Langfristige Preisentwicklung bei Teleskopen?

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the_viewer

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Hallo!

Wie haben sich eigentlich die Preise von Teleskopen in langen Zeitspannen (so ca. 10-15 Jahre) entwickelt? Und wie werden sich die Preise in Zukunft entwickeln? Ein Computer verliert ja sehr schnell an Wert. Wie aber ist das bei Teleskopen? Könnte man eventuell damit rechnen, dass z.B. das heutige Meade LX200GPS 16" auf fester Äquatorialsäule antatt 25.000 € dann mal womöglich 12.000 € kostet (in ca. 10-15 Jahren)?
 
>>Wie haben sich eigentlich die Preise von Teleskopen in langen Zeitspannen (so ca. 10-15 Jahre) entwickelt?

Aus dem Bauch heraus würde ich sagen teure Teleskope sind noch teurer geworden, billige Teleskope sind noch billiger geworden. Bei Okularen sieht es etwas anders aus, da sind die teuren Okulare etwas billiger geworden.

Klaus.
 
Hallo,

vor 20 Jahren hast du für den Betrag, den du heute für ein brauchbares Einsteigerteleskop hinlegen musst, nur Schrott oder was ziemlich Kleines bekommen.

Highend-Teile scheinen teurer zu werden. Wenn ich mir ansehe, was mein Lieblingsteleskop inzwischen neu kostet, wird schnell klar, dass an eine Wiederbeschaffung heutzutage nicht zu denken wäre <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Mit einem derartigen Preisverfall wie bei Computern wirst du nicht rechnen können: Computer werden aus in großen Stückzahlen mit hohem Automationsgrad hergestellten Komponenten zusammengebaut. Beim Teleskop hat man nicht diese Stückzahlen und manches wird per Hand gemacht. Wirklich gute Optik entsteht nicht vollautomatisch - da muss immer noch jemand mit Erfahrung und einem geschickten Händchen drangehen.

Andererseits ist es auch erfreulich, dass ein gutes Teleskop nicht so drastisch an Wert verliert: wenn du wechseln willst, ist der Verlust nicht so dramatisch - ein fünf Jahre alter Computer kostet eher Entsorgungsgebühren, als dass er noch einen Verkaufserlös bringen würde!

Gruß,
Tom
 
Hallo,

vor 20 Jahren Jahren gab es die Chinesen nicht so in dem Maße wie heute. Da war dieser Markt
so auf 60mm Öffnung mit 700-900 mm Brennweite beschränkt. Alles andere war meiner Erinnerung
nach astronomisch teuer. Das hat sich entspannt in dem Sinne, daß der Markt breiter geworden
ist, was das Angebot angeht. Der Markt geht heute also vom 60mm China Fraunhofer bis zum 10" Apo
und allem was dazwischen liegt. Speziell Newtons im 6"-10" Bereich ( heute ja fast der Einstiegs-
bereich ) sind erheblich erschwinglicher geworden. Auch durch die EQ6 als Montierung hat sich das
Preisniveau in diesem Bereich massiv gesenkt. Der Low Cost Bereich ist eben durch die chinesische
und taiwnesische Serienfertigung stark erweitert worden. Wie das mit der Qualität für den Preis
aussieht kann ich aber ehrlich gesagt nicht beurteilen. Amateure mit großen Optiken waren damals
meistens Selbstbauer, das sieht heute aber schon ganz anders aus. Also müssen die Preise wohl
erschwinglicher geworden sein.
 
Also kann man sagen, dass einerseits die Massenproduktion (was hier nicht negativ gemeint ist) dafür verantwortlich ist, dass viele Teleskope billiger werden und andererseits teure Teleskope, die auch noch nie in Massen produziert wurden, auf Grund der allgemeinen Inflation usw. "teurer" werden?

 
Hallo,

na ja mein erstes Scope, ein Tasco 114 / 900 oder so, der kostete mit Monti so um 7000,-- ATS oder besser gesagt 500 Euronen. Das war 1972 - hat Papa bezahlt.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Wenn man das so hochrechnet, dann erübrigen sich weitere Überlegungen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Die Monti und eigentlich auch das Scope gibt´s Heute eigentlich noch genau baugleich - steht halt was anderes drauf...."EQ sowieso" mit "Chinese sowieso" um Euro fast nix <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Johann
 
Hallo David,

wenn man die Inflation berücksichtigt, hat es schon einen starken Preisverfall gegeben.

