Wir sind alle Akteure auf den Märkten, auch im Bereich Optik und Astronomie. Auch hier gibt es einen Marktplatz. Warum nicht darüber diskutieren, wie man seine Kaufentscheidungen trifft?
Wie man sieht, kann man 2 unversönliche Standpunkte einnehmen:
1. Einen globalen, sachlichen - vertreten durch den Homo oeconomicus
2. Einen lokalen - vertreten durch den Nationalökonom
Zu 1. Der Homo oeconomicus prüft im Einzelfall allein den Faktor Qualität/Preis und entscheidet dann rein mathematisch über den Kauf. Es wurden (siehe oben) schon sehr schlechte (bis Betrug) aber auch gute Erfahrungen mit Produkten aus der Volksrepublik gemacht, insofern kommt eine stochastische Komponente hinzu (ein gewisses Risiko ist einzukalkulieren). Alles andere interessiert den Homo oeconomicus nicht. Freier Welthandel ist gut, daher muss man global kaufen und denken.
Das scheint rational, da quantifizierbar, lässt aber viele wichtige nicht-rationale Faktoren, die erfahrungsgemäß auch fürs Überleben wichtig sind, unberücksichtigt. Gerade in unserer Zeit scheint die WIrtschaftskraft wieder politischen Zielen untergeordnet zu werden. Am Ende entscheidet eben auch heute noch allein die physische Gewalt. Der Homo Oeconomicus hat seine Überzeugungskraft 2008 eingebüßt.
Zu 2. Jedes gekaufte Produkt aus China schwemmt Euros aus unseren Taschen in die Kassen der chin. Firma und des Staates (Steuern) - natürlich auch etwas in die des lokalen Händlers. Somit gehen summa summarum bei uns die damit verbundenen Arbeitsplätze, Kapital und vor Allem das Wissen um die effiziente Produktion verloren. Die Produktionsketten sind bereits sehr löchrig, daher sind wir ziemlich abhängig, was nicht prinzipiell schlecht, aber doch gefährlich ist. Zusätzlich werden wir zur Faulheit erzogen, denn wir konsumieren weiter wie bis her, da die durch China niedrigen gehaltenen Preise es ja erlauben. Das ist jedoch eine Falle. Denn, wenn China z.B. morgen entscheidet, Kuka nächste Woche zu schließen (und das könnte die Führung tun, denn sie kontrolliert die Firmen zu 100%), können BMW, Daimler,... alle dichtmachen, denn ihre Produktionshallen sind voller Kuka Roboter. Der Kauf von Kuka und anderen Perlen war ein sehr cleverer Schachzug der Chinesen und zeugt von der groben Fahrlässigkeit der früheren Regierung angesichts der rein nationalen Politik Chinas aber auch der USA (Trump: "America First!"). China entscheidet also mit über unsere Produktion. Unsere Souveränität ist dahin, da die Angestellten in den chin. kontrollierten Werken keine die nationalen Interessen vertretende Politik dulden werden, wenn sie dadurch ihre Jobs verlieren. In einer Demokratie entscheiden eben die Arbeitnehmer mit über die Politik. Daher werden unsere Politiker sich davor hüten, China zu verärgern, selbst wenn sie nicht bestechlich sind. Dies spielt für China selbst hingegen weniger eine Rolle.
Zusätzlich holt China das Wissen und Produktion nach China. Sie sind gerade dabei VW durch bessere Eigenprodukte vom chin. Markt zu vertreiben. Wenn die chin. Autos dann besser sind, werden sie auch unsere Firmen in Europa bedrängen. (Siehe "Auto Motor Sport"). Der frühere VW-Chef wollte ja schon 30000 Arbeitsplätze in D schließen. Einwanderung gibt es in China kaum, daher ist wenig Sand im Getriebe der China AG. Sie haben von Bismark und unserer eigenen Erfolgsgeschichte nach dem 2. WK in Manchem besser gelernt als wir.
Was hätte Bismark getan?
Bismark hat national gedacht und die deutsche Wirtschaft liberalisiert, das deutsche Durcheinander (überflüssige Gesetze und Grenzen, Kleindeutschtum) beseitigt UND den deutschen Markt vor Konkurrenz abgeschottet. Gleichzeitig hat er das liberale reiche England mit deutschen Produkten überschwemmt und dadurch deren Wirtschaft geschwächt und Geld in die deutsche Staatskasse geschwemmt. Die Engländer zwangen daher die Importeure "Made in Germany" auf die deutschen Produkte zu drucken, damit die Engländer gewarnt seien. Den Rest kennt ihr...
Leider gehören heute viele deutsche Betriebe und auch Immobilien ausländischen Investoren aus China, USA, Frankreich, etc.
Die Lage ist also schwieriger, da wir nur noch eine eingeschränkte Souveränität im eigenen Land haben.