Hallöle Tabea
Ja, das Problem mit dem Konusfehler... Das Blöde ist immer, daß man kaum eine endgültige Lösung findet, wenn man es just in the moment grad mal irgendwie hinbekommen hat für ein grad benutztes Rohr auf einer grad benutzten Monti. Es hängt aber auch davon ab, welches Equip Du benutzt. Wenn Du auf der Monti einen großen Sattel hast zur Aufnahme der Prismenschiene EQ3 (oder5)-Level, würde ich schon am Sattel, also der Aufnahme, den Fehler einmal richtig ausgleichen (mit Test und Korrektur, bis es paßt). Dann sitzt aber auch jedes Rohr anders auf den Schienen, sodaß Du immer am jeweiligen Rohr mit jeweiliger Schiene nachstellen mußt. Das aber machst auch pro Rohr nur ein Mal. Heißt, daß Du das Rohr auf der Schiene läßt und die beiden Teile ein Mal richtig auskorrigierst. Gilt natürlich dann nur für den einen Sattel an der einen Monti ! Benutzt Du dann mal eine andere Monti, is das Problem wieder da. Denn keine (absolut keine) Monti ist so genau gefertigt, daß die Einstellung an Rohr mit Schiene übertragbar ist. Leider ! Man bräuchte eigentlich an jeder Rohr-Schiene-Kombi einen koaxialen (horizontal/vertikal) Neiger, der erstens den Hebel des Skopes auffangen und zweitens nach der Einstellung so fest angezoge werden kann, daß die Einstellung gehalten wird. Dennoch wirst nicht drumrumkommen, diese Einstellung wieder pro Monti nachzustellen. Es gibt aso keine wirkliche Lösung. Keine Monti ist dermaßen lotrecht und winkeltreu, daß sich egal welcher Aufwand lohnt, hier eine Korrekturmethode zu erfinden.
Für unsereinen wäre es aber möglich, mit einer Doppelschiene zu arbeiten, deren unterer Teil fest im Sattel der Monti sitzt, und der obere auf der unteren in beide Richtungen verstellbar (es sind ja nur Millimeter oder Bruchteile davon) und fixierbar aufgehängt ist, spielfrei natürlich. Der mechanische Aufwand ist überschaubar, man hätte bloß ein fettere Schiene unterm Skop und damit einen anderen Hebel, verbunden mit einem Ausgleich der Gegengewichtsposition. Dann könnte man diese Kombi auf egal welcher Monti nutzen, müßte aber pro Monti die Einstellung wieder anpassen. Vielleicht bastelt ja jemand mal einen Prototypen. (Meine CNC ist noch im Bau

) Das Ganze hätte aber auch Grenzen. Das Gewicht des Skopes setzt diese, denn die bewegliche Aufhängung erfordert Gelenke, Drehpunkte und evtl Lager. Jedes davon ist ein Kontra zur festen Aufhängung... Machbar (und sinnvoll) also nur bis zu einer bestimmten Größe, je nach Apo oder Newton oder Katadiopter.
Viel Erfolg aber beim Ausrichten Deines Skopes... Es ist machbar. Kostet nur Zeit und Nerven... aber sind wir das nicht längst gewohnt ?
Beste Grüße
Fritz