Kompakt-Fernglas bis ~100€

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Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Herbert,

Danke für deine ausführliche Antwort.

Ich denke ich schaue mir auch das Nature 8x30 an. Vielleicht noch zusätzlich ein gutes 8x40 oder 8x50. Wie tief müßte ich dann für ein gutes Glas in Tasche greifen ?

MfG Gabriel
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gabriel,

ausführliche Antwort Ehrensache ;-)

Wir verlassen jetzt auch den Bereich der kompakten Universalgläser. Es sieht zwischen 8x40 und 8x50 (auch) preislich völlig anders aus: Während 8x40 ein verbreitetes Standard-Format ist, das für die meisten Situationen ausreichend lichtstark sein sollte, ist 8x50 ein Nachtglas-Format, das auch für den astronomischen Einsatz unter (sehr) dunklem Himmel ideal scheint, dennoch v.a. gegenüber dem 7x50 (auch Marine-Format...) weit weniger verbreitet ist. Daher sind die Preise für 8x50-Gläser insgesamt deutlich höher. Einzusteigen wäre etwa mit dem Vixen Atrek (Dachkant mit schönem Gesichtsfeld), das um die 300€ kostet, ohne noch eine bei Dachkantgläsern (idealerweise) erwünschte Phasenvergütung aufzuweisen. Das oben erwähnte Vortex Diamondback 8,5x50 für 240€ hat eine Phasenvergütung, anderseits aber ein extrem kleines Gesichtsfeld. Mit Porrogläsern sieht es bei 8x50, soweit ich weiß, überhaupt ganz mager aus.
Beim 8x40-(Porro-)Format gibt es ein viel breiteres und günstigeres Angebot - nicht ohne Grund: Hier sollten große Gesichtsfelder in der Konstruktion kein Problem sein (ca. 8°). (Manche Hersteller gehen allerdings von einem 10x40-Grundmodell aus und übernehmen das dort kleinere GF auch für die 8x40-Modelle. Solche Gläser mit GF um die 6,5° - bei 8-fach! - sind m.E. daher abzulehnen.)
Aus diesem Grund, und weil die 5mm Austrittspupille das 8x40 schon zu einem echten Allroundglas machen, ist es gefragter. Die 1,25mm mehr AP beim 8x50 (6,25mm) sind nur nachts oder unter sehr dunklem Himmel sinnvoll einzusetzen, vorausgesetzt, die Pupillen des Nutzers öffnen sich (noch) so weit - was immerhin öfter vorkommen dürfte als bei den 7,1mm des 7x50.

Beim 8x40 könnte man als Brillenträger bereits mit dem Bresser Corvette (wasserdicht) für 79€ einsteigen. Ich würde bezüglich der Brillenträgerokulare bei Bresser (bresser.de) noch mal nachfragen, um ganz sicher zu gehen (verschiedene Datenblatt-Angaben im Netz sind hier nicht ganz eindeutig), das selbe gilt bezüglich der angeblich vollen Mehrschichtvergütung (FMC). Ohne Zweifel bietet z.B. das Nikon EX all diese wünschenswerten Ausstattungen für ca. 150€.

Hoffe, ich konnte ein paar brauchbare Hinweise geben.

LG
Herbert


 
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Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Mittlerweile sind größere Öffnungen im Gespräch. Es sollte bedacht werden, das Freihand jedes Gramm zählt.

Ich habe mich damals für das VORTEX DIAMONDBACK 10x50 entschieden.

Hier die letzte Tabelle von Herbst 2009

Link zur Grafik: http://edlind.vs120100.hl-users.com/netbox/fernglas5.png
Vergrößern

Gründe für das VORTEX DIAMONDBACK 10x50 waren am Ende eher Kleinigkeiten, denn sicherlich wären das Leupold und Fujinon auch gute Ferngläser gewesen. So sprach für das DIAMONDBACK

1. Die einzigartige Garantie
2. Die im Lieferumfang enthaltene Tasche
3. Die sehr kompakten Abmessungen (Dachkant)
4. Das sehr geringe Gewicht
5. Die guten Werte auf dem Datenblatt

So ist es nicht nur für die Sterne sondern auch Naturbeobachtungen bestens geeignet. :)
Die Traumkombination ist in Verbindung mit einem Cullmann 1747 Einbeinstativ.

