Hallo Nadja,
vielleicht müsstest du mal schauen, auf welcher Ebene sich der Schmutz befindet. Im schlimmsten Fall kann der Schmutz direkt auf dem Sensor liegen, was ich aufgrund der Form und Intensität nicht für unwahrscheinlich halte.
Vielleicht kann hier der der Dust Calculator behilflich sein:
astronomy.tools
Da kannst du dein Equipment angeben, und ein Bild mit den Flecken hochladen, und die Flecken entsprechend mit gleicher Dimension markieren. Daraufhin wird der Abstand zum Sensor in Millimeter angegeben. Wenn da eine kleine Anzahl von wenigen mm steht, ist es meist auf dem Kameraglas. Wenn es mehr sind, kann es ein Filter, oder die Rückseite des Korrektors sein. Normalerweise ist es aber so, dass bei grösseren Entfernungen die Staubkörner in Form von Dust Donuts angezeigt werden. Je näher der Schmutz an der Sensorebene oder anders gesagt Fokuspunkt liegen, desto kontrastreicher werden sie, bis hin zu schwarzen Flecken, welche ganze Pixel direkt auf dem Sensor bedecken.
In meinem Fall hatte ich mal solche Dust Donuts:
Nach dem Ausmessen ist ein Abstand von irgendwie 3-4 mm rausgekommen. In dem Abstand war nur das Kameraglas, welches ich dann genauer angeschaut hatte, und auf dem dann bei genauer Betrachtung wirklich einige Brocken drauf waren.
Nach dem entfernen waren die Donuts weg.
In hartnackigen Fällen nutze ich persönlich nach Blasebalg und Abpinseln die üblichen Sensorswabs zum Nass aufwischen, wie man sie zur Reinigung von Kamerasensoren einsetzt. Solche Einsätze gibt es bei mir aber kaum, da der meiste Schmutz sich meist abblasen lässt. Die Sensorswabs befeuchte ich dann mit einer 50/50 Isopropanol/Destilliertes Wasser Gemisch, und fahre damit mit Vorsicht und ohne viel Druck über das Glas. Zurückbleibende Schlieren werden vorsichtig mit einem Mikrofasertuch oder einem trockenen Sensorswab entfernt. Vorher aber immer mit Blasebalg und Pinsel potentielle Sandkörner oder andere Reibkörner entfernen, bevor man diese über das Glas schiebt. So reinige ich bei bedarf auch die Sensoren direkt, unter dem Glas, sowie in meinen normalen Kameras für die Tageslichtfotografie.
Ich würde aber vorher erst mal schauen, wo sich der Dreck auch wirklich befindet, bevor irgendwelche Reinigungsaktionen gestartet werden.