Konusfehler

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tabeashirin

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Liebe Astrofreunde,

ich habe in meinem Newton einen großen Konus Fehler gehabt und habe ihn in der waagerechten schon mal einigermaßen ausgeglichen. Leider besteht vertikal noch eine große Differenz. Ich hab das mal auf einem Foto skizziert. (Ich habe ursprünglich die Baumspitze genommen, nach der Anpassung sieht es jetzt so aus.) Mein Plan ist den Konusfehler heute Nacht mit Polaris genauer zu beheben.

Vielen lieben Dank,
Tabea

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Hallo Tabea,
da die üblichen Prismenschienen keine Justagemöglichkeit dafür bieten, ist es wahrscheinlich am einfachsten, wenn Du an einer Seite der Prismenschiene etwas unterlegst, so wie auch auf der o.g. Seite beschrieben. Wenn Du nicht rechnen willst :), kannste das auch erstmal mit einem Stück Papier oder Pappe ausprobieren und das dann solange Falten und unterlegen bis es passt. Wenn es genau genug ist, mit dem Messschieber nachmessen und dann im Baumarkt oder im heimischen Materiallager Unterlegscheiben heraussuchen, deren Dicke dem gemessenen Abstand entsprechen.
Das blöde ist nur, dass Du dabei die horizontale Einstellung wahrscheinlich wieder zunichte machst. Also ggf. die genaue Position er Prismenschiene auf den Rohrschellen markieren oder so.
Gruß
André
 
Hallöle Tabea
Ja, das Problem mit dem Konusfehler... Das Blöde ist immer, daß man kaum eine endgültige Lösung findet, wenn man es just in the moment grad mal irgendwie hinbekommen hat für ein grad benutztes Rohr auf einer grad benutzten Monti. Es hängt aber auch davon ab, welches Equip Du benutzt. Wenn Du auf der Monti einen großen Sattel hast zur Aufnahme der Prismenschiene EQ3 (oder5)-Level, würde ich schon am Sattel, also der Aufnahme, den Fehler einmal richtig ausgleichen (mit Test und Korrektur, bis es paßt). Dann sitzt aber auch jedes Rohr anders auf den Schienen, sodaß Du immer am jeweiligen Rohr mit jeweiliger Schiene nachstellen mußt. Das aber machst auch pro Rohr nur ein Mal. Heißt, daß Du das Rohr auf der Schiene läßt und die beiden Teile ein Mal richtig auskorrigierst. Gilt natürlich dann nur für den einen Sattel an der einen Monti ! Benutzt Du dann mal eine andere Monti, is das Problem wieder da. Denn keine (absolut keine) Monti ist so genau gefertigt, daß die Einstellung an Rohr mit Schiene übertragbar ist. Leider ! Man bräuchte eigentlich an jeder Rohr-Schiene-Kombi einen koaxialen (horizontal/vertikal) Neiger, der erstens den Hebel des Skopes auffangen und zweitens nach der Einstellung so fest angezoge werden kann, daß die Einstellung gehalten wird. Dennoch wirst nicht drumrumkommen, diese Einstellung wieder pro Monti nachzustellen. Es gibt aso keine wirkliche Lösung. Keine Monti ist dermaßen lotrecht und winkeltreu, daß sich egal welcher Aufwand lohnt, hier eine Korrekturmethode zu erfinden.

Für unsereinen wäre es aber möglich, mit einer Doppelschiene zu arbeiten, deren unterer Teil fest im Sattel der Monti sitzt, und der obere auf der unteren in beide Richtungen verstellbar (es sind ja nur Millimeter oder Bruchteile davon) und fixierbar aufgehängt ist, spielfrei natürlich. Der mechanische Aufwand ist überschaubar, man hätte bloß ein fettere Schiene unterm Skop und damit einen anderen Hebel, verbunden mit einem Ausgleich der Gegengewichtsposition. Dann könnte man diese Kombi auf egal welcher Monti nutzen, müßte aber pro Monti die Einstellung wieder anpassen. Vielleicht bastelt ja jemand mal einen Prototypen. (Meine CNC ist noch im Bau :cool: ) Das Ganze hätte aber auch Grenzen. Das Gewicht des Skopes setzt diese, denn die bewegliche Aufhängung erfordert Gelenke, Drehpunkte und evtl Lager. Jedes davon ist ein Kontra zur festen Aufhängung... Machbar (und sinnvoll) also nur bis zu einer bestimmten Größe, je nach Apo oder Newton oder Katadiopter.

Viel Erfolg aber beim Ausrichten Deines Skopes... Es ist machbar. Kostet nur Zeit und Nerven... aber sind wir das nicht längst gewohnt ?

Beste Grüße
Fritz
 
Moin,

was ich mich frage - ist es da nicht viel einfacher, ein Plate Solve samt Sync zu machen - und gut? Und das bei Bedarf ein zwei mal die Nacht zwischen den Belichtungen (wenn ich von der Fotografie ausgehe) zu wiederholen?

Allein wenn ich mir vorstelle, das einzurichten - wie steif muss das alles sein dass es in jeder Lage des Teleskops konstant bleibt, und bei jeder Änderung, Auf- und Abbau - das gleiche wieder? Das erscheint mir sehr aufwändig und am Aufwand gemessen wenig zielführend. Also eher etwas für den Stationären Aufbau.

CS
Jörg
 
Hi,

ich bin da bei Jörg. Wieso der Aufwand? Was versprichst Du Dir davon?

Gruß Markus
 
Wenn @conehead schon zum cone error antwortet :)

3 Sterne Alignment rechnet den Konusfehler raus oder halt sowieso direkt per Platesolving, falls du Astrofotografie machst. Keine Baustelle, um die du dich kümmern musst, höchstens beim Polsucher, falls du da nicht auch eines der zahlreichen Programme oder anderweitigen Tools nutzt.

Grüße,
Alex
 
Ihr habt natürlich recht! Ich hatte da so eine simpelst Ausführung vom Guidescope im Kopf _affeaugen:. Sogar die Schiene unter meinem alten C8 bietet theoretisch die Möglichkeit der Justage. Hab ich nur nie benutzt, weil mir das dann irgendwie nicht stabil genug erschien und für mich auch in der Praxis keine Rolle gespielt hat. Wie Alex schon schrieb, 3 Sterne Alignment sollte es in den Griff bekommen. Trotzdem kann man es ja versuchen genauer einzustellen, wenn man Spaß dran hat.
 
Askese ist Käse :affemund:.

Auch wenn ich weiß wofür die Schrauben an der Prismenschiene gut sind, benutzt habe ich die auch noch nie :eek:.
 
Beim heutigen Stand der Technik mag es bei vielen überflüssig sein.
Aber diese Vorrichtungen zum Konusausgleich gibt's ja schon länger.

Oder man hat ein reise Setup ohne Computer .
Oder nur nen MGEN und erspart sich dadurch beim mobilen Setup ne aufwendige/teure/schwere Stromversorgung.

Da kann es noch sinnvoll sein.

Man sollte nicht immer von einem maximal ausgestatteten Skylab ausgehen.
:)

Gruß Markus
 
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