Waren ursprünglich nicht mal 100 Euro angedacht? ;)




Hier noch ein paar Produktbilder:

Leupold Mesa
Link zur Grafik: http://edlind.vs120100.hl-users.com/netbox/1mesa.jpg

Vortex Diamondback
Link zur Grafik: http://edlind.vs120100.hl-users.com/netbox/vortex.jpg

Nikon Monarch
Link zur Grafik: http://edlind.vs120100.hl-users.com/netbox/nikon.jpg

Yukon Futurus
Link zur Grafik: http://edlind.vs120100.hl-users.com/netbox/1futuru.jpg
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Zitat von Gabriel_ZZ:
Hallo Gunnar,

Christoph hat ja schon was zum Nature 8x30 geschrieben. Ich würde aber auch gerne mal deine Meinung zum Celestron lesen. Mein Vorhaben ist auch das Fernglas beim Wandern und gelegentlich beim Radfahren mitzunehmen (Landschaft, Tierwelt). Ich hatte eigentlich 200.- für ein gutes Fernglas veranschlagt, habe aber nichts dagegen wenn es preiswerter wird ;)

MfG Gabriel

Guten Abend Gabriel,

Das bestellte "Nature" ist noch nicht bei mir angekommen. Eine UPS-Versandmitteilung ist mir aber schon per Email geschickt worden. Also müßte das Paket in kürze bei mir eintreffen.
Erwarte aber von mir keine fundierte Aussage über das "Nature". Dazu fehlen mir Fachwissen und Vergleichsmöglichkeiten. Herbert und Christoph haben ja schon alles Wissenswerte geschrieben. Ich werde also höchstens zustimmen, oder nicht.
Was mir immer noch Kopfzerbrechen macht, ist das Finden eines geeigneten Behältnisses. Köcher, Tasche oder was auch immer den Feldstecher geschützt unterbringen kann. Das ist wohl gar nicht so einfach.

Gruß Gunnar
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Ganz nebenbei, hier ist das alte und ganz ähnliche Thema. Vielleicht hilft es.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...052/Re_Das_passende_Fernglas_fur_A#Post667052

Zitat von Gunnar_D:
Was mir immer noch Kopfzerbrechen macht, ist das Finden eines geeigneten Behältnisses. Köcher, Tasche oder was auch immer den Feldstecher geschützt unterbringen kann. Das ist wohl gar nicht so einfach.

Gruß Gunnar

Daran habe ich vor Kauf auch gedacht. Deshalb ist es schön, wenn der Hersteller nicht an der Ausstattung knausert. Sicherlich wirst Du eine Universaltasche finden die passt.
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Philipp,

Ich hoffe sehr das es eine Universaltasche für das "Nature" gibt ... falls ich es behalte. Mit Google habe ich noch nix gescheites gefunden. Man könnte ja auch eine preiswerte Fototasche nehmen.

10x50 ?

Ich habe eben noch mal testweise (im Dunkeln) eine ca. 250m entfernte Straßenlampe anvisiert. Eigentlich habe ich eine ruhige Hand, trotzdem ist mir selbst bei meinem alten 7x50 (ca 1Kg) kein ruckelfreies/zitterfreise Schauen möglich. Bei näheren Objekten fällt mir das Wackeln nicht so unangehm auf.
Wie kann man denn ein 10x50 zitterfrei händigen ? Mit einem Einbein, wenn das Glas einen Stativanschluß hat, könnte ich mir das vorstellen. Aber freihändig ?

