Konzeption eines Beobachtungsplatz

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MRHofmann

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Guten Tag liebes Forum,

ich plane derzeit einen Beobachtungsplatz in meinen Garten zu schaffen.
Da es nicht meine Grundstück ist, kann ich keine Hütte bauen, sondern es soll nur eine Fläche mit Platten sein, die im Zentrum eine Teleskopsäule hat.
Wenn sich nun jemand an einen Thread erinnert, der schon geschrieben ist, freue ich mich über den Heinweis dorthin.

Zu Situation: Ein leicht abschüssiges Gelände, mit Blick hauptsächlich auf etwas südost, süd, südwest und nord, etwas nordwest.

Meine erste Frage: Wie viel Platz haltet ihr sinnvollerweise für notwendig. Ich hatte an 150x150 cm in die Mitte die Säule (Stahl auf Betonsockel)?

Gibt es sonst etwas, was ich unbedingt bedenken sollte?
Worüber sich der eine oder die andere nach Errichtung eines Beobachtungsplatzes schon schmerzlich geärgert hat, es nicht getan zu haben?

Ich freue mich auf Eure Gedanke und bedanke mich schon jetzt ...
Ich wünsche endlich die Wolken weg

VG Michael
 
Hallo Michael,

wenn Du nicht auf eigenem Grundstück operierst, wie wäre es anstelle von Beton eine Säule mit 3-4 Erdschrauben (Bodenhülsen) unter einer Flanschscheibe zu befestigen?

Solange Du kein Riesentelekop errichtest sollte dies völlig ausreichen und man kann alles leicht wieder entfernen und andernortes neu verwenden.

Grüße, Coyote
 
Hallo Michael,

vor der Frage stand ich unlängst auch.
Herausgekommen ist das:

Diskussion über Beobachtungsplatz(bau)

Oder zusammengefasst:

Eine Terasse aus Lärchenholz-Riffelbohlen, 2x2m.
Mittig drei Löcher für die Füße meines Dobson, der dann auf einer
darunterliegenden, 50cm tief reichenden Steinsäule ruht (im Wortsinne).

Nach etwas Erfahrung kann ich sagen, dass ich gerne noch etwas mehr Seitenlänge hätte. Also statt 2x2m eher 3x3m.
Es geht aber auch so und alles auf trockenem Boden zu haben ist schon eine super Sache.
Warum Holz und nicht Stein? Den Ausschlag gab die geringere Wärmeabstrahlung einer Holzterasse.
Gegen das Licht aus dem Dorf hänge ich flexibel PE-Planen auf.
Nicht schön, aber schön dunkel.

Vielleicht hilft Dir das ja.

CS,

Henning


 
Hallo Coyote, hallo Henning,

herzlichen Dank für die schnellen Antworten.
Danke für die Hinweis auf die Diskussion, die hatte ich noch nicht gefunden, werde mich mal einlesen.
Das mit den Bodendübeln werde ich mal durchspielen. Danke für Tipp.

VG Michael
 
Hallo Michael,

so ein fester Beobachtungsplatz hätte schon Vorteile :biggrin: . Ich plane auch so etwas in absehbarer Zeit, da mir der Aufbau des Equipments im Garten auch immer lästiger wird (v. a. für astrofotografische Zwecke). Da ich allerdings nur einen Pachtgarten habe sind meine Spielräume für eigene Gestaltungsmöglichkeiten des "Observatoriums" eher gering. Schätze mal, es wird eine stationäre Säule werden und drum herum ein kleiner Schutzbau aus Holz mit Wegrollsicherung.

VG und CS Stefan

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Michael,

auch auf die Gefahr hin, dass ich von manchen gesteinigt werde, will ich meine minimal invasive Alternative zu einer Säule vorstellen.

Ich betrieb in meinem Garten ein paar Jahre als Probe für den späteren Sternwartenbau an gleicher Stelle meine Montierung auf einer ausbetonierten Wäscheschleuder mit einbetoniertem PVC Rohr. Das Ding sank dank seines Gewichtes in den hiesigen Lehmboden ein. Anfangs musste man ein paar mal neu einnorden aber nach ca. 3 Monaten bewegte sich nichts mehr. Trotzdem gelang die restlose Entsorgung mit ein paar Mann problemlos und die Kosten für dieses Provisorium lagen nahe Null.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

hier wird keiner gesteinigt, das verbieten schon die Forenregeln für einen gepflegten Umgang miteinander :totlach:. Aber solche Versuche machen doch klug, wieso soll man hinsichtlich der Ausgestaltung seiner stationären Beobachtungsmöglichkeiten nicht auch ein wenig experimentieren ? Schade nur, wenn damit zuviel Aufwand verbunden ist und die Kosten aus dem Ruder laufen. Ich werde mir bei meiner Planung entsprechend Zeit lassen, nur nicht zuviel, sonst muss ich noch in den Thread "Astronomie mit 80" reinschauen.

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VG Stefan
 
Hallo Michael,

meine minimal invasive Lösung:

3 Löcher, 1m tief, 10cm Durchmesser (mit einem KG-Rohr "gebohrt", bei dem ich den unteren Rand in Zackenform gesägt habe), mit Betonestrich gefüllt bis Rasenniveau. Genau da, wo die Füße der EQ-6 stehen, 10mm-Löcher 5mm tief gebohrt.

Ich kann die EQ-6 wegtragen, wieder aufstellen - solange ich die Füße nicht verstelle (der Rasen hat etwas Gefälle, deshalb ist das "Westbein" etwas länger eingestellt), bleibt sie für 20min-Aufnahmen ausreichend eingenordet.

Das Ganze hält schon 5 Jahre.

Sollten wir hier mal ausziehen, werden die Betonstangen entweder mit Traktor/Frontlader rausgezogen, oder zumindest ausreichend tief unter Bodenniveau abgebrochen.

VG und CS

Ralf
 
Hallo Michael,
ich trage mich auch gerade mit Überlegungen einer MINI Gartensternwarte. Im Web findet man manches, aber ich finde für die kleinen Lösunngen keine wirkliche Beschreibung wie sich das langfristig auf das Equipment auswirkt.
Du sprichst von BEOBACHTUNG - brauchst Du dafür wirklich eine massive Säule? Oder willst Du auch fotografieren? Für mich steht der Wunsch nach einer Zeitersparnis fürs Fotografieren im Vordergrund.
Klare Nächte
Andreas
 
Hallo,

an die 15 Jahre hatte ich im Garten eine Zeiss-Fernrohrsäule stehen. Ihre vier Füße standen auf Mikro-Fundamentchen aus Beton; je ~10cm im Durchmesser, ca. 60cm tief (keine frostfreie Gründung). Rasen drumherum, Strom bei Bedarf mit Kabeltrommel. Alle paar Jahre habe ich die Füße mal nachjustiert, damit die Säule wieder exakt senkrecht steht.
Bei Schönwetterkatastrophen habe ich auch mal die Monti auf der Säule gelassen, abgedeckt mit einem Müllsack...
Zum Beobachten völlig ausreichend!

Wenn man viele Bäume oder andere Sichthindernisse im Garten hat, ist ein fester Beobachtungsplatz ohne Schutzbau kein großer Gewinn. Oft genug sah ich von der festen Säule aus nix und musste mit dem Stativ durch den Garten ziehen.

Was mich *am meisten* nervte, war der Transport des Equipments aus dem Keller zur Säule und zurück (Schlepperei, lange Temperaturanpassung im Winter), deswegen gibt's jetzt eine Kuppel...

CS!
-wunni
 
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