Kronos 26x70 und ESDE-Gläser (15x80 bzw. 20x80)

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Hallo,

das Kronos 26x70 wird hier in Berlin http://www.hupra.com/Fernglaser_binoculars_de.htm.
für 190 Euro zzgl. 8,50 Euro Versand angeboten.

Die Beschreibungen in ebay wie „Nachtglas“, „beobachten mit ruhiger Hand“ und andere sind angesichts von 2,7 mm Austrittspupille und 26-facher Vergrößerung schlichtweg falsch.
Dieses Fernglas gehört auf ein Stativ und ist für nächtliche (Land)-Beobachtungen wegen der kleinen Austrittspupille sicherlich wenig geeignet, was jedoch nicht heißt, daß dieses Gerät für astronomische Beobachtungen ungeeignet ist.

In Cloudy Nights ist ein relativ positiver Testbericht dieses Geräts aufgelistet http://www.cloudynights.com/breviews/Kronos.htm , weshalb ich mir dieses Bino vor kurzem als Ergänzung zu einem 16x70 Fujinon und dem mittleren Miyauchi (jeweils die älteren Modelle) zugelegt habe.

Das russische Gerät ist erwartungsgemäß nicht so gut verarbeitet, wie die beiden genannten Gläser aus Japan, die Fokussierung geht für meinen Geschmack etwas zu leicht, das Einblickverhalten ist für mich schlechter als beim 16x70 Fujinon, aber das Gesichtfeld von 65° ist ohne Probleme für mich zu nutzen. Über die optische Qualität kann ich nach einigen wenigen freihändigen Beobachtungen kaum Aussagen machen. Bei geeignetem Wetter wird sich das nach dem Wochenende geändert haben.

Clear Skies

Roland Krebs

 
soviel ich in Oberstdorf bei einem Optiker gesehen habe sind die ESDE zur Zeit baugleich mit den Danubias, die Wolfi R
anbietet (zumindest das 11x80, aber nachdem die anderen Vergrößerungen nur eine Okularfrage sind, wird man
wohl bei ESDE auch hierfür denselben Lieferanten haben). Ich habe das 11x80 Danubia und bin sehr zufrieden.

Für höhere Vergrößerungen habe ich das Tento 20x60, das ich bisher nur ohne Stativ benutzt habe und deshalb
noch kein endgültiges Urteil fällen kann (hat keine Stativadapterschraube, Saturn wackelt einfach zu sehr, aber
Andromeda ist besser als mit allem anderen Gerät, das ich habe - Pupille 3 macht den Hintergrund schön dunkel
und die >70° Okulare sind zwar nichts für Brillenträger aber machen halt schon viel her, ist außerdem relativ leicht!!!).
Problem ist die Justierung der Achsen: keine Stellschrauben vorhanden (wie bei den alten Zeiss Jena), daher
kaum mehr "hinzubekommen", wenn es dejustiert ist (bei meinem habe ich die Objektivrohre einseitig unterlegt)

ich würde ein 80er nur für geringere Vergrößerungen nehmen (15fach = Pupille 5) damit es für
deep sky die beste Lichtstärke und das weiteste reale Gesichtsfeld hat und auch noch freihand "geht".
Stärke vom 11x80 ist z.B. das Auffinden von weniger hellen Sternhaufen bei bestem Himmel.
27fach kommt mir für ein Fernglas ein bißchen verrückt vor - muß irrsinnig genau justiert werden, damit man kein
Kopfweh bekommt.

klare Nächte
 
Re: Kronos 26x70 und ESDE-Gläser (15x80 bzw. 20x80

Hi,

ich habe ein Kronos 20x60 auf dem Flohmarkt gekauft und kann folgendes berichten:

Das Glas lässt sich gut mit einem Hamaadapter, welcher an der mittleren Achse angeschraubt wird, auf einem Stativ befestigen. Der biegt sich zwar schrecklich durch, aber hält. Ohne Stativ ist ein Beobachten nicht sinnvoll möglich.

Der Anblick des nächtlichen Himmels mit diesem Glas ist erstaunlich. Sterne werden punktförmig bis fast zum Rand abgebildet und das scheinbare Gesichtsfeld ist schön groß. Um eine Vorstellung zu haben, was man sieht: Der komplette Kleiderbügel im Füchslein passt gerade rein oder der Mond mit viel Platz drumherum. Und das alles vor knackschwarzem Himmel über Berlin. Kugelsternhaufen kommen so besonders gut.

Tschüs! Euer

KaterJames
 
Re: Kronos 26x70 und ESDE-Gläser (15x80 bzw. 20x80

Hallo,

ich habe auch das Kronos 20X60 bei Ebay ersteigert und bin wirklich begeistert. Kritikpunkte sind - wie schon erwähnt, sehr kurzer Augenabstand. Die Scharfstellung ist seeehr leichtgängig, aber dafür ziemlich präzise. Es gibt keinen Stativanschluß, obwohl das Glas freihändig nahezu unhaltbar ist. Positiv sind - die perfekte Schärfe über ca. 70-80% vom Feld. Am Tage recht farbneutraler Bildeindruck, für Weitwinkelglas sehr geringe Verzeichnung. Langes beobachten ermüdet kaum, jedoch muß man die Gummiaugenmuscheln umklappen, weil man sonst das komplette Feld nicht sieht (oder etwa 5mm kürzen). Beim Vollmond kaum Reflektionen vorhanden (also ordentlich vergütet), schöne runde Austrittspupillen. Innen gut verarbeitet, Prismen gegen Streulicht abgedeckt. Absolut kein Billigglas, wie z.B. Breaker 16X60 welches ich mal ausgeliehen hatte. Fast schon ein Geheimtipp.
 
Re: Kronos 26x70 und ESDE-Gläser (15x80 bzw. 20x80

ich hoffe, Euch ist aufgefallen, daß Ihr beide vom 20x60 sprecht und nicht vom 26x70. Das 20x60 habe ich auch und kann Eure Bewertung voll und ganz bekräftigen (allerdings heißt meines Tento und nicht Kronos, aber das ist ja doch wohl nur die Handelsfirma und nicht der Hersteller).
Ein preisgünstiges 15x80 gibt es gerade im astronomischen Markt.
Gruß
 
Ich hab das 20x80 und zwar unter der Bezeichnung Eschenbach Zenit T, es ist aber wirklich genau das Gleiche.

Fokussierung ist gut.
Der Augenabstand ist zu gering.
Das Gesichtsfeld ist auch nicht sonderlich gross.
Ich hab aber kein Abbildungsfehler feststellen können.

Im Vergleich zu meinen anderen Gläsern zeigt das Bild am Tag einen Blaustich.
Was mir noch aufgefallen ist, dass die beiden optischen Achsen nicht exakt übereingestimmt haben, man hat praktisch in verschiedenen Richtungen geschaut.
Nach 2 Stunden justieren ist das aber jetzt behoben.
Die Verarbeitung ist OK aber die Ringe am Okular sind aus Plastik, das macht keinen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Trotzdem ist es das Teil, dass ich am öfteseten benutze.
Gerade wenn die Bedingungen nicht ideal sind bleibt der Newton in der Garage.
Wichtig ist ein Fotostativ mit Schwenkarm.
 
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