koordinaten und so

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grummel

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Ich habe mir vor kurzen das Teleskop saturn 50 von dörr danubia gekauft und eine Computersoftware.In der Computersoftware stehen immer so welche daten(Stundenwinkel,Höhe)benutze diese daten dann auch für das teleskop aber lande nicht dahin wo ich hin will.Ich habe vor allem mit dem Stundenwinkel so meine Probleme.Wenn das Teleskop ganz gerade ist muss dann der Stundenwinkel auf 0 0 stehen ?Ich hoffe ihr könnt mir dabei irgendwie helfen.
 
Hmm das geht leider nicht so einfach wie du dir das vorstelst. Habe mich Anfangs auch damit befast und habe heute noch meine Probleme damit. Hier habe ich eine Seite, die dir bestimmt die Teilkreise näher erklärt.

Verwendung der Teilkreise
 
ich habe an meinem teleskop so eine Anzeige wo draufsteht R.A. zeigt dieses den Stundenwinkel oder die Reaktzension an?
 
Hi grummel,
erstmal herzlich willkommen !

ich versuch mal einige Erklärungen, die vielleicht nützlich sind:

1.)Vorab - Bevor man mit Teilkreisen arbeiten kann, muß das Teleskop möglichst exakt auf den Himmelsnordpol ausgerichtet sein. Dies geht am Besten mit der Methode nach Herrn Scheiner ( sog. scheinern ). Soll jetzt hier nicht Thema sein.

2.) Betrachten wir kurz einen Erdglobus oder Atlas. Dort finden wir
geographische Breite für den Äquatorabstand u.
geographische Länge für den Bezugspunkt auf dem Äquator. Punkt Null der geographischen Länge ist Greenwich/London.

Dieses System übertragen wir auf die Himmelskugel.

Die Deklination entspricht der geo. Breite. Die Deklination ist also der Winkelabstand des Gestirns vom Himmeläquator. Die Dec. wird - wie auf der Erde - vom Äquator ( 0 Grad ) zum Himmelsnordpol ( +90 Grad ). Der Himmelsäquator ist die Projektion des Erdäquators an die Himmelssphäre.

Die Rektaszension entspricht der geographischen Länge. Auch für die RA brauchen wir einen Bezugspunkt. Nullpunkt ist der Schnittpunkt der aufsteigenden Eklptik ( Sonnenbahn ) mit dem Himmelsäquator. Die Sonne befindet sich am 21. März an diesem Punkt. Er wird deshalb Frühlingspunkt genannt.
Die Rektaszension ist die auf dem Himmelsäquator vom Frühlingspunkt aus bis zum Stundenkreis des Gestirns gezählte Koordinate ( Stundenkreise sind die Bahnen senkrecht zum Himmelsäqator ).
Da nun der (fixe) Frühlingspunkt an der täglichen Himmelsrotation teilnimmt, bleibt auch die RA-Koordinate unverändert. Jeder Stern/Planet hat also eine feste Dec. u. RA-Koordinate, ganz entsprechend einem Ort auf der Erdkugel.
Die Rektaszension wird in Stunden, Minuten, Sekunden gemessen, von 0h bis 24h.
Soweit klar ?

3.) Um nun ein Gestirn am Himmel aufzufinden bzw. mittels Teilkreise einzustellen, muß die tägliche Erdrotation in unser System miteinbezogen werden. Die Sterne wandern ja von Ost nach West. Dabei vergeht Zeit, genauer: Sternzeit.
Ein Sterntag ist der Zeitraum zwischen zweier aufeinanderfolgender Kulminationen des Frühlingpunktes. Die Sternzeit ist nichts anderes als die in Sterntagen gemessene Zeit.
Wir sind fast am Ziel.
Wir brauchen noch eine Größe: Den Stundenwinkel.
Der Winkel zwischen dem Stundenkreis eines Gestirns und dem Himmelsmeridian heißt Stundenwinkel t ( Verbindet man die Kulminationspunkte aller Sterne, so erhält man den sog. Meridiankreis ).
Dieser Stundenwinkel nun wird am RA-Teilkreis des Teleskop eingestellt.
Der Stundenwinkel wird ebenfalls inStunden,Minuten,Sekunden gezählt.
Ein Stern/Planet in seinem Kulminationszeitpunkt, er steht also im Meridian, hat den Stundenwinkel Null. Ein Teleskop, das den Stundenwinkel Null eingestellt hat, muß keineswegs "ganz gerade" sein.

