Ich würde mir da keinen Kopf machen. Aber lass das Ding niemals längere Zeit leer rumstehen, sonst geht sie tatsächlich kaputt und im Winter kann sie sogar bersten, weil keine Säure mehr im Wasser ist, wenn die Batterie leer ist.
Beim Laden kommen eigentlich kein Schwefel und keine Säuredämpfe raus, sondern Knallgas. Daher aufpassen mit Funkenflug und nicht überladen. Ich empfehle eine strombegrenzte Ladung bis zur Ladeschlussspannung.
http://www.batteryuniversity.com/partone-13-german.htm
Abgesehen davon, dass man schon aufpassen muss, dass Säurespritzer keinen Schaden anrichten, sehe ich nichts, das einen Betrieb als Energiespeicher am Teleskop verhindert. Ausser vielleicht, dass die Kapazität der alten Batterie schon stark vermindert sein könnte und man so unsinngerweise eine riesen Masse für nur wenig Energie durch die Gegend schleppt oder fährt. Es stellt sich am Ende die Frage, ob man gegenüber einem neuen, kleinen und kostengünstig erstandenen Bleigelakku wirklich etwas spart. Schließlich ist der Kraftstoff für den PKW sehr teuer.
Wenn Du das Ding behalten willst, lade sie so bald wie möglich und dann regelmäßig, sowie nach jedem Gebrauch auf die Ladeschlusspannung auf. Dazu sollte ein kurzschlussfestes Billignetzteil mit >=2A, >=13,8V für allgemeine Anwendungen genügen. Von Ladegeräten ohne Spannungsbegrenzung, wie sie für Autobatterien gerne verwendet wurden, vielleicht auch noch werden, halte ich wenig. Hier sollte man wenigstens den Ladevorgang manuell überwachen und sofort abschalten, wenn die Spannung überschritten wird, oder der Akku zu blubbern anfängt.
Zuletzt gibt es noch das Problem, dass moderne Blei-Calzium-Batterien eine etwas hähere Ladeschlusspannung vertragen, weniger Selbstentladung haben, dafür aber weniger tiefe Ladezyklen vertragen. Gut für den Autohändler, schlecht für den Kunden.
Gruß Volker