Ehemaliges Mitglied
Moin zusammen!
Nach langer Pause wegen der hellen Nächte hier im Norden habe ich das erste Mal wieder Teleskope im heimischen Garten zum Einsatz gebracht. Die Session dauerte letzte Nacht genau drei Stunden, nämlich genau die Zeit von 0 bis 3 Uhr, wo hier wenigstens astronomische Dämmerung herrscht. Bedingungen: Kein Umgebungslicht (nicht' mal ein Skybeamer war an - huch?!), Windstille, 12 Grad...
Der Himmel war von der Durchsicht her recht bescheiden: In der Höhe hielt sich eine permanente Dunstschicht, aber das Seeing war sehr gut, kein Flackern der Sterne bemerkbar.
Erstes Ziel sollte die Suche nach dem Kometen 177P/Barnard im Schlangenträger sein. Bewaffnet mit Aufsuchkarte und 20 mm TS-WA-Oku im 8" f/5-Dobson war der Weg ins Zielgebiet schnell gefunden. Die Umgebung dort war doch ziemlich aufgehellt - der Mond ging kurz nach Mitternacht auf, blieb zum Glück aber die ganze Nacht hinter dem Haus.
Erst mit dem 15 mm, dann mit dem 10 mm Oku (67x bzw. 100x) mußte ich mir die Gegend sehr lange angucken, um überhaupt irgendein verdächtiges Objekt ausmachen zu können.
Nach gut einer Stunde, wo das Zielgebiet immer wieder durchs Gesichtsfeld lief, war ich mir sicher, daß neben einem kleinen Stern (+12 m, wie sich bei der Nachkontrolle am Compi später herausstellte) eine ganz zarte Aufhellung zu sehen war. Sehr diffus und mit direktem Draufsehen gar nicht zu halten.
War an der Stelle nun der Komet, oder nicht? Meine Karte war dafür zu grob. Später am Rechner dann die Gewissheit - ja, genau an besagter Stelle sollte 177P stehen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Naja, die +11,5 m, von denen ein Sternfreund eine Nacht zuvor berichtete, hat Komet Barnard wohl nicht, oder "mein" Himmel war doch zu schlecht, um diese Helligkeit zu bestätigen. Ich schätze den Kometen eher um +12 m. Keinesfalls was für schwache Nerven! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Nungut, mittlerweile waren fast anderthalb Stunden meines 3-Stunden-Beobachtungsfensters rum und ich baute den Dobson wieder ab. Zum Einsatz kam nun mein vor einiger Zeit erstandener Vixen-Refraktor 102M (102/1000) auf Astro-5. Das Gerät hatte ich noch gar nicht voll im Einsatz.
Erstes Objekt just4fun war Epsilon Lyr, um kurz zu checken, was in dem Refri steckt. Klasse: Bei 50fach (20 mm TS-WA) war die Lage der vier Komponenten zu sehen! Gar nicht lange gefackelt und rein mit dem 10 mm Siebert (100x) - Eps Lyr sauber getrennt mit Zwischenräumen und dazu eine Sternabbildung wie ausgestanzt. Sehr schön! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Da sich bei dem Himmel DS nicht besonders lohnte, bin ich dann rübergeschwenkt auf M57 und hab' an dem Rauchkringel meine Okus durchprobiert. Im 32er Plössl (31x) hatte ich das max. Gesichtsfeld - der OAZ hat 1,25": Beta und Gamma Lyr jeweils am Rand und mittendrin war deutlich der Ringnebel zu erkennen (sogar mit Mittelloch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ). Toll, ein Anblick wie im Planetarium. Mit etwas höherer Vergrößerung habe ich mir die Geschichte dann noch laaange angeguckt - das tat richtig gut nach der langen Abstinenz vom Himmel.
Gegen halb Drei nahm ich mir dann noch M56 (Lyr) vor. bei 67fach (15 mm TS-WA) war von dem KS aber nicht mehr als eine Lichtwolke zu erkennen, mehr Details gab der gräuliche Himmelshintergrund diesmal auch nicht her.
Kurz vor Drei wurde es schon wieder hell, also Zeit zum zusammenpacken. Von meinem "neuen" Refri war ich einfach nur begeistert: Eine sehr schöne Abbildung mit sehr feinen Sternen. Ich liebe Refraktoren! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Als ich dann oben in meiner DG-Wohnung war, schaute ich nochmal an den Nordhimmel: Dort waren massiv NLC zu sehen, darunter eine große, runde Formation, die ich gerne auf ein Bild gebannt hätte, doch leider habe ich nicht die entsprechende Ausrüstung dafür. Das war auch so ein toller Anblick.