Zwischen diesen Größen besteht eine einfache Beziehung:
Stundenwinkel t = Sternzeit - RA

Ein Gestirn, das den Meridian noch nicht erreicht hat, erhält ein negatives Vorzeichen.
Ein Gestirn, das den Meridian bereits Richtung Westen überschritten hat, erhält ein +

3.) Was zeigt nun die RA-Achse Deines Teleskopes an ?
Nun, das liegt ganz bei Dir. Rektaszension und Stundenwinkel werden ja identisch gemessen und gezählt in Stunden,Minuten, Sekunden (s.o.). Wenn Du den Stundenwinkel eines Gestirns eingestellt hast, dann zeigt es eben Stundenwinkel an, sozusagen.

4.) Bevor Du mit den Teilkreisen arbeiten kannst, müssen die Teilkreise "geeicht" werden. Dazu kann man jeden Stern oder auch Planeten nehmen, dessen Daten bekannt sind. Hast Du z.B. Saturn in Deinem Teleskop eingestellt und zwar zu seinem Kulminationszeitpunkt, weißt Du auch automatisch seinen Stundenwinkel.
t= 0,0
Also stellen wir am Teilkreis 0,0 ein.
Ebenso den Dec.-Wert auf der Dec.-Achse. Damit sind die Teilkreise justiert.
Wählt man einen Referenzstern, dessen Kulmination man nicht kennt oder nicht abwarten will, muß man halt nach obiger Formel den Stundelwinkel ausrechnen und dann am Teilkreis einstellen.
Der Referenzstern sollte wegen der Refraktion mehr als 20 Grad über dem Horizont stehen.

Ich hoffe, daß meine Erklärung einigermaßen verständlich ist ( ? ).

5) Anstatt mit Stundenwinkel zu arbeiten, kann man ein anderes Verfahren wählen, das mit den Dec. u. RA-Werten auskommt.
Es ist aber kein Schaden, wenn man sich das himmlische Koordinatensystem klar gemacht hat. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty

 
Hallo grummel,

zwei Sachen sind wichtig bei der Teleskopausrichtung. 1. die Polhöhe muss stimmen und das Scope muss nach Süden ausgerichtet werden.

Vergiss erst mal die Teilkreise, die sind für das visuelle Beobachten eigentlich nur notwendig, wenn du z.B. Venus oder Jupiter am Taghimmel auffinden willst.

Richte die Polhöhe deiens Teleskopes erst mal auf deine geografische Breite deines Beobachtungsortes aus. Danach bestimmst du wo Süden (am Tag, Sonne oder Kompass) bzw. von Norden (Nachts mit Hilfe des Polarstern) ist. Nun noch einfach das Teleskop so Pi mal Daum (mit etwas Übung geht das auf 1° genau!) ausrichten, fertig.

Gruß

Lots
 
naja ich glaube dass ich als anfänger mich erstmal auf meine Sternenkentniss verlassen muss damit ich Nebel und Galaxien sehen kann.Mal gucken vielleicht nehm ich mir heute abend mal den Andromedanebel vor.

P.S. Danke für eure Antworten auch wenn ich ein bisschen auf dem Schlauch stehe
 
Moin,

vielleicht nehm ich mir heute abend mal den Andromedanebel vor.

Nun, die Andromeda-Galaxie ist immer für eine Enttäuschung gut, vor allem im Moment, heute ist Vollmond, der mit seinem Licht vieles überstrahlt.

Um bei Andromeda ansatzsweise etwas wie Staubbänder ö.ä. zu sehen, ist ein wirklich dunkler Himmel erforderlich, neben einer guten Optik und auch Beobachtungs-Erfahrung spielt eine Rolle.

Also, hab ein wenig Geduld, bis der Mond den Himmel für DeepSky wieder "freigibt".

Ansonsten noch viel Spass und Erfolg bei Deinen ersten Beobachtungen, wünscht,


Michel
 
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