Hallo plonsky,
die Pupillenschnittweite kennzeichnet den Abstand der Austrittspupille von dem letzten Linsenscheitel, also eigentlich den sog. 'Augenabstand'. Und der wird je nach Nutzer unterschiedlich beurteilt: manchen macht es nix in ihr Planetenokular zu kriechen, wohingegen andere - also auch ich - einen eher generösen Abstand von mindestens 15mm bevorzugen. Die sonst hervorvorragenden Nagler Typ 6 habe ich schon mal deswegen an meinen Händler in Augsburg zurückgeschickt. Ich trage zwar keine Brille, beobachte aber mit weichen (und damit hochwasserhaltigen) Kontaktlinsen, das kann bei zu geringem Abstand schon mal schneller als gewöhnlich zu Beschlag führen. Da gerade die entspannte Fernglasbeobachtung daher nicht unter zu geringem Augenabstand leiden soll, ist für mich unabdingbar; auch möchte ich bequem das gesamte Sehfeld überblicken können. Somit stellt sich mir auch die Frage nach dem Augenabstand der Meade Plössl. Daß wir hier natürlich die spezielle Problematik der Umstände des Miyauchi-Okular-Dilemmas berücksichtigen müssen, ist allerdings klar. Wir können ja nicht aus dem vollen Okularmarktangebot schöpfen, sondern müssen sehen, was überhaupt irgendwie paßt. Daher auch das Interesse an Lösungen, wenn sie denn überzeugen. Diese Klebeband-Dinger sind es natürlich nicht, aber ohne Drehbank geht halt nicht viel... Somit sind solcher Art Bemühungen von plonsky, Birkmaier etc. schon das, worauf mancher sehnlichst wartet. Ob die dann angebotenen Okularbrennweiten auch den eigenen Vorstellungen entsprechen, bleibt mal dahingestellt. Für's Fernglasfeeling wären mir 14mm WW doch erstmal lieber, als 9,7mm Plössl. Jedoch muss man erstmal durchschauen, und die optische Qualität der 100er gibt auch sicherlich eine 50-fache Vergrößerung her. Nur mit der Kollimation der Fernglashälften könnte es bei dem einen oder anderen Glas kritisch werden. Und die ist bei den Miyauchi 100ern schlichtweg sowas von benutzerunfreundlich und nervenzermürbend, daß ich mich schon in der Bemerkung verstiegen habe, wer so eine Kollimationsweise konstruiert hat, habe es nicht besser verdient, als pleite zu gehen... Wobei ich mir natürlich wünsche, daß der Bau von großen Astrogläsern auch dort irgendwie weiter gehen solle! Falls also noch jemand Tipps&Tricks zur Kollimation auf Lager hat, so höre ich sie gerne. Ich will's halt auch mal selber können, und nicht gleich zum (sehr empfehlenswerten) Herrn Thurner schicken müssen...
Also, wenn's mit den 9,7mm Meade gut funktioniert, ist mir's auch recht. Vor allem stelle ich mir die neidischen Blicke der ornithologischen Mitbeobachter vor, wenn ich mich mit meinem binokularen 50x100 an den Sterntauchern in 1000m Entfernung delektiere! Wenn ich dann allerdings am Ufer weiterwandern muss...
Na, schau'n mer mal.
cs & eine gute Zeit
manne