Gruß Gunnar
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Also es ist nicht so, dass das Celestron Nature ohne Tasche ankäme! Es hat eine einfache Tasche mitgeliefert. Ob man mit dieser dauerhaft auskommt/auskommen möchte, ist ja wieder eine andere Frage. Aber dafür, die Zeit zu überbrücken, die man zum Anschaffen eines soliden Köchers (oder so) braucht, taugt selbst dieses Täschchen allemal (das Glas selbst ist ja robust und hat Linsenabdeckungen dabei).
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Philipp,

beim Nikon-Bild hast du dich vertan. Die Abbildung zeigt ein Nikon Action EX (Porro), kein Monarch (Dachkant).

LG
Herbert
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

So, ich habe das Nature 8x30 erhalten und heute am See getestet.
Leider scheint es ein Problem mit meinen Augen zu geben. Es ist mir kaum möglich das FG ohne Schattierungen zu verwenden.
Ich bin kein Brillenträger, und eigentlich habe ich ganz gute Augen. Nur die Altersweitsichtigkeit schlägt mit fast 50 ein wenig zu.
Nach Rücksprache mit dem Celestron-Service, wurde mir empfohlen ein größeres FG zu verwenden. Die schicken mir nun testweise das "Nature 8x42 - Dachkant Fernglas". Ich habe natürlich meine Bedenken bezüglich "Dachkant Ferngläser" im unteren Preissegment geäußert. Aber der freundliche Herr vom Service meinte, ich sollte das FG unbedingt mal testen. Es soll von der Darstellungsqualität/Schärfe dem Porro Nature in Nichts nachstehen. Wobei bei Amazon keine gute Kundenrezension zu lesen ist. Na ja, mal sehen ... ich gebe dem "Dachkant" eine Chance. Von dem "Nature 8x30 - Porro" gibt es nämlich außerdem, sehr Gutes zu berichten.

Dieses Problem mit den Schattierungen tritt bei/mit meinem alten 7x50 nicht auf. Vielleicht brauchen meine Augen tatsächlich mehr Lichtstärke.

Gruß Gunnar

 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

den Ratschlag des Celestron-Service kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde erst mal mit Ausdrehen der Augenmuscheln versuchen, die Sache in den Griff zu bekommen. Das ist ohne Brillen meiner Erfahrung nach ohnehin notwendig. (Wenigstens die (langen) Wimpern meiner Freundin hinterliessen immer Spuren, wenn das beim Fernglaswechsel vergessen wurde.) Schon versucht? Mit zunehmender Lichtstärke (AP) wirken sich Augenfehler (bes. Astigmatismus) an sich STÄRKER auf die Abbildungsqualität aus! Dein 7x50 scheint keine Brillenträger-Okulare zu haben, da gibts daher auch nichts einzustellen (reinschauen und fertig, nur mit Brillen geht das dann nicht gut).

LG
Herbert
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Herbert,

Ich weiß auch nicht so recht was davon zu halten ist. Tatsache ist aber, das bei meinem 7x50 (ohne ausdrehbare Augenmuscheln) keine Schattierungen auftreten. Beim "Nature" hab ich natürlich versucht die Augenmuscheln so einzustellen das die Schatten vermieden werden. Ging nicht. Auffällig ist auch das die Augenmuscheln viel zu leichtgängig sind, und unbeabsichtigtes Verstellen möglich ist. Ist mir nach kurzem Test schon passiert.
Auch die 4 Schutzkappen halten sehr schlecht und fallen von selbst ab.

Die einzige Möglichkeit diese Schattierungen zu vermeiden ist das angestrengte Aufreißen des Auges. Das ist mir aber auf Dauer zu anstrengend.

Ich habe das FG schon wieder eingepackt. Aber ich teste am Samstag bei einer geplanten Wanderung das "Nature" noch mal. Meine Freundin gebe ich es auch mal in die Hand. Sie wollte sich auch ein FG kaufen.

Gruß Gunnar
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

Es ist ja schade das du solche Probleme hast. Ich habe die 50 schon überschritten. Muß ich auch mit diesen Schattierungen rechnen ?
Wäre nett wenn du schreiben würdest ob du es in den Griff bekommen hast.