Die Nacht hat sich gelohnt für diese Jahreszeit. Jetzt geht der Mond so langsam weg und in den kommenden Nächten kann's nur besser werden. Ich muß jetzt noch eine Kerbe für meinen 33. Kometen in die Rockerbox schnitzen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Nach langer Pause wegen der hellen Nächte hier im Norden habe ich das erste Mal wieder Teleskope im heimischen Garten zum Einsatz gebracht. Die Session dauerte letzte Nacht genau drei Stunden, nämlich genau die Zeit von 0 bis 3 Uhr, wo hier wenigstens astronomische Dämmerung herrscht. Bedingungen: Kein Umgebungslicht (nicht' mal ein Skybeamer war an - huch?!), Windstille, 12 Grad...
Der Himmel war von der Durchsicht her recht bescheiden: In der Höhe hielt sich eine permanente Dunstschicht, aber das Seeing war sehr gut, kein Flackern der Sterne bemerkbar.
Erstes Ziel sollte die Suche nach dem Kometen 177P/Barnard im Schlangenträger sein. Bewaffnet mit Aufsuchkarte und 20 mm TS-WA-Oku im 8" f/5-Dobson war der Weg ins Zielgebiet schnell gefunden. Die Umgebung dort war doch ziemlich aufgehellt - der Mond ging kurz nach Mitternacht auf, blieb zum Glück aber die ganze Nacht hinter dem Haus.
Erst mit dem 15 mm, dann mit dem 10 mm Oku (67x bzw. 100x) mußte ich mir die Gegend sehr lange angucken, um überhaupt irgendein verdächtiges Objekt ausmachen zu können.
Nach gut einer Stunde, wo das Zielgebiet immer wieder durchs Gesichtsfeld lief, war ich mir sicher, daß neben einem kleinen Stern (+12 m, wie sich bei der Nachkontrolle am Compi später herausstellte) eine ganz zarte Aufhellung zu sehen war. Sehr diffus und mit direktem Draufsehen gar nicht zu halten.
War an der Stelle nun der Komet, oder nicht? Meine Karte war dafür zu grob. Später am Rechner dann die Gewissheit - ja, genau an besagter Stelle sollte 177P stehen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> Naja, die +11,5 m, von denen ein Sternfreund eine Nacht zuvor berichtete, hat Komet Barnard wohl nicht, oder "mein" Himmel war doch zu schlecht, um diese Helligkeit zu bestätigen. Ich schätze den Kometen eher um +12 m. Keinesfalls was für schwache Nerven! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Nungut, mittlerweile waren fast anderthalb Stunden meines 3-Stunden-Beobachtungsfensters rum und ich baute den Dobson wieder ab. Zum Einsatz kam nun mein vor einiger Zeit erstandener Vixen-Refraktor 102M (102/1000) auf Astro-5. Das Gerät hatte ich noch gar nicht voll im Einsatz.
Erstes Objekt just4fun war Epsilon Lyr, um kurz zu checken, was in dem Refri steckt. Klasse: Bei 50fach (20 mm TS-WA) war die Lage der vier Komponenten zu sehen! Gar nicht lange gefackelt und rein mit dem 10 mm Siebert (100x) - Eps Lyr sauber getrennt mit Zwischenräumen und dazu eine Sternabbildung wie ausgestanzt. Sehr schön! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/laugh.gif" alt="" />
Da sich bei dem Himmel DS nicht besonders lohnte, bin ich dann rübergeschwenkt auf M57 und hab' an dem Rauchkringel meine Okus durchprobiert. Im 32er Plössl (31x) hatte ich das max. Gesichtsfeld - der OAZ hat 1,25": Beta und Gamma Lyr jeweils am Rand und mittendrin war deutlich der Ringnebel zu erkennen (sogar mit Mittelloch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> ). Toll, ein Anblick wie im Planetarium. Mit etwas höherer Vergrößerung habe ich mir die Geschichte dann noch laaange angeguckt - das tat richtig gut nach der langen Abstinenz vom Himmel.
Gegen halb Drei nahm ich mir dann noch M56 (Lyr) vor. bei 67fach (15 mm TS-WA) war von dem KS aber nicht mehr als eine Lichtwolke zu erkennen, mehr Details gab der gräuliche Himmelshintergrund diesmal auch nicht her.
Kurz vor Drei wurde es schon wieder hell, also Zeit zum zusammenpacken. Von meinem "neuen" Refri war ich einfach nur begeistert: Eine sehr schöne Abbildung mit sehr feinen Sternen. Ich liebe Refraktoren! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Als ich dann oben in meiner DG-Wohnung war, schaute ich nochmal an den Nordhimmel: Dort waren massiv NLC zu sehen, darunter eine große, runde Formation, die ich gerne auf ein Bild gebannt hätte, doch leider habe ich nicht die entsprechende Ausrüstung dafür. Das war auch so ein toller Anblick.
Die Nacht hat sich gelohnt für diese Jahreszeit. Jetzt geht der Mond so langsam weg und in den kommenden Nächten kann's nur besser werden. Ich muß jetzt noch eine Kerbe für meinen 33. Kometen in die Rockerbox schnitzen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />