Ladegerät für Autobatterie

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PitWi

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Beim KFZ-Service wurde meine Autobatterie erneuert und ich dachte, die alte könnte ich noch für Astro einsetzen.
Ich hab noch ein Ladegerät IVT 900008 Automatik-Blei-Lader 12V 2,5A bzw. 6V 1A. Das kann ich doch zum Laden der Autobatterie verwenden, oder?
 
Hallo Peter,

die Werkstatt hat ja wohl die Batterie nicht aus Spaß erneuert - oder.
Kann sein das die alte Batterie noch 12V hat, aber wenn man sie Stark oder längere Zeit belastet wird sie Dich im Stich lassen, soll heißen nicht genügend Leistung haben!

Astronomische Grüße
Ulf
 
Hi,

also es ist durchaus möglich, das eine Batterie im Auto beim Startvorgang in die Knie geht, die Motörchen einer Monti aber noch ausreichend bedienen kann - sofern sie nicht sulfatiert/Tiefentladen ist, lohnt sich zumindest mal ein Test.
Wenn Du ein Multimeter hast, kannst Du es testen.
Allerdings solltest Du eine Sicherung einbauen, damit Dir dein Rohr im Falle einer Kurzschlusses nicht "wegfliegt".

Gruesslies

Carsten

P.S.: Eine Autobatterie ist allerding schon ein ziemlicher Trümmer ;-)
 
Hallo,

P.S.: Eine Autobatterie ist allerding schon ein ziemlicher Trümmer

nur für eine kleine Montierung eine Autobatterie mitschleifen halte ich auch für etwas übertrieben. Oder willst Du noch einen Notebook anschliessen, Peter?

Mein 7,5Ah-Bleigelakku hält seit einem knappen Jahr alle Beobachtungsnächte durch (ebenfalls Montierung, ersatzweise, je nach Teleskop, auch einen Lüfter), und der ist ein wenig transportabler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />.

Viele Grüße,
Michael
 
Hi Peter,

würde ich Dir nicht zu raten.

a.) Säure - Igitt. Frißt massiv überall da Löcher rein, wo Du sie nicht haben willst, vor allem wenn sie irgendwo rausgesabbert ist ohne dass es Dir aufgefallen ist.

b.) Ladegerät muß groß genug sein, d.h. kostet Geld. Deine 2A-Geräte töten die Batterie durch schleichende Ladung = Sulfatierung. Dabei kann das Teil sogar platzen, dann hast Du eine elende Sauerei in Haus. Lose (also nicht im Auto eingebaute) Blei-Säure Akkus sind meiner bescheidenen Meinung daher die denkbar ungeeignetsten Batterien für unsere Zwecke.

c.) Schwefelsäure-Dämpfe beim Laden, eine Batterie am Ladegerät stinkt vergleichsweise erbärmlich, je nach Bauart und Zusammensetzung der Platten.

-> Entsorgung.

Da hol' Dir lieber bei einem Elektriker (oder besser: Notlichtfirma) einen ausgesonderten Bleigel-Akku, die werden in Notlichtanlagen turnusmäßig getauscht, meistens bei ca. 75 - 60% Kapazität, wegen der teuren Entsorgung gibt's es die gegen einen Zettel auf dem man bescheinigt, sie gegebenenfall selbst richtig zu entsorgen, oftmals für lau ...

... und angesichts der Langlebigkeit dieser Teile lohnt sich dann auch ein gescheiter Lader, der die Dinger manchmal sogar wieder richtig auf Leistung trimmt, je nach Ladetechnologie.

CS

J.
 
Danke für die Tipps.
Klingt ja nicht so erfreulich aber ich werds mal mit den vorhandenen Mitteln probieren und in der Garage laden. Wenns nicht klappt, ist ja auch egal, war ja quasi gratis.
 
Ich würde mir da keinen Kopf machen. Aber lass das Ding niemals längere Zeit leer rumstehen, sonst geht sie tatsächlich kaputt und im Winter kann sie sogar bersten, weil keine Säure mehr im Wasser ist, wenn die Batterie leer ist.
Beim Laden kommen eigentlich kein Schwefel und keine Säuredämpfe raus, sondern Knallgas. Daher aufpassen mit Funkenflug und nicht überladen. Ich empfehle eine strombegrenzte Ladung bis zur Ladeschlussspannung.
http://www.batteryuniversity.com/partone-13-german.htm

Abgesehen davon, dass man schon aufpassen muss, dass Säurespritzer keinen Schaden anrichten, sehe ich nichts, das einen Betrieb als Energiespeicher am Teleskop verhindert. Ausser vielleicht, dass die Kapazität der alten Batterie schon stark vermindert sein könnte und man so unsinngerweise eine riesen Masse für nur wenig Energie durch die Gegend schleppt oder fährt. Es stellt sich am Ende die Frage, ob man gegenüber einem neuen, kleinen und kostengünstig erstandenen Bleigelakku wirklich etwas spart. Schließlich ist der Kraftstoff für den PKW sehr teuer.
Wenn Du das Ding behalten willst, lade sie so bald wie möglich und dann regelmäßig, sowie nach jedem Gebrauch auf die Ladeschlusspannung auf. Dazu sollte ein kurzschlussfestes Billignetzteil mit >=2A, >=13,8V für allgemeine Anwendungen genügen. Von Ladegeräten ohne Spannungsbegrenzung, wie sie für Autobatterien gerne verwendet wurden, vielleicht auch noch werden, halte ich wenig. Hier sollte man wenigstens den Ladevorgang manuell überwachen und sofort abschalten, wenn die Spannung überschritten wird, oder der Akku zu blubbern anfängt.
Zuletzt gibt es noch das Problem, dass moderne Blei-Calzium-Batterien eine etwas hähere Ladeschlusspannung vertragen, weniger Selbstentladung haben, dafür aber weniger tiefe Ladezyklen vertragen. Gut für den Autohändler, schlecht für den Kunden.

Gruß Volker
 
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