MacBino
Aktives Mitglied
Hallo Astrogemeinde,
als Junior-Mitglied möchte ich meinen ersten Beitrag schreiben, mich kurz vorstellen und natürlich auch einige Fragen stellen.
Mein Vorname ist Peter, ich bin 50 Jahre alt, komme aus Berlin und bin von Beruf Mathematiker.
Ich interessiere mich schon seit mehr als 20 Jahren für Astronomie und habe viel gelesen (auch Euer Diskussionsforum) und sporadisch auch Mond, Jupiter und Saturn mit einem Selbstbau-Refraktor (Objektiv Zeiss Achromat 110mm mit sehr kurzer Brennweite) beobachtet.
Jetzt habe ich mir eine komplett neue Astroausrüstung zugelegt (siehe auch Signatur, sehr teuer, aber ich hoffe auch sehr gut), um jetzt auch den Mars ins Visier zu nehmen.
Wenn ich mir Eure Bilder ansehe, dann frage ich mich, ob Ihr den Mars auch so mit Schärfe und Kontrast sehen könnt?
Auch die Frage, wie oft im Jahr mit dieser Qualität?
Kann man visuell und fotografisch hier beim Mars überhaupt vergleichen?
Ich habe mir insbesondere die sehr gute Seite
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_mars_real.htm angesehen sowie http://legault.club.fr/collim.html, wo ich viele Informationen gefunden habe.
Mein Fernrohr (f/15) zeigt leider die Marsdetails nicht mit der Schärfe, obwohl der Sterntest z.B. keine unsymmetrischen Auffälligkeiten zeigt.
Ich habe auch das Standard-Buch "Star Testing Astronomical Telescopes" von Harold Richard Suiter zu rate gezogen.
Beim Seeing meist 4 nach Pickering sehe ich zwar das
Airy-Scheibchen und manchmal Bogenstücke erster Ordnung,
auch schön symmetrisch, auch bei Epsilon Lyr kann mann schön
das Doppelsternpaar, jeweils sauber trennen, aber der Mars
zeigt seine Details nicht scharf und kontrastreich.
Gegen das Tubusseeing habe ich ja einen eingebauten Lüfter und wenn das Fernrohr nach ca. 2 Stunden runtergekühlt ist, lege ich noch Heizkörperfolie an.
Ich beobachte ca. 40km südlich von Berlin vom Garten aus.
In südlicher Richtung, wenn der Mars jetzt bei ca. 54° hoch steht, gibt es eine Einfamilienhaussiedlung, die jetzt auch heizen. Das könnte das Seeing verschlechtern, da diese Häuser aber ca. 100m weit weg stehen und der Mars sehr hoch steht, kann ich mir diesen negativen Einfluß auch einreden.
Da mein Fernrohr auch ein Spiegelshifting hat, sind die
Beugungsringe nicht immer vollkommen symmetrisch, wenn ich
die Fokussierung über den Haupspiegel vornehme.
Vielleicht gibt es hier noch Reserven, aber einmal fokussiert und dann nur noch den elektr. Mikrofokussierer benutzen, sollte auch dieser Fehler umgangen werden können.
Aber die Abweichungen der Symmetrie halten sich sehr im Rahmen und die Seite http://legault.club.fr/collim.htm
ganz unten zeigt die Fehler am Stern und Mars.
Bei mir wäre die Stern-Beugungsfigur mindestens so gut, wie die zweitbeste auf dieser Seite, aber der Mars nur etwas besser als die schlechteste Darstellung, aber deutlich schlechter, als die zweitschlechteste Darstellung.
Beim Saturn kann ich zwar die Cassini-Lücke umlaufend sehen,
auch gewisse Streifen auf der Planetenoberfläche, aber auch hier bin ich mit der Schärfe nicht zufrieden.
Vielleicht könnte ich von Euren Erfahrungen profitieren?
Eigentlich bleibt nur das Seeing als Ursache für die unzureichende Schärfe übrig, aber sich bin ich mir nicht sicher. Wenn ich Eure Bilder so betrachte, frage ich mich, was ich falsch mache. Mein Fernrohrtyp kommt eigentlich bei den Planeten-Tests immer gut weg. Eine Gurke kann es eigenlich nicht sein, dazu sehe ich beim Mars doch recht viel (Polkappe nördlich mit blauen Wolken und südlich klein und weiss, dunklere Gebiete mit Ausbuchtungen z.B. die große Syrte) aber eben alles nicht richtig knack-scharf.
Vielleicht könnt Ihr mir weiter helfen.