Noch mal eine Frage in die Runde:

Gibt es gute und relativ leichte 8 x 40+ Gläser die keine Schattierungen verursachen, und sonst auch nicht mit anderen Fehlern behaftet sind ?

Das alte 7 x 50 Glas vom Gunnar hat ja diese Probleme nicht.

Preisvorstellung bis 200.-

MfG Gabriel
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Guten Abend Gabriel

Ich tendiere eher dazu das "Nature" zurück zu schicken, und noch ein paar Scheine beim Kauf drauf zu legen. Das wird dann mein vorgezogenes eigenes Weihnachtsgeschenk. ;)

Ich will einfach nur ein gutes 7-8x?? FG ohne große Schwächen. Auch ohne ausdrehbare Augenmuscheln, ohne Schattierungen. Durchgucken und freuen :)
Muß doch möglich sein ohne gleich 500 EURO bezahlen zu müssen. Das Problem ist aber, in meiner Umgebung gibt es kaum Möglichkeiten FG zu testen.

Gruß Gunnar
 
Richtiger Augenabstand

Hallo Gunnar, hallo Gabriel,

die Tatsache, über 50 zu sein, hat meines Wissens keinen direkten Einfluss auf Abschattungen.
Auch glaube ich nicht, dass durch Drauflegen von Scheinen die Sache unbedingt aus der Welt zu schaffen ist, eher schon durch Probieren.
Es ist eine Frage des richtig gewählten Pupillenabstands (=Augenpunkt,=Eye relief). Alte Ferngläser haben fast generell einen niedrigen, der ohne Brille ausreicht, für Brillenträger aber solche Ferngläser ziemlich unbrauchbar macht (nur noch ein Bruchteil des Gesichtsfeldes ist verfügbar, Astigmatiker sind aber u.U. auf Brillen angewiesen).
Daher haben moderne Ferngläser oberhalb der untersten Einstiegsklasse oft/meist Brillenträger- oder sog. LE [Long Eye (distance)]-Okulare mit einem Augenpunkt von über 15mm.
Für den Fall, dass bei Benützung ohne Brille der Augenpunkt zu weit ist, können Augenmuscheln ausgedreht bzw. ausgeklappt werden. Habe das bei meinem Celestron "8"x30 gerade ohne Brille versucht: Ich muss zu mind. 3/4 ausdrehen, um keine Abschattungen zu haben, dann klappt es aber tadellos.
>Gunnar: Wenn du mit den Augenmuscheln nicht klar kommst und ohnehin keine Brille trägst (tragen wirst?), nimm dir ein anderes Fernglas. Ob aber z.B. das teurere Nikon Action EX MIT LE-Okularen oder das günstigere Nikon Action VII ohne solche (niedriger Augenpunkt) dir mehr entsprechen wird, lässt sich - preisunabhängig - vorweg offenbar nicht sagen und nur du kannst es durch Probieren herausfinden.
>Gabriel: Falls du mir aufgrund meiner "Fehlempfehlung" nur noch bedingt trauen solltest, verweise ich auf das von Philipp hier bereits vorgeschlagene Vortex Diamondback, das deinen Preisrahmen nur knapp sprengt (8x42) bzw. die Suchfunktion dieses Forums, die hier zu massenhaften Ergebnissen führen sollte. Verabschiede mich hiermit aus dem bogenspannenden thread.

MfG
Herbert


 
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Re: Richtiger Augenabstand

Einen schönen Abend wünsche ich allen Forenmitgliedern.

Habe heute eine Wandertour im bergischen Land gemacht und das "Nature" mitgenommen.
Um eins vorwegzunehmen, Herbert hat recht gehabt. Das "Nature" ist keine "Fehlempfehlung". Es ist eine Frage der Justierung der Augenmuscheln und das Justieren des horriz. Abstandes der beiden Okularen. Warum das bei mir etwas fummliger ist weiß ich nicht. Jedenfalls sind die Schattierungen weg. Ich behalte das "Nature" und kaufe mir noch zusätzlich das "Fujinon 8x42 HCF".
Meine Nature-Tests haben eigentlich das ergeben was hier schon zu genüge im Thread steht.

