,

gestern Abend konnte ich den Kometen auch endlich ausfindig machen. Der stand ja nur ca. 4° neben C/2020 T2 Palomar.

cs
Lothar
 
hallo Forum,
vorgestern Abend klarte es hier unverhofft auf.
Ich habe spontan die beiden nahe beieinander stehenden Kometen R4 und T2 beobachtet.
R4 überraschte mich positiv! Er war nun kräftiger kondensiert und zeigte einen breit aufgefächerten Schweifansatz.
Den Positionswinkel bestimmte ich am längeren schmaleren Schweifteil.


20210502C2020R4CN.jpg



2.5.2021, 23:10 MESZ, Region 21.05mag direkt vor der Haustür
12" f/4 Dobson, V 68x, 85x, 95x
9.1mag, DC 3, Durchm. 7.5` mit Schweifansatz 10` in PA 165°

Der Swanfilter sprach an : Durchmesser 10`

Der Komet lohnt sich sehr unter dunkelm Himmel !

Gruß
Christian
 
Tolle Zeichnung Christian,

gestern habe ich den Kometen gestern noch einmal beobachtet so gegen 23 Uhr MESZ. Auffallend wie schnell der sich untter den Sternen bewegt und wie groß der ist.
Leider habe ich hier nicht so einen guten dunkeln Himmel, so dass der Komet meist nur indirekt als rundliche Wolke zu sehen war.

cs
Lothar
 
Gute Zeichnung, gefällt mir!

Ganz so groß werde ich ihn letzte Nacht (7. -> 8. Mai) mit meinem 12"-Dob unter dem Meerbuscher Vorstadthimmel nicht gesehen haben (ich schätze einmal rund 5 - 8 Bogenminuten), aber immerhin - Haken dran!
Mit 71,5x und ohne Filter war er etwas mühselig, das Swan-Band-Filter half da schon weiter. 115x und Swan-Band waren deutlich besser, auch ohne Filter (also ist noch eine Runde Staubreflexion involviert).

Viele Grüße,
Stefan Korth
 
hallo Forum,

Ich maß am :
5.5.2021, 23:45 MESZ,
12" Dobson, V 68x
9.7mag, DC 3s, Durchm. 6.0`, Schweifansatz


20210505C2020R4bei NGC4631Ade.jpg



R4 zog nicht weit von der "Walfisch " Galaxie NGC 4631 vorbei.
Das Gesichtsfeld des benutzten WW Okulares habe ich abgehoben.

Gruß
Christian
 
Hallo allerseits,
ich bin ganz neu hier, 59 Jahre alt, seit der Schulzeit an Astronomie und Raumfahrt interessiert. Die technischen Anforderungen und die "Tüftelei" der Astrophotographie habe ich mir nie recht zugetraut und ich habe den höchsten Respekt vor den Resultaten, die man monatlich in Sterne und Weltraum und woanders bewundern kann. Für mich habe ich letztes Jahr einen anderen Weg gewählt und mir ein Unistellar Evscope angeschafft. Jan Hattenbach hat vor einigen Monaten in SuW die Möglichkeiten und Grenzen des technischen Konzepts gut (und zutreffend) zusammengefasst, aus der praktischen Erfahrung könnte ich jetzt einiges ergänzen, insgesamt kann man sagen, dass das Evscope hält, was es verspricht. Es erlaubt mir den Zugang zu Objekten, von denen ich nie dachte, dass ich sie gezielt beobachten könnte. Mein Standort hier am Niederrhein, quasi auf Meereshöhe, ist zwar ländlich, aber doch vor allem horizontnah merklich lichtverschmutzt (z.B. durch Düsseldorf, Mönchengladbach und die Industriegebiete von Venlo und Roermond). Das Evscope ist zwar gut transportabel (und in Minuten betriebsbereit), aber die Ausgangsbeschränkungen durch die Pandemie machten ja dann auch das Aufsuchen lichtärmerer Standorte nicht möglich.

Nun zum Thema: Das Wetter war auch hier zumeist schlecht in den letzten Wochen, aber am 2.,7. und 12. war ein Blick auf R4 (Atlas) möglich, jeweils vom eigenen Grundstück aus, die Straßenlampen werden durch das Haus abgeschirmt, Blick von Süd bis Nordwest relativ frei. Das Evscope verspricht "unter normalen Bedingungen" eine Grenzgröße von 16 m, m.E. nach werden aber in mondlosen Nächten 18 m locker erreicht. Ich wollte jetzt einfach mal ein paar Beispielbilder des Kometen zeigen. Dass das nicht echte Astrophotographie ist, ist mir natürlich klar, aber vielleicht ist ja gerade der Vergleich für den einen oder anderen mal interessant. Das Evscope erzeugt alle 4 s ein Einzelbild, bei 2 Minuten "Belichtungszeit" wäre dies dann ein im Gerät erzeugtes Autostacking von 30 (+) Bilddateien. Die rasche Eigenbewegung des Kometen fiel mir auch auf. T2 (Palomar) konnte ich ebenfalls beobachten.

5 eVscope-20210502-210717-1.png
6 eVscope-20210502-212048-1.png
eVscope-20210507-211030-1.png


eVscope-20210507-225815-1.png

R4 Atlas eVscope-20210512-222456-1.png
 

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