Viele Grüße aus Berlin
Peter
als Junior-Mitglied möchte ich meinen ersten Beitrag schreiben, mich kurz vorstellen und natürlich auch einige Fragen stellen.
Mein Vorname ist Peter, ich bin 50 Jahre alt, komme aus Berlin und bin von Beruf Mathematiker.
Ich interessiere mich schon seit mehr als 20 Jahren für Astronomie und habe viel gelesen (auch Euer Diskussionsforum) und sporadisch auch Mond, Jupiter und Saturn mit einem Selbstbau-Refraktor (Objektiv Zeiss Achromat 110mm mit sehr kurzer Brennweite) beobachtet.
Jetzt habe ich mir eine komplett neue Astroausrüstung zugelegt (siehe auch Signatur, sehr teuer, aber ich hoffe auch sehr gut), um jetzt auch den Mars ins Visier zu nehmen.
Wenn ich mir Eure Bilder ansehe, dann frage ich mich, ob Ihr den Mars auch so mit Schärfe und Kontrast sehen könnt?
Auch die Frage, wie oft im Jahr mit dieser Qualität?
Kann man visuell und fotografisch hier beim Mars überhaupt vergleichen?
Ich habe mir insbesondere die sehr gute Seite
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_mars_real.htm angesehen sowie http://legault.club.fr/collim.html, wo ich viele Informationen gefunden habe.
Mein Fernrohr (f/15) zeigt leider die Marsdetails nicht mit der Schärfe, obwohl der Sterntest z.B. keine unsymmetrischen Auffälligkeiten zeigt.
Ich habe auch das Standard-Buch "Star Testing Astronomical Telescopes" von Harold Richard Suiter zu rate gezogen.
Beim Seeing meist 4 nach Pickering sehe ich zwar das
Airy-Scheibchen und manchmal Bogenstücke erster Ordnung,
auch schön symmetrisch, auch bei Epsilon Lyr kann mann schön
das Doppelsternpaar, jeweils sauber trennen, aber der Mars
zeigt seine Details nicht scharf und kontrastreich.
Gegen das Tubusseeing habe ich ja einen eingebauten Lüfter und wenn das Fernrohr nach ca. 2 Stunden runtergekühlt ist, lege ich noch Heizkörperfolie an.
Ich beobachte ca. 40km südlich von Berlin vom Garten aus.
In südlicher Richtung, wenn der Mars jetzt bei ca. 54° hoch steht, gibt es eine Einfamilienhaussiedlung, die jetzt auch heizen. Das könnte das Seeing verschlechtern, da diese Häuser aber ca. 100m weit weg stehen und der Mars sehr hoch steht, kann ich mir diesen negativen Einfluß auch einreden.
Da mein Fernrohr auch ein Spiegelshifting hat, sind die
Beugungsringe nicht immer vollkommen symmetrisch, wenn ich
die Fokussierung über den Haupspiegel vornehme.
Vielleicht gibt es hier noch Reserven, aber einmal fokussiert und dann nur noch den elektr. Mikrofokussierer benutzen, sollte auch dieser Fehler umgangen werden können.
Aber die Abweichungen der Symmetrie halten sich sehr im Rahmen und die Seite http://legault.club.fr/collim.htm
ganz unten zeigt die Fehler am Stern und Mars.
Bei mir wäre die Stern-Beugungsfigur mindestens so gut, wie die zweitbeste auf dieser Seite, aber der Mars nur etwas besser als die schlechteste Darstellung, aber deutlich schlechter, als die zweitschlechteste Darstellung.
Beim Saturn kann ich zwar die Cassini-Lücke umlaufend sehen,
auch gewisse Streifen auf der Planetenoberfläche, aber auch hier bin ich mit der Schärfe nicht zufrieden.
Vielleicht könnte ich von Euren Erfahrungen profitieren?
Eigentlich bleibt nur das Seeing als Ursache für die unzureichende Schärfe übrig, aber sich bin ich mir nicht sicher. Wenn ich Eure Bilder so betrachte, frage ich mich, was ich falsch mache. Mein Fernrohrtyp kommt eigentlich bei den Planeten-Tests immer gut weg. Eine Gurke kann es eigenlich nicht sein, dazu sehe ich beim Mars doch recht viel (Polkappe nördlich mit blauen Wolken und südlich klein und weiss, dunklere Gebiete mit Ausbuchtungen z.B. die große Syrte) aber eben alles nicht richtig knack-scharf.
Vielleicht könnt Ihr mir weiter helfen.
Viele Grüße aus Berlin
Peter