Danke nochmals dir Herbert und allen Anderen für die Tipps. Sorry dafür wenn ich für ein wenig Unruhe gesorgt habe.

Ein schönes Wochenende wünsche ich euch noch.

Gruß Gunnar
 
Re: Richtiger Augenabstand

Hallo Gunnar,

Tipps gerne gegeben!
Schön, dass es offenbar besser klappt. Vermute, dass es wenigstens zum Teil die Umstellung vom 7x50 her ist. Vieles ist hier möglicherweise auch Gewohnheit?
Fujinon 8x42: sicher eine sehr gute Wahl. Du hättest dann ein komplementäres "3er-Team": 7x30 Nature, klein, leicht, recht lichtstark;
8x42, mehr - aber nicht zuviel - Vergrößerung, mehr Öffnung, universell;
7x50, noch mehr Öffnung (Nachtglas), extrem lichtstark, wenn Gewicht keine große Rolle spielt.

Viel Freude mit den Neuerwerbungen!
LG
Herbert
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Zitat von lestrade:
Hallo Philipp,

beim Nikon-Bild hast du dich vertan. Die Abbildung zeigt ein Nikon Action EX (Porro), kein Monarch (Dachkant).

LG
Herbert

Richtig. Das Monarch sieht anders aus. Sorry O:-)



Ein x50 macht natürlich nur dann Sinn, wenn es in der Dämmerung benutzt wird. Es hat zwar auch ein höheres Auflösungsvermögen, doch bei 8-10x Vergrößerung sollte das zu vernachlässigen sein. Wenn Astronomie kein Hauptanwendungsfeld ist, werden x42 auch noch tauglich sein.

Ich sehe das Handling bei einem Fernglas als sehr wichtig an, deshalb würde ich auf ein geringes Gewicht achten (<800g). Zudem sollte die AP min. 5mm erreichen. Die Optik sollte gut korrigiert sein. In dieser Preisklasse wirst Du natürlich kein farbreines Glas bekommen, bspw. ein ED. Doch Schärfe und Kontrastleistung müssen auf hohem Niveau sein.

Eine Möglichkeit das Fernglas an ein Stativ zu befestigen ist auch ein wichtiger Faktor. 10x ohne Stativ ist schon sportlich. Über 50° scheinbares Sichtfeld sollte auch selbstverständlich sein.

Die Garantie ist immer wichtig wenn sie gebraucht wird. Und da kenne ich bisher keine bessere als die von Vortex.


Nicht zuletzt zählt das Gefühl das Du mit dem Fernglas hast. Wenn Du merkst es ist Dein, dann ist es das Richtige. Wenn Du hingegen merkst, dass die Anderen meinen es wäre Dein und Du Dir selbst nicht sicher bist, wirst Du das Fernglas ohnehin in absehbarer Zeit weiterverkaufen. Es muss einfach passen, sonst macht es keinen Sinn.

Fujinon baut sicherlich ebenso hervorragende Ferngläser wie Vortex. Beinahe hätte ich mich für das Fujinon Mariner XL entschieden, doch das kleinste scheinbare Gesichtsfeld im Vergleich, die fehlende Tasche und viel schwerwiegender noch, die deutlich größeren Abmessungen haben mich davon abkommen lassen. (Außerdem ist es entspannt zu wissen, dass wenn ich mal mit dem Vortex stürzen sollte oder oder was auch immer, der Schaden kostenlos repariert wird und das ohne Garantieschein, Kaufnachweis oder sonstwas. Die Garantie ist mit dem Fernglas verbunden, nicht mit eimem Stück Papier. Selbst wenn das Fernglas weiterverkauft wird, bleibt die lebenslange Garantie erhalten.)
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Philipp,

Ich habe mir das "Vortex Diamondback 8x42" und das "Fujinon 8x42 HCF" bestellt. Eins geht zurück, das Andere behalte ich.