Ein gutes Teleskop in den 70er Jahren war der 4" Reflektor von Heidenhain mit parallaktischer Montierung. Der kostete so um 2000 DM. Damals bekam man aber schon einen guten Mittelklassewagen für 10000 DM. Danach würde das Heidenhain heute ca. 4000 euro kosten! Für den Preis bekommt man heute schon was wesentlich Besseres!

An den Herstellungskosten für gute Optiken wird sich wohl auch in Zukunft nicht viel ändern.

Im Bereich der Highend-Mechanik (z.B. Montis für 16"ler) werden die Stückzahlen wohl stark ansteigen. Da könnte ich mir deutliche Preissenkungen vorstellen (z.B. aus China bei guter Qualität).

Was die Elektronik rund ums Fernrohr angeht, stehen wir wohl erst am Anfang der Entwicklung.
Die jetzigen Steuerungen sind eher unintelligent und einiges zu teuer.

clear skies

Wolfgang
 
Hallo,


interessante Diskussion.

In der Tat waren fertige Teleskope nicht nur relativ, sondern auch absolut teurer vor 10-30 Jahren.

Als ich noch jung und huebsch war (80er Jahre), kostete mein Traumrefraktor 60/900 mm auf "Kaufhausmontierung" (heute EQ2) um 700 DM. Ein 60/700er war auf azimutaler Monti bereits fuer 290 DM zu haben, der 114/900er kostete zwischen 500 und 700 DM. Die Ausstattung war karg, die 24.5mm-Okulare waren unverguetete Huygens-Wellensittichaugen und die Barlowlinsen Einlinser.

Aber immerhin war damals fast alles auf Metall, die Instrumente machten einen edleren und dauerhafteren Eindruck als die Billigfernrohre von heute.

Traeume waren damals ein 80/1200er Refraktor, der bei Tasco (Modell 10K) um 1700 DM kostete. Oder der Bresser "Blue line" Catatiopt 153/1300 fuer schlappe 4600 DM. Oder das 20 T, ein 108mm-Refraktor auf Saule von Tasco, der fuer 10000 DM uebern Ladentisch ging.

Nicht zu vergessen die Amerikaner, Mitte der 80er Jahre kostete ein C8 auf Standardgabel um 7000 DM - Dollarkurs!

Nun, inzwischen setzt eine Art Rueckkopplung ein. Die Fernrohre werden hauptsaechlich durch den Preisdruck aus China immer billiger. Dadurch vergroessert sich der Markt. Ein 80mm-Refraktor gilt halt heute als Anfaengergroesse, ebenso wie ein Sechszoll-Newton. Auch das Zubehoer hat sich drastisch veraendert. Selbst die billigen Synta-Kellner-Widefield sind um Groessenordnungen besser als die alten Huygens, und waehrend man frueher 300 DM fuer einen Synchronmotor fester Geschwindigkeit hinblaetterte. War super - man brauchte einen Netzanschluss und fuer Fotografie einen suendhaft teuren Frequenzwandler. Heute, dank Preisverfall in der Elektronik, ist eine Schrittmotorsteuerung schon fuer deutlich unter 100 Euro zu haben, inklusive Motor.


Interessant wird die Zukunft. Ich koennte mir vorstellen, dass sich in den naechsten 10-20 Jahren Replikationstechniken in der Optik durchsetzen. Schon heute gibt es vollautomatische Figuringmaschinen, die eine Optik selbststaendig pruefen und korrigieren koennen. Wenn sich erstmal eine Abformtechnik aehnlich der Mandrelltechnik fuer Roentgenteleskope in der Optikfertigung etabliert, sollten die Spiegel wesenlich guenstiger werden. Solche Techniken werden heute fuer ELTs (Riesenteleskope bis 100 m Durchmesser) diskutiert, ein Projekt wie OWL koennte eine solche Technik zur Marktreife entwickeln lassen ...


Ein Caveat allerdings bleibt - der Markt fuer den Selbstbau hat in den letzten Jahren deutlich gelitten. Insbesondere der Spiegelschliff - nachdem Spiegelrohlinge in Deutschland sehr teuer wurden und kaum ein Haendler welche aus dem Ausland importieren will, kam es hier lange zu einem Stillstand, der sich durch das Engagement Einzelner langsam aufloest. Eine bessere Lobby fuer den ATM waere wuenschenswert, denn kaufen kann jeder ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Mal ne ganz neue Idee zur Zukunft von Teleskopen überhaupt. Wäre es nicht denkbar, dass es anstatt großer Spieger kleinere "digitale" Optiken gibt? Also zum Beispiel ein kleiner Spiegel, der nur etwas Licht sammeln muss und dieses wird dann durch einen elektronischen superempfindlicben CCD-Chip in ein helles Bild umgewandelt. Vielleicht iregndwie so:

4 kleine Spiegel mit jeweils 5cm Durchmesser in einigen Zentimetern Entfernung sammeln Licht und bringen es zu einem gemeinsamen Brennpunkt, dem elektronischen Sensor. Hier wird es empfangen (hochempfindlich), elektronisch verstärkt und erscheint auf einem kleinen Display.

Für mich nicht reizvoll, weil man das Objekt nich tmehr mit den eigenen Augen sieht. Aber wer weiß...?
 
Hi Rolf,

sowas gibts schon - z.B. die Mintronkamera, die in Echtzeit mit hoher Quantenausbeute Objekte abbildet. Aber mit einer Quanteneffizienz von 100 % ist das Ende der Fahnenstange erreicht, weiteres Verstaerken des Signals bringt keine neue Information. Auch pflichte ich Dir bei, dass der Genuss verloren geht. Und Deine vier Spiegel waeren uebel zu justieren. Wenn Du Deine vier 2-Zoll-Spiegel gegen einen 4-Zoll-Spiegel ersetzt, bekommst Du das Gleiche ohne den Justieraufwand vierer Abbilder zueinander. Also wieder mal: Oeffnung ist durch nichts zu ersetzen ausser durch noch mehr Oeffnung. Nen guten Strehl vorausgesetzt.


 
In Sachen digitalem Auflösungsvermögen auch nix mehr machbar? Da sind die Chips ja noch nicht so der totale Renner denke ich mal. Für 100 Euro gibts ja gerade mal ne 640x480-Webcam mit CMOS-Chip.

Wisst ihr was das tolle an diesem Thread ist. Nein? Dann denkt mal über folgendes nach:

Wir hoffen auf NOCH günstigere Preise eines Produktes, das in absoluten Billiglohnländern pruduziert wird. Wenn jetzt noch einer fragt, warum wir in Deutschland ein echtes Problem haben mit unserer 35-Stunden-Woche, unseren vergleichsweiße hohen Lohnstandards und astronomischen Lohnnebenkosten, Steuern...

Ist wohl "Wirtschaftsphilosophie", aber wenn wir nur noch nach solchen Preissenkungen rufen, dann können wir uns selbst die billigsten Teleskope bald nicht mehr leisten, weil wir alle arbeitslos sind und die deutschen Firmen im Ausland produzieren. Fragt sich nur, wem sie dann ihre Teleskope verkaufen...
 
Hi,

mein erstes "richtiges" Teleskop war ein 114/1000mm Newton von Tasco, kurz gebaut mit eingebauter Barlowlinse.
Vor 19Jahren hat dieses Teleskop fast 1000,- DM gekostet...bei einer angenommenen Inflationsrate von nur 1,5% (ist das realistisch?) sind das ca. 1300,-DM, also ca. 680 Euro... wenn man das mit den heutigen Preisen vergleicht.....


Grüße,
Jochen
 
Hallo
In einem Buch aus den frühren 80gern steht sinngemäß drin:....heute sind auch 200 mm für den Amateur erschwinglich geworden, sie kosten 4000 DM........" Das wären heute
2500-3000€
Bis denn Marcus (komme gerade vom Mondbeobachten, hm man sieht ihn ganz anders, wenn man bedenkt, das der Spiegel im Dobson einen Wert von 2500 € damals gehabt hat.......)
 
Hallo Rolf!
Wir hoffen auf NOCH günstigere Preise eines Produktes, das in absoluten Billiglohnländern pruduziert wird. Wenn jetzt noch einer fragt, warum wir in Deutschland ein echtes Problem haben mit unserer 35-Stunden-Woche, unseren vergleichsweiße hohen Lohnstandards und astronomischen Lohnnebenkosten, Steuern...

Ist wohl "Wirtschaftsphilosophie", aber wenn wir nur noch nach solchen Preissenkungen rufen, dann können wir uns selbst die billigsten Teleskope bald nicht mehr leisten, weil wir alle arbeitslos sind und die deutschen Firmen im Ausland produzieren. Fragt sich nur, wem sie dann ihre Teleskope verkaufen...
Wenn Unternehmen im Streben nach Kostensenkungsmöglichkeiten irgendwann ihre Kunden wegrationalisiert haben (weil jeder Arbeitnehmer auch Kunde ist - entweder des eigenen oder eines anderen Ladens), wird damit Schluss sein. Der Preiskampf ist auf Dauer ruinös - sowohl für die Verbraucher als auch für die Hersteller. Alle wollen billig kaufen und auch noch Service haben. Service wird von Menschen gemacht, die im Idealfall nahe beim Kunden sind (sowohl sprachlich, kulturell als auch räumlich). Das kostet Geld und schließlich wollen wir alle als Arbeitnehmer oder Selbständige lieber immer mehr Geld verdienen als immer weniger. Irgendwie passt das nicht zusammen. Aber weil das niemand einsehen will und Geiz geil ist, sehen wir wohl einer unerfreulichen Zukunft entgegen.


Ich finde, dass wir mit dem derzeitigen Preislevel bei Astrogeräten durchaus zufreiden sein können. Jeder kann etwas finden, das seinem Budget entspricht. Zu meinen Einsteigerzeiten hätte ich gerne statt meines 6"-Newton mit Papptubus auf Wackelmonti so einen 8" Dob wie heute gehabt (der 8"er ist obendrein billiger). Und wer Oberklassen-Equipment will, muss eben die Leute bezahlen, deren Know-How ausreicht, sowas zu machen und den kleinen Markt zu bedienen. Oder selber Know-How aufbauen und Zeit reinstecken (Selbstbau). Ich denke, dass es genügend erschwingliches und hinreichend gutes Equipment gibt, das vielen Interessenten eine sinnvolle Beobachterei ermöglicht und dass sich die Situation hier deutlich verbessert hat.

Gruß,
Tom
 
Hallo Tom,

an dieser Stelle möchte ich gerne mal als Händler einhaken, auch ein wenig, um der Diskussion etwas Vielfalt zu geben.

Ich denke nicht, daß es mehr bringt, ein Gerät im Einsteigerbereich noch um 10,- billiger zu machen.

Deshalb werden wir zwar auch weiter die einfache Schiene im Einsteigerbereich fahren und setzen uns durch Beratung, Service von den Kaufhäusern und Kaffeeröstern ab.

Parallel werden wir eine qualitativ hochwertige Schiene erstellen, wo mehr mechanische Stabilität und sinnvolle Sachen, wie 2" Okularauszug- Metall ... anbeboten werden.

Damit kann sich der Kunde entscheiden, ob er im Billigbereich sein will oder im qualitativ hochwertigeren Bereich einsteigen möchte.

Eine ähnliche Differenzierung gibt es ja bereits im etwas fortgeschrittenen Bereich.

Deshalb haben wir mit unseren Zulieferern vereinbart, daß wir bei großen Abnahmemengen nicht noch um 5 USD günstiger fahren möchten, sondern daß eher eine wertigere Ausstattung haben möchte.

Ich denke, daß damit allen besser gedient ist.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
wie 2" Okularauszug- Metall ... anbeboten werden.
@Wolfi
Ich warte..........


Zu den günstigeren Preisen fällt mir noch der Einsatz von leistungsfähigen Computern ein. Bei der Produktion von Objektiven für Fotokameras war es wohl auch so, dass die Dinger deutlich billiger geworden sind, als es möglich war den Aufbau nicht mehr am Zeichenbrett und "im Kopf" rechnen zu müssen, sondern mit Computern rechnen zu können. Vielleicht ist bei Teleskop-Optiken das Gleiche passiert.

Generell gilt aber: GEIZ IST ABSOLUT NICHT GEIL!!!!!
Wenn alle "Kleinen" kaputt gemacht wurden, weil wir nur noch dort einkaufen, wo es angeblich billiger ist, dann wird der verbliebene "Große" die Preise stark erhöhen und wir gucken dann "dumm aus der Wäsche". Dann werden die gleichen Leute klagen, die die "Kleinen" vergessen haben!
Übrigens, im heutigen Prospekt von "Saturn" kann wieder eindrucksvoll beobachtet werden, dass fast alle Angebote knapp teurer als im kleinen Fachhandel um die Ecke sind. Die Leute merken es aber nicht. Sie wollen nämlich nicht günstig, sondern preisreduziert kaufen. Auch wenn ´s dann teurer ist.........
 
Hi Fränk,

das Ziel ist es, eine kleine aber feine Serie von Einsteigergeräten, ich denke da an max. 7 Modelle, anzubieten.

3 Refraktoren
2 Newtons
2 Maks

Wir sind am Ball, das Projekt ist schon recht konkret.

Wolfi
 
Also ich hab mal ein wenig mit den Preisverfällen gerechnet:

Das MEADE 16" LX200GPS kostete vor 2 Jahren (Oktober 2002) rund 27.870 €.
Heute kostet es laut Website 24.800 €.
Macht einen Preisänderung von ca 3000 € in 2 Jahren. Legt man der Preisänderung ein exponentielles Verhalten nahe, so ergibt sich rein rechnerisch bei dieser Änderungsrate ein Preis von ca. 12.000 € in rund 15 Jahren.
Wahrscheinlicher ist jedoch ein eher asymptotisches Verhalten der Preisveränderung. Zudem sind andere wirtschaftliche Einflüsse nicht berücksichtigt. (Börse, Währungsverluste, Rohstoffpreise, technologische Weiterentwicklungen, etc.)
 
Erstmal ist es bei Teleskopen wie bei Autos: Schon zum Zeitpunkt des Neukaufs verlieren diese Teile an Wert. Man bekommt bei Wiederverkauf etwa 2/3 des Neupreises, selbst wenn das gute Stück nur wenige Wochen alt ist.

Gegen diesen Trend stehen z.B. die Liebhaberoptiken von Zeiss. Aber das dürfte vor allem daran liegen, dass Zeiss die Produktion von Amateur-Teleskopen eingestellt hat.

Daraus folgt: Man wird bei einem Neukauf immer einen Wertverlust hinnehmen müssen. Einziges Gegenmittel dürfte der Gebrauchtkauf sein. Dafür muss man dan i.d.R. auf Garantie verzichten ...

Der von dir angesprochene Technologische Fortschritt dürfte bei Optiken nur eine untergeordnete Rolle spielen. Bei CCD-Kameras dagegen wirkt er noch sehr stark ...
 
Das könnte am Dollar liegen ...

Das MEADE 16" LX200GPS kostete vor 2 Jahren (Oktober 2002) rund 27.870 €.
Heute kostet es laut Website 24.800 €.
Im Oktober 2002 war der EUR bei 0,95 USD, jetzt sind wir bekanntlich bei über 1,20 USD.
Die Händler koppeln ihre EUR Preise natürlich nicht direkt an den Dollar. Aber es kann sein, dass man (MEADE EURPOE) diese Preissenkung werbewirksam umgesetzt hat ...
 
Hallo David,

ich vermute auch, dass die Preisentwicklung des 16" Gerätes eher auf die Euro/Dollar Kursentwicklung zurückzuführen ist.

Clear Skies

Jan
 
Hi,

Das aus Sicht eines Facharbeiters:Deutsche Montierungen mit Achsen ab 40 mm Durchmesser(Losmandy,Gemini 41,Fornax usw.) ab 5000 € dessen Marktanteil werden deutlich schrumpfen,weil es immer mehr Selbstbauer gibt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Hatte vor Jahren mal ein größeren Apo(EDT),mußte ich wegen Arbeitslosigkeit verkaufen-deutsche Wirtschaft war damals auch schon richtung Keller)-2/3 Preis erhalten(aber nur,weil Verkauf nach USA)heutiger NP 50% mehr als damals <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> -der Aufschlag kam durch den Teuro(Euro) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Fazit:Qualitätsoptiken/Mechanik wird es in Deutschland weniger geben,noch mehr Ramsch ( Sachen ,die man nachbessern mußt) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Selbstbau wird noch stärker im Kommen sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
Siehe erste OTE 150 :Halbwertzeit kaum zwei Jahre
 
Hi notoxp,

Erstmal ist es bei Teleskopen wie bei Autos: Schon zum Zeitpunkt des Neukaufs verlieren diese Teile an Wert. Man bekommt bei Wiederverkauf etwa 2/3 des Neupreises, selbst wenn das gute Stück nur wenige Wochen alt ist.

nun, ganz so kann ich das nicht bestätigen. Folgendes konkretes Beispiel: Wir kauften vor rd. 8 Jahren eine 400mm Ritchey-Chretien Optik. Diese kostete damals 14.000.- DM (nur die Spiegel). Heute kostet derselbe Spiegel denselben Betrag, aber dafür in Euros <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> .

Als ich damals beim Phillip Keller war, kann ich mich noch gut erinnern, dass er ein 280/1400mm Macsutov-Newton von Lomo rumliegen hatte. Dieser kostete komplett mit allem Drum und Dran sagenhafte 8.900 DM. Fragst Du heute z.B.: den Markus um ein 11" Macsutov um umgerechnet 4500.- Euros, wird er sich wahrscheinlich vor lauter Lachen nicht mehr einkriegen.

Meine persönliche Erfahrung (Ausnahmen gibt es überall) ist aber die, das Teures zum Teil viel teurer geworden ist. Parallel dazu wuchs aber die Vielfalt im unteren Preissegment, das teilweise zu grotesken Preisverfällen führte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

Liebe Grüße aus Innsbruck
Tom
 
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