Das größere Gesichtsfeld des Vortex macht schon mal einen Unterschied. Aber sonst werden wohl beide in der gleichen Liga spielen.

Fujinon HCF 8x42 // Vortex Diamondback 8x42


Gruß Gunnar

 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis Deiner Wahl und welche Gründe Dich letztlich zu der Entscheidung bewogen haben.

Beide Ferngläser sind für den Preis auf einem hohen Niveau. Ob nun Fujinon oder Vortex, da lässt sich nicht viel mit falsch machen.
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Philip,

Das Vortex ist gerade angekommen. Mal schnell ausgepackt und getestet vom Balkon aus. Das FG liegt mir ausgezeichnet in der Hand. Schärferegelung etwas schwergängig aber ok ... die Scharfeinstellung klappt wunderbar. Auch Objekte weiter entfernt, gut und scharf zu erkennen.

Aaaaaaaaber ein Haken ist mir aufgefallen:

Bei Gegenlicht, in meinem Fall weißer bedeckter Himmel und in Vordergrund ein kahler Baum, deutliche Farbsäume. Als Beispiel ein mitteldicker horrizontaler Ast. Schärfe top, oberhalb gelb und grüner Farbsaum, unterhalb blauer Farbsaum. Das fällt schon heftig auf.

Keine Ahnung ob das in dieser Preisklasse bei "Dachkant" normal ist, aber das Porro Nature 8x30 ist da wesentlich besser. Deutlich weniger Farbsäume, die mich auch nicht stören.
Na mal sehen wie es beim "Fujinon" aussieht. Noch isses nicht bei mir eingetroffen.

Gruß Gunnar
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

das ist eben genau der Unterschied Porro - Dachkant (mind. abseits der hochpreisigen Mittel-Spitzenklasse)!
Deshalb verwende und empfehle ich, wo es geht, auch Porro. Für manche Zwecke braucht man aber ein kompaktes Glas u.U. mit doch größerer Öffnung, dann nimmt man sinnvollerweise Dachkant. (Ich selbst habe übrigens das TS 8x42 Adventure, ein DK-Einstiegsmodell, angeblich aber schon mit Phasenvergütung. Der wohl etwas vorhandene Farbfehler stört mich dabei nicht - Schwerpunkt Astro, neben meinem 10x50 Porro - eher schon die verbesserungsfähige Sternabbildung. Bin damit aber trotzdem zufrieden.)

LG
Herbert
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

vielleicht solltest Du bei dem Kontrasttest (Schwarzer Ast vor hellem Himmel) die Position des Auges vor dem Okular variieren.
Ich habe ein Glas, das braucht eine möglichst exakte Augenposition um Farbsäume zu vermeiden.
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Herbert und Dietmar,

Ja, hatte ich schon gelesen das die "Porro´s" weniger mit Farbsäume zu kämpfen haben. Aber das es so heftig bei den (unterpreisigen ) Dachkant-Modellen ist, hätte ich nicht erwartet. Immerhin kosten die auch 199 - 210 EUR.

Das TS 8x42 hat auch Farbsäume die deutlich zu sehen sind. Kontrast, Bildschärfe und die Schärferegelung selber sind beim Vortex besser. Sollte man auch erwarten können weil das Glas teurer ist.

Die Augenmuschel muß ich beim Vortex ganz rausdrehen damit keine Schattierungen auftreten. Glaube nicht das da noch Spielraum für eine andere Augenposition ist. Werde das morgen noch mal testen.

Gruß Gunnar
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Ich meinte damit, eine genaue Zentrierung der Augenpupille auf die Austrittspupille ist notwendig.
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

die bei sehr hohem Kontrast auftretenden Farbsäume sind nichts ungewöhnliches. Als nahezu Farbrein lässt sich das Vortex Viper beschreiben, das auch ziemlich beliebt ist. Jedoch - wärst Du bereit mehr als das Doppelte zu zahlen um die Farbränder bei hohem Kontrast nicht mehr zu sehen? Ich nicht. Denn grade bei nur 8-10x ist das ziemlich undramatisch.

Vergleichbar wäre es bei einem Teleskop für die Weitfeldbeobachtung - für visuell 10x braucht es keinen APO, aber es gibt sie.

Es ist also eine Frage der Prioritäten.

Für den Freihandbetrieb auf Wanderungen, Ausflügen, etc. sind geringe und handliche Abmessungen Trumpf. Für Betrachtungen des Himmels ist das Gewicht kritisch. Das sind Paradedisziplinen eines guten Dachtkants - wie dem Diamondback oder dem Fujinon (letzteres kenne ich nur vom Datenblatt). Argon Befüllung und Wasserdichtigkeit ist an der freien Luft auch von Bedeutung.

Bei einem Porro musst Du Dich auf größere Abmessungen - insbesondere in der Breite - sowie ein höheres Gewicht einstellen.


Ich bin schon auf Deinen Test des Fujinons gespannt.


 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Philipp,

Das Fujinon ging ohne großen Test zurück.

So, auch das "HCF" ist heute nachmittag angekommen. Ausgiebig testen wollte ich erst morgen wenn es hell ist. Allerdings habe ich das FG schon mal ausgepackt um im Nahbereich in der Wohnung ein wenig zu testen. Zum Thema "großes Spiel beim Fokusierknubbel" mußte ich nach nur 2 Minuten folgendes feststellen:

http://www.filmupload.de/view_video.php?viewkey=ed8446fc3bf227c1e4b8

Ein Video (ca.600KB/Xvid) sagt in diesem Fall mehr als 1000 Worte.

Solch ein Spiel bei der Fokusregelung ist absolut inakzeptabel für mich, und sollte auch bei einem FG (Dachkant) der unteren Preiskategorie nicht auftreten.

... wärst Du bereit mehr als das Doppelte zu zahlen um die Farbränder bei hohem Kontrast nicht mehr zu sehen? ...
Mittlerweile JA. Denn so ein FG kaufe ich nicht jedes Jahr. Und da ich (hoffentlich) viel Freude an meinem neuen 8x42 haben werde, bin ich jetzt bereit mein Weihnachtsgeld zu "opfern".
Das "Vortex Viper 8x42" käme also finanziell (Schmerzgrenze) in Frage ... wenn, ja wenn das Sehfeld (105m) nicht in Richtung Tunnelblick ginge.

Vortex Viper Fernglas 8x42

Ich habe heute schon mit "vegaoptics" telefoniert wegen meinem "farbgesäumten Diamondback". Ich kann es zurückschicken, und er schaut sich das mal an und schickt mir ggf. ein besseres Exemplar. Muß ich mir überlegen ... am WE teste ich noch mal. Das Diamondback ist rattenscharf und liegt gut in der Hand. Ich will es eigentlich behalten ... aber diese Farbsäume sich grausam. Mal sehen.

Gruß Gunnar

 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Um diesen ganzen Problemen aus dem Weg zu gehen, werde ich mir lieber ein 8x42 Porro FG kaufen. Da wird es doch auch welche geben die unter 1kg wiegen, oder nicht ?

MfG Gabriel
 
Re: Wenns ETWAS größer sein darf

Hallo Gunnar,

die technischen Angaben sind falsch.

Das Sehfeld müsste 125m/1000m sein -> (347 feet/1000 yards)

http://www.vortexoptics.com/product/vortex-viper-8x42-binocular


--

Hallo Gabriel,

ein Porro wird in jedem Fall größer sein, das liegt in der Natur der Sache. Doch beim Gewicht gibt es auch Modelle <1kg. So bspw. das Leupold Wind River Mesa Camo 10x50, AP 5mm, 920g, 6° Sichtfeld für ca. 170 Euro